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Fr, 17. April 2026, 11:29 Uhr

DEAG Deutsche Entertainment AG

WKN: A3E5DA / ISIN: DE000A3E5DA0

DEAG: Positive Überraschung möglich? Aktienanalyse


22.11.18 09:40
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - DEAG-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" raten in einer aktuellen Aktienanalyse erneut zum Kauf der Aktie der DEAG Deutsche Entertainment AG (ISIN: DE000A0Z23G6, WKN: A0Z23G, Ticker-Symbol: ERMK).

In Kürze treffe sich die Finanzszene auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt. Einige Unternehmen müssten jedoch über eine schwächere Geschäftsentwicklung und eher trübe Aussichten berichten. Die Deutsche Entertainment AG zähle dazu aber nicht. Der Vorstand könnte in Frankfurt gute Nachrichten und einen positiven Ausblick präsentieren. Das Geschäft der Berliner sei relativ unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen. Traditionell sei DEAG im Schlussquartal sehr stark.

Der Großteil des Gewinns werde in den letzten Wochen des Jahres eingefahren. Wie am Markt zu hören sei, solle allerdings schon das dritte Quartal besser als erwartet verlaufen sein. In den letzten Jahren habe DEAG in der Zeit von Juli bis September meist einen Verlust erzielt. Das könnte 2018 erstmals wieder anders sein. Gut denkbar, dass Firmenchef Peter Schwenkow die Ziele für das Gesamtjahr nach oben anpassen müsse. Für das Jahr 2018 habe der CEO ein Plus beim EBIT von mindestens 40% in Aussicht gestellt. 2017 habe das EBIT bei 5,1 Mio. Euro gelegen. Somit müsste DEAG in 2018 ein EBIT von mindestens 7 Mio. Euro erzielen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres habe die Firma ein um positive Einmaleffekte bereinigtes EBIT von 2,8 Mio. Euro generiert. Allein in Q4 des Jahres 2017 habe das EBIT rund 4 Mio. Euro betragen.

Unterstelle man nunmehr ein leicht positives Q3 und ein ähnliches starkes Q4 wie in 2017, werde DEAG das eigene Ziel eines operativen Gewinns von mindestens 7 Mio. Euro gut erreichen. Berichtet habe das Unternehmen zum Halbjahr allerdings ein EBIT von 8,1 Mio. Euro. In diesem Ergebnis sei der Verkauf von Raymond Gubbay in UK enthalten, der zu einem Entkonsolidierungsgewinn von 5.3 Mio. Euro geführt habe. Einfach aufgerechnet würde dies in 2018 ein EBIT inklusive Sondereffekte von über 12 Mio. Euro bedeuten. Abzuziehen sei hiervon allerdings der Gewinnbeitrag von Raymond Gubbay, der nunmehr bei DEAG entfalle.

Summa summarum werde DEAG im 40. Jahr des Bestehens wohl ein EBIT von mindestens 10 Mio. Euro erwirtschaften. Mit diesem Sondereffekt hätte Schwenkow sein Ziel, "mittelfristig" ein EBIT von 10 Mio. Euro zu erzielen, schon deutlich früher erreicht als geplant. Das sei natürlich ganz nett; aber wegen des Einmaleffekts sollte dies nicht überbewertet werden. In der Summe habe DEAG beste Chancen, spätestens im Jahr 2020 ein EBIT aus dem organischen Geschäft von über 10 Mio. Euro zu erreichen.

Der Verkauf von Raymond Gubbay im Sommer dieses Jahres habe die Experten zunächst überrascht, da dieser Veranstalter für DEAG immer ordentliche Gewinnbeiträge erzielt habe und eine feste Größe für DEAG im UK Geschäft gewesen sei. Käufer des Anteils von 51% an Raymond Gubbay sei Sony Music Entertainment gewesen, die an DEAG einen Betrag von 10,6 Mio. Euro für diesen Anteil überwiesen hätten. Zusätzlich habe DEAG den Anteil von 49% der Aktien an der DEAG Classics AG von Sony erhalten und halte damit wieder 100% der Anteile - inklusive der Beteiligung an der Schweizer The Classic Company. Die gemeinsamen Projekte von Raymond Gubbay und Unternehmen der DEAG-Gruppe wie beispielsweise der Kilimanjaro Live würden unverändert fortgeführt. Zudem wolle der CEO das Geschäft in UK weiter ausbauen.

Übrigens: Das Thema Brexit, egal wie dieses leidige Thema ausgehen werde, werde für DEAGs UK-Geschäft kaum Auswirkungen haben. Die Welt werde sich weiterdrehen und die Menschen in England würden unverändert Tickets für Shows kaufen. Zollthemen habe DEAG hierbei nicht, und gegen die Währungsrisiken beim Pfund sei DEAG abgesichert. Die Trauer über den Verkauf von Raymond Gubbay dürfte nur von kurzer Dauer gewesen sein. Es wäre wohl eher grob fährlässig gewesen, diesen Deal mit Sony zu diesem Kaufpreis für 51% der Anteile und dem Paket DEAG Classics nicht zu vollziehen. Zumal sich nunmehr DEAG Classics unter dem Dach der DEAG wieder viel freier bewegen könne und nicht von Sony abhängig sei. Damit sei DEAG Classics wieder für andere Player im operativen Geschäft interessant. Nebenbei: Nach und nach löse der Firmenchef das Dauerthema Minderheiten, das in der Vergangenheit immer wieder für ein deutliches Delta zwischen EBIT und Jahresgewinn gesorgt habe.

Mit dem Geld aus dieser Transaktion und Mitteln von 20 Mio. Euro aus einer jüngst platzierten Anleihe hätten die Berliner reichlich Cash, um über Zukäufe deutlich zu wachsen. Schwenkow wolle das Unternehmen um das Kerngeschäft als Konzertveranstalter weiter massiv ausbauen. Im Fokus stehe neben UK der Ausbau der Geschäftsfelder Arts+Exhibitions, Family-Entertainment und Ticketing. Alle drei Bereiche seien margenstark. Die eigenen Veranstaltungen würden künftig immer mehr von der eigenen Ticketplattform MyTicket vermarktet. Mit Ausstellungen wie "Harry Potter", die von DEAG im laufenden Q4 veranstaltet werde, könne sich Schwenkow über reges Interesse und klingelnde Kassen freuen. Der Winterspaziergang Christmas Garden, der in 2018 weiter ausgebaut worden sei, sei erneut ein voller Erfolg.

DEAG habe wieder einen guten Lauf. In Phasen einer starken Korrektur würden meist die Favoriten wechseln. Konjunkturunabhängige Firmen würden wieder in den Fokus der Investoren geraten. Vorstandswoche-Altfavorit DEAG könnte 2019 zu den Gewinnern an der Börse zählen.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" raten bei der DEAG-Aktie erneut zum Kauf. (Analyse vom 22.11.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze DEAG-Aktie:

Xetra-Aktienkurs DEAG-Aktie:
3,11 EUR (21.11.2018)

Tradegate-Aktienkurs DEAG-Aktie:
3,13 EUR (21.11.2018)

ISIN DEAG-Aktie:
DE000A0Z23G6

WKN DEAG-Aktie:
A0Z23G

Ticker-Symbol DEAG-Aktie:
ERMK

Kurzprofil DEAG Deutsche Entertainment AG:

Die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft (ISIN: DE000A0Z23G6, WKN: A0Z23G, Ticker-Symbol: ERMK) ist ein führender Entertainment-Dienstleister und Anbieter von Live-Entertainment in Europa und mit Konzerngesellschaften in ihren Kernmärkten präsent. DEAG produziert und veranstaltet profitabel ein breites Spektrum an Events und Konzerten. Als Live-Entertainment-Dienstleister mit integriertem Geschäftsmodell verfügt DEAG über umfassende Expertise in der Organisation, Vermarktung und Durchführung von Events sowie im Ticketvertrieb über die eigene Ticketing-Plattform "MyTicket" für eigenen und Dritt-Content. Das hoch skalierbare Geschäftsmodell von MyTicket stärkt die DEAG auf ihrem Weg zu steigender Profitabilität. Rund 4.000 Konzerte und Events führt DEAG pro Jahr durch und setzt dabei aktuell über 5 Mio. Tickets um - davon ein beständig wachsender Anteil über die ertragsstarken Ticketing-Plattformen von MyTicket.

Gegründet 1978 in Berlin und börsennotiert seit 1998, umfassen die Kern-Geschäftsfelder der DEAG die Bereiche Rock/Pop, Classics & Jazz, Family-Entertainment sowie Arts+Exhibitions. Insbesondere Family-Entertainment und Arts+Exhibitions sind elementare Bausteine für die Weiterentwicklung des eigenen Contents. Mit ihrem starken Partnernetzwerk ist DEAG hervorragend im Markt als international tätiger Live-Entertainment-Dienstleister positioniert.

Die Aktien der DEAG notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, dem Qualitätssegment der Deutschen Börse. (22.11.2018/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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