Ernst Russ Aktie: Stabile Charterraten als Trumpf
15.12.25 11:33
Der Anlegerbrief
Krefeld (www.aktiencheck.de) - Ernst Russ-Aktienanalyse von "Der Anlegerbrief":
Die Experten von "Der Anlegerbrief" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Ernst Russ AG (ISIN: DE000A161077, WKN: A16107, Ticker-Symbol: HXCK) unter die Lupe.
Die Containerschifffahrt erlebe gerade eine Phase, die Anleger nervös machen könnte. Die Frachtraten seien deutlich gefallen, die Unsicherheit im Welthandel bleibe hoch. Doch Ernst Russ aus Hamburg zeige, dass es in diesem Sektor doch Stabilität geben könne - wenn man das richtige Geschäftsmodell habe.
Ernst Russ besitze Containerschiffe und vermiete diese langfristig an Reedereien. Diese Reedereien zahlten eine feste Charterrate für das Schiff, egal, wie sich die Frachtraten entwickelten. Die Reederei trage also das Marktrisiko, während Ernst Russ planbare Einnahmen habe. Das sei der Knackpunkt: Während Frachtraten stark schwankten, blieben Charterraten stabiler. Der Fokus liege auf Feederschiffen, also kleineren Einheiten, die besonders für die Distribution im Regionalverkehr gefragt seien. Mit einer durchschnittlichen Charterrate von 17.802 Dollar pro Tag und einer Auslastung von knapp 98% laufe das Geschäft rund. Noch wichtiger: Die durchschnittliche Restlaufzeit der Charterverträge betrage 24,4 Monate. Das verschaffe Planungssicherheit weit ins Jahr 2027 hinein.
Im dritten Quartal 2025 habe Ernst Russ einen Umsatz von 39,4 Mio. Euro erzielt, was einem leichten Rückgang von 5% entspreche. Das operative Ergebnis (EBIT) habe sich auf 22,1 Mio. Euro belaufen - eine starke Marge von 56%. Über die ersten neun Monate habe sich der Umsatz auf 119,2 Mio. Euro summiert, bei einem EBITDA von 99,9 Mio. Euro. Das entspreche einer EBITDA-Marge von stolzen 84%, wenngleich hier auch Buchgewinne aus Schiffsverkäufen enthalten seien. Das Unternehmen habe seine Prognose für 2025 konkretisiert und erwarte nun Umsätze zwischen 152 und 162 Mio. Euro, von denen bereits 152 Mio. Euro vertraglich gesichert seien. Beim EBIT rechne man mit 87 bis 102 Mio. Euro inklusive Erlösen aus Schiffsverkäufen. Das operative EBIT (ohne Verkäufe) solle zwischen 48 und 63 Mio. Euro liegen.
Ein Blick auf die Bilanz zeige zudem eine komfortable Position: Die Eigenkapitalquote liege bei 87%, die Cash-Ratio bei über 400%. Das Unternehmen verfüge also über reichlich Liquidität und finanzielle Flexibilität. Der vertraglich gesicherte Auftragsbestand belaufe sich auf 433 Mio. Dollar - verteilt über verschiedene Laufzeiten und Charterer, was das Risiko streue.
Die Zahlen und die Bilanz seien stark, und die Planungssicherheit reiche weit ins Jahr 2027. Die Aktie eigne sich mit einem KGV25 von unter 4 vor allem als konservativer Value-Pick, zumal eine Dividendenrendite von fast 4% winke. (Ausgabe 46 vom 13.12.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (15.12.2025/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Experten von "Der Anlegerbrief" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Ernst Russ AG (ISIN: DE000A161077, WKN: A16107, Ticker-Symbol: HXCK) unter die Lupe.
Die Containerschifffahrt erlebe gerade eine Phase, die Anleger nervös machen könnte. Die Frachtraten seien deutlich gefallen, die Unsicherheit im Welthandel bleibe hoch. Doch Ernst Russ aus Hamburg zeige, dass es in diesem Sektor doch Stabilität geben könne - wenn man das richtige Geschäftsmodell habe.
Ernst Russ besitze Containerschiffe und vermiete diese langfristig an Reedereien. Diese Reedereien zahlten eine feste Charterrate für das Schiff, egal, wie sich die Frachtraten entwickelten. Die Reederei trage also das Marktrisiko, während Ernst Russ planbare Einnahmen habe. Das sei der Knackpunkt: Während Frachtraten stark schwankten, blieben Charterraten stabiler. Der Fokus liege auf Feederschiffen, also kleineren Einheiten, die besonders für die Distribution im Regionalverkehr gefragt seien. Mit einer durchschnittlichen Charterrate von 17.802 Dollar pro Tag und einer Auslastung von knapp 98% laufe das Geschäft rund. Noch wichtiger: Die durchschnittliche Restlaufzeit der Charterverträge betrage 24,4 Monate. Das verschaffe Planungssicherheit weit ins Jahr 2027 hinein.
Ein Blick auf die Bilanz zeige zudem eine komfortable Position: Die Eigenkapitalquote liege bei 87%, die Cash-Ratio bei über 400%. Das Unternehmen verfüge also über reichlich Liquidität und finanzielle Flexibilität. Der vertraglich gesicherte Auftragsbestand belaufe sich auf 433 Mio. Dollar - verteilt über verschiedene Laufzeiten und Charterer, was das Risiko streue.
Die Zahlen und die Bilanz seien stark, und die Planungssicherheit reiche weit ins Jahr 2027. Die Aktie eigne sich mit einem KGV25 von unter 4 vor allem als konservativer Value-Pick, zumal eine Dividendenrendite von fast 4% winke. (Ausgabe 46 vom 13.12.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (15.12.2025/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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