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Sa, 18. April 2026, 8:25 Uhr

Evotec SE

WKN: 566480 / ISIN: DE0005664809

Evotec: 2020 wird ein starkes Jahr - Aktienanalyse


11.11.19 16:45
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - Evotec-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Laut den Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" ist die Aktie des Hamburger Wirkstoffforschers Evotec SE (ISIN: DE0005664809, WKN: 566480, Ticker-Symbol: EVT, Nasdaq OTC-Symbol: EVOTF) weiter kaufenswert.

Jahresendspurt bei Evotec! Werner Lanthaler, CEO des M- und TecDAX Unternehmens, wolle noch in 2019 seine Aktionäre mit guten Nachrichten verwöhnen. Zunächst werde Evotec Zahlen für Q3 verkünden. "Nach einem starken ersten Halbjahr waren die Monate Juli bis September ebenfalls sehr gut. Wir sind sehr zufrieden mit diesem Quartal", habe Lanthaler im Gespräch mit der "Vorstandswoche" gesagt. Zudem erwarte der Österreicher den Start von ein oder zwei Substanzen in der klinischen Phase I.

Bis Jahresende sei es das Ziel, noch weitere Partnerschaften zu verkünden. Ob es sich dabei um einen neuen Partner handle oder Evotec eine Partnerschaft mit einem bestehenden Biotech- und Pharmaunternehmen ausbaue, habe Lanthaler nicht verraten wollen. "Mir ist es fast lieber, wir bauen Allianzen mit bestehenden Partnern aus. Das ist uns in der Vergangenheit gut gelungen." Noch in 2019 wolle der Vorstand eine Entscheidung treffen, ob die zugekaufte und heutige Just - Evotec Biologics in den USA eine Produktionseinheit für den Herstellungsprozess für die klinische und kommerzielle Produktion von Biologika bilden solle. Das würde eine Investition von über 80 Mio. US-Dollar auslösen.

"Das Geld für ein solches Investment haben wir, mit über 250 Mio. Euro Cash-Bestand, im Hause. Es wäre eine sehr lohnenswerte Investition, weil wir dann unser mittelfristiges Wachstum deutlich beschleunigen können", erkläre Lanthaler. Ideal wäre, dass für dieses Vorhaben Partner mit ins Boot kämen, welche die Produktion früh mit Leben füllen würden. Vergleichbar mit der österreichischen AT&S, die ein zusätzliches Werk in China gebaut habe, um für Intel die IC Substrate zu liefern. Gelinge das Vorhaben, entwickle sich Evotec auch im stark wachsenden Segment von Antikörpern zu einer strategischen Plattform in der Industrie.

Für das Jahr 2019 erwarte Lanthaler ein Umsatzplus von mindestens 15% und ein Wachstum beim bereinigten EBITDA von mindestens 10%. Eine weitere Anhebung der Prognose könnte nur kommen, wenn es mit den Meilensteinen im Q4 außerordentlich gut laufe. "Wir stehen voll zu unserer Prognose, die wir ja zum Halbjahr ordentlich angehoben hatten." Evotec wird in 2019 somit einen Umsatz von mindestens 420 Mio. Euro einfahren und ein bereinigtes EBITDA von über 100 Mio. Euro. Läuft Q4 allerdings stark bei Meilensteinzahlungen, könnte sogar ein EBITDA von über 110 Mio. Euro drin sein. "Wenn wir in 2019 ein EBITDA von mehr als 100 Mio. Euro erreichen, können wir sehr stolz sein. Wir haben in diesem Jahr unsere Ausgaben für Forschung und Entwicklung gegenüber 2018 fast verdoppelt und sind trotzdem hoch profitabel mit einem guten Cashflow. Das gibt’s nicht so oft in unserer Branche", so der CEO.

Mit Blick auf das Jahr 2020 zeige sich der Firmenchef optimistisch. "Ich freue mich sehr auf das nächste Jahr. Evotec wird wesentliche Fortschritte machen und in der Partnerpipeline stark vorankommen. Wir werden die Schlagzahl an News aus dieser Pipeline massiv erhöhen." Bayer könnte beispielsweise in mindestens einer Indikation bei chronischem Husten den Start der klinischen Phase III verkünden. Bei Endometriosis könnten erste Daten aus der Phase II folgen. Boehringer Ingelheim dürfte bei Evotec-Partnerprogrammen in der Phase II starten. Zudem würden weitere Substanzen aus der Präklinik in die Phase I überführt. Insgesamt bestehe die Partner-Pipeline von Evotec aus mehr als 100 Programmen.

Insgesamt sei das Unternehmen bei den eigenen Kapazitäten voll ausgelastet. "Wir werden in 2020 die Kapazitäten erweitern und über 300 Top-Wissenschaftler rekrutieren. Die Nachfrage ist unverändert sehr groß. Zudem profitieren wir davon, dass viele Firmen ihre Forschungsaktivitäten in Asien reduzieren und wieder mehr nach Europa und USA verlagern. Das ist für uns natürlich wunderbar." Die Ausgangsbasis für 2020 könnte in der Summe nicht besser sein.

Ein wenig erschöpfend sei, zumindest am Kapitalmarkt, der "Dauerbrenner" Sanofi. Man wisse, dass ab Mai 2020 anteilig Subventionen durch Sanofi für den Standort Toulouse entfallen würden. Volumen: 20 Mio. Euro beim Umsatz und auch beim EBITDA. "Der Standort Toulouse wird auch ohne diese Subvention profitabel weiterwachsen. Unsere Zusammenarbeit mit Sanofi entwickelt sich sehr gut, und wir arbeiten an vielen Projekten zusammen. Natürlich wird es eine gewisse Herausforderung werden, dass wir das Auslaufen der Subvention kompensieren. Beim Umsatz mache ich mir da wenig Sorgen. Beim EBITDA ist es zumindest mein Ziel. Wir könnten natürlich um diesen Betrag den Aufwand für Forschung und Entwicklung reduzieren. Dann wäre das Thema erledigt. Das ist aber Unsinn, und so ticken wir nicht. Wir werden auch in 2020 mehr als 40 Mio. Euro investieren und liegen damit mindestens auf dem Niveau des Jahres 2019."

Im Ergebnis würden die Experten davon ausgehen, dass Evotec in 2020 ein Wachstum von 5 bis 10% zeige und ein bereinigtes EBITDA über 100 Euro erziele - also das Ertragsniveau des laufenden Jahres.

Die Aktie sei im Visier von hartnäckigen Leerverkäufern. Aktuell würden mindestens acht unterschiedliche Adressen auf fallende Kurse bei Evotec spekulieren. Rund 10% des Aktienkapitals seien aktuell "leer" verkauft. Die Experten würden Shortseller nicht wirklich stören. Es mache zwar alles volatiler, aber der Leerverkäufer sei der logische Käufer einer Aktie. Mit starken News könne diese Gruppe auch einmal gut gegrillt werden.

Unser Dauerfavorit Evotec ist weiter kaufenswert, so die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de". (Analyse vom 11.11.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Evotec-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Evotec-Aktie:
19,31 EUR +0,65% (11.11.2019, 15:57)

Tradegate-Aktienkurs Evotec-Aktie:
19,24 EUR -0,18% (11.11.2019, 16:11)

ISIN Evotec-Aktie:
DE0005664809

WKN Evotec-Aktie:
566480

Ticker-Symbol Evotec-Aktie Deutschland:
EVT

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Evotec-Aktie:
EVOTF

Kurzprofil Evotec SE:

Die Evotec SE (ISIN: DE0005664809, WKN: 566480, Ticker-Symbol: EVT, Nasdaq OTC-Symbol: EVOTF) ist ein Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsunternehmen, das in Forschungsallianzen und Entwicklungspartnerschaften mit führenden Pharma- und Biotechnologieunternehmen, akademischen Einrichtungen, Patientenorganisationen und Risikokapitalgesellschaften innovative Ansätze zur Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte zügig vorantreibt. Die Evotec SE ist weltweit tätig und ihre mehr als 2.800 Mitarbeiter bieten ihren Kunden qualitativ hochwertige, unabhängige und integrierte Lösungen im Bereich der Wirkstoffforschung und -entwicklung an.

Dabei deckt die Evotec SE alle Aktivitäten vom Target bis zur klinischen Entwicklung ab, um dem Bedarf der Branche an Innovation und Effizienz in der Wirkstoffforschung und -entwicklung begegnen zu können (EVT Execute). Durch das Zusammenführen von erstklassigen Wissenschaftlern, modernsten Technologien sowie umfangreicher Erfahrung und Expertise in wichtigen Indikationsgebieten wie zum Beispiel neuronalen Erkrankungen, Diabetes und Diabetesfolgeerkrankungen, Schmerz und Entzündungskrankheiten, Onkologie, Infektionskrankheiten, Atemwegserkrankungen und Fibrose ist Evotec heute einzigartig positioniert.

Auf dieser Grundlage hat Evotec ihre Pipeline bestehend aus ca. 100 co-owned Programmen in klinischen, präklinischen und Forschungsphasen aufgebaut (EVT Innovate). Evotec arbeitet in langjährigen Allianzen mit Partnern wie Bayer, Boehringer Ingelheim, Celgene, CHDI, Novartis, Novo Nordisk, Pfizer, Sanofi, Takeda, UCB und weiteren zusammen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.evotec.com und auf Twitter @EvotecAG. (11.11.2019/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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