Grüner Verstand, strahlende Zukunft
29.07.24 10:54
Crédit Mutuel AM
Paris (www.aktiencheck.de) - Um den Klimawandel und insbesondere seine Auswirkungen auf den Planeten und alle Lebewesen in den Griff zu bekommen, sind sofortige Maßnahmen erforderlich, so Claudia Ravat, ESG-Analystin von Crédit Mutuel Asset Management.
Die Welt kämpfe mit Rekordtemperaturen, fortwährenden Konflikten in Osteuropa und im Nahen Osten sowie mit anhaltendem Inflationsdruck. Daher sei die Aufklärung zu Klimarisiken besonders wichtig geworden. Sie verleihe dem Einzelnen und der Gemeinschaft das notwendige Wissen, die Fähigkeiten und die Motivation, um den Klimawandel zu bekämpfen und die Belastbarkeit in schwierigen Zeiten zu stärken.
Bildung, die sowohl für den Klimaschutz als auch für die Anpassung an den Klimawandel notwendig sei, sei ein unterschätzter, aber entscheidender Pfeiler der Klimaschutzmaßnahmen. Man bedenke: Kinder, die 2020 geboren worden seien, würden im Laufe ihres Lebens bis zu sieben Mal häufiger mit extremen Wetterereignissen konfrontiert sein als ihre Großeltern. Die jungen Generationen seien am stärksten betroffen und würden nur über eine unzureichende Klimabildung verfügen. Tatsächlich könnten 70% der jungen Menschen den Klimawandel nicht erklären, könnten ihn nur in groben Zügen beschreiben oder würden gar nichts darüber wissen. Um diese Wissenslücke zu schließen, müsse mehr investiert werden. Leider sei die staatliche Bildungsförderung rückläufig und sei von 14,7% (2003) auf 9,7% (2021) gesunken. Dieser Rückgang unterstreiche den Bedarf alternativer Finanzierungsquellen, um eine umfassende Klimabildung zu gewährleisten.
Die Überbrückung dieser Finanzierungslücke erfordere innovative Ansätze. So sei auf der COP28 im Dezember 2023 eine Investmentinitiative in Höhe von 70 Millionen US-Dollar für den Bau klimaresistenter Schulen in gefährdeten Ländern ins Leben gerufen worden. Darüber hinaus wolle die von der UNESCO geleitete Greening Education Partnership sicherstellen, dass jeder Schüler für den Klimawandel gerüstet sei. Die Partnerschaft stütze sich auf vier zentrale Säulen: Ökologisierung von Schulen, Ökologisierung von Lehrplänen, Ökologisierung der Lehrerausbildung und der Kapazitäten der Bildungssysteme sowie Ökologisierung von Gemeinden. Dabei gehe es nicht nur um die wissenschaftlichen Fakten des Klimawandels, sondern auch um die sozioökonomischen und verhaltensbezogenen Aspekte von Klimagerechtigkeit, Ökoangst und handlungsorientierten Lösungen. Diese umfassenden Bildungskonzepte seien von entscheidender Bedeutung für die Förderung eines umfassenden Klimabewusstseins und die Stärkung künftiger Führungskräfte als Motor des Wandels.
Investitionen in die Bildung junger Menschen, insbesondere mit Blick auf Klimawandel und soziale Gerechtigkeit, seien für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich. Sie würden den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) entsprechen, insbesondere SDG 4, das sich auf qualitativ hochwertige Bildung konzentriere, und SDG 13, das den Schwerpunkt auf Klimaschutzmaßnahmen lege. Die Aufklärung junger Menschen über den Klimawandel bereite sie nicht nur auf künftige Herausforderungen vor, sondern ermögliche ihnen gleichzeitig die aktive Mitgestaltung des Wandels in ihren Gemeinden. Dies könne zu innovativen Lösungen und gemeinschaftsgetragenen Initiativen führen, die wesentlich zur Erreichung der globalen Klimaziele beitragen würden. Durch die Sensibilisierung zukünftiger politischer Entscheidungsträger werde sichergestellt, dass künftige politische Maßnahmen und Entscheidungen auf einem fundierten Klimaverständnis beruhen würden.
Eine Erfolgsgeschichte sei die Internationale Finanzierungsfazilität für Bildung (IFFEd), die Spendenzusagen zur Erschließung von Investitionen des Privatsektors in die Bildung nutze. Dieses Modell habe erfolgreich beträchtliche Finanzmittel für die Bildung in Entwicklungsländern mobilisiert und gezeigt, dass Investitionen in Bildung beträchtliche Erträge abwerfen könnten. Durch die Anwendung verantwortungsvoller Anlagemethoden und die Unterstützung von Initiativen wie der Greening Education Partnership könne der Finanzsektor den Kampf gegen den Klimawandel unterstützen. Kollektives Handeln des Finanzsektors könnte nicht nur Risiken mindern, sondern auch dazu beitragen, langfristiges nachhaltiges Wachstum und Stabilität für künftige Generationen zu gewährleisten.
Investoren müssten jetzt handeln. Es geht nicht nur um Investitionen in Bildung, sondern in die künftige Stabilität und den Wohlstand unseres Planeten und aller Lebewesen, so Claudia Ravat, ESG-Analystin von Crédit Mutuel Asset Management. Das Zeitfenster sei klein, aber die möglichen Auswirkungen seien immens. (Ausgabe vom 26.07.2024) (29.07.2024/ac/a/m)
Die Welt kämpfe mit Rekordtemperaturen, fortwährenden Konflikten in Osteuropa und im Nahen Osten sowie mit anhaltendem Inflationsdruck. Daher sei die Aufklärung zu Klimarisiken besonders wichtig geworden. Sie verleihe dem Einzelnen und der Gemeinschaft das notwendige Wissen, die Fähigkeiten und die Motivation, um den Klimawandel zu bekämpfen und die Belastbarkeit in schwierigen Zeiten zu stärken.
Bildung, die sowohl für den Klimaschutz als auch für die Anpassung an den Klimawandel notwendig sei, sei ein unterschätzter, aber entscheidender Pfeiler der Klimaschutzmaßnahmen. Man bedenke: Kinder, die 2020 geboren worden seien, würden im Laufe ihres Lebens bis zu sieben Mal häufiger mit extremen Wetterereignissen konfrontiert sein als ihre Großeltern. Die jungen Generationen seien am stärksten betroffen und würden nur über eine unzureichende Klimabildung verfügen. Tatsächlich könnten 70% der jungen Menschen den Klimawandel nicht erklären, könnten ihn nur in groben Zügen beschreiben oder würden gar nichts darüber wissen. Um diese Wissenslücke zu schließen, müsse mehr investiert werden. Leider sei die staatliche Bildungsförderung rückläufig und sei von 14,7% (2003) auf 9,7% (2021) gesunken. Dieser Rückgang unterstreiche den Bedarf alternativer Finanzierungsquellen, um eine umfassende Klimabildung zu gewährleisten.
Investitionen in die Bildung junger Menschen, insbesondere mit Blick auf Klimawandel und soziale Gerechtigkeit, seien für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich. Sie würden den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) entsprechen, insbesondere SDG 4, das sich auf qualitativ hochwertige Bildung konzentriere, und SDG 13, das den Schwerpunkt auf Klimaschutzmaßnahmen lege. Die Aufklärung junger Menschen über den Klimawandel bereite sie nicht nur auf künftige Herausforderungen vor, sondern ermögliche ihnen gleichzeitig die aktive Mitgestaltung des Wandels in ihren Gemeinden. Dies könne zu innovativen Lösungen und gemeinschaftsgetragenen Initiativen führen, die wesentlich zur Erreichung der globalen Klimaziele beitragen würden. Durch die Sensibilisierung zukünftiger politischer Entscheidungsträger werde sichergestellt, dass künftige politische Maßnahmen und Entscheidungen auf einem fundierten Klimaverständnis beruhen würden.
Eine Erfolgsgeschichte sei die Internationale Finanzierungsfazilität für Bildung (IFFEd), die Spendenzusagen zur Erschließung von Investitionen des Privatsektors in die Bildung nutze. Dieses Modell habe erfolgreich beträchtliche Finanzmittel für die Bildung in Entwicklungsländern mobilisiert und gezeigt, dass Investitionen in Bildung beträchtliche Erträge abwerfen könnten. Durch die Anwendung verantwortungsvoller Anlagemethoden und die Unterstützung von Initiativen wie der Greening Education Partnership könne der Finanzsektor den Kampf gegen den Klimawandel unterstützen. Kollektives Handeln des Finanzsektors könnte nicht nur Risiken mindern, sondern auch dazu beitragen, langfristiges nachhaltiges Wachstum und Stabilität für künftige Generationen zu gewährleisten.
Investoren müssten jetzt handeln. Es geht nicht nur um Investitionen in Bildung, sondern in die künftige Stabilität und den Wohlstand unseres Planeten und aller Lebewesen, so Claudia Ravat, ESG-Analystin von Crédit Mutuel Asset Management. Das Zeitfenster sei klein, aber die möglichen Auswirkungen seien immens. (Ausgabe vom 26.07.2024) (29.07.2024/ac/a/m)
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