Gut versorgter Ölmarkt 2026
16.12.25 09:35
Hamburg Commercial Bank
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Am 30. November fand das 40. Ministertreffen der OPEC+ statt, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.
Dabei sei das OPEC-Sekretariat mit der Entwicklung eines neuen Mechanismus zur Bewertung der maximalen Produktionskapazität jedes Mitglieds beauftragt worden. Dieser solle als Referenz für die Förderquoten ab 2027 dienen. Weiterhin sei beschlossen worden, die bestehenden Förderquoten bis Ende 2026 unverändert beizubehalten.
Die offiziellen Quoten für 2026 würden sich auf insgesamt 39,725 Mio. Barrel/Tag gemäß der "Declaration of Cooperation" belaufen. Sie würden jedoch weder freiwillige Zusatzkürzungen einzelner Länder noch Kompensationsmaßnahmen für frühere Überproduktion berücksichtigen. Unter Einbeziehung dieser Faktoren dürften die tatsächlichen Quoten im Durchschnitt bei rund 38,1 Mio. Barrel/Tag liegen. Insbesondere die noch nicht zurückgenommenen freiwilligen Kürzungen von Saudi-Arabien und Russland (zusammen 0,75 Mio. Barrel/Tag) sowie die Kompensationsmaßnahmen, die bis Ende des ersten Halbjahres 2026 umgesetzt werden sollten (rund 0,7 Mio. Barrel/Tag), dürften die Gesamtquote nach unten drücken.
Ebenfalls am 30. November sei eine Untergruppe von acht zentralen OPEC+-Mitgliedern zusammengekommen, darunter Saudi-Arabien, der Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und Russland. Diese Länder hätten seit April 2023 freiwillige Produktionskürzungen vorgenommen, die sie ab April 2025 schrittweise zurückgefahren hätten. Nun hätten sie die bereits am 2. November getroffene Entscheidung bekräftigt, die Pause bei weiteren Produktionssteigerungen bis zum ersten Quartal 2026 fortzusetzen. Damit werde die Rückgabe zusätzlicher Mengen auf den Markt weiter verlangsamt, nachdem seit April 2025 bereits rund 2,2 Mio. Barrel/Tag wieder freigegeben worden seien. Das nächste Treffen dieser acht Länder sei für den 4. Januar 2026 angesetzt.
Unabhängig davon, ob die OPEC+ ihre Produktion wieder ausweiten werde, würden die Analysten für 2026 steigende Fördermengen erwarten, vor allem durch Nicht-OPEC-Produzenten wie die USA, Brasilien und Guyana, die den globalen Ölmarkt insgesamt gut versorgt halten dürften. Ihre Basisprognose für die Ölpreise sei daher eher bearish: Nach einem durchschnittlichen Brent-Preis von rund 68 USD/Barrel im Jahr 2025 würden die Analysten 2026 mit einem Rückgang auf etwa 60 USD/Barrel rechnen.
Im November habe sich die Gesamtproduktion der OPEC+ auf rund 37,63 Mio. Barrel/Tag beliefen. Davon würden etwa 23,04 Mio. Barrel/Tag auf die OPEC-9 und weitere 14,59 Mio. Barrel/Tag auf die Partnerländer entfallen.
Das nächste reguläre Treffen der OPEC+ mit allen Mitgliedstaaten sei für den 7. Juni 2026 geplant. (Ausgabe vom 15.12.2025) (16.12.2025/ac/a/m)
Dabei sei das OPEC-Sekretariat mit der Entwicklung eines neuen Mechanismus zur Bewertung der maximalen Produktionskapazität jedes Mitglieds beauftragt worden. Dieser solle als Referenz für die Förderquoten ab 2027 dienen. Weiterhin sei beschlossen worden, die bestehenden Förderquoten bis Ende 2026 unverändert beizubehalten.
Die offiziellen Quoten für 2026 würden sich auf insgesamt 39,725 Mio. Barrel/Tag gemäß der "Declaration of Cooperation" belaufen. Sie würden jedoch weder freiwillige Zusatzkürzungen einzelner Länder noch Kompensationsmaßnahmen für frühere Überproduktion berücksichtigen. Unter Einbeziehung dieser Faktoren dürften die tatsächlichen Quoten im Durchschnitt bei rund 38,1 Mio. Barrel/Tag liegen. Insbesondere die noch nicht zurückgenommenen freiwilligen Kürzungen von Saudi-Arabien und Russland (zusammen 0,75 Mio. Barrel/Tag) sowie die Kompensationsmaßnahmen, die bis Ende des ersten Halbjahres 2026 umgesetzt werden sollten (rund 0,7 Mio. Barrel/Tag), dürften die Gesamtquote nach unten drücken.
Unabhängig davon, ob die OPEC+ ihre Produktion wieder ausweiten werde, würden die Analysten für 2026 steigende Fördermengen erwarten, vor allem durch Nicht-OPEC-Produzenten wie die USA, Brasilien und Guyana, die den globalen Ölmarkt insgesamt gut versorgt halten dürften. Ihre Basisprognose für die Ölpreise sei daher eher bearish: Nach einem durchschnittlichen Brent-Preis von rund 68 USD/Barrel im Jahr 2025 würden die Analysten 2026 mit einem Rückgang auf etwa 60 USD/Barrel rechnen.
Im November habe sich die Gesamtproduktion der OPEC+ auf rund 37,63 Mio. Barrel/Tag beliefen. Davon würden etwa 23,04 Mio. Barrel/Tag auf die OPEC-9 und weitere 14,59 Mio. Barrel/Tag auf die Partnerländer entfallen.
Das nächste reguläre Treffen der OPEC+ mit allen Mitgliedstaaten sei für den 7. Juni 2026 geplant. (Ausgabe vom 15.12.2025) (16.12.2025/ac/a/m)
