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Mi, 22. April 2026, 2:05 Uhr

Rohstoffe Ausblick 2020 - Industrie-Rohstoffe hoch im Kurs


18.12.19 15:35
IG

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die Entwicklung von Industrie-Rohstoffen wie Kupfer könnte in den ersten Quartalen des kommenden Jahres positiv ausfallen, so die Experten von der IG Europe GmbH.

Hauptsächlicher Grund dafür wäre der fallende US-Dollar. Diese Entwicklung zeichne sich aktuell ab, wenn man auf den US-Dollar-Index schaue. Dieser scheine daran zu arbeiten, seine mehr als ein Jahr andauernde Aufwärtsphase zumindest teilweise zu beenden. Der aktuelle Verlauf mache deutlich, dass die letzten starken Tiefs im Trend gerade eindeutig getestet würden.

Es gebe zwei hauptsächliche Gründe für diese Entwicklung. Zum einen würden Marktteilnehmer weitere Zinsschritte seitens der FED im kommenden Jahr erwarten. Dies habe die FED zwar im Rahmen aktueller Statements nicht bestätigt, allerdings habe sie ebenso zu verstehen gegeben, dass man am Inflationsziel festhalten werde.

Das Inflationsziel sei, laut Aussagen des FED-Präsidenten Jerome Powell, in den letzten Monaten nicht einfach zu erreichen gewesen. Da Erwartungen an die Konjunktur gleichzeitig im Moment noch verhalten bleiben würden, gehe das Gros der Analysten, trotzt fehlender Bestätigung aus den Charts, von weiteren Zinsschritten im kommenden Jahr aus. Der US-Dollar habe auf diese Aussagen mit deutlichen Abgaben reagiert.

Der zweite Grund sei die mögliche Erholung in den Gegenwährungen. Insbesondere wenn im Handelsstreit ein Deal gefunden werde, oder Zölle wieder zurückgefahren würden, könnte dies einige Gegenwährungen gegen den US-Dollar stützen. Insbesondere Währungen wie der Australische Dollar, das Britische Pfund und der Euro könnten davon profitieren.

Die Chancen seien also aktuell durchaus steigend für sich erholende und stabile Rohstoffpreise. Zwischen den einzelnen Rohstoffpreisen sollte dennoch unterschieden werden. So sei ein zu starker Anstieg im Goldpreis eventuell trotzdem nicht zu erwarten, weil dieser im Jahr 2019 bereits stark gestiegen sei. Im Ölpreis könnte sich Stabilität ebenfalls durchsetzen, die aber saisonal bedingt in den ersten Monaten des Jahres eventuell etwas schwächer ausfallen könnte. Anders sei es allerdings bei den Industrie-Rohstoffen, die eindeutig mehr von einem weiter fallenden US-Dollar profitieren dürften. (18.12.2019/ac/a/m)





 
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