SUSS MicroTec Aktie: Durststrecke vorbei?
17.11.25 10:11
Der Anlegerbrief
Krefeld (www.aktiencheck.de) - SUSS MicroTec-Aktienanalyse von "Der Anlegerbrief":
Die Aktienexperten von "Der Anlegerbrief" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Anlagenbauers für die Halbleiterindustrie SUSS MicroTec SE (ISIN: DE000A1K0235, WKN: A1K023, Ticker-Symbol: SMHN, NASDAQ OTC-Symbol: SESMF) unter die Lupe.
SUSS MicroTec stecke in einer schwierigen Phase. Der Maschinenbauer profitiere eigentlich vom KI-Boom. Doch das dritte Quartal sei enttäuschend verlaufen. Die Gründe: Anlaufschwierigkeiten am neuen Standort in Taiwan, ein ungünstiger Mix bei den verkauften Produkten und höherer Supportaufwand bei Kunden.
Das Geschäft von SUSS lasse sich in zwei Bereiche aufteilen. Advanced Backend Solutions seien mit 71% des Umsatzes das Zugpferd. Hier würden Maschinen für modernes Chip-Packaging - also spezielle Beschichtungs-, Belichtungs- und Bondingsysteme - geliefert, die vor allem bei KI-Prozessoren und Hochleistungsspeichern zum Einsatz kommen würden. Der zweite Bereich Photomask Solutions umfasse Reinigungsanlagen für Fotomasken, die bei der Chipfertigung verwendet würden. Die Stärke des Geschäftsmodells liege in der Nische. SUSS bewege sich in Märkten mit überschaubarem Wettbewerb und technologisch anspruchsvollen Lösungen. Das ermögliche attraktive Margen. Mit dem neuen Produktionsstandort in Taiwan verdopple das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten in Asien.
Das Q3 habe dennoch schwache Zahlen gebracht: Der Auftragseingang sei um 17% gefallen, während die Bruttomarge von 39 auf 33% abgestürzt sei und die operative Marge sich nahezu halbiert habe. Diese Entwicklung wirke besorgniserregend, doch die Ursachen seien weitgehend temporärer Natur. Anlaufkosten in Taiwan, intensive Kundenbetreuung bei installierten Systemen und ein ungünstiger Produktmix sollten die Zahlen nur vorübergehend belasten. Schon ab Q4 rechne das Management mit einem Auftragseingang von über 100 Mio. Euro - nach mageren 70 Mio. Euro in Q3. Aufgeschobene Bestellungen für Beschichtungsanlagen und Scanner stünden offenbar in den Startlöchern. Mit einem Auftragsbestand von 276 Mio. Euro, wovon bereits 140 Mio. Euro für Lieferungen in 2026 eingeplant seien, verfüge SUSS über einen soliden Puffer. Rechne man den erwarteten Q4-Schub hinzu, dürften es rund 240 Mio. Euro werden - eine komfortable Ausgangslage. Noch wichtiger: Die Margen sollten sich normalisieren. Im Konsens werde von einer Bruttomarge von 36% und einer EBIT-Marge von 13,5% ausgegangen. Das wäre zwar noch unter dem Rekordniveau, aber ein deutlicher Fortschritt.
SUSS MicroTec durchlebe eine gesunde Konsolidierung. Die strukturellen Wachstumstreiber würden intakt bleiben. Wenn sich die Margen 2026 normalisieren würden, könnte auch die Aktie wieder durchstarten. (Ausgabe 42 vom 15.11.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (17.11.2025/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Aktienexperten von "Der Anlegerbrief" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Anlagenbauers für die Halbleiterindustrie SUSS MicroTec SE (ISIN: DE000A1K0235, WKN: A1K023, Ticker-Symbol: SMHN, NASDAQ OTC-Symbol: SESMF) unter die Lupe.
SUSS MicroTec stecke in einer schwierigen Phase. Der Maschinenbauer profitiere eigentlich vom KI-Boom. Doch das dritte Quartal sei enttäuschend verlaufen. Die Gründe: Anlaufschwierigkeiten am neuen Standort in Taiwan, ein ungünstiger Mix bei den verkauften Produkten und höherer Supportaufwand bei Kunden.
Das Q3 habe dennoch schwache Zahlen gebracht: Der Auftragseingang sei um 17% gefallen, während die Bruttomarge von 39 auf 33% abgestürzt sei und die operative Marge sich nahezu halbiert habe. Diese Entwicklung wirke besorgniserregend, doch die Ursachen seien weitgehend temporärer Natur. Anlaufkosten in Taiwan, intensive Kundenbetreuung bei installierten Systemen und ein ungünstiger Produktmix sollten die Zahlen nur vorübergehend belasten. Schon ab Q4 rechne das Management mit einem Auftragseingang von über 100 Mio. Euro - nach mageren 70 Mio. Euro in Q3. Aufgeschobene Bestellungen für Beschichtungsanlagen und Scanner stünden offenbar in den Startlöchern. Mit einem Auftragsbestand von 276 Mio. Euro, wovon bereits 140 Mio. Euro für Lieferungen in 2026 eingeplant seien, verfüge SUSS über einen soliden Puffer. Rechne man den erwarteten Q4-Schub hinzu, dürften es rund 240 Mio. Euro werden - eine komfortable Ausgangslage. Noch wichtiger: Die Margen sollten sich normalisieren. Im Konsens werde von einer Bruttomarge von 36% und einer EBIT-Marge von 13,5% ausgegangen. Das wäre zwar noch unter dem Rekordniveau, aber ein deutlicher Fortschritt.
SUSS MicroTec durchlebe eine gesunde Konsolidierung. Die strukturellen Wachstumstreiber würden intakt bleiben. Wenn sich die Margen 2026 normalisieren würden, könnte auch die Aktie wieder durchstarten. (Ausgabe 42 vom 15.11.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (17.11.2025/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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