Wacker Chemie Aktie: Konjunktur-Joker mit starker Aufstellung
24.11.25 16:31
Der Anlegerbrief
Krefeld (www.aktiencheck.de) - Wacker Chemie-Aktienanalyse von "Der Anlegerbrief":
Die Experten von "Der Anlegerbrief" nehmen die Aktie der Wacker Chemie AG (ISIN: DE000WCH8881, WKN: WCH888, Ticker-Symbol: WCH, NASDAQ OTC-Symbol: WKCMF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Auf den ersten Blick sehe es bei Wacker Chemie alles andere als rosig aus: Durchwachsene Geschäftszahlen in den ersten neun Monaten 2025, Ausblick nur am unteren Ende der Range bestätigt und der Verband der Chemischen Industrie e.V. zeichne für die Chemiebranche ein sehr verhaltenes Bild. Größeren Druck auf die Aktie des Herstellers von Spezialchemie gebe es dennoch nicht. Die Aktie habe sich in einer Range zwischen 60 und 70 Euro eingependelt und reagiere selbst auf schlechte Nachrichten nur noch mit geringen Abschlägen. Doch nicht nur diese Resilienz mache die Aktie interessant.
Denn bei der Bewertung des Unternehmens klafften die reine Gewinnbetrachtung und die Buchwert-Analyse aktuell kräftig auseinander. Auf Basis der Ziele für 2025 (Umsatz: am unteren Ende der Spanne von 5,5 bis 5,9 Mrd. Euro; EBITDA: am unteren Ende der Spanne von 500 bis 700 Mio. Euro) werde das Nettoergebnis nach unseren Berechnungen im Gesamtjahr negativ ausfallen. Wenngleich wir mit Verbesserungen im Folgejahr rechneten, ergebe sich in unserem Modell ein KGV 2026 im dreistelligen Bereich.
Dem stehe jedoch bei einem Eigenkapital von 4,4 Mrd. Euro (per 30.9.) und einer Marktkapitalisierung von 3,3 Mrd. Euro ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von unter 0,8 gegenüber.
Hinzu komme, dass das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren nur einmal deutlich günstiger zu haben gewesen sei: Im Corona-Frühjahr 2020, als der Gesamtmarkt zu Beginn der Pandemie in den Crash-Modus verfallen sei. Doch selbst da habe sich Wacker schnell als ein Gewinner der Krise erwiesen und habe Kapazitäten für die Impfstoffproduktion geschaffen. Allein in den Jahren 2021 und 2022 hätten sich die (Netto-)Gewinne so auf gut 2 Mrd. Euro summiert. Mittel, die wiederum gut in das zukünftige Wachstum investiert worden seien. Dazu gehöre beispielsweise der Kapazitätsausbau für die Herstellung von höchstreinem Polysilicium für die Halbleiterindustrie. Aber auch bei Polysilicium für die Solarbranche sei Wacker bestens aufgestellt.
Die Aktie sei mit einem geringen Kurs-Buchwert-Verhältnis abgesichert. Die Beteiligung an Siltronic (rund 30 %, werde At-Equity bewertet) betrage aktuell nochmals 0,4 Mrd. Euro. Springe die Konjunktur wieder an und steige die Nachfrage nach Chemikalien, könnte Wacker zu einem der größten Profiteure werden.
Die Experten von "Der Anlegerbrief" erwägen, an marktbedingt schwächeren Tagen eine Position aufzubauen. (Ausgabe 43 vom 22.11.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (24.11.2025/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Experten von "Der Anlegerbrief" nehmen die Aktie der Wacker Chemie AG (ISIN: DE000WCH8881, WKN: WCH888, Ticker-Symbol: WCH, NASDAQ OTC-Symbol: WKCMF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Auf den ersten Blick sehe es bei Wacker Chemie alles andere als rosig aus: Durchwachsene Geschäftszahlen in den ersten neun Monaten 2025, Ausblick nur am unteren Ende der Range bestätigt und der Verband der Chemischen Industrie e.V. zeichne für die Chemiebranche ein sehr verhaltenes Bild. Größeren Druck auf die Aktie des Herstellers von Spezialchemie gebe es dennoch nicht. Die Aktie habe sich in einer Range zwischen 60 und 70 Euro eingependelt und reagiere selbst auf schlechte Nachrichten nur noch mit geringen Abschlägen. Doch nicht nur diese Resilienz mache die Aktie interessant.
Denn bei der Bewertung des Unternehmens klafften die reine Gewinnbetrachtung und die Buchwert-Analyse aktuell kräftig auseinander. Auf Basis der Ziele für 2025 (Umsatz: am unteren Ende der Spanne von 5,5 bis 5,9 Mrd. Euro; EBITDA: am unteren Ende der Spanne von 500 bis 700 Mio. Euro) werde das Nettoergebnis nach unseren Berechnungen im Gesamtjahr negativ ausfallen. Wenngleich wir mit Verbesserungen im Folgejahr rechneten, ergebe sich in unserem Modell ein KGV 2026 im dreistelligen Bereich.
Hinzu komme, dass das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren nur einmal deutlich günstiger zu haben gewesen sei: Im Corona-Frühjahr 2020, als der Gesamtmarkt zu Beginn der Pandemie in den Crash-Modus verfallen sei. Doch selbst da habe sich Wacker schnell als ein Gewinner der Krise erwiesen und habe Kapazitäten für die Impfstoffproduktion geschaffen. Allein in den Jahren 2021 und 2022 hätten sich die (Netto-)Gewinne so auf gut 2 Mrd. Euro summiert. Mittel, die wiederum gut in das zukünftige Wachstum investiert worden seien. Dazu gehöre beispielsweise der Kapazitätsausbau für die Herstellung von höchstreinem Polysilicium für die Halbleiterindustrie. Aber auch bei Polysilicium für die Solarbranche sei Wacker bestens aufgestellt.
Die Aktie sei mit einem geringen Kurs-Buchwert-Verhältnis abgesichert. Die Beteiligung an Siltronic (rund 30 %, werde At-Equity bewertet) betrage aktuell nochmals 0,4 Mrd. Euro. Springe die Konjunktur wieder an und steige die Nachfrage nach Chemikalien, könnte Wacker zu einem der größten Profiteure werden.
Die Experten von "Der Anlegerbrief" erwägen, an marktbedingt schwächeren Tagen eine Position aufzubauen. (Ausgabe 43 vom 22.11.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (24.11.2025/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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