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Warum diese Blockchains echte Konkurrenten für Ethereum sind


28.10.24 11:24
VanEck

Frankfurt am Main (www.aktiencheck.de) - Eine häufig gestellte Frage lautet: Wird Ethereum jemals durch ein anderes Netzwerk ersetzt werden? "Diese Frage wird oft zusammen mit Anfragen zu den wichtigsten Unterschieden zwischen den sogenannten Layer-1-Netzwerken und ihren Ansätzen zur Bewältigung der Herausforderungen gestellt, die Ethereum in die Krypto-Welt gebracht hat", so Menno Martens, Kryptospezialist und Produktmanager bei VanEck.

Zusammenfassend lasse sich sagen, dass eine Layer-1-Blockchain die grundlegende Layer sei, die für den Konsens und die Ausführung von Transaktionen und Smart Contracts verantwortlich sei. Um das Verständnis zu erleichtern, würden sich diese Art von Netzwerken in zwei Hauptgruppen einteilen lassen (mit Ausnahme von Layer-2-Lösungen):

- Ähnliche Netzwerke (Netzwerke, die weitgehend auf den gleichen Technologien basieren würden oder sogar mit Ethereum kompatibel seien) mit zusätzlichen Funktionen. Die Experten würden diese zum Beispiel als EVM-kompatible Netzwerke bezeichnen: Solana, Binance Smart Chain, Polygon, Tron, Toncoin, Cardano, Avalanche, NEAR.

- Neuartige Netzwerke (Netzwerke, die größtenteils auf neuen Technologien basieren würden und daher weitgehend inkompatibel mit Ethereum seien) mit gleichwertigen Funktionen. Die Experten könnten sie z.B. als EVM-äquivalente Netzwerke bezeichnen: Sui, Aptos, Sei, Kaspa, Stellar, Filecoin, Hedera.

Die Blockchain-Landschaft werde seit Jahren von Ethereum dominiert, das über robuste Smart-Contract-Funktionen verfüge und weit verbreitet sei. "Da das Netzwerk jedoch weiterhin mit Skalierbarkeits- und Überlastungsproblemen sowie anderen Problemen wie Sicherheit, Kosten und Benutzerfreundlichkeit zu kämpfen hat, sind verschiedene Layer-1-Blockchains aufgetaucht, die sich alle um den Titel "Ethereum-Killer" bewerben", so Martens weiter.

"Netzwerke wie Solana, Avalanche und Cardano haben alle unterschiedliche Ansätze verfolgt, um Ethereum auszustechen, aber keines hat es geschafft, den Giganten zu entthronen." Wenn es um EVM-äquivalente Netzwerke gehe, sei etwa Sui Network ein neuer Konkurrent mit schnellem Wachstum, der aus dem Diem-Projekt von Meta hervorgegangen sei und der im Rennen um die Überwindung der Grenzen von Ethereum den Wendepunkt bringen könne.

Martens betone: "Ethereum hat daran gearbeitet, seine Skalierbarkeitsprobleme durch die Entwicklung von Layer-2 (L2)-Lösungen wie Optimism, Arbitrum und zk-Rollups zu lösen. Diese L2-Lösungen zielen darauf ab, Transaktionen aus dem Ethereum-Mainnet auszulagern, wodurch der Durchsatz erhöht und die Gebühren gesenkt werden." L2-Lösungen böten zwar einen vielversprechenden Weg in die Zukunft, hätten aber auch ihre Kompromisse:

- Komplexität: Die Benutzer müssten mit mehreren Layern interagieren, was das Benutzererlebnis verkomplizieren und zu einer Fragmentierung innerhalb des Ökosystems führen könne.

- Sicherheitsbedenken: Da L2-Lösungen für die Sicherheit auf der Ethereum-Basisschicht aufbauen würden, könnten sie Schwachstellen erben und neue Angriffsvektoren schaffen.

- Eingeschränkte Interoperabilität: L2-Lösungen stünden oft vor der Herausforderung, nahtlose Interoperabilität mit anderen Blockchains und L1-Lösungen zu gewährleisten.

"L2s bieten zwar eine vorübergehende Lösung, aber sie können die grundlegenden Probleme von Ethereum nicht vollständig lösen. An dieser Stelle könnte ein neues EVM-äquivalentes Netzwerk wie Sui Network als umfassendere Alternative einspringen", so Martens. Gleichzeitig sei Ethereum als Protokoll noch lange nicht fertig und die Entwickler könnten diese Hindernisse auf dem Weg zur Massenakzeptanz im Laufe der Zeit überwinden, "während andere Netzwerke versuchen, das Rad neu zu erfinden und sich abmühen, eine kritische Masse zu erreichen." (28.10.2024/ac/a/m)




 
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