Acciona, vom Bauriesen zum weltweit
| eröffnet am: | 20.03.10 11:32 von: | Al Bundy |
| neuester Beitrag: | 26.04.26 18:29 von: | MrTrillion3 |
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bewertet mit 2 Sternen |
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Ich denke, langfristig ein interessanter Wert.
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...latt-eab69276d4c1.html?x=0
Acciona ist ein Wert, der in Deutschland völlig zu Unrecht vollständig ignoriert wird.Insider wissen längst, dass dieser spanische Bauriese erhebliche Anstrengungen in Sachen erneuerbare Energien unternimmt.
Dies dokumentiert die neueste Nachricht von CSP today, die verkündet, dass Acciona bis Ende 2010 214 MW an solarthermischen Anlagen in Spanien installiert haben wird.
Hier der link dazu:
http://social.csptoday.com/weekly-brief/...ies&utm_content=386156
Sollte man mal darüber nachdenken
first mover
Ich kann es nur nocheinmal betonen, Acciona wird völlig zu Unrecht vom deutschen Publikum ignoriert. Ähnlich wie Abengoa entwickelt sich diese spanische Firma von einem maroden Bauriesen zu einem der Weltmarktführer im Bereich erneuerbare Energien. Wie die jüngst veröffentlichen Zahlen verdeutlichen, gelingt es Acciona mehr und mehr sich über die erneuerbaren Energien aus dem Sumpf der spanischen Bauwirtschaft heraus zu entwickeln. Näheres dazu in folgendem link:
http://www.finanznachrichten.de/...earnings-boosted-by-energy-020.htm
Acciona reüssiert durch technologische Partnerschaft mit GE.
GE Oil & Gas to install first 50MW steam turbines for Acciona in Spain
GE Oil & Gas says it has capitalised on its petrochemical industry steam turbine technology expertise for the commercialisation of the first GE 50MW steam turbines developed for large-scale parabolic trough CSP applications.
Three GE Oil & Gas 50-megawatt turbine units will be deployed by Acciona Energy by the end of March 2011.
These units are for solar power projects in Spain: one train at the new CSP plant in Majadas, Spain, and two at the company’s Palma del Rio, Sevilla, facilities.
The projects mark the first time that GE has designed CSP trains with generators located between two steam turbines: a reheat configuration to increase the overall cycle efficiency and systems’ capacity.
Quelle:
http://social.csptoday.com/weekly-brief/...ind&utm_content=386156
Der Aktilenkurs dankt es mit deutlichen Zuwächsen
DYOR!
Ich bin über Nordex auf diesen Wert aufmerksam geworden und habe mich (ein wenig) mit dem Unternehmen beschäftigt und bin durchaus überrascht, warum der Kurs noch nicht (wieder!) Richtung alte Höhen geklettert ist. Wenn ich mir die Vor-Corona-Bewertung ansehe und die aktuelle, so ist es doch sehr verwunderlich. Im Großen und Ganzen sind sicherlich die Energiepreise gepurzelt... man sollte aber grundsätzlich keine (großen?) Verluste geschrieben haben, oder...? Wenn man also nur mal ganz einfach annimmt, dass man aus der Corona-Krise mit plus-minus-null rauskommt... dann wäre ja eigentlich der entsprechende Kurs vor Corona (zumindest näherungsweise) gerechtfertigt. Es müssen ja nicht gleich die 127 € sein... aber irgendwas bei 115 - 120 € wären doch durchaus gerechtfertigt, oder wie seht ihr das?
Wenn ich mir die Felder, in denen Acciona aktiv ist, ansehe, so muss ich feststellen, dass diese (aus meiner Sicht) sehr zukunftsträchtig sind und ein enormes Potential haben. Soweit ich mir einen kleinen Überblick über das Unternehmen machen konnte (hauptsächlich über YouTube und die elektronischen Print-Medien), so denke ich, dass das Management einen guten Job macht. Ich habe den Eindruck, dass es logischerweise sehr grün angehaucht ist und die wirtschaftliche Entwicklung und vor Allem die Weiterentwicklung des Unternehmens voll im Blick haben.
Die Kernfelder, welche auf der Internetseite angepriesen werden, überzeugen mich auch. Neben der Solar- und Windenergie i.V.m. dem Know-How von Nordex! gibt es da u.a. die Umsetzung von Großprojekten wie bspw. Brücken- und Tunnelbau (dem eigentlichen Ursprungsfeld des Unternehmens, wenn ich der Überschrift Glauben schenken kann). Am meisten finde ich aber das Feld "Wasseraufbereitung / -entsalzung / -versorgung" interessant. Ich meine mich erinnern zu können, dass auch das Wirtschaftsfeld "Müll" mit im Unternehmen beheimatet ist. Das finde ich mal sehr nachhaltig aufgestellt und meines Erachtens geht das Eine zwangsläufig nicht ohne das Andere. Man sollte tunlichst sehen, dass man von den Multi-Milliarden-Programm der EU ordentlich abgrast! (@Black.Jack) Wenn die Masse dann auf das Unternehmen aufmerksam wird (@Kai), möchte ich gerne dabei sein. ;)
Für mich stimmen hier auch absolut die Kennzahlen wie Buchwert, Cashflow, Dividendenrendite und KGV (Quelle Onvista). Lediglich beim Umsatz sollte man in den nächsten Jahren ein entsprechend der sehr guten Aussichten ordentlichen Zuwachs generieren. Das gilt es jetzt aus meiner Sicht für das Management umzusetzen. Die Marge ist okay, lässt sich aber sicherlich auch noch steigern. Ich bin gespannt, was die Verantwortlichen hier leisten können. Aufgrund der Vor-Korona-Kursentwicklung traut man dem Management wohl so Manches zu. Wenn die Umweltproblematik wieder "hip" wird, wird Acciona sicher ein großer Profiteur sein. Aktuell wird leider so Vieles von dem einen Thema überschattet.
Ich würde mich freuen, wenn sich demnächst mehr als 3 Personen hier im Forum austauschen. Andere Meinungen und Ansichten finde ich sehr wichtig!
Liebe Grüße, NiHo
Sollte aber m.E.n. nichts an der guten Positionierung zur die Zukunft ändern... MIr gefällt die Ausrichtung des Unternehmens... Gibt auch unter obigem Link eine Folie zu dem Green Deal der EU bzw. dem Infrastrukturpaket...
DYOR!
gruß black.jack
Wasserstoff zu Strom für Baustellen ohne Netzanschluss anstatt Diesel.
Irgendwie wirkt alles gebremst bis die EU Gelder rausgeballert werden.
DYOR!
Bleibe auf jeden Fall dabei
Acciona S.A. – Einschätzung zur Aktie, Stand 26.04.2026
Acciona S.A. ist ein spanischer Infrastruktur-, Energie- und Industriekonzern mit Sitz in Madrid. Die Aktie läuft in Spanien unter dem Kürzel ANA; die ISIN lautet ES0125220311, die WKN 865629. Gemeint ist hier die Muttergesellschaft Acciona S.A., nicht die separat börsennotierte Tochter Acciona Energía. Acciona S.A. hielt Ende 2025 91,11 % an Acciona Energía und ist damit weiterhin klar die dominierende Muttergesellschaft. (live.deutsche-boerse.com)
Das Portfolio ist breit, aber klar auf Infrastruktur und Energiewende ausgerichtet. Die wesentlichen Segmente sind: Energie über Acciona Energía mit Entwicklung, Bau, Betrieb und Vermarktung erneuerbarer Stromerzeugung; Infrastruktur mit Bau, Wasser, Konzessionen sowie urbanen und Umweltdienstleistungen; Nordex als Windturbinenhersteller; dazu sonstige Aktivitäten wie Immobilienentwicklung, Bestinver als Asset-Manager, Kultur-/Museumsprojekte, E-Mobilität, Facility Management und Airport Handling. Damit ist Acciona kein reiner Versorger und auch kein reiner Baukonzern, sondern ein Mischkonzern mit starkem Schwerpunkt auf langfristigen Infrastruktur-Assets, erneuerbaren Energien und Projektentwicklung. (acciona.com)
Operativ war 2025 stark. Acciona erzielte 20,236 Mrd. € Umsatz, ein Plus von 5,5 %, ein EBITDA von 3,211 Mrd. €, ein Plus von 30,8 %, und einen zurechenbaren Nettogewinn von 803 Mio. €, ein Plus von 90,4 %. Die Verbesserung kam aber nicht nur aus laufendem Geschäft, sondern stark auch aus Asset-Rotation, also dem Verkauf von Energieanlagen. Das ist wichtig für die Bewertung: Die Zahlen sehen sehr gut aus, sind aber teilweise durch Verkäufe und Bewertungs-/Portfolioeffekte gestützt. (acciona.com)
Die Bilanz ist besser als in den Vorjahren, aber nicht risikofrei. Die Nettofinanzverschuldung inklusive IFRS 16 lag Ende 2025 bei 6,989 Mrd. €, leicht niedriger als 2024. Der Verschuldungsgrad sank auf 2,18x EBITDA nach 2,90x im Vorjahr. Das ist für einen Infrastrukturkonzern akzeptabel, aber Acciona bleibt kapitalintensiv. Positiv ist die hohe Liquidität von 10,635 Mrd. €. Negativ ist, dass ein erheblicher Teil der Verschuldung variabel verzinst ist; Acciona nannte für 2025 einen durchschnittlichen Fremdkapitalkostensatz von 4,31 % und eine Struktur von 62 % variabler und 38 % fixer Verzinsung. (acciona.com)
Die Infrastruktur-Sparte ist der strategisch wichtigste Stabilisator. 2025 stieg der Umsatz dort auf 8,690 Mrd. €, das EBITDA legte auf Basis solider Projektabwicklung zu, und der globale Infrastruktur-Auftragsbestand erreichte 30,354 Mrd. €. Einschließlich anteiliger Projekte lag der aggregierte Infrastruktur-Backlog sogar bei 120,591 Mrd. €. Besonders wichtig sind große Konzessionsprojekte wie SR-400 in Atlanta, Central West Orana in Australien und Wasserprojekte in Brasilien. Das spricht für lange Sichtbarkeit, aber auch für sehr lange Kapitalbindung und Projektrisiken. (acciona.com)
Acciona Energía bleibt ein zweischneidiger Faktor. Einerseits besitzt Acciona über die Tochter eine große Plattform für erneuerbare Energien mit langfristigem Wachstumspotenzial. Andererseits musste Acciona Energía 2026 defensiver werden: Die Tochter will Investitionen drosseln, zusätzliche Vermögenswerte verkaufen und die Verschuldung senken, um Ratings zu schützen. Reuters berichtete, dass Acciona Energía die Dividende für 2025 drastisch auf 0,03 € je Aktie kürzen und rund 2 Mrd. € über Verkäufe generieren will. Für Acciona S.A. heißt das: Die Energietochter bleibt strategisch wertvoll, aber kurzfristig ist sie eher ein Bilanz- und Bewertungsproblem als ein einfacher Wachstumstreiber. (Reuters)
Nordex war 2025 ein klarer Pluspunkt. Die Umsätze lagen bei 7,554 Mrd. €, das berichtete EBITDA bei 631 Mio. €, nach 296 Mio. € im Vorjahr. Der Nordex-Beitrag zum Acciona-EBITDA stieg auf 749 Mio. €. Auch der Auftragsbestand entwickelte sich stark und erreichte 16,094 Mrd. €. Das verbessert Accionas Ertragsprofil, macht den Konzern aber zugleich stärker abhängig vom zyklischen Windturbinenmarkt, der margenschwach, wettbewerbsintensiv und technisch anspruchsvoll bleiben kann. (acciona.com)
Bei den Dividenden ist Acciona attraktiv, aber kein Hochdividendenwert. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde 2025 eine Dividende von 5,25 € je Aktie beschlossen, wegen eigener Aktien effektiv auf 5,28404535 € je Aktie angepasst und am 10. Juli 2025 gezahlt. Für das Geschäftsjahr 2025 schlug der Verwaltungsrat am 26. Februar 2026 eine Dividende von 310 Mio. €, also 5,65 € je Aktie, vor. Beim letzten verfügbaren Kurs von 237,20 € am 24.04.2026 entspricht das rechnerisch rund 2,4 % Dividendenrendite. Das ist ordentlich, aber nicht der Hauptgrund für die Aktie.
Zur Bewertung: Am 24.04.2026 notierte Acciona laut MarketScreener bei 237,20 €. Bei 54,856653 Mio. Aktien entspricht das grob einer Marktkapitalisierung von rund 13,0 Mrd. €. Gegenüber dem Nettogewinn 2025 von 803 Mio. € ergibt sich ein grobes KGV von etwa 16. Addiert man die Nettofinanzverschuldung von 6,989 Mrd. € hinzu, liegt der einfache Enterprise Value bei rund 20,0 Mrd. €; im Verhältnis zum EBITDA 2025 von 3,211 Mrd. € ergibt das grob 6,2x EV/EBITDA. Diese Multiples wirken nicht absurd, aber der Kursanstieg hat viel Positives bereits eingepreist. (MarketScreener)
Die Kursziele sprechen kurzfristig eher gegen einen Neueinstieg auf dem Stand vom 26.04.2026. Investing.com nennt für Acciona auf Basis von 12 Analysten ein durchschnittliches 12-Monats-Kursziel von 183,47 €, mit einer Spanne von 135 € bis 225 €, und eine Konsenseinstufung „Sell“. MarketScreener zeigt ebenfalls ein durchschnittliches Kursziel von 183,47 €. Gegenüber dem Kurs von 237,20 € liegt der Analystenkonsens also deutlich darunter. Das ist kein Beweis, dass die Aktie fallen muss, aber es heißt klar: Der Marktpreis lag zum Stichtag über dem Analystenkonsens. (Investing.com)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre bleibt Acciona grundsätzlich interessant. Die strukturellen Treiber sind intakt: Ausbau erneuerbarer Energien, Elektrifizierung, Wasserknappheit, öffentliche Infrastruktur, Verkehrskonzessionen, Netzausbau und Dekarbonisierung. Besonders attraktiv ist, dass Acciona nicht nur Anlagen betreibt, sondern Projekte entwickelt, baut, finanziert und teilweise langfristig hält. Dadurch kann Wertschöpfung an mehreren Stellen entstehen. Die langfristigen Konzessionen mit sehr langen Laufzeiten können über Jahrzehnte planbare Cashflows liefern. (acciona.com)
Die Risiken sind aber erheblich. Acciona ist projekt-, zins-, regulierungs- und kapitalmarktanfällig. Großprojekte können Baukostenüberschreitungen, Verzögerungen, politische Risiken und Vertragsstreitigkeiten bringen. Erneuerbare Energien sind langfristig attraktiv, aber kurzfristig durch Strompreise, Netzzugänge, Finanzierungskosten und Bewertungsdruck belastet. Nordex verbessert sich operativ, bleibt aber ein volatiles Industriegeschäft. Dazu kommt: Ein großer Teil des 2025er Gewinnsprungs stammt aus Asset-Rotation; solche Gewinne sind nicht beliebig jedes Jahr wiederholbar. (acciona.com)
Meine Einschätzung: Acciona ist ein qualitativ guter, strategisch gut positionierter Infrastruktur- und Energiewendekonzern, aber die Aktie war am 26.04.2026 nach dem starken Kurslauf nicht mehr billig. Für langfristige Anleger ist Acciona ein interessanter Titel für die Watchlist oder für bestehende Positionen, aber kein zwingender Kauf zu jedem Preis. Der Konzern hat echte Substanz, wertvolle Assets, lange Auftragsbestände und gute Zukunftsthemen. Gleichzeitig ist die Aktie kapitalintensiv, zyklischer als sie auf den ersten Blick aussieht und kurzfristig über dem Analystenkonsens bewertet.
Für ein ausschüttungsorientiertes Depot ist Acciona nur bedingt passend. Die Dividende ist solide, aber nicht hoch genug, um die Aktie primär als Einkommenswert zu kaufen. Der bessere Investment Case liegt in der Kombination aus Infrastrukturwachstum, Energiewende, Konzessionen und möglicher Werthebung in Acciona Energía. Wer schon investiert ist, kann die Aktie aus meiner Sicht halten, solange Verschuldung und Projektqualität im Rahmen bleiben. Ein Neueinstieg wäre nach meiner Einschätzung erst bei einer deutlich niedrigeren Bewertung attraktiver, grob näher am Bereich der Analystenkursziele als am Kurs von 237 €. Das ist keine Absage an das Unternehmen, sondern eine nüchterne Feststellung zur Bewertung.
Autor: ChatGPT
