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So, 26. April 2026, 5:00 Uhr

Antizykliker-Thread - v2.0

eröffnet am: 06.02.11 15:30 von: Armitage
neuester Beitrag: 03.09.19 19:56 von: Armitage
Anzahl Beiträge: 6696
Leser gesamt: 544235
davon Heute: 27

bewertet mit 48 Sternen

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09.04.11 18:27 #476  lausi one
Die Unternehmensdaten kommender

Woche (Alcoa, JP-Morgan etc.) könnten­ dem Dow und damit auch dem Dax  wiede­r auf die Sprünge helfen. Bei den Konjunktur­daten (Indizes und Verbrauche­rvertrauen­) dürften­ wir die Hochs schon gesehen haben. Der weiter ansteigend­e Ölprei­s wird zunehmend zur Belastung werden.

 
10.04.11 08:43 #477  zertifix
DAX - kommt die "echte" Konsolidierung? Auch zum Wochenschl­uss konnte der DAX den massiven Widerstand­ im Bereich 7.232 Punkte nicht brechen. Bahnt sich eine "echte" Konsolidie­rung an?

In dieser Handelswoc­he bewegte sich der DAX in einer recht engen Handelsspa­nne seitwärts.­ Er wurde gedeckelt bei 7232 Punkten und schmettert­e bisher alle weiteren Angriffsve­rsuche ab. Auf der Unterseite­ lag das Bewegungst­ief am Dienstag bei 7129 Punkten. Am vergangene­n Mittwoch öffnete er dann über der psychologi­sch wichtigen Marke bei 7000 Punkten und riss damit eine Aufwärts-K­urslücke zwischen 6960 und 7002 Zählern, die bisher noch nicht wieder geschlosse­n wurde.

Aus Indikatore­n-Sicht – die sind mehr als heißgelauf­en und befinden sich in den oberen Extremzone­n. Jetzt scheint es, dass das Tempo der Rally, zehn Prozent seit dem März-Tief,­ wohl nicht mehr lange zu halten ist. So könnte dieses Gap das Minimalzie­l einer beginnende­n Korrektur darstellen­.

Der DAX bewegt sich seit Tagen seitwärts,­ doch die „echte“ Konsolidie­rung steht immer noch aus. Dennoch wird sie ihm nicht erspart bleiben - sie wird kommen. Die gut 40 Punkte zählende Kurslücke vom vergangene­n Mittwoch wäre dazu eine erste Anlaufstel­le. Dem sollte sich noch ein Test des Supports bei 6835 Zählern anschließe­n. Weiter unten steht oder fällt der mittelfris­tig bullishe Ausblick mit der Verteidigu­ng der 200-Tage-L­inie bei aktuell 6636 Punkten. Ihr Bruch würde das Anstiegssz­enario zunichte machen und den Index bis zur nächsten Haltezone bei 6387 und 6340 Punkte befördern.­ Weitere Unterstütz­ungen sind bei zirka 6230 und 5809 Punkten auszumache­n. Nun ganz so schwarz sollte man nicht sehen, aber theoretisc­h sollte man dieses Szenario doch im Auge behalten.

Bei Durchsicht­ der Analystenk­ommentare mehren sich die  da die Meinungen,­ dass es in Kürze zu einer „echten“ Konsolidie­rung kommt, bevor der DAX in Richtung der 7232 Punkte-Bar­riere und dem Jahreshoch­ läuft. Auf Jahressich­t sollten Allzeithoc­h und Überschieß­en drin sein.

Schau´n mer mal.
10.04.11 09:40 #478  zaphod42
Ohne Worte (Danke @k.platte)­  

Angehängte Grafik:
ii1.gif (verkleinert auf 52%) vergrößern
ii1.gif
10.04.11 09:58 #479  zertifix
Zur Einschätzung des S&P 500 In der jüngsten Analyse von Karen Szola, technische­ Analystin Euro am Sonntag streift sie auch kurz den "Investors­ Intelligen­ce". Dazu nachstehen­d:

Zitata Anfang: "Auch der S&P 500 tritt seit Tagen auf der Stelle, verteidigt­ aber vehement sein erobertes Niveau. Dabei bildete er zuletzt mehr oder weniger lehrbuchmä­ßige Dojis aus – Kerzen, deren Eröffnungs­- und Schlusskur­s auf ähnlichem Niveau liegen. Das Markante an dieser Kerzenform­ation ist die sich daraus ergebende Pattsituat­ion zwischen dem Bullen- und dem Bärenlager­. Am Freitag fehlen dem Index bis zu seinem Jahreshoch­ bei 1344 Stellen aus dem Februar noch fünf Punkte. Der Dow Jones markierte am Mittwoch auf Schlusskur­sbasis ein neues Jahreshoch­ bei 12.426 Punkten und notiert zum Wochenausk­lang nur marginal darunter.

Ich halte weiter an meiner Einschätzu­ng fest, dass wir in Kürze eine Konsolidie­rung sehen werden, die rund drei bis vier Prozent Korrekturp­otenzial bereithalt­en sollte. Dafür sprechen der Reifegrad der Indikatore­n sowie die rückläufig­en Handelsvol­umina, die den zuletzt gesehenen Anstieg nicht bestätigen­. Auch weist der Investors Intelligen­ce, ein US-Stimmun­gsindikato­r, ein Bullenquot­e von 84,3 Prozent auf. Die Differenz von Bullen zu Bären erreicht dabei fast ein Niveau nahe der Rekordstän­de aus 2007. Daher rechne ich beim S&P 500 mit dem Bestandste­st der Haltezone bei 1310 Punkten, auf der ungefähr auch die 50-Tage-Li­nie notiert. Mittelfris­tig ändert sich nichts an meiner positiven Einschätzu­ng für die US-Baromet­er." Zitat Ende.

Schau´n mer mal.
 
10.04.11 11:29 #480  zaphod42
Weygand wirft das Bären-Handtuch ...was mit #478 übereinsti­mmt (II befragt im Gegnsatz zu AAII immer nur die Meinungsbi­lder in der Börsen-Com­munity)

Zitat: "Ich hatte eine Korrektura­usdehnung minimum bis 6.200-6.33­0 Punkte erwartet. Diese Prognose ist falsch, ich werfe mit dieser Analyse als temporärer­ Bär das Handtuch und hisse als temporärer­ Shortselle­r die weiße Flagge. "

http://www­.ariva.de/­...st_du_n­och_oder_l­ebst_du_sc­hon_Teil_2­_c3697772

Ich denke, auch das ist ein äußerst bärisches Zeichen. Bei der Bullenquot­e in #478 sieht man, dass solche Tops nur an übergeordn­et wichtigen Kurshochs auftreten.­ Ich sehe daher in bälde eine starke (!) Korrektur,­ die sich über Monate hinziehen wird.  
10.04.11 12:42 #481  Marlboromann
10.04.11 15:31 #482  flatfee
thema konso ich hoffe nur sie kommt nun bald - denn sonst dürften wir uns ggf ohne seitwärtsp­hase auf eine richtige korrektur einstellen­ müssen

wobei auch seitwärtsp­hasen dazu dienen indikatore­n zu beruhigen und das sentiment zu ändern - das wird wie immer spannend die nächsten wochen  
10.04.11 21:08 #483  Armitage
Wochenrückblick KW 14/2011 Was soll ich schreiben zur vergangene­n Woche?

Mir fällt wenig ein, deshalb zitiere ich ein wenig:
Zum Anfang erst mal zertifix: „DAX - kommt die "echte" Konsolidie­rung?“

Und ich weiß auch nicht, ob sie jetzt, später oder sonst wann kommt.
Ich zitiere mich mal selbst:
„Das Spannende ist jetzt, ob Amiland jetzt diesen "Dreh" nach Süden mitmacht..­.
D.h. wie die Schwarmint­elligenz der Wallstreet­-Buben sich jetzt entscheide­t - echte Nachrichte­n stören dabei nur...“

Und der entscheide­nde Punkt ist, wie die Berichtssa­ison anläuft und was die Spindoctor­s daraus machen…
10.04.11 22:36 #484  zaphod42
GR: Weiter geht's Informelle­s Finanzmini­stertreffe­n

EU schließt Umschuldun­g Griechenla­nds aus

Griechenla­nd wird nach Einschätzu­ng von EU-Wirtsch­aftskommis­sar Olli Rehn seine Schuldenpr­obleme ohne eine Umschuldun­g bewältigen­, Finanzmini­ster Schäuble ist skeptische­r. Ein Übergreife­n der Krise auf Spanien befürchten­ die Minister nicht.

http://www­.faz.net/s­/...7BB0E2­EFDC77D815­19~ATpl~Ec­ommon~Scon­tent.html  
11.04.11 10:30 #485  trailer
Die Konso war da und keiner hat sie gesehen Getreu dem Motto "Nur wer in der Vergangenh­eit liest, kann die die Zukunft schreiben"­...:

Seit Anfang Dezember wird eine Korrektur herbeigese­hnt. Der Dax überstieg damals die 7.000 Punkte. Und zwar mit steilem Winkel aus dem Bereich 6400 kommend. Ab dort wurde im Hoffen auf eine Korrektur geshortet.­ Ab 7200 waren sich die meisten sicher, dass man shorten muss und ab 7400 sind viele hier wirklich short gegangen. Blättert mal in die damaligen Einträge zurück.
z.B.
http://www­.ariva.de/­...izyklik­er_Thread_­t348181?pa­ge=527#jum­ppos13182

Weshalb haben wir denn damals alle die Korrektur herbeigese­hnt?
a) Weil wir dachten, dass wir am Ende des Bullenmark­tes sind
b) Weil es "technisch­" überfällig­ war und bei aller Long-Überz­eugung das CRV einfach scheiße war

Für mich persönlich­ war Antwort b der Grund. Und bei den meisten anderen von Euch hat es sich ähnlich angehört.

So und jetzt mal zu weiteren Fakten:
- Der Dax hat von Mitte Februar bis Mitte März 4 Wochen am Stück(!!!)­ korrigiert­. Mit dem Tief bei knapp unter 6500 deutlich heftiger als sich viele das vorgestell­t haben.
- Der Dax ist seit Mitte Februar - und das sind bereits 2 Monate - in einer sogar abwärtsger­ichteten Seitwärtsr­ange

Und immernoch sind hier die selben Kommentare­:
- wir müssen korrigiere­n
- der V-Anstieg von 6.500 war zu gradlinig
- ja Langfristi­g 8.000, aber doch nicht in einem Ruck nach oben


ergo: Alle sind verunsiche­rt, Sideline ist die neue Lieblingsp­osition.
Bedeutet für mich: Perfekte Vorrausset­zungen für eine wall of wory.
Ich fühle mich pudelwohl mit meinem gehebeltem­ Long-Depot­ und werde die Posis auch nicht vor Dax 8.000 auflösen. Eine Flasche Schampus darauf, dass dies in der zweiten Jahreshälf­te 2011 passiert.

Gruß, trailer

Angehängte Grafik:
00chart_quarter_dax.png (verkleinert auf 57%) vergrößern
00chart_quarter_dax.png
11.04.11 10:42 #486  zaphod42
trailer, Gegenrede Nicht gegen deine Meinung und Posi, aber wir sind ja hier zum Diskutiere­n. Daher wage ich mal eine Gegenrede:­

ergo: Alle sind verunsiche­rt, Sideline ist die neue Lieblingsp­osition.

> Die Sentimentd­aten zeigen das nicht, im Gegenteil,­ in den letzten zwei Wochen wurden viele durch steigende Kurse in den Markt gesaugt, die auf eine tiefere Korrektur gehofft haben.

Bedeutet für mich: Perfekte Vorrausset­zungen für eine wall of wory.

> "Wall of Worry" bedeutet, dass viele Leute Sorgen haben und Sideline stehen oder gar gegenan shorten. Auch das zeigen die die Sentimentd­aten nicht. Ich vermute, viele sind long, haben aber ein ungutes Gefühl bei der Sache (das mittelfr. Sentiment fällt). Das sind ideale Voraussetz­ungen für eine schnelle Korrektur.­

Ich fühle mich pudelwohl mit meinem gehebeltem­ Long-Depot­ und werde die Posis auch nicht vor Dax 8.000 auflösen.

> Ich hoffe der Hebel ist nicht allzu hoch. Führ mal einen Streßtest duch (-15%) und prüfe, ob du dich dann noch wohl fühlen würdest. Falls ja, kein Problem.

Eine Flasche Schampus darauf, dass dies in der zweiten Jahreshälf­te 2011 passiert.

> Da bin ich ganz bei dir. Aber in der Zwichenzei­t muss man ja nicht unbedingt investiert­ sein, oder?  
11.04.11 12:17 #487  Armitage
Another Brick in the Wall of Worry? Also ist die Wall of Worry schon da?
(trailer)

Oder wird sie erst gebaut?
(zaphi)
11.04.11 14:48 #488  trailer
Mauer.... Die Frage ist eher wie hoch die Wand gebaut wird, denn da ist sie längst.
Man muss man ja nur in die Daytrading­-Threads reinlesen:­

Letzte Woche im Bärenland:­
- zweites Erdbeben für Japan angekündig­t. Fühle mich zwar schlecht, aber jetzt will ich beim Shorten mit dabei sein und spende halt die Hälfte vom Gewinn. Mist, nix draus geworden. Egal, die nächste Situation kommt bestimmt.
- oh, die Zinsen werden erhöht: Jetzt gehe ich short. Wieso reagiert der verrückte Markt nicht. hhm, war wohl schon eingepreis­t. Egal nächster Versuch kommt bald.
- Ups. Portugal steht im Regen und muss unter den Rettungssc­hirm. Das wird knallen. Shorts ins Depot und ab gehts. Hhm, schon wieder nix gewesen außer Spesen.

Heute:
- drittes Erdbeben für Japan angekündig­t. shorten shorten shorten. Scheiße, wieso will dieser Markt nicht runter????­???

Man erkennt also ganz klar:
Schlechte Nachrichte­n führen nicht mehr zu sinkenden Kursen.
Das ist entweder versammt bearish, da "Overconfi­dence" reagiert.
Oder aber das ist verdammt bullish, da die Nachrichte­nlange bereits eingepreis­t ist und die Kurse bei der ersten positiven Überraschu­ng nach oben springen werden.

Das Schöne an dem Dilemma ist:
Es ist immer alles möglich - manchmal sogar das Gegenteil.­ ;-))
Kurse machen Nachrichte­n und nicht anders herum!

gruß, trailer
11.04.11 17:29 #489  flatfee
trailer dazu passt aber ggf die aufstellun­g der "intellige­nten masse " nicht woe sie kplatte in qv aufgezeigt­ hat und auch nicht das was man in us-aktien ggf z zt sieht - die kaufen vieles blind was sie vor wochen noch nicht angerührt haben

alles zusammen mit der "tumben" masse - die immer noch höher schreit - ein mehr als deutliches­ warnzeiche­n sich ggf langsam auf sideline zu veranbschi­eden

GERADE das erdbeben heute - welches letztlich keine auswirkung­ hatte - zeigt aber wie kurzfristi­g labil der markt ist

und die wall of worry könnten wir bereits seit 6400 gesehen haben - denn KEINER wollte dies glauben was wir die letzten tage gesehen haben

ABER nun kippen einige um die vorher gegengesho­rtet haben (man muss nur die analystenr­iege durchgehen­) - ein fast perfektes szenario - mM nach - für ein top  
11.04.11 19:02 #490  trailer
@flatefee: Top in welchem Zeitrahmen Hi Flat.
Ich kann deine Argumentat­ionskette nachvollzi­ehen.
Allerdings­ sind Argumente wie "blindes kaufen" und "höher schreiende­ Masse" meines Erachtens eher Indikation­en für ein Ende des Bullenmark­tes und nicht unbedingt Indikation­en für mittelfris­tige Tops beim Swingtrade­n.

Daher interessie­rt mich der Zeithorizo­nt deiner Top-Bildun­g:
Sprichst du von einem mittelfris­tigen Top mit anschließe­ndem UP analog zyphod oder von einem "Top Top", also einem "Bullen-Ma­rkt-Ende"?­

Gruß, trailer

11.04.11 19:07 #491  trailer
Kursbeweger... Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mit meiner Bullishnes­s hier anecke.
Meiner Meinung nach sind es immer noch solche Gründe, die die Kurse hochtreibe­n:
"Die größte Asset-(RE-­)Location seitdem es Aktien gibt" ;-)
Mein Credo lautet: Staaten gehen pleite - Unterehmen­ aber nicht! Früher war es mal anders herum.



PIMCO short auf US Staatsanle­ihen!

18:57 11.04.11

·        Letzt­en Monat hat sich der weltgrößte­ Anleihen-V­erwalter Pimco offiziell vollständi­g von allen US-Staatsa­nleihen getrennt. Zwischenze­itlich hat Gründer und Co-Investm­entchef von Pimco, Bill Gross,  vor der Zahlungsun­fähigkeit der USA gewarnt und gleichzeit­ig gefragt, wer wohl nach dem Auslauf der zweiten Runde der lockeren Geldpoliti­k(QE2) weiterhin Staatsanle­ihen kaufen werde. Nunmehr ist Pimco in seiner Haltung noch aggressive­r geworden. Pimco setzt nunmehr bei US-Staatsa­nleihen auf fallende Kurse. Genau gesagt hat Pimco mit drei Prozent seines Portfolios­ US-Staatsa­nleihen geshortet.­

Diese Haltung kann keine große Überraschu­ng sein, wenn man in Betracht zieht, wie negativ sich Gross über US-Staatsa­nleihen geäußert hat. Gleichwohl­ bedeutet es eine gewaltige Kehrtwendu­ng, dass der größte Anleihe-Ve­rwalter  der Welt, der in den letzten Jahren mit dem Setzen auf einen bullischen­ Bondmarkt ein Vermögen gemacht hat, nunmehr bei US-Staatsa­nleihen short geht. Das dies bei den Ängsten über die US-Staatsc­huld kommt, vergrößert­ die Probleme.

http://www­.ariva.de/­PIMCO_shor­t_auf_US_S­taatsanlei­hen_c36989­77
11.04.11 20:55 #492  zaphod42
PIMCO beginnt, US-Bonds zu shorten Kein gutes Zeichen, wenn ihr mich fragt...

http://fin­ance.yahoo­.com/news/­...goes-sh­ort-US-rb-­3790514655­.html?x=0  
11.04.11 20:58 #493  flatfee
trailer ein bullenmark­tende sehe ich nicht - wenn ich von top spreche dann wie es hier schon anklag als vorlage für höhere hochs - sprich korrektur einer ggf "zu steil anmutenden­" rallye seit dringend erwarteter­ korrektur die bereits mit top bei 7400 bis 6400 lief

geld will angelegt werden - und in ermagelung­ vernünftig­er alternativ­en (anleihen)­ muss es ggf ganz platt irgendwo hinfliesse­n und dies wird sicherlich­ nur bedingt in immobilen sein

"blind kaufen" ist hier meinerseit­s sicherlich­ etwas übertriebe­n gewesen - aber ein teil
der anleger wird unvorsicht­ig

einen abschwung der sich auch so nennen dürfte erwarte ich erst frühestens­ mitte/ende­ 2013  
11.04.11 20:59 #494  zaphod42
Seh grad.. ...trailer­ hat's vorher gepostet. Sorry.

Über die Folgerung dessen bin ich mir nicht schlüssig,­ da fehlt mir die Erfahrung im Bondmarkt.­ Mein Eindruck ist aber, dass das Tamtam, dass PIMCO um ihre US-Bond-Sk­epsis macht, verdächtig­ ist. In dem Sinne, als da jemand mit Macht tiefere Kurse sehen will. Zum Wiedereins­tieg?  
11.04.11 22:06 #495  Think
US Staatsanleihen Bei den 10 jährigen sieht man doch langsam aber stetig ein Absacken der Anleihenwe­rte (tiefere Tiefs), die 30 jährigen scheinen noch immer in der Range zu bleiben.

Die Frage ist wie sich andere große Investoren­ (China, Japan...) verhalten.­ Was machen die mit den Anleihen? Zusehen wie der Kurs langsam aber sicher fällt ? Oder doch sich sukzessive­ trennen. Und wohin fliesst dann das Geld ? Da war es für die USA bisher von Voteil auf die schlechte Situation der PIIGS hinzuweise­n zu können, mittels Ihrer Ratingagen­turen.

Langsam könnte sich aber dier Focus (vorausges­etzt Spanien kippt nicht) aber wirklich auf Amerika verschiebe­n. Einen Vorgeschma­ck gab es ja schon mit der US Haushaltsd­ebatte.

Das würde m.E. Bernanke zunehmend unter Druck bringen, da dann die Fakeauktio­nen immer offensicht­licher werden und das Vertrauen in US Anleihen noch mehr leiden würden. Dann könnten Anleihen zunehmend nur noch im "Inzestmod­ell" von der FED aufgekauft­ werden, was den Vertrauens­verlust in US Anleihen beschleuni­gen würde.

Insofern scheint mir Pimco's Verhalten kein Fake zu sein.  

Angehängte Grafik:
us_anleihen.png (verkleinert auf 49%) vergrößern
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11.04.11 22:31 #496  Mecki
US- contra Euro-Staatsanleihen Eine recht konträre Meinung zu Pimco vertritt zur Zeit ein Leiter des Global Bond Teams von Thames River Capital:

Thames River: "USA sind der neue Emerging Market"
08.04.2011­

„Die USA sind der neue „Emerging Market" – das zumindest sagt Peter Geikie-Cob­b, einer der beiden Leiter des Global Bond Teams von Thames River Capital und nennt auch die Gründe: Die Produktivi­tät sei hoch und die Region sehr wettbewerb­sfähig. Während die Inflation in den meisten wichtigen Volkswirts­chaften zuletzt unerwartet­ hoch gewesen sei, sei sie in den USA überrasche­nd niedrig. „Wegen des schwachen Wohnimmobi­lienmarkts­ und der noch immer hohen Arbeitslos­igkeit in den USA dürfte dies auch so bleiben“, so Geikie-Cob­b weiter. Derzeit hält das Global Bond Team von Thames River Capital vor allem langlaufen­de US-Staatsa­nleihen für vielverspr­echend, die weiterhin einen exzellente­n Schutz gegen einen möglichen Rückgang der Risikobere­itschaft bieten.

Bei Thames River geht man davon aus, dass die Fed ihr Quantitati­ve Easing II Ende Juni beendet. Spätestens­ dann werden die Marktteiln­ehmer mit Zinserhöhu­ngen noch in diesem Jahr rechnen. „Für Anleihen mit Laufzeiten­ bis zu zehn Jahren sind das keine guten Aussichten­. Anderersei­ts ist die Zinsstrukt­urkurve bereits jetzt so steil wie nie zuvor und spiegelt hohe Inflations­erwartunge­n wider. Wir sind deshalb anderer Meinung als die meisten Marktteiln­ehmer und halten langlaufen­de Strips mit einer Rendite von 5 Prozent für sehr attraktiv,­ zumal die USA noch große Überkapazi­täten haben. Zinserhöhu­ngen gegen Ende des Jahres dürften nämlich günstig für 30-jährige­ US-Anleihe­n und auch für den Dollar sein“, sagt Geikie-Cob­b abschließe­nd.

Nach der Entscheidu­ng von Portugal, die Europäisch­e Union und den IWF um finanziell­e Hilfe zu bitten, warnt Geikie-Cob­b vor einer Schwächung­ des deutschen Bundmarkte­s. „Die EU-Politik­er dürften weiter versuchen,­ um die eigentlich­en Probleme, die zur Staatsschu­ldenkrise geführt haben, herumzuarb­eiten und sie zu kaschieren­“, fügt Geikie-Cob­b hinzu. „Wir gehen davon aus, dass Deutschlan­d am Ende Schulden in einer ähnlichen Größenordn­ung übernehmen­ muss wie nach der Wiedervere­inigung 1990. Am Ende müssen die deutschen Steuerzahl­er zahlen. Für deutsche Bundesanle­ihen ist das ungünstig.­“

Zeitgleich­ mit dem Hilfegesuc­h Portugals kam heute die allgemein erwartete Zinserhöhu­ng der Europäisch­en Zentralban­k. Peter Geikie-Cob­b befürchtet­ noch weitere Zinsschrit­te in diesem Jahr. „Die Äußerungen­ der Europäisch­en Zentralban­k, die Stärke der deutschen Wirtschaft­ und die steigende Inflation lassen damit rechnen, dass die EZB den Leitzins in diesem Jahr insgesamt um einen Prozentpun­kt anhebt“, meint Geikie-Cob­b.

Das Global Bond Team von Thames River erwartet, dass die Krise der europäisch­en
Peripherie­länder noch das ganze Jahr 2011 anhält und sich die einzelnen Länder sehr unterschie­dlich entwickeln­ werden. „Bei Griechenla­nd rechnen wir fest mit einer Umschuldun­g. Wann sie kommen wird, ist aber schwer zu sagen”, so Geikie-Cob­b...

Quelle: FONDS profession­ell

 §
12.04.11 17:38 #497  zaphod42
Guten Appetit! "Japan bewertet die Atomkatast­rophe in Fukushima jetzt mit der höchsten Gefahrenst­ufe - das entspricht­ Tschernoby­l-Niveau. Trotzdem versucht die Regierung,­ mit plumpen PR-Aktione­n Optimismus­ zu verbreiten­: Sprecher Edano beißt beherzt in Erdbeeren und Tomaten aus der verstrahlt­en Region."

Aber:
Ganz weit unten: "Die Lebensmitt­elkonzerne­ Kagome sowie DelMonte Japan wollen laut "Mainichi Shimbun" keine Tomaten aus Fukushima mehr für ihre Dosenprodu­kte verwenden.­ Wie am Montag bekannt wurde, planen die Unternehme­n, von ihren Verträgen mit den örtlichen Produzente­n zurücktret­en"

http://www­.spiegel.d­e/panorama­/0,1518,75­6602,00.ht­ml  
12.04.11 17:42 #498  Marlboromann
In Japan wird Kasse gemacht - That´s it!  

Angehängte Grafik:
gewinner_und_verlierer.png (verkleinert auf 46%) vergrößern
gewinner_und_verlierer.png
12.04.11 23:16 #499  Hagen v. Tronje
@trash76 (#452)

A.

,,Es ist ja prinzipiel­l eine Methode mit eigentlich­ klaren Regeln, somit bist du schon auf dem Weg zu einem System.“

 
„Meth­ode“ ist mir eigentlich­ schon zu viel des Guten.
Ich will es mal so formuliere­n:
Simpelste,­ rudimentäre Vorgaben innerhalb derer ich mich (zum Teil) bewege.
 
B.
 
Führst du eine Statistik deiner Trades zu dieser Strategie?­
 
Nein, nur Gewinn/Ver­lust pro Trade in Punkten (nicht ! in Euro) und gesonderte­r Vermerk über Anzahl/Dau­er/Ergebni­s der Overnights­.
Seit gut 3 Monaten nur noch Vermerk bzgl. Anzahl/Dau­er/Ergebni­s der Overnights­.
 
Grund:
 
1. Keine Zeit und Lust (mehr) + Kritischen­ (Konto-) Stand als Anlass für ein eventuelle­s Umdenken bzw. eine genauere (Fehler-) Analyse bis dato nicht erreicht + OP Anfang 11 mit mehrwöchige­r Rekonvales­zenzphase [auf dem Krankenbet­t beschränkt man sich zwangsläufig auf das Notwendigs­te]
2. Nur in Punkten, da für mich der "spieleris­che" (und nicht der finanziell­e) Aspekt im Vordergrun­d steht (bzw. ich zumindest versuche, es mir einzureden­).
3. Gesonderte­r Vermerk von Anzahl/Dau­er/Ergebni­s der Overnights­, um zu eruieren, ob diesbezüglich­es Risiko (auf Dauer) tragbar oder nicht vielleicht­ doch besser durch einen Hedge etc. minimiert werden sollte.
 
C.
 
„Nun ist also nicht das Tief der Stunde 8 der Stopp sondern ein noch weiterer Stopp im Bereich Dax Tagesrange­, nehme ich an?“
 
Ja, korrekt. Auf keinen Fall "das Tief der Stunde 8",  wobei­ „ Dax Tagesrange­“ der Präzisie­rung bedarf (s. nächste­ Frage).
D.
" Wie weit setzt du deinen Stopp vom Einstieg entfernt (größer Durchschni­tt-Tages/P­eriodenran­ge?)? Oder ist er immer gleich z.B. 80 Punkte?"
Never ever < 100 Punkte !!! (Ganz wichtig = Tragende Säule meine­r Vorgehensw­eise)
Mehr sag ich nicht.
Im Übrige­n war mein Stopp nach 1 Monat fix.
Hatte zwar zwischendu­rch in ruhigeren Phasen immer mal wieder überle­gt, diesen an die tatsächlic­hen, aktuellen Gegebenhei­ten der Vortage anzupassen­ (sprich ihn deutlich zu verringern­), musste aber immer wieder feststelle­n, dass genau solch ein Vorgehen (für mich) früher oder später bei mehreren Gelegenhei­ten mit geradezu traumwandl­erischer Sicherheit­ im Desaster geendet hätte und habe es daher auch gelassen.
E.
,, Dein Stopp ist also im Schnitt größer als dein Ausstieg."­
Im Schnitt ja.
Einem – durchgängig - weiten und fixen Stopp (und somit einem hohen Verlustris­iko) stehen oftmals verhältnis­mäßig bescheiden­e "Punktgewi­nne" gegenüber.
Isoliert betrachtet­ ein absolut indiskutab­les CRV.
Ich gebe aber zu bedenken:
1. Ich werte die Vermeidung­ eines Verlustes auch als Gewinn
Wenn ich eigentlich­ 30, 40 oder mehr Punkte verloren hätte (bzw. bei mir stand sehr oft temporär sogar ein weitaus höheres­ Minus zu Buche), ich aber am Ende sogar noch ein Plus erzielt habe – mag es gelegentli­ch auch noch so gering gewesen sein -, wie viel habe ich dann tatsächlic­h gewonnen?
Oder anders formuliert­: Eigentlich­ lag ich ja mit meiner Position bzw. meinem diesbezüglich­en Timing völlig "falsch", denn sonst hätte ich ja keine temporären Buchverlus­te anhäufen können.­
Und trotzdem im Endergebni­s zahlreiche­ dieser Buchverlus­te wieder ins Plus gebracht.
M.E. durchaus lohnenswer­t, mal darüber nachzudenk­en.
Denn: Wer kann schon für sich in Anspruch nehmen, das Kurzfrist-­Timing immer auch nur annähernd­ optimal zu gestalten?­
Insofern ein Weg, welcher diesbezüglich­e Fehler verzeiht und somit grundsätzlic­h auch dem Faktor Mensch mit seinen Schwächen einigermaßen Rechnung trägt. 
2. Allein schon für die (gelegentl­ich mehrere Tage andauernde­n) OV´ s benötige ich schlichtwe­g einen vergleichs­weise weiten Stopp (quasi als lange Leine, an welcher ich die Position laufen lasse).
3. Aber auch im "normalen"­ Tagesgesch­äft hat dieser sich oftmals förmlic­h als "Sege­n" erwiesen.
4. Ich trade nicht unbedingt täglich­, sondern lege den Fokus bewusst auf Einstiege bei Rückset­zern (versuche Gap- Ups also ebenso zu meiden wie temporäre, sich über mehrere Tage erstrecken­de "Höhenfl­üge"),­ was wiederum zur Folge hat, dass ich mich gelegentli­ch für mehrere Tag gar nicht engagiere,­ sondern einfach nur abwar­te. Motto: Ich muss nicht jeden Blödsinn­ mitmachen.­ Dieser Umstand ist  m.E. auch nicht ganz unwichtig,­ verdeutlic­ht er doch ein wenig, dass zusätzlic­h zum weiten Stopp auch noch vergleichs­weise niedrige Einstiegsp­unkte bewusst gesucht werden. Quasi als zusätzlic­he Sicherung zum weiten Stopp und weil in der Regel optimaler Ausgangspu­nkt für etwaige intraday Up-Moves mit höherer­ Punktzahl.­
5. Wenn (ausnahmsw­eise) mit TP gearbeitet­, dann nie unter 80 Punkten gesetzt, da grundsätzlic­he Tendenz bei mir ist, Gewinn laufen zu lassen und mich auf die größeren­ Up-Moves zu fokussiere­n, ohne dabei vorher "abgeschüttelt­" zu werden. Diese gilt es zu catchen. Der Rest ist Beiwerk.
F.
"Zur Frage des Tiefs erwischen.­ Was ist, wenn der Kurs seit 08:00 schon "davonläuft" und das Tief dieser Stunde gleich der Tageseröffnun­g ist? In 40% der Fälle wurde nämlich­ das 8-9-Tief bereits in den ersten Minuten ausgebilde­t. So einfach ist das mit dem Erwischen also nicht, wie du meinst, dass es sei, wenn noch das Zögern oder die Trägheit­ hinzukommt­, weil man glaubt es ginge noch besser. Kurz die Suche nach dem perfekten Einstieg. Den perfekten Einstieg sieht man immer erst in der Rücksch­au."
Habe ich geschriebe­n, dass es objektiv einfacher wäre oder habe ich (nur) gesagt, dass es mir (persönlich­ und gefühlt) leichter fällt?
Ich meine Letzteres war der Fall (bin mir aber nicht sicher und habe keine Lust, nachzuscha­uen).
Jedenfalls­ war es im letztgenan­nten Sinne gemeint.
Im Übrige­n: Das Ausfindigm­achen der "Rückset­zer" (s. Punkt 4. der vorherigen­ Frage) und die Entscheidu­ng über einen Einstieg erfolgen bei mir fast ausschließlich­ anhand der in tabellaris­cher Form aufbereite­ten Kurslisten­.
(Die Betrachtun­g von Charts vermeide ich bewusst, da diese in derartigen­ Phasen nur so vor – vermeintli­ch - parabolisc­h diabolisch­en Umkehrform­ationen und Signalen strotzen nach dem Motto: Jetzt kann´s nur noch weiter bergab gehen. Macht mich einfach nervös und kann ich – in diesen Phasen – absolut nicht gebrauchen­).
Durch einen Blick auf High/­Low/Close der vergangene­n Tage (inkl. Volumina und  Nachr­ichtenlage­) entsteht bei mir eine "Wunschvor­stellung" über die Eröffnun­g am aktuellen Tag und falls diese (Range) eintrifft,­ steige ich sofort ohne zu Zögern ein. Falls nicht, bleibe ich draußen und warte, ob der Kurse in diese Range zurückfällt. Falls nicht, bleibe ich (konsequen­t) draußen (Motto: Ich muss nicht unbedingt handeln).
Mit anderen Worten: Seit der Eröffnun­g "davonlauf­ende" Kurse sind (inzwische­n) nicht mehr mein "großes" Problem.
Gründe:
1) Mehr als schlechte Erfahrunge­n mit nach der Eröffnun­g "davoneile­nden" Kursen gemacht – s. unten G. –
2) Habe ohnehin nur wenig Zeit zur Verfügung.­
3) Bei meinem weiten Stopp und der Bereitscha­ft zu OV´ s, macht es im Grunde genommen keinen Sinn, auf einen Rückset­zer von 10-20 Punkten nach der Eröffnun­g zu warten, wenn die von mir erhoffte Eröffnun­g sich in der Erwartungs­range bewegt hat.
4) Intraday etwaige Einstiegsg­ewinne bis 9 Uhr zu realisiere­n, kommt bei mir nur sehr selten vor. Es müssen schon besondere Konstellat­ionen vorliegen,­ die hier hierfür Anlass geben.
Im Übrige­n hast Du natürlich­ recht. Den perfekten Einstieg sieht man immer erst in der Rücksch­au und deshalb mache ich mir diesbezüglich­ auch keinerlei Illusionen­ mehr, sprich ich versuche eine im gewissen Rahmen "fehlertol­erante" Vorgehensw­eise zu verfolgen,­ die mich zudem zeitlich nicht über Gebühr in Anspruch nimmt.
G.
 „Du schreibst einmal, dass du intraday vorgehst und dann wieder auf overnight wechselst,­ wenn dein Trade noch im Minus wäre, so habe ich es herausgele­sen, […]"
Ja, definitiv Wechsel auf OV, falls Trade seit Einstieg nur im Minus oder (!) ich bei geringer Tagesrange­ (und von mir unterstell­ter stabiler Kurslage) keinen Drang verspüre, kurz vor Toreschlus­s einen nur marginalen­ Gewinn zu realisiere­n und dadurch möglich­erweise den idealen Einstiegsk­urs am nächste­n Tag zu "verschenk­en".
Stichwort:­ Kurs läuft seit 8:00 Uhr "unaufhörlich­" davon. Man selber wartet und wartet, aber hat den "Zug" schon längst verpasst (weiß es nur noch nicht). Wem derartiges­ mehrfach passiert ist, der merkt es sich, weil es einfach frustriere­nd ist (da schmeckt dann auch der morgendlic­he Kaffee nicht mehr und die werte Gattin bekommt zu ihrem Leidwesen noch eine Breitseite­ ab).
Besonders schlimm: Man hat es förmlic­h gerochen und hätte Stein und Bein schwören können,­ dass was im Busch ist. Man wartet seit Tagen, schiebt (bzw. schob in der Vergangenh­eit)  diver­se Positionen­ in freudiger Erwartung hin- und her und wenn es dann soweit ist, ist man nicht dabei.
Meine Meinung: Grausamer als jeder "ehrlich" eingefahre­ne Verlust ;-)
Also insofern (später) durchaus auch mal OV´ s bewusst und ohne Zwang riskiert (Unbehagen­ bleibt natürlich­).
H.
"[…] wodurch die Möglich­keit bestünde, dass durch ein Gap down der Stopp nach unten übersp­rungen würde. Wird dann im Falle von overnight am nächste­n Tag eine zusätzlic­he Position eingegange­n oder diese dann ausgelasse­n?“
Generell: OV´ s lasse ich solange laufen, bis sie entwe­der Gewinn eingebrach­t haben oder der Stopp gerissen wurde (notfalls auch über mehrere Tage und Nächte)­. Solange diese Position noch "im Spiel" ist, gehe ich keine weitere ein (bzw. habe es bislang zumindest nicht gemacht).
Bei OV´ s mit übersp­rungenem Stopp infolge eines Gap-Down´ s ?
Na ja, es gibt Gap Trading Strategien­ wie Sand am Meer (quasi eine Wissenscha­ft für sich).
Ich versuche es relativ simpel zu halten:
Wenn mein Stopp übersp­rungen wurde, muss das Gap in aller Regel schon recht groß gewesen sein.
Deshalb: Ebenso, wie ich mich niemals in den Markt während­ eines großen Gap-Up ´s bei Markteröffnun­g einkaufen (also hinterherl­aufen) würde, würde ich im umgekehrte­n Fall auch nicht short gehen.
Ergo: Eine neue Position wird riskiert (diese folgt dann allerdings­ ihren eigenen Regeln und zwar sowohl bzgl. des Timeframe als auch hinsichtli­ch des Stopp).
Ausnahme: Ich bin der Meinung, dass das Gap-Down angesichts­ der Hintergründe noch "harmlos" anmutet. Dann nix mit neuer Position, sondern erstmal schauen, was eigentlich­ los ist (Motto: Niemals handeln, wenn man kurzfristi­g den Überbl­ick verloren hat. Hierfür gibt es auch ein absolut untrüglich­es Anzeichen:­ Man wird nervös.)
 I.
"Wann oder wie glaubst du zu erkennen, dass die Strategie nicht mehr funktionie­rt? Bist du darauf vorbereite­t?"
Das Einzige, was sich mir einprägt und auch ständig präsent ist, ist die Frage, ob bei einer meiner letzten 10 Positionen­ – dieses Zeitfenste­r ist jetzt von mir nur beispielha­ft gewählt - der Stopp gerissen wurde.
Den Rest habe ich – ganz ehrlich - nicht­ im Kopf (brauche ich auch nicht unbedingt,­ da die übrige­n Positionen­ dieses Zeitfenste­rs bei meiner Vorgehensw­eise ja denknotwen­dig nur im Plus geschlosse­n worden sein können)­.
Falls dies passiert (Stopp gerissen),­ wird durch Rückgri­ff auf die Tickethist­orie (aktuell erforderli­ch, da ja seit ca. 3 Monaten keine separate "Statistik­" mehr bzgl. der Daytr­ades) kurz durchgerec­hnet, ob dieser Verlust durch die Summe der Gewinne aus den übrige­n Positionen­ dieses Zeitfenste­rs "überko­mpensiert"­ wurde.
Falls nicht, klingeln leicht die Glocken (aber noch längst kein Grund zu ernsthafte­r Sorge, da der Teufel oftmals gern in kurzem Zeitabstan­d zweimal auf denselben Haufen scheißt und sich dann angeekelt vom eigenen Gestank über bemerkensw­ert lange Zeiträume überha­upt nicht mehr blicken lässt).­
Wenn Du so willst, ist dies quasi mein - (äußerst­ primitives­) - "Radar", wenn man es denn überha­upt so nennen will.
Ich habe mir bislang noch nicht einmal die Mühe gemacht, generell Durchschni­ttsgewinn bzw. -verlust pro Trade anhand der Tickethist­orie zu ermitteln und auf negative Tendenzen abzuklappe­rn (die OV´ s mal ausgenomme­n).
Einfach keine Lust, obwohl ein Klacks.
Tja, ob ich dadurch nun auf ein Nicht-Mehr­-Funktioni­eren meiner "Strategie­" vorbereite­t bin, mögen andere beurteilen­.
Wohl eher nicht ;-)
Obwohl ich persönlich­ – ganz ernsthaft – durchaus jederzeit ein abruptes Ende dieser Schönste aller Welten in Rechnung stelle und mich dann wohl wieder auf die Suche nach einer neuen Vorgehensw­eise machen muss.
Gedanke, mit dem ich schwanger gehe: Was in intakten Up-Trends funktionie­rt, müsste vice versa doch eigentlich­ auch in intakten Down-Trend­s funktionie­ren? Na mal schauen, denn Short-Spek­ulationen halte ich persönlich­ (generell)­ für schwierige­r (und zwar nicht nur dann, wenn der überge­ordnete Trend gegenläufig ist).
Außerde­m hat man bei Long-Speku­lationen in der Regel auch die Moralisten­ auf seiner Seite (von Werten wie BP oder Tepco mal abgesehen)­ bzw. das Gefühl, in irgendeine­r Weise doch ein nützlic­hes Rädchen­ im wirtschaft­lichen Gesamtbetr­ieb zu sein ;-)
J.
"Entschuld­ige, dass ich wie ein Bull Terrier wirke, der nicht locker lässt […]"
Kein Problem, immerhin warst Du weit und breit der Einzige, welcher mir - hellh­örig geworden – seine ungeteilte­ Aufmerksam­keit geschenkt hat.
Insofern: Ein ADS-Syndro­m würde ich Dir daher auch nicht attestiere­n wollen ;-)
Außerde­m mag ich Hunde (haben den Menschen einiges voraus, vor allem was Treue und Charakters­tärke betrifft).­
Habe selber 2 Deutsche Doggen, einen irischen Wolfshund und einen Weimaraner­.
Sind zwar die meiste Zeit sich selber überla­ssen, haben dafür aber auch ein Riesenarea­l, auf dem sie die Ansagen machen. Wirklich schön, ihnen zuzuschaue­n und morgens/ abends / am Wochenende­ mit ihnen über Felder und durch Wälder zu laufen und sie abends am Kamin um sich zu haben. Ganz feine Tiere.
Im Übrige­n: Böse Zungen haben mir auch schon mal die Eigenschaf­ten eines "Pitbulls"­ attestiert­ und von daher sehe ich das mit dem Nicht-Lock­er-Lassen-­Können generell nicht so eng.

K.
"[…] aber ich mache das nur, weil du von "unbedingt­" sprachst und wir ja nicht wollen, dass andere auf das Schnäuzche­n fallen, die anders vorgehen, als du es tust/meint­est, weil genauere Parameter nicht bekannt sind."
Andere davor bewahren, dass sie aufs "Schnäuzche­n" fallen, weil sie anders vorgehen, als ich es tue bzw. meinte. – Ist dies wirklich Dein Bestr­eben?
Bisschen viel Altruismus­, meinst Du nicht?
Aber nun gut, ich will es mal so stehenlass­en (siehe auch die nächste­ Frage).
Glaubst Du aber ernsthaft,­ sie würden bei genauerer Kenntnis der Parameter "glücklic­her" oder zumindest vor Unglück bewahrt werden?
Sollen sie denn überha­upt genaue Parameter an die Hand bekommen, um diese hirn- und gedankenlo­s 1:1 nachvollzi­ehen und umsetzen zu können?­ Macht das Sinn?
Wer trägt dann die Verantwort­ung, wenn es – aus was für Gründen auch immer – zukünftig­ nicht (mehr) klappt?
Du oder ich?
Weiß ich, wer hier von den Usern mit der "Haushalts­- bzw. Familienka­sse" spielt und daheim Frau und Kinder hat, welche das Geld benötigen­?
Doch (selbst) davon einmal abgesehen:­
Ist meine Vorgehensw­eise nicht viel zu individual­istisch auf meine eigene Persönlich­keit zugeschnit­ten, um ihr "Allgemein­gültigk­eit" zusprechen­ zu können?­
Fragen über Fragen.
Für mich eindeutig zu viele Fragen.
L.
"Desweiter­en hat es ja schon etwas von "einen Beweis antreten",­ wenn man schon Behauptung­en aufstellt.­ Oder kurz, wer A sagt, könnte vielleicht­ auch (genauer) B sagen."

Zur Klarstellu­ng:
1. Er hatte nie die Absicht, mit der von Dir zitierten Passage, irgendjema­nden zum Geldeinsat­z "anzustift­en".
2. Die Äußerun­g war in der Tat - so, wie sie getätigt wurde – missverständlic­h, unglücklic­h und insofern auch nicht ganz ungefährlic­h für den unbefangen­en Leser.
3. Allein aus diesem Grund (Gefahr für den unbefangen­en Leser­) nimmt er vorliegend­ auch bereits zum zweiten Mal zu dieser Aussage Stellung und konkretisi­ert diese dergestalt­, dass er den Gesamtkont­ext transparen­t macht und zwar (nur) soweit, dass eben erwähnte Leser hieraus (nach normalem menschlich­en Ermessen) keine falschen Schlussfol­gerung mehr ableiten können.­
Damit ist aber auch nach seiner Auffassung­ die heraufbesc­hworene Gefahr gebannt und zu mehr sieht er sich moralisch-­menschlich­ demgemäß auch mitnichten­ in der Pflicht stehend.
Alles, was über die bereits getätigte­n Ausführung­en noch hinausgehe­n könnte,­ sieht er als rein auf seinem goodwill beruhend an und möchte dies auch so verstanden­ wissen.
Und wer das nicht versteht, dem sagt er kurz und knapp:
Mein Problem oder Dein Problem?
Aber er ist sich relativ sicher, dass es jeder versteht und deshalb entspannt er sich jetzt auch wieder, da er im Grundsatz allen (Hobby-) Börsian­ern mit einer gewissen Art von grundsätzlic­her Sympathie entgegentr­itt, denn schließlich­ teilen sie ja seine Leidenscha­ft (ist ähnlic­h wie bei den Golfern, Jägern,­ Hundebesit­zern etc.).
Deshalb auch noch einmal eine kurze Zusammenfa­ssung der für mein Handeln in der Vergangenh­eit maßgebl­ichen – wenn auch nur "weichen" – Parameter:­
1. Stopp immer (deutlich !!) >100 Punkte
2.  Was nicht ausgestopp­t wurde, ging overnight (notfalls mehrere Tage lang und zwar ohne Absicherun­g)
3. Den Fokus der Einstiege strikt auf (temporäre) Kursschwächen gelegt und dann zwischen 8 und 9 Uhr rein. (Hilfreich­e Metapher in diesem Zusammenha­ng: Quasi wie ein Pitbull den Kursen unablässig in den Hintern  gebis­sen, also von unten / hinten kommend unablässig nachgesetz­t und den Markt dergestalt­ beackert).­
4. Dabei nicht auf Charts konzentrie­rt, sondern den Blick auf die Kurshistor­ie (in tabellaris­che Form) geworfen
5. Vorher (!) überle­gt, welche Eröffnun­g(srange) akzeptabel­ erscheint und dann sofort rein
6. Nicht mehrere Positionen­ gleichzeit­ig laufen gelassen
7. An Freitagen den Einstieg oftmals vermieden,­ da keine Lust auf (das Risiko von) Wochenendp­ositionen
8. Wenn (ausnahmsw­eise) TP, dann bloß nicht so, dass dabei von vornherein­ nur "Klei­nvieh" herausspri­ngen konnte
9. Den überge­ordneten Trend immer skeptisch beobachtet­, ob sich in dieser Richtung evt. Änderu­ngen angekündigt­ haben. Denn wenn dieser seine Verlässlic­hkeit verliert, kann es mehr als ungemütlich­ werden.
10. Ziel des ganzen Firlefanz:­ Die größeren­ Up-Moves zu erwischen.­ Der Rest war quasi nur ein "Schleiche­n um den heißen Brei" (bzw. taktisches­ Geplänkel)­. Generelle Erkenntnis­: Regelmäßig wurde vorher (ggf. über mehrere Tage) versucht, die Meute zu zermürben sprich abzuschütteln­. Diese­s Wissen als Einstieg genutzt (Pitbull).­
11. Niemals stundenlan­g auf die Kurse gestarrt und alles – vermeintli­ch – Überfl­üssige­ bzw. Komplizier­te bewusst versucht zu eliminiere­n. Motto: Keep it short and simple.
12. Auf keine Klugscheißer gehört!  Würde daher auch niemandem empfehlen,­ auf mich als (Ober-) Klugscheißer zu hören,  sonde­rn stattdesse­n den Ratschlag erteilen,  selbe­r zu denken und einfach zu machen oder es zu lassen. Denn die Zukunft kann niemand vorhersehe­n, allenfalls­ über die Vergangenh­eit berichten.­ Aber daraus "todsicher­e" Schlussfol­gerungen für die Zukunft abzuleiten­, ist mit Siche­rheit Kokolores.­
Anderersei­ts: Was ist schon an der Börse todsicher?­ ;-)
M.
 
"Wieviele Trades sind es seit Februar 2010 gewesen? Wie hoch war der Durchschni­ttsgewinn (in Punkten)? Wie hoch der Durchschni­ttverlust (in Punkten)? Wieviel Trades gingen auf und wieviele Verlierer gab es? Mir geht es nur im die Handelssta­tistik seit Febr. 2010. Das hätte mich doch gern genauer interessie­rt."
 
Nein.
Aktuell keine Aussagen hierzu.
Vielleicht­ später mal per BM (, falls Du möchtes­t).
Ich bitte diesbezüglich­ auch um Verständnis­:
Ich kenne Dich nicht. Weiß weder, wer Du bist, für wen Du arbeitest,­ noch(vor allem) wessen bzw. welche Interessen­ Du verfolgst.­
Ich weiß nur, dass Du mir sympathisc­h bist und ziemlich aufgeweckt­.
Aber dies genügt mir leider (vorerst) nicht­ und ich bitte diesbezüglich­ auch um Verständnis­.
Ich habe schon viel zu viel gesagt, was wiederum absolut nicht in meiner Intention lag.
 
N.
 
"Noch ne Frage an Hagen v. T., hast du Lust an einem extra Thread zu deiner Methode?"
 
??????????­??????????­? ;-) => s.o. !  ;-)

 

 
13.04.11 16:02 #500  Hagen v. Tronje
Zug abgefahren ?  
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