EUR/CHF (Euro / Schweizer Franken)
WKN: 965407 / ISIN: EU0009654078Der €/CHF Thread
| eröffnet am: | 31.01.12 23:59 von: | izhevski ink. |
| neuester Beitrag: | 11.07.22 21:20 von: | mbhpro1 |
| Anzahl Beiträge: | 4941 | |
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| davon Heute: | 216 | |
bewertet mit 24 Sternen |
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27.11.15 16:00
#4501
stksat|22881862.
EZB vs SNB
Derzeit scheinen die viele Marktakteure davon auszugehen, dass die SNB einen neuen Schritt der EZB ("Öffnung der Geldschleusen") mit einer weiteren Zinssenkung beantworten könnte. Der CHF Libor fällt kontinuierlich in den letzen Tagen und hat vor dem WE sogar noch Fahrt aufgenommen. Das dürfte die Frankenkreditnehmer freuen, vor allem weil die Gerichte ja mittlerweile (teilweise) entschieden haben, dass die Kreditnehmer für den Fall, dass ihre Kreditklauseln das beinhalten, sogar Zinsen für ihren Kredit ausgezahlt bekommen müssen, wenn dieser an den Libor geknüpft ist und jener eben tief genug fällt. Für einen Kredit auch noch was ausgezahlt zu bekommen, das ist allerdings ein recht heftiges Ding.
LokivonAsgard
LokivonAsgard
01.12.15 17:12
#4503
columbus23
#4502 Frankenverkäufe
am letzten Freitag verlor der Franken innert Minuten gegenüber dem Euro 0,6 Rappen und gegenüber dem Dollar einen Rappen.
Thomas Stucki, Anlagechef der St. Galler Kantonalbank, geht von Frankenverkäufen der SNB aus: "Sie wollte im Vorfeld der EZB-Entscheidung (…) ihren Willen zur Verhinderung einer Franken-Aufwertung bekräftigen", schreibt er in einer Analyse. Der Zeitpunkt dafür war geschickt gewählt. Denn aufgrund der Feiertagsbrücke nach Thanksgiving sei die Liquidität im Markt tiefer als sonst, so Stucki, der früher Anlagechef der SNB war.
http://www.cash.ch/news/top_news/...n_nicht_staerker_wird-3395641-771
Thomas Stucki, Anlagechef der St. Galler Kantonalbank, geht von Frankenverkäufen der SNB aus: "Sie wollte im Vorfeld der EZB-Entscheidung (…) ihren Willen zur Verhinderung einer Franken-Aufwertung bekräftigen", schreibt er in einer Analyse. Der Zeitpunkt dafür war geschickt gewählt. Denn aufgrund der Feiertagsbrücke nach Thanksgiving sei die Liquidität im Markt tiefer als sonst, so Stucki, der früher Anlagechef der SNB war.
http://www.cash.ch/news/top_news/...n_nicht_staerker_wird-3395641-771
01.12.15 21:23
#4504
stksat|22881862.
Für letzten Freitag
gehen in der Tat die Gerüchte, dass die SNB die dünnen Umsätze nach Thanksgiving genutzt hat, um den Kurs zu pushen.
Heute kam dazu, dass eine wirklich miese Gemengelage an Nachrichten dazukam. Die Schweizer Wirtschaft ist im 3. Quartal nicht mehr gewachsen (was nicht erwartet wurde). Hinzu kommt, dass ein Referendum über das sogenannte Vollgeld eingereicht wurde. Wenn das Referendum rechtlich zulässig ist (muss noch geprüft werden) und vom Volk bestätigt wird, dann bringt das die Schweizer Wirtschaft final um (was es recht unwahrscheinlich macht, dass es durchgeht, aber allein die Initiative ist natürlich Gift). Es geht darum, dass die Schweizer Banken derzeit mehr Kredite ausgeben, als wirklich durch die SNB an Geld gedruckt wurde. Das Buchgeld übertrifft das echt im Umlauf befindliche Geld um ein Vielfaches. Damit, so die Argumentation für das Referendum, hat die SNB nicht mehr die Oberhoheit über den Franken, so wie es eigentlich sein sollte, weil dies ja einer unkontrollierten Geldvermehrung gleichkommt. Außerdem wird dieses Buchgeld als EINER von vielen Faktoren für Finanzkrisen (insbesondere die letzte) deklariert.
Sollte das Referendum wirklich durchgehen, dann dürften die Banken nur Kredite in der Höhe vergeben, die von der SNB wirklich gedruckt wurden und nicht wie aktuell rein als elektronisches Geld auf irgendwelchen virtuellen Konten aufscheint. Nach meiner Einschätzung brächte das die Kreditvergabe zumindest für eine gewisse Zeit, praktisch zum Erliegen. Den Rest mögen sich alle ausmalen.
Als weiterer Faktor kam dazu, dass die Eurozone heute recht solide Wirtschaftsdaten geliefert hat (allen voran mal wieder Deutschland).
Will man also eine gewisse Rationalität unterstellen, dann könnte man diese Gründe anführen. Ich persönlich glaube eher an irgendwelche neuen Spekulationsgeschäfte, wobei jemand (neues oder die SNB) auf steigende Kurse setzt...
LokivonAsgard
Heute kam dazu, dass eine wirklich miese Gemengelage an Nachrichten dazukam. Die Schweizer Wirtschaft ist im 3. Quartal nicht mehr gewachsen (was nicht erwartet wurde). Hinzu kommt, dass ein Referendum über das sogenannte Vollgeld eingereicht wurde. Wenn das Referendum rechtlich zulässig ist (muss noch geprüft werden) und vom Volk bestätigt wird, dann bringt das die Schweizer Wirtschaft final um (was es recht unwahrscheinlich macht, dass es durchgeht, aber allein die Initiative ist natürlich Gift). Es geht darum, dass die Schweizer Banken derzeit mehr Kredite ausgeben, als wirklich durch die SNB an Geld gedruckt wurde. Das Buchgeld übertrifft das echt im Umlauf befindliche Geld um ein Vielfaches. Damit, so die Argumentation für das Referendum, hat die SNB nicht mehr die Oberhoheit über den Franken, so wie es eigentlich sein sollte, weil dies ja einer unkontrollierten Geldvermehrung gleichkommt. Außerdem wird dieses Buchgeld als EINER von vielen Faktoren für Finanzkrisen (insbesondere die letzte) deklariert.
Sollte das Referendum wirklich durchgehen, dann dürften die Banken nur Kredite in der Höhe vergeben, die von der SNB wirklich gedruckt wurden und nicht wie aktuell rein als elektronisches Geld auf irgendwelchen virtuellen Konten aufscheint. Nach meiner Einschätzung brächte das die Kreditvergabe zumindest für eine gewisse Zeit, praktisch zum Erliegen. Den Rest mögen sich alle ausmalen.
Als weiterer Faktor kam dazu, dass die Eurozone heute recht solide Wirtschaftsdaten geliefert hat (allen voran mal wieder Deutschland).
Will man also eine gewisse Rationalität unterstellen, dann könnte man diese Gründe anführen. Ich persönlich glaube eher an irgendwelche neuen Spekulationsgeschäfte, wobei jemand (neues oder die SNB) auf steigende Kurse setzt...
LokivonAsgard
02.12.15 20:41
#4505
stksat|22881862.
Offenbar
erwarten die Marktakteure, dass Draghi morgen wirklich die ohnehin schon hohen "Erwartungen" noch überbieten wird, so wie der Kurs heute kontinuierlich nachgab... Dürfte spannend werden morgen und vor allem dürfte spannend sein, wie die SNB darauf reagiert. Ich möchte aktuell nicht in deren Haut stecken...
LokivonAsgard
LokivonAsgard
03.12.15 08:22
#4506
ARTNER514
weiss man welche urzeit heute dragi spricht!?
vl life irgendwo?
danke für info
danke für info
03.12.15 08:43
#4507
ARTNER514
habs schon
http://www.ariva.de/termine/#98832
07.12.15 09:22
#4508
stksat|22881862.
Also doch...
Schweiz: Devisenreserven steigen im November auf CHF563 Mrd von CHF551 Mrd im Vormonat.
Da der EUR-CHF-Kurs nicht gestiegen ist, bedeutet dies wohl, dass die SNB interveniert hat. Offenbar wollte sich die SNB ein Polster schaffen, um bei einer fetten Aktion der EZB wenigstens etwas Reaktionszeit zu haben. Damit dürfte klar sein, warum die Kurse im letzten Monat teilweise recht heftig stiegen.
LokivonAsgard
Da der EUR-CHF-Kurs nicht gestiegen ist, bedeutet dies wohl, dass die SNB interveniert hat. Offenbar wollte sich die SNB ein Polster schaffen, um bei einer fetten Aktion der EZB wenigstens etwas Reaktionszeit zu haben. Damit dürfte klar sein, warum die Kurse im letzten Monat teilweise recht heftig stiegen.
LokivonAsgard
07.12.15 10:07
#4509
fionn
The strong SFR
Is causing unemployment in CH to go up - jobs are being transferred to Eastern Europe esp. Poland. Why does the Swiss Nat Bank want a stronger SFR? The Swiss German media/newspapers are increasingly criticising the SND.
Gern höre ich die Meinungen der Bloggers hier.
MfG
end/
Gern höre ich die Meinungen der Bloggers hier.
MfG
end/
09.12.15 02:38
#4511
HeldDerArbeit
fionn
schreib halt alles deutsch und not half englisch dann geht das einfacher für alle.
danke und gruss
danke und gruss
09.12.15 14:07
#4513
bozkurt7
die Jobs wandern ja nicht nur nach Polen aus,
schaue mal bei einer Logitech-Mouse auf die Unterseite: Made in China ...
In Romanel-sur-Morges, dem Hauptsitz des Konzerns, gibt es ja schon lange keine Arbeitsplätze mehr ...
In Romanel-sur-Morges, dem Hauptsitz des Konzerns, gibt es ja schon lange keine Arbeitsplätze mehr ...
10.12.15 08:48
#4514
columbus23
Heute 9:30 Uhr SNB Lagebeurteilung
Setzt die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Kurs unverändert fort, oder drückt auch sie die Zinsen noch weiter in den negativen Bereich? Heute Morgen gibt sie ihre neue Lagebeurteilung bekannt.
http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/...die-snb-1.18660431
http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/...die-snb-1.18660431
10.12.15 14:09
#4515
columbus23
Krisen-Vorsorge
Sparer holen ihre Ersparnisse in die Schweiz zurück
Schweizer Bürger und Unternehmen sind offenbar skeptisch, was die Zukunft anlangt: Weil sie Krisen befürchten, holen sie ihre Ersparnisse in die Schweiz zurück. Dadurch steigt der Druck auf den Franken.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/...e-schweiz-zurueck/
Schweizer Bürger und Unternehmen sind offenbar skeptisch, was die Zukunft anlangt: Weil sie Krisen befürchten, holen sie ihre Ersparnisse in die Schweiz zurück. Dadurch steigt der Druck auf den Franken.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/...e-schweiz-zurueck/
15.12.15 12:05
#4516
columbus23
SNB offenbar doch laufend am Markt tätig
Währungsstrategen einer Grossbank schätzen, dass die Schweizerische Nationalbank seit August monatlich mit rund zwei Milliarden Franken an den Devisenmärkten interveniert hat, um den Franken zu schwächen.
http://www.cash.ch/news/top_news/...ufend_am_markt_taetig-3400470-771
http://www.cash.ch/news/top_news/...ufend_am_markt_taetig-3400470-771
15.12.15 22:12
#4517
Warren100
2 Milliarden im Monat sind aber wenig, ..
.. bei Reserven in Höhe von 560 Milliarden bräuchte es ja mehr als 20 Jahre, um diese Bestände aufzubauen. Nach wie vor scheint es aber einen Zufluss an Devisen in die Schweiz zu geben. Die SNB ist in einer Zwickmühle, da die Interventionen am Markt auf einen internen Zielkurs hindeuten. Für Spekulanten ein gefundenes Fressen, dagegen zu wetten, was dann den Druck auf die SNB erhöht. Ewig können Devisen nicht aufgekauft werden, sonst hätte die SNB am 15. Januar 2015 nicht reagiert.
16.12.15 11:10
#4518
ARTNER514
bin gespannt wenn es zum ogh beschluss kommt
https://verbraucherrecht.at/cms/...h=2f5333dc86b05b3eb49a4879a93232a0
16.12.15 20:32
#4520
stksat|22881862.
@Artner
Ja, das wird wirklich noch spannend. Ist ja nicht das erste Urteil, das in diese Richtung ergeht. Und die Banken müssten einfach nur bei der SNB Darlehen aufnehmen, dann würden sie ja auch in den Genuss der Negativzinsen kommen. Da aber das gesamte Finanzsystem mit seinen teilweise absurden Konstruktionen derzeit zu solchen Aktionen nicht bereit ist (wer weiß schon, ob der Franken nicht doch erheblich gegen den EUR ansteigt?!), werden sie früher oder später in den sauren Apfel beißen müssen. Interessant auch deswegen, weil wohl sowohl die EZB, als auch SNB ihre Zinsen 2016 noch weiter senken dürften. Dann werden solche Urteile für noch mehr Verträge schlagend...
LokivonAsgard
LokivonAsgard
27.12.15 20:49
#4522
lifeguard
alternativen..
"Die EU sei zwar der wichtigste Partner und könne nicht ersetzt werden, aber die EU sei nicht alles. «Vielleicht», so der Rektor der Universität Zürich, «haben wir in ein paar Jahren etwas aufgebaut, das noch besser ist». Gerade Japan und China investierten sehr viel und strebten mit aller Macht nach Nobelpreisen."
02.01.16 18:41
#4523
stksat|22881862.
Allen
hier ein gesundes neues Jahr. Auf viele spannende, informative oder gerne auch skurrile Beiträge in 2016. :o)
LokivonAsgard
LokivonAsgard
04.01.16 11:47
#4525
stksat|22881862.
Interessante Gemengenlage
sowohl in Europa (da vor allem Italien und Spanien und Deutschland) aber auch in der Schweiz präsentieren sich die Wirtschaften so stark wie lange nicht, wobei die erhobenen Werte in der Schweiz (PMI) leicht unterhalb den Werten in der EURO-Zone (Einkaufsmanager Indices von Markit) liegen. Die Schweiz kämpft aber noch immer mit einer ziemlich starken negativen Inflation von -1.4% p.a.
Aber im Moment hängen mal wieder einige politische Damoklesschwerter über dem Kurs: Saudiarabien vs. Iran und China sind wohl die akutesten.
Beide sprechen kurzfristig meiner Meinung nach für eine Abschwächung des Kurses auf 1.07-1.075. Fundamental sprechen die Wirtschaftsdaten aber eher für ein langsames Ansteigen des Kurses bis zur Jahreshälfte, wenn bis dahin keine der Problemfelder extrem eskaliert.
LokivonAsgard
Aber im Moment hängen mal wieder einige politische Damoklesschwerter über dem Kurs: Saudiarabien vs. Iran und China sind wohl die akutesten.
Beide sprechen kurzfristig meiner Meinung nach für eine Abschwächung des Kurses auf 1.07-1.075. Fundamental sprechen die Wirtschaftsdaten aber eher für ein langsames Ansteigen des Kurses bis zur Jahreshälfte, wenn bis dahin keine der Problemfelder extrem eskaliert.
LokivonAsgard

