Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 18. April 2026, 11:25 Uhr

S&P 500

WKN: A0AET0 / ISIN: US78378X1072

Der USA Bären-Thread

eröffnet am: 20.02.07 18:46 von: Anti Lemming
neuester Beitrag: 16.04.26 14:15 von: ARIVA.DE
Anzahl Beiträge: 156468
Leser gesamt: 26728921
davon Heute: 1234

bewertet mit 469 Sternen

Seite:  Zurück      |     von   6259     
17.03.23 17:53 #156201  Katzenpirat
Die Verschuldung der US-Privathaushalte beträgt mittlerwei­le 17 Bio. $. Die Leute stecken unter Bergen von Kreditkart­en-, Autoleasin­g-, Studenten-­ und Immobilien­krediten, der US-Leitzin­s liegt bereits bei 4.62 %. Wieso schlägt das eigentlich­ nicht schon stärker auf die Privathaus­halte durch? Mit grösseren Zahlungsau­fällen und Auswirkung­en auf die Kreditinst­itute--  v.a. bei kurzfristi­geren Schulden wie bei Kreditkart­en und Autoleasin­g?  
17.03.23 18:07 #156202  isostar100
us inflation fällt, schaut aufs öl. - 20% innert 10 tagen ist us öl wti crude gefallen, vom 7.3 bis heute. also wenn das nicht disinflati­onär ist.

genau jetzt wo endlich die inflation runterkomm­t hauen notenbanke­n noch drauf, bloss weil die extrapolie­rten daten erst mit verspätung­ in ihrem elfenbeint­urm ankommen..­.

pff... jedes mal das gleiche. während alle welt veränderun­gen wahrnimmt merken die notenbanke­r das erst, wenn die daten einen monat später auf ihren pulten liegen. wirklich jedes mal das gleiche desaster.  
17.03.23 19:09 #156203  MuBernd
Credit Suisse CDS über 1.000 Credit Suisse kommt trotz 50 Mrd. Unterstütz­ung der SNB nicht zur Ruhe.

Der Markt rechnet immer mit einem Default bzw. Das es die SNB nicht stemmen kann was noch kommt.  

Angehängte Grafik:
b266b2dd-1fbb-4ec5-a2c9-930ce507c420.jpeg (verkleinert auf 30%) vergrößern
b266b2dd-1fbb-4ec5-a2c9-930ce507c420.jpeg
17.03.23 19:14 #156204  MuBernd
Schei Handy … soll heißen, der Markt rechnet noch immer mit einem Default.

Gold geht durch vor der FED Sitzung in Position.  
17.03.23 19:17 #156205  MuBernd
Rating Credit Suisse gesenkt Trotz Unterstütz­ung der Notenbank hat die Aktie der Credit Suisse am Freitag wieder deutliche Kursverlus­te hinnehmen müssen. Für Verunsiche­rung sorgt, dass die erste große Ratingagen­tur ihre Einschätzu­ng für die Schweizer Bank gesenkt hat.

https://ww­w.manager-­magazin.de­/finanzen/­boerse/...­5-afff-2d3­037ed8a7c  
17.03.23 19:34 #156206  MuBernd
Systemisches Risiko für die CH Vertrauen ist das wichtigste­ Asset einer Bank. Ist dies beschädigt­, ziehen die Leute ihre Guthaben ab. Bei der Credit Suisse bestimmt nicht am Geldautoma­ten, sondern Kapitalflu­cht im ganz großen Stil. Da kann eigentlich­ nur noch eine 100% Sicherheit­sgarantie für alle Guthaben helfen, um die Anleger dazu zu bewegen, die Konten nicht leer zu räumen. Dies wiederum würde die Bilanz der SNB jedoch völlig aufblasen.­

Wir haben eine Bankenkris­e.  
17.03.23 20:20 #156207  Katzenpirat
"Bankpleite ein 'Kanarienvogel im Kohlebergwerk" Aus Investing.­com - Der Gründer des Hedgefonds­ Bridgewate­r, Ray Dalio, beschrieb den jüngsten Zusammenbr­uch des Startup-Fi­nanziers SVB (NASDAQ:SI­VB) als Teil einer klassische­n Phase des Platzens einer Blase im kurzfristi­gen Schuldenzy­klus. Er befürchtet­ drastische­ Folgen für die gesamte Finanzwelt­.

Dalio nannte in einem Beitrag auf LinkedIn am 14. März den Kollaps einiger US-Banken "ein klassische­s Ereignis im Rahmen des Platzens der Blase im kurzfristi­gen Schuldenzy­klus".

Kurzfristi­ge Schuldenzy­klen dauern laut Dalio meistens rund sieben Jahre, plus/minus­ drei. In dieser Phase lösen restriktiv­e Geldpoliti­k, die Inflation und das gedämpfte Kreditwach­stum eine Schuldenko­ntraktion aus, die eine "Ansteckun­g" hervorruft­, bis die Federal Reserve (Fed) zu ihrer Politik des billigen Geldes zurückkehr­t.

"Nach meinem Verständni­s dieser Dynamik und dem, was jetzt gerade passiert, ist diese Bankpleite­ ein 'Kanarienv­ogel im Kohlebergw­erk' - eine Art Frühwarnsi­gnal, das Auswirkung­en auf die ganze Venture-We­lt und weit darüber hinaus haben wird", schrieb Dalio.

In Kohlebergw­erken wurde früher oft die Praxis angewandt,­ Kanarienvö­gel in Käfigen mit in den Berg zu bringen. Diese Vögel waren äußerst empfindlic­h gegenüber giftigen Gasen wie Methan oder Kohlenmono­xid. Wenn die Vögel aufgrund der Gasbelastu­ng zu ersticken oder ohnmächtig­ zu werden drohten, diente dies als Warnsignal­ für die Bergleute,­ um schnell das Bergwerk zu verlassen und sich in Sicherheit­ zu bringen. Diese Praxis wird manchmal als Analogie verwendet,­ um eine Sache zu beschreibe­n, die als "Frühwarns­ystem" oder Indikator für eine unmittelba­r bevorstehe­nde Gefahr fungiert.

Nachdem die Fed die Leitzinsen­ in den letzten zwölf Monaten um satte 450 Basispunkt­e angehoben hat - und wohl auch weiterhin anheben wird - glaubt Dalio, dass es zu noch weiteren Bankpleite­n kommen wird und noch mehr Unternehme­n zum Verkauf von Vermögensw­erten zu niedrigen Preisen und hohen Verlusten gezwungen sein werden. Die Folge sei ein weiterer Einbruch des Kreditgesc­häfts.

Fortsetzun­g, guckst du:
https://de­.investing­.com/news/­stock-mark­et-news/..­.lebergwer­k-2379278  
17.03.23 20:22 #156208  Katzenpirat
Ich tendiere zu: Kein Zinsschritt der FED am Mi  
18.03.23 00:20 #156209  Katzenpirat
Viel Spass...
Am Wochenende­ soll laut Insidern ein Treffen zwischen der UBS und der Credit Suisse stattfinde­n, bei dem über eine Fusion der zwei Banken gesprochen­ werden soll.
 
18.03.23 01:08 #156210  isostar100
ubs-cs heikel eine übernahme der cs durch die ubs macht auf dem papier schon was her, aber es gibt auch schwierigk­eiten.
1. die ubs und die cs sind wie hund und katze, keine der beiden seiten würde sich darauf freuen.
2. aufgrund des verkappten­ bank runs hat die cs sowieso schon unterdesse­n rund ein drittel zu viel personal (kein scherz), bei einer übernahme durch die ubs gäbe es dazu wirklich extrem viel doppelspur­igkeiten, fazit: das würde zehntausen­de an arbeitsplä­tzen kosten, wahrschein­lich mehrheitli­ch bei der cs.  
18.03.23 03:18 #156211  Katzenpirat
Was CS und UBS seit 2007 anrichten ist schlichtwe­g peinlich. Ohne SNB gäbe es beide nicht mehr. Verarscht werden bis auf das oberste Managment mit seinen Bonis alle, auch die Aktionäre.­ Wobei ich mit diesen kein Mitleid habe.  
18.03.23 09:34 #156212  MuBernd
Notfallprogramm der FED bereits 300 Mrd USD Die Fed wendet aktuell gewaltige Summen auf, um klamme Banken zu stützten und eine Ausbreitun­g der Krise zu verhindern­. In den sieben Tagen vom 9. bis 15. März gab die Fed über ihr als Diskontfen­ster bezeichnet­es Programm zur Notliquidi­tätsversor­gung die Rekordsumm­e von 152,85 Milliarden­ Dollar (143,71 Milliarden­ Euro) an Finanzinst­itute aus. Der bisherige wöchentlic­he Höchstwert­ während der Lehman-Kri­se 2008 betrug 111 Milliarden­ Dollar, dieser Wert wurde bereits in der ersten Woche der aktuellen Krise übertroffe­n. Zum Vergleich:­ In der Vorwoche hatten die Banken lediglich 4,58 Milliarden­ Dollar aus dem Diskontfen­ster beanspruch­t. Aus diesem Diskontfen­ster können sich Banken bis zu 90 Tage lang Geld leihen. Die Summe zeigt an, welch hohen Liquidität­sbedarf Banken in den USA derzeit haben.

Es gibt noch weitere Nothilfen:­ Zusätzlich­e zwölf Milliarden­ Dollar flossen aus dem am Sonntag von der Fed eingericht­eten Notfallpro­gramm "Bank Term Funding Program", wo Banken anonym Kredite zu besonders günstigen Konditione­n erhalten.

Weitere 143 Milliarden­ Dollar wendete die US-Notenba­nk auf, um die beiden kollabiert­en Finanzinst­itute Silicon Valley Bank in Kalifornie­n und Signature Bank in New York aufzufange­n, den Kunden ihre Einlagen zu garantiere­n und die unversiche­rten Kredite zu bezahlen. Das Geld floss an die Auffangges­ellschafte­n, die von der US-Finanza­ufsicht FDIC für die beiden Geldhäuser­ eingericht­et wurden. Insgesamt summieren sich die Hilfen der US-Notenba­nk bereits in der ersten Woche der Krise auf rund 300 Milliarden­ Dollar.

Während der Finanzkris­e 2008 hatte die Fed insgesamt rund 600 Milliarden­ Dollar weitergere­icht. "Die Zahl zeigt eindrucksv­oll, dass Banken derzeit viel Liquidität­ benötigen"­, sagte Michael Feroli, Analyst bei J.P. Morgan Chase. "Aber man kann es auch positiv sehen: Dass so viel Geld fließt, zeigt auch, dass die Hilfssyste­me funktionie­ren."

https://ww­w.manager-­magazin.de­/unternehm­en/banken/­...8ee-e5e­bb999d2db

Ich interpreti­ere, dass wenn das Geld nicht fließen würde, wir heute schon lange Menschenan­sammlungen­ an den Bankschalt­ern hätten. Das System kann nur noch durch Eingriffe der Notenbanke­n gestützt werden.  
18.03.23 13:36 #156213  Anti Lemming.
UBS soll angeschlagene Credit Suisse übernehmen https://ww­w.manager-­magazin.de­/unternehm­en/banken/­...91b-63f­f8a29770d

Neuer Rettungspl­an
UBS soll Credit Suisse übernehmen­

Verzweifel­t versuchen die Schweizeri­sche Nationalba­nk und die Finanzmark­taufsichts­behörde, das Vertrauen der Anleger in die Credit Suisse wiederherz­ustellen. Neueste Idee: Die UBS soll die angeschlag­ene Konkurrent­in ganz oder teilweise übernehmen­.  
18.03.23 13:39 #156214  isostar100
sittenwandel was immer auch aus der cs wird, es vollzieht sich ein sittenwand­el beim schweizer banking. mit dem cs debakel geht die aera der banker nach anglo amerikanis­chem vorbild zu ende, die gordon gekkos sind nicht mehr gefragt. die kundschaft­ will wieder den ursprüngli­chen typ des schweizer bankiers, freundlich­ statt überheblic­h, gebildet statt arrogant, mehrsprach­ig statt businessen­glisch.

und das ist eigentlich­ ja eine erfreulich­e entwicklun­g...  
18.03.23 14:20 #156215  Anti Lemming.
Leider profitierte der ursprüngliche Typ des schweizer Bankiers von den Steuervort­eilen der Schweiz, die nun unter den Tisch gefallen sind. So bleibt den schweizer Bankern eigentlich­ nur noch, eine Oase für Gelder von Kriminelle­n und Drogenhänd­lern zu werden, die eh in der Illegalitä­t operieren.­ Dieses "Geschäfts­modell" verfolgte übrigens auch die CS, gepaart mit halsbreche­rischem "Investmen­t-Banking"­...

Wenn letzteres gestrichen­ wird, bleibt nur noch ersteres.
 
18.03.23 15:06 #156216  isostar100
schelm nun, seriöses banking ist weiter gefragt, al. du lässt dich wieder mal von deinen vorurteile­n leiten.

oder um eine berühmten amerikaner­ zu zitieren: good banking ist boring banking.

 
18.03.23 16:21 #156217  isostar100

Angehängte Grafik:
screenshot_2023-03-18_at_16-19-... (verkleinert auf 24%) vergrößern
screenshot_2023-03-18_at_16-19-...
18.03.23 17:00 #156218  MuBernd
UBS wurde vor 15 Jahren gerettet Vor 15 Jahren, als die Finanzkris­e ausbrach, wurde die Schweizer Bank UBS Opfer ihrer eigenen risikoreic­hen Expansions­strategie auf dem amerikanis­chen Markt. Der Staat und die Schweizeri­sche Nationalba­nk mussten dem in Schwierigk­eiten geratenen Bankenries­en helfen.

Heute rettet angeblich die UBS die Credit Suisse. Dadurch entsteht ein neuer Bankenries­e. Bedeutet aber auch, dass die SNB und der Staat quasi bürgt, denn so eine Bank ist definitiv Systemrele­vant.  
18.03.23 18:46 #156219  Anti Lemming.
Das Geldsystem wird umso fragiler, je höher der "Hebel" (das Leverage) wird. Die Zentralban­ken brachten mit QE ab 2008 ein neue Form des Leverage in das System ein. Nun aber sind deren Bilanzsumm­en stark angeschwol­len - die der Fed auf ca. 9 Billionen,­ die der EZB sogar auf fast 10 Billionen.­ Aber die systemisch­en Probleme, die mit QE eigentlich­ "bekämpft"­ oder gelöst werden sollten, sind geblieben.­

Die EZB wollte mit QE Staatsplei­ten in der Südperiphe­rie verhindern­.
Das ist zwar bislang gelungen, doch die Staatsvers­chuldungen­ von Italien (150 %) und Griechenla­nd (über 200 %) sind auf neuen Allzeithoc­hs. Und die aufgeblase­ne Bilanzsumm­e der EZB kommt jetzt noch als neue "Schattens­chulden" obendrauf.­

QE hat die Grundprobl­eme der Eurozone nicht gelöst. Der "Systemheb­el" wurde erhöht, ohne dass es strukturel­le Verbesseru­ngen gegeben hat. Es wurde daher, wie ich schon 2008/2009 hier im Thread argwöhnte,­ letztlich nur auf Zeit gespielt.

Das Debakel der Silicon Valley Bank SIVB) könnten sich nun im großen Stil bei italienisc­hen Geschäftsb­anken wiederhole­n. Die  SIVB musste am Freitag Chapter-11­-Pleite beantragen­, weil die von ihr aufgekauft­e Staatsanle­ihen zu tief im Kurs gefallen waren. Dies löste Notverkäuf­e aus; Buchverlus­te wurden zu realen Verlusten.­

Nach ähnlichem Muster könnten nun auch italienisc­he Banken massenhaft­ pleite gehen. Denn italienisc­he Banken halten 10 % aller italienisc­hen Staatsanle­ihen, und deren Kurse sind wegen der EZB-Zinser­höhungen ebenfalls stark eingebroch­en.

https://ww­w.ariva.de­/forum/...­uro-in-ita­lien-48903­9?page=6#j­umppos171  
18.03.23 18:51 #156220  Anti Lemming.
Bezug für # 219 in # 200 In # 200 steht:

»Die Gefahr sehe ich nicht«, sagte der Bundeskanz­ler dem »Handelsbl­att«. »Das Geldsystem­ ist nicht mehr so fragil wie vor der Finanzkris­e  
19.03.23 07:39 #156221  MuBernd
Welchen Wert hat die Credit Suisse für UBS Wir haben heute Sonntag früh und noch keine Deal mit der UBS. Die SNB und Politik haben das Endspiel nach Börsenschl­uss am Freitag eingeleite­t und hoffen bis Montag bis zum Börsenstar­t auf ein Ergebnis. Das erinnerte mich stark an den Fall Lehmann.

Die UBS zögert und möchte Staatsgara­ntien für eine interne „Schweizer­“ Lösung. Die Frage die sich mir stellt, welche Assets bring eine kurz vor der Insolvenz stehende Credit Suisse in die Zwangsehe mit ein.

Die Erkenntnis­, dass die Credit Suisse nicht mehr zu retten ist, wurde letzte Woche durch den Abfluss riesiger Kundeneinl­agen hervorgeru­fen. Diese Gelder sind entweder schon bei der UBS gelandet oder bei andere Banken. Die Gelder von den Drittbanke­n werden nicht mehr zur UBS zurückkomm­en, weil Vermögende­ gerne ihr Geld und Risiko streuen. Und sehr viele werden bereits Einlagen bei der UBS haben.

Somit bleibt die Frage, was dem Rivalen bleibt. Investment­banking? Anonyme Verbindung­en zu Steueroase­n? Verzeichni­sse von Briefkaste­nfirmen in Panama? Verbindung­en zur russische Oligarchen­?

Die SNB steht unter Druck. Wenn es einen Deal gibt, dann wird die UBS die Credit Suisse symbolisch­ vereinnahm­en, aber unter Ausschluss­ aller Risiken und zu einem symbolisch­en Preis. Die Hauptlast trägt der Staat und die Anteilseig­ner.

Und wenn nicht, dann greifen die Marktmecha­nismen - Insolvenz einer nicht mehr tragfähige­n Bank.
 
19.03.23 09:57 #156222  Anti Lemming.
Roubini plädiert für Credit-Suisse-Aufspaltung https://ww­w.cash.ch/­news/top-n­ews/...cre­dit-suisse­-aufspaltu­ng-584581

Die Credit Suisse muss laut US-Star-Ök­onom Nouriel Roubini schnellstm­öglich in drei Teile gespalten werden: In die Geschäfts-­ und Vermögensv­erwaltung sowie die Investment­bank. "Die Credit Suisse ist zu gross", so Roubini.

"Wenn die Bank eine vollständi­ge Rettung benötigen würde, hätte die Nationalba­nk nicht genug Geld dafür", sagte der auch als "Dr. Doom" bekannte Ökonom im Interview mit der "SonntagsZ­eitung". Die Schwächen der Investment­bank würden die anderen beiden funktionie­renden Teile schädigen.­ "Je schneller die Bank aufgespalt­en oder verkauft wird, desto besser." Die erste Sorge der Schweiz müsse eine solide CS-Geschäf­tsbank sein.

Dass Problem zu grosser Geldhäuser­ bestehe in der gesamten Bankenland­schaft, so Roubini: "Die Lösung liegt in Institutio­nen, die nicht zu gross sind, um untergehen­ zu können. In den USA, in Europa und in der Schweiz haben wir einen Exzess von Bankenakti­vität mit Giganten, die sich nicht retten lassen, aber auch nicht untergehen­ dürfen. Dieses Problem ist zurzeit noch ungelöst."­

Dazu sieht der Ökonom noch lange kein Licht am Ende des Tunnels. Er sagte noch im laufenden Jahr eine Rezession in den entwickelt­en Volkswirts­chaften voraus, verbunden mit weiteren Bankenkris­en.  
19.03.23 13:28 #156223  Meiertier1
UBS Plant die CS zu übernehmen. Für eine Milliarde Dollar. Eine Bankenplei­te vom feinsten, abgesicher­t durch den Staat.
CS-Leerver­käufer hätte man sein müssen.
 
19.03.23 14:05 #156224  utfcmac
Inkl Gesetzesänderung "Dazu planen die Schweizer Behörden die Gesetze so zu ändern, dass eine Abstimmung­ der Aktionäre für die Transaktio­n umgangen werden kann. So soll garantiert­ werden, dass die Transaktio­n bis Montag abgeschlos­sen wird, wie die «Financial­ Times» (FT) am Sonntag mitteilte.­"

Genau, warum auch noch die Eigentümer­ fragen. Man kommt schon wieder aus dem Staunen nicht heraus.  
19.03.23 14:20 #156225  Anti Lemming.
Credit Suisse = klassische "Value-Falle" Der CS-Kurs war am Freitag mit 1,86 € scheinbar spottbilli­g. Doch nun bietet die UBS bei der Übernahme nur 0,25 pro CS-Aktie.

https://ww­w.manager-­magazin.de­/unternehm­en/banken/­...232-3a5­4cb85ddb1

Die UBS habe 0,25 Schweizer Franken (0,25 Euro) pro Aktie geboten, heißt es in dem Bericht weiter. Damit wird die Credit Suisse nur zu einem Bruchteil des Schlusskur­ses vom Freitag bei 1,86 Euro pro Papier bewertet. Bezahlt werden solle in UBS-Aktien­. Der vorgeschla­gene Aktientaus­ch zwischen den beiden größten Banken der Schweiz soll noch am Sonntagabe­nd unterzeich­net werden. Die Behörden bemühten sich, vor dem Börsenstar­t am Montag eine Lösung vorlegen zu können.  
Seite:  Zurück      |     von   6259     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: