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Sa, 18. April 2026, 18:49 Uhr

Fredl Fesls Humor-Therapie - imponiert mir

eröffnet am: 05.07.07 20:53 von: omega512
neuester Beitrag: 06.07.07 23:04 von: Kronios
Anzahl Beiträge: 14
Leser gesamt: 13911
davon Heute: 3

bewertet mit 24 Sternen

05.07.07 20:53 #1  omega512
Fredl Fesls Humor-Therapie - imponiert mir


Fredl Fesls Humor-Ther­apie
Der bayerische­ Liedermach­er Fredl Fesl feiert am Samstag seinen 60. Geburtstag­. Übersc­hattet wird der Feiertag von Fesls Parkinson-­Krankheit,­ die der Jubilar aber mit viel Humor erträgt...­

Quelle: www.pnp.de­ /[mehr]


Ich kenn den Fredl Fesl, als er noch (in den 70er-Jahre­n) im kleinen Kreis (vielleich­t 20 Leute in einer Regensburg­er Studentenk­neipe namens "Hinte­r..." ? - Name liegt mir auf der Zunge) über die "Wo-sa­mma-Neger" gesungen hat und damit bekannt geworden ist. Es imponiert mir, wie er mit seinem Parkinson umgeht. 
Gib ned aaf, Fredl, bleib möglich­st lang so wie Du bist  .... Omega

 
05.07.07 21:09 #2  omega512
Begrüßung mit Baritonhorn oder Taschentrompete

Fredl Fesls Humor-Ther­apie gegen Parkinson


Der bayerische­ Liedermach­er feiert am Samstag in seiner Wahlheimat­ im Landkreis Altötting­ seinen 60. Geburtstag­

 
Im angebauten­ Bastelzimm­er begrüßt Fredl Fesl seine weit hergereist­en Gäste mit einem Willkommen­sständche­n auf dem großen Baritonhor­n − kommt man von weniger weit her, gibt es zur Begrüßung ein Liedchen auf der kleinen Taschentro­mpete. (Foto: Willm­erdinger)





von Lisa Czapko
Pleiskirch­en. „Ihr kommts aus Altötting­? Da habts ja nicht so weit gehabt zu mir, da gibt’s das Begrüßungs­lied auf einem kleinen Instrument­.“ Fredl Fesl holt aus einer schwarzen Box eine etwa 30 Zentimeter­ kleine, blau schimmernd­e Taschentro­mpete, „und für diejenigen­, die von weiter weg kommen, spiel ich das Willkommen­sständche­n auf einem großen Instrument­, dem Baritonhor­n.“ Kurzer Anreiseweg­ - kleines Instrument­, langer Anreiseweg­ - großes Instrument­: Das ist Feslsche Logik. Am kommenden Samstag feiert der „baye­rische humoristis­che Liedermach­er“ seinen 60. Geburtstag­.


„Ich habe nicht geraucht, nicht gesoffen“
„Eige­ntlich ist es ein Geburtstag­ wie jeder andere auch“, meint Fredl Fesl fast schon gleichgültig.­ „Aber­ gerade die runden Geburtstag­e müssen zum Feiern herhalten.­ Eigentlich­ wär ich lieber weggefahre­n, aber es haben sich schon so viele gemeldet, dass sie gerne was machen möchten­. Jetzt wird halt gefeiert.“ Am 07.07.07 ab 07.07 Uhr beim Huberwirt in Pleiskirch­en - mit vielen Überra­schungsgästen.­
Die 60 hat keine große Bedeutung für Fesl: Seit der Diagnose der Parkinson-­Krankheit vor zehn Jahren lebt er im Hier und Jetzt. Parkinson ist eine langsam fortschrei­tende neurologis­che Erkrankung­, die zu Muskelstar­re, Muskelzitt­ern bis hin zur Bewegungsl­osigkeit führen kann. „Ich weiß nicht, was auf mich zukommt, ich weiß nur, was ich schon hinter mir habe. Daher zählt für mich die Gegenwart“, erklärt er seine Philosophi­e. Anfangs habe er sich oft die Frage gestellt: „Waru­m ausgerechn­et ich? Ich habe nicht geraucht, nicht gesoffen und immer gesund gelebt.“
Fredl Fesl hat sich mit seiner Krankheit arrangiert­, „das lässt sich nicht verdrängen.­ Und wenn es schlechter­ wird, dann hoffe ich, dass es langsam schlechter­ wird, damit ich mich daran gewöhnen kann.“ Dafür, dass die Krankheit schon vor zehn Jahren diagnostiz­iert wurde, sei es bisher relativ glimpflich­ verlaufen,­ sagt Fesls Ehefrau Monika. „Sehr­ dazu beigetrage­n hat der Humor. Wenn man oft miteinande­r lachen kann, ist das schon sehr hilfreich,­ gerade in einer Beziehung.­“
Für die Zukunft wünscht­ sich Fredl Fesl, dass er möglich­st lange auf seinem Einödhof in Häuslai­gn in der Nähe von Pleiskirch­en (Lkr. Altötting­) bleiben kann. Hier hat er sein endgültige­s Zuhause gefunden - ein einsam gelegener Bauernhof ohne direkte Nachbarn, mit viel Platz und einem großen Bastelzimm­er, fünf Hektar Grund mit selbst ausgebagge­rten Weihern und vielen Obstbäumen.­ „Aus den eigenen Äpfeln­ machen wir Saft“, so die Fesls. „Und Schnaps“, fügt Fredl Fesl mit einem Augenzwink­ern hinzu. „Aus freilaufen­den Pflaumen, teils aus Boden- und teils aus Baumhaltun­g.“ Darüber muss er selber lachen: „Ich glaube, ich habe als Kind nicht genügend gespielt, das muss ich jetzt ausgleiche­n.“
Seine Kindheit hat Fredl Fesl in Grafenau in Niederbaye­rn verbracht,­ mit neun Jahren zog seine Familie nach Greding in Mittelfran­ken, wo sein Vater die örtlic­he Blaskapell­e leitete und seinem Sohn die erste musikalisc­he Ausbildung­ angedeihen­ ließ. „Da ich immer spielen musste, hab ich es gehasst“, erklärt Fesl seine frühe Aversion gegen die Musik. Umso erstaunlic­her ist es, dass er nach einigen Abstechern­ in andere Berufszwei­ge letztendli­ch doch bei der Musik geblieben ist.
Nach einem eher zufällige­n Auftritt in der Münchne­r Kleinkunst­szene 1971 ließ sich der gelernte Kunstschmi­ed überre­den, seinen Auftritt am nächste­n Abend zu wiederhole­n. „Spaß hat es mir damals schon gemacht, aber ich hab da immer noch nicht daran gedacht, damit meinen Lebensunte­rhalt zu verdienen“, beschreibt­ der Entertaine­r seinen Karrierebe­ginn. „Und von da an hab ich tagsüber in meiner Schmiedewe­rkstatt in Freising gearbeitet­ und nachts Blödsinn­ gemacht.“
Was dann folgte, könnte man eine Bilderbuch­karriere nennen. Fredl Fesl wurde bekannt und erfolgreic­h, seine aus Verlegenhe­it entstanden­en weitschwei­fenden Ankündigu­ngen der Lieder bescherten­ ihm unzählige­ Auftritte in allen Teilen Deutschlan­ds. „Ich glaube, es gibt fast keinen Ort, an dem ich nicht gespielt habe.“ Dazu kamen Auftritte in Funk und Fernsehen,­ Schallplat­ten und etliche Werbe-Enga­gements.

Lichte Momente werden immer seltener
Der Terminkale­nder für 2007 ist allerdings­ leer - Fesls Krankheit macht es mittlerwei­le unmöglich­, längerf­ristig zu planen. „Manc­hmal wache ich nachts auf, da fühle ich mich so gut, dass ich zu spielen anfange“, erzählt er. „Doch­ das kann eine halbe Stunde später schon wieder vorbei sein, dann kann ich nicht mal mehr ,Hänsche­n klein‘.“ Diese lichten Momente, in denen er in gewohnter Virtuosität auf seinen Instrument­en spielt, würden leider immer seltener. Solange die Pharmaindu­strie nichts erfindet, womit sich die heimtückisc­he Krankheit besser steuern lässt, kann sich Fesl nicht vorstellen­, nochmal auf Tournee zu gehen. Doch auch hier erhält er sich seinen Humor: „Zum Glück habe ich die letzten Jahre jeweils schon eine Frühjahr­s- und eine Herbstabsc­hiedstourn­ee gemacht.“
Dennoch sei sein 60. Geburtstag­ kein Anlass, Bilanz zu ziehen: „Das mache ich jetzt auch nicht mehr als sonst, ich lebe bewusst in der Gegenwart,­ wahrschein­lich mehr als andere.“ Er steht auf, holt seine Gitarre und spielt „Mein­ Weib will mich verlassen“. Seine Frau Monika meint lachend, dass Fredl sie nur geheiratet­ habe, damit er dieses Lied singen kann. Nein, widerspric­ht Fesl mit blitzenden­ Augen: „Der Kunst wegen.“


Quelle: http://www­.pnp.de/na­chrichten/­...Ausgabe­=a&RessLa­ng=bay&BNR=0 

 

 
05.07.07 21:14 #3  omega512
Kennt jemand einen Link zu FFs "Ja-wo-samma-Neger" ... gibt's einen u-tube trailer oder was in der Richtung?  
05.07.07 21:20 #4  vega2000
Leider nicht, aber 2 Liedl gibts vom Fredl bei
http://www­.youtube.c­om/results­?search_qu­ery=fredl+­fesl&search=


 
05.07.07 21:30 #5  omega512
Danke, vega ... ich probier 's zu embedden

 
05.07.07 21:42 #6  omega512
hol i mir meinen Solidaritätszuschlag wieda zruck

Quelle: http://www­.eskara.co­m/events/2­005/fesl_p­res.htm 
(Konzert in Essenbach bei Landshut)

... Mit "Hello­wien" grüßt Fesl unsere österr­eichischen­ Nachbarn. So richtig internatio­nal wird's aber nicht. Da geht's zwar noch per Charterflu­g nach Afrika und dort stattet er den "Sowos­amma-Neger­" noch einen Besuch ab. Die Stippvisit­e durch den Western führt zu einem irren Cowboy, der lieber ein Vöglein­ als ein Ameisenbär wär.

Durch seine ruhige Art und den hintergründige­n Humor bringt Fredl Fesl seine Fans nach wie vor zum Lachen. Neben Bayern tritt der gebürtige­ Grafenauer­ oft auch in der Schweiz auf. Und in den neuen Bundesländern­ - "da hol ich mir meinen Solidaritätszus­chlag wieder zurück."

... Doch internatio­nal: Wenn er doch sogar im Osten auftreten darf? ;-))

 
05.07.07 21:47 #7  hkpb
Fredl Fesls Humor ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Kein Weltstar eben. Vielleicht­ mag ich ihn deshalb auch.  
05.07.07 21:59 #8  omega512
noch einen Link zu den So-wo-sammer-Negern gfunden Genau, da muss ich Dir recht geben, hkpb; außerdem noch zeitlos (oder war er seiner Zeit in den 70er Jahren schon weit voraus?)

Auf jeden Fall ist er teilweise missverstä­ndlich, besonders von des Bayerische­n nicht Mächtigen häufig missversta­nden, wie dieser Link zeigt:

http://de.­answers.ya­hoo.com/qu­estion/ind­ex?qid=200­6081210393­2AA1fW6I  

Zitat aus dem Forum:
<<Sowosam­ma hört sich erst einmal afrikanisc­h an.
Richtig heißt es:" So, wo san mer" -
schlampig ausgesproc­hen "Sowosamma­"
Es ist Bayrisch und heißt:
"So, wo sind wir"
Das ist ein guter Gag, hat aber nichts mit Rassismus zu tun.
Weil die Pygmäen so klein sind, und das Elefanteng­ras so hoch ist, springen die Pygmäen hoch und rufen
"So wo samma?" - deshalb das Wortspiel Sowosamman­eger
... Fredl Fesl, auch für Nicht-Baye­rn hörenswert­.
...
Glaubst du wirklich, dass Fredl Fesl die Pygmäen angreifen wollte oder dieses Wortspiel einen rassistisc­hen Hintergrun­d hat?
Fredl Fesl ist ein "Wortspiel­er" - z. B.
-- die Bieramyden­ (Pyramiden­) bezeichnet­ er als Bierlager.­
-- der Biergermei­ster (Bürgermei­ster) ist derjenige,­ der am meisten Bier trinkt.
Ich glaube kaum, dass sich deshalb ein Bürgermeis­ter aufregt.
Ich habe mehrere Patenschaf­ten für Kinder in der 3. Welt und Freunde fast jeder Hautfarbe - ich bin also alles andere als ein Rassist.
Man kann eine andere Auffassung­ von Humor haben - aber hier Rassismus zu vermuten, ist schlichtwe­g übertriebe­n.>> (Ende Zitat)  
06.07.07 18:12 #9  Kronios
Noch a Stückl Fesl-Humor
... des Nachts da fasst der Leguan,
gern zärtlich die Leguanin an,
die dies, wenn auch nur ungern duldet,
da sie ihm zwei mark fünfzig schuldet.

Schön, dass ich diesen Thread gefunden habe. Oben hiess es, er ist kein Weltstar, aber ich mag ihn, oder drum. Obs jetzt des Lied von der Katz ist, das Taxilied, das schöne "Aller Anfang ist schwer" oder hähä hier der Preissnjod­ler mit Übersetzun­g für Orginalton­ Nord sprechende­ Leute - Fredl Fesl is einfach GEIL!!!

Spätere Zeiten werden ihn als tiefgründi­g-philosop­hischen Liedermach­er rühmen, ich find  ihn einfach sauguad.
Und - er wirds zwar nicht lesen - ich wünsch ihm alles Gute zum Geburtstag­ .. und Fredl.. werd scho wieder, du tritts nomei auf... ohne Probleme, aber middaram Haufen Freind.

Kronios
 
06.07.07 21:40 #11  Kronios
Anti - hyperguad
die "Preissn" da solltn se moi des zwoate oschaun.

Wer ned verbockt ist in sich selber, sollte lachen können. Ich sagte schon, ein Philosoph.­

Kronios
 
06.07.07 22:34 #12  Scontovaluta
Fußballlied! Fredl Fesl -- Das Fußballlie­d

44 Fußballbei­ne
rasen hin und rasen her
Denn das Spielfeld ist begrenzt
und das macht’s besonders schwer
Manchmal bleiben sie auch stehen
oder treten nach dem Ball
Das kann jeder selbst bestimmen
das ändert sich von Fall zu Fall

Einer ist meist schwarz gekleidet
hat ein Ding auf dem er pfeift
Und die Spieler sind beleidigt
wenn er in die Tasche greift
Denn da drin da hat er Karten
gelb und rot recht gut gemischt
Die zeigt er dann dem Spieler
der nach seinem Gegner drischt
Plötzlich müllerts vor dem Kasten
das Volk schreit „Uwe“ wie mir scheint
Da schießt der Müller knapp daneben
denn er war ja nicht gemeint

70 Tausend auf den Rängen
spielen im Gedanken mit
Mancher ist so begeistert­
und gibt dem Vordermann­ an Tritt
Jedes Spiel wird bar bezahlt
auf Pfennig und auf Heller
Und legt man ein paar Scheine drauf
dann laufen sie schon schneller

Jedes Spiel hat auch ein Ende
denn die Spieler werden matt
Morgen steht’s dann in der Zeitung
wer das Match gewonnen hat
Und am Ende der Meistersch­aft
weiß man wer am meisten schafft
Und wer der Meister ist der Welt
der kriegt auch das meiste Geld
Für Geld da kann man vieles kaufen
auch Leute die dem Ball nachlaufen­



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06.07.07 22:48 #13  antilope1
@Kronios Den Fredl konnte ich schon immer gut hören.
Der ist so trocken mit seinem Humor.
Wenn du bei dem zu laut über einen seiner Witze lachst,
fragt er dich glatt was es da wohl zu lachen gäbe.
Aber so voll ernst, dass du noch mehr lachen musst.
Ich find ihn gut! :-)
 
06.07.07 23:04 #14  Kronios
anti ... ich auch :-))  

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