Funkwerk WKN 575314
| eröffnet am: | 13.05.06 13:59 von: | Hizzoy |
| neuester Beitrag: | 18.03.26 23:06 von: | straßenköter |
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bewertet mit 11 Sternen |
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Ich erinnere mich noch an Artikel in Börse Online, kurz nach Emission von Funkwerk. Dort war man der Meinung, dass Funkwerk zu den soliden Unternehmen des Neuen Markts gehört und man sprach ebenfalls durchweg Kaufempfehlungen aus.
Meinungen dazu...
Hoermann Industries müsste (ex Funkwerk) aktuell ziemlich genau einen Nettofinanzmittelbestand von +/- 0 haben. Daher stehen ca. EUR 73 Mio. Verbindlichkeiten KI (inkl. Anleihen) einem EBIT von ca. EUR -4 Mio (€16-20 Mio. Hoermann Industries abzgl. €18-20 Mio. Funkwerk) gegenüber.
Hoermann Industries: „Mittelfristig wird weiterhin intensiv daran gearbeitet, eine nachhaltige Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern in Höhe von etwa 5% jährlich zu erwirtschaften.“
Quelle: aktueller Quartalsbericht
Funkwerk: mehrfach war zu lesen, dass mittelfristig eine EBIT-Marge von 12% angestrebt wird (wobei Frau Schreiber da sicher wieder deutlich zu vorsichtig ist).
Annahme: Hoermann (ex Funkwerk) schrumpft, Funkwerk wächst. Bei der Annahme (rein zur Vereinfachung), würde Funkwerk mittelfristig dann bis zu 1/3 der Gruppenumsätze erzielen.
Rein mathematisch heißt dies, dass Hoermann (ex Funkwerk) mittelfristig selbst nur mit <2% EBIT-Marge plant.
Schuldentragfähigkeit?
Die nächste Rezession steht gerade vor der Tür und im Automobilbereich kommt täglich eine Hiobsbotschaft. Also welche Optionen hat Hoermann Industries, wenn sie sonst (vielleicht außer Warnsysteme) nur „unprofitablen Schrott“ im Portfolio haben?
Aktuelles Beispiel: Die defizitäre Tochter Automotive Wackersdorf sollte gemäß Vertrag aus August 2023 veräußert werden, weil sie nicht mehr in die strategische Ausrichtung von Hörmann passte. Jetzt, ein Jahr später im August 2024, wird großmundig von einer strategischen Neuausrichtung, Zukunftsmärkten und einer neuen Ära geredet. Die Tochter trägt jetzt den klangvollen Namen HÖRMANN Systems Assembly GmbH, wobei es unverändert um Leistungen für die Automobilindustrie geht. Und besonders wunderlich: Die Gesellschaft wird intern jetzt dem Unternehmensbereich "Communication" ??? zugeordnet. Hier soll wohl das desaströse Ergebnis im Unternehmensbereich "Automotive" entlastet werden. Und Banken, Anleihegläubiger sowie die Inhaber der Schuldscheindarlehen ruhig gehalten werden. So hektisch und fatal agieren nur Vorstände von Unternehmen, die infolge von Missmanagement am Abgrund stehen.
Das Schlimmste ist allerdings, dass diese Vorstände im Aufsichtsrat von Funkwerk sitzen. Und man nicht weiß, was Ihnen in dieser Funktion da noch alles so einfallen könnte.
Postiv auch, dass die hohen Auftragseingänge im Wesentlichen aus dem margenstarken Bereich Zugfunk kommen.
Umsatzprognose für 2. HJ 2024 bei gemittelt ca. 95 Mio. und damit mindestens auf Umsatzniveau 2. Halbjahr 2023, in dem ein EBIT von 19,4 Mio. erzielt wurde.
Vor dem Hintergrund ist selbst das obere Ende der erhöhten Ergebnisprognose wohl konservativ und am Ende dürfte ein EBIT von mehr als 25 Mio. herauskommen.
1. Ob die Ausleihung von knapp 20 Mio., die aus dem Sozialplan Penzberg herrührt, noch werthaltig ist, muß bezweifelt werden. Die Pächterin der Betriebsimmobilie in Penzberg, die Winning BLW, ebenfalls in der Autozulieferbranche tätig, fährt Verluste. Ob die da überhaupt noch auf Dauer in der Lage ist, die Miete zu zahlen, ist die große Frage. Und die Betriebsimmobilie in Penzberg, die die Ausleihung besichert ist dermaßen hoch erstrangig über Darlehen von der Commerzbank an die Besitzgesellschaft belastet, dass hinter der Ausleihung de Facto keine werthaltige Sicherheit steht.
2. Es stellt sich darüber hinaus die Frage der Wertkorrektur der aktiv latenten Steuern in Höhe von rd. 15 MIo. Es ist doch nicht ersichtlich, dass die Konzernöchter von Hörmann wieder auf die Beine kommen.
Hörmann kann die Bilanz nicht wirklich aufräumen, dann würde die große Gefahr des Reißens der Convenants für die Anleihe drohen (25 % EK Quote im Konzern).
Also wird bis zum bitteren Ende weiter gewurschtelt. Es hätte längst ein massiver Personalabbau mindestens im Bereich Automotive stattfinden müssen. Aber da passiert nichts. Betriebsbedingte Kündigungen will man nicht, da würde man ja erst die Öffentlichkeit auf die Riesenprobleme aufmerksam machen. Und ein einvernehmlicher Personalabbau ist tabu, es ist kein Geld für Abfindungsregelungen da.
Der Kurs von FW steigt nicht, wenn die Gewinne steigen. Sondern erst dann, wenn FW nicht mehr in den Händen von Hörmann liegt.
Ein Infrastruktursondervermögen wird kommen, in welchen Dimensionen auch immer. Und die Bahn wird davon stark profitieren. Konkret über Zahlen zu reden ist viel zu früh. Aber eins scheint ziemlich sicher. Funkwerk wird auch mit der inzwischen sehr gut integrierten Hörmann KN von einem Infrastruktursondervermögen profitieren. Sehr gut denkbar, dass das Infrastruktursondervermögen über Jahre hinweg wieder eine Sonderkonjunktur für Funkwerk auslöst. So wie das staatliche Förderprojekt für störfeste Funksysteme, das den Kurs vor gut drei Jahren in ungeahnte Höhen getrieben hatte.
Offenbar wird bei Hormann jetzt der Automotive-Bereich verkleinert. Der "Gewinn"-Abführungsvertrag mit der Tochter in St. Wendel wurde gekündigt. i.d.R. ein untrügeriches Zeichen, dass ein Verkauf bevorsteht. In Saarbrücken schein ähnliches geplant zu sein.
Vielleicht erfährt man nächste Woche etwas mehr, wenn Hoermann seinen Anleihegläubigern Rede und Antwort stehen muss.
Und die Aussichten sind für den Automotive Bereich überdies sowieso sehr schlecht, wenn man sich die Prognosen des größten Kunden Traton für 2025 anschaut.
Wenn Hörmann wie du wohl richtigerweise vermutest jetzt schon taggenau die Liquidität aus der Dividende verplant, dass ist es bis zu Illiquidität nicht mehr weit. Es sei denn, FW zahlt eine Dividende von 2 EUR, damit Hörmann zumindest bis zum Jahresende 2025 durchhält.
Das mit dem HV-Termin ist schon peinlich für Hoermann. Wenn man die Liquidität so auf Kante näht, dann muss man solche wichtigen Termine präzise im Voraus planen. Der 09.07. stand aber schon auf der Funkwerk Webseite, denen man dazu nicht einmal einen Vorwurf machen kann.
Positiv, dass die Prognose für 2025 am oberen Ende mit 25 Mio. endlich mal wieder über dem Ergebnis des zurückliegenden Jahres liegt und damit Ergebnisphantasie aufkommen lässt. Wo ja die Prognosen im Verlaufe eines Jahres immer angehoben werden. Ohne die Sonderaufwendungen für den Bereich Sicherheitslösungen hätte FW wohl das Ergebnis von 2023 wieder erreicht. Man kann die Frage stellen, warum nicht auch von einem bereinigten operativen Ergebnis die Rede ist.
Insgesamt gesehen wird die Aktie aufgrund der FW Zahlen sich nicht groß nach oben bewegen. Hängt viel mehr davon ab, was der Konzernabschluß von Hörmann morgen zeigt und wie dort weitergeht.
https://www.eqs-news.com/de/news/corporate/...76-8d87-a2119c5e0457_de
- hohes Vertrauen in die Zukunft angesichts des Aufbaus des Mitarbeiterbestandes
- Liquidität 50 Mio.
- Eigenkapital 100
Die Prognose von 20 - 25 MIo. EBIT für 2025 kann man natürlich jetzt schon in die Tonne klopfen.
In Verbindung mit dem Halbjahresbericht dürfte eine erhebliche Anhebung der Prognose für das EBIT anstehen.
Unabhängig davon: Mindestens 30 MIo. EBIT in 2025 sind für mich gesetzt.
Funkwerk entwickelt sich mehr und mehr zu einem hochprofitablen Wachstumswert im HIgh-Tech Bereich. Ein "hidden Champion".
Funkwerk: sehr überzeugende Umsatz- und Ergebnisdynamik
Init: Umsatzanstieg rd. 40 % bei deutlichem Rückgang des EBIT, unter dem Strich steht sogar ein unerwartetes Minus. Da ist eine Gewinnwarnung im weiteren Verlaufe des Jahres nicht auszuschließen, für mich eher wahrscheinlich
IVU: Umsatzanstieg rd. 15 %, positive Ergebnisveränderung um 0,3 MIo. vergleichsweise bescheiden und nach Marktreaktion keine Überraschung, Ergebnisprognose von 18 Mio. erscheint realistisch, liegt allerdings deutlich unter der von Funkwerk.
Da müßten sich einige schon die Frage stellen, warum sie anderweitig investiert sind, nicht aber in Funkwerk.
Funkwerk AG beschließt Antragstellung auf Beendigung der Aktiennotierung im Marktsegment m:access sowie auf Widerruf der Einbeziehung in den Freiverkehr der Börse München
^ EQS-Ad-hoc: Funkwerk AG / Schlagwort(e): Delisting Funkwerk AG beschließt Antragstellung auf Beendigung der Aktiennotierung im Marktsegment m:access sowie auf Widerruf der Einbeziehung in den Freiverkehr der Börse München 26.09.2025 / 09:31 CET/CEST Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. -------------------------------------------------- PRESSEMITTEILUNG Funkwerk AG beschließt Antragstellung auf Beendigung der Aktiennotierung im Marktsegment m:access sowie auf Widerruf der Einbeziehung in den Freiverkehr der Börse München Kölleda, 26. September 2025 - Die Funkwerk AG wird kurzfristig die Beendigung der Notierung der Funkwerk-Aktien im qualifizierten Freiverkehrssegment m:access und den Widerruf der Einbeziehung der Aktie in den Freiverkehr der Börse München beantragen. Der Zeitpunkt der Beendigung der Notiz hängt von der Entscheidung der Börse München hierzu ab. Der Beschluss zum Delisting erfolgte nach Abwägung der damit verbundenen Vor- und Nachteile und soll vornehmlich die mit der Börsennotierung verbundenen Folgepflichten reduzieren. Neben dem Verwaltungsaufwand und den Kosten entfallen durch die Einstellung der Börsennotierung insbesondere Transparenzanforderungen. Durch die einschränkte Liquidität und das niedrige Handelsvolumen der Funkwerk-Aktie wird zudem das ohnehin niedrige Interesse institutioneller Investoren an deutschen Small-Cap-Aktien verstärkt, was mögliche Eigenkapitalmaßnahmen erschwert. Funkwerk hat seit mehr als 20 Jahren den Kapitalmarkt nicht in Anspruch genommen und plant dies auch im Rahmen der zukünftigen strategischen Überlegungen nicht zu tun. Potenzielle Finanzierungsmaßnahmen könnten bei Bedarf mit den bestehenden Geschäftsbanken sowie weiteren Finanzdienstleistern umgesetzt werden. Die Funkwerk-Aktie (; ISIN: DE0005753149) ist seit dem Kalenderjahr 2000 börsennotiert, seit 2013 im Freiverkehrs-Segment m:access der Börse München. Von den insgesamt 8.101.241 Aktien werden gemäß der letzten Mitteilung 6.306.209 Stück (77,84 %) von der Hörmann Industries GmbH, Kirchseeon, gehalten. 1.795.032 Aktien (22,16 %) befinden sich demnach im Streubesitz.
Wer sich hiervon nicht abschrecken lassen will, der findet in Funkwerk durchaus ein attraktives Unternehmen und ggf. eine solides Investment. Den letzten Zahlen nach zu urteilen ist Funkwerk auf Kurs und die Bewertung selbst ist auch eher unterdurchschnittlich. Von dieser Seite aus gesehen gibt es keinen wirklichen Grund für hartgesottene und erfahrene Anleger, sich von der Aktie zu trennen..."
https://www.intelligent-investieren.net/2025/09/...starksten.html?m=1
