Intershop - Riskant
16.02.03 12:49
#1
Nassie
Intershop - Riskant
Intershop schaffte wieder den Sprung in die schwarzen Zahlen. Der Entwickler von E-Commerce-Software konnte im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres wieder einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 100000 Euro verbuchen. Dennoch bedeutet dieses Ergebnis längst keine Entwarnung. Zwar stieg der Umsatz allein im vierten Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode um 34 Prozent auf zwölf Millionen Euro, trotzdem ist die Trendwende noch lange nicht in Sicht. Im Gesamtjahr 2002 musste Intershop einen Umsatzrückgang von 23,6 Millionen auf 45,1 Millionen Euro hinnehmen. Der Jahresfehlbetrag konnte um 80 Prozent auf 27,6 Millionen Euro reduziert werden. Und die Lage bleibt nach Einschätzung des Managements auch im laufenden Jahr schwierig. So plant der Vorstand 2003 nur mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Wegen des schwachen IT-Sektors ist ein Engagement zu riskant.
16.02.03 13:01
#2
ruhrpottzocker
Halte die Zahlen dir mal vor die Augen !
Jahresumsatz 2002:
Rückgang um 34 % auf nur 45,1 Mill
Jahresfehlbetrag:
27,6 Mill. (nach 80 %-igem Rückgang !)
Im vierten Quartal gab es keinen Fehlbetrag mehr ?
Die Aussagekraft des ersten Satzes ist stark anzuzweifeln.
Jahresumsatz 2002:
Rückgang um 34 % auf nur 45,1 Mill
Jahresfehlbetrag:
27,6 Mill. (nach 80 %-igem Rückgang !)
Im vierten Quartal gab es keinen Fehlbetrag mehr ?
Die Aussagekraft des ersten Satzes ist stark anzuzweifeln.
16.02.03 13:08
#3
Nassie
Das ist die Magie des EBITDA
Man kann den dummen Anlegern einen Gewinn verkaufen auch wenn man nach HGB einen
Verlust fast in Umsatzhöhe erwirtschaftet hat.
Die Amis haben mit ihren Berichterstattungsmethoden viel zum Niedergang der Börsenkultur
beigetragen.
Verwundert mich aber nicht. Denn Kultur ist nicht deren Ding.
Verlust fast in Umsatzhöhe erwirtschaftet hat.
Die Amis haben mit ihren Berichterstattungsmethoden viel zum Niedergang der Börsenkultur
beigetragen.
Verwundert mich aber nicht. Denn Kultur ist nicht deren Ding.
16.02.03 13:12
#4
ruhrpottzocker
Wie hoch ist denn der geplante
Jahresgewinn 2003 ?
Lass es Nassie - Schwamm drüber !
Jahresgewinn 2003 ?
Lass es Nassie - Schwamm drüber !
20.02.03 12:09
#5
werweiß
demnächst good news
dann kursziel 8,00 EUR w/best software of the world
kleiner tipp wers nicht glaubt am dienstag reden wir dann nochmal
bitte nicht ärgern wenn ich recht hatte !!!
dann kursziel 8,00 EUR w/best software of the world
kleiner tipp wers nicht glaubt am dienstag reden wir dann nochmal
bitte nicht ärgern wenn ich recht hatte !!!
20.02.03 12:11
#6
dreameagle
Nassie:
Ein Bravo für den letzten, in meinen Augen, allesentscheidenden Satz!
Gruß DE
Gruß DE
20.02.03 12:25
#7
unknown777
Nassie: Widerspruch vom Feinsten:
Du hast da einiges durcheinandergebracht: Das HGB ist dem amerikanischem US GAAP weit unterlegen; da sind die Amis uns um einiges Voraus! Dies belegt auch die Tatsache, dass das europäische Wirtschaftssystem die IAS entwickelt hat, die sich zu 90% an das US GAAP der SEC orientiert, um eine einheitliche und verbesserte Harmoniesierung der Rechnungslegung zu realisieren!
Durch die Vielzahl von Adressaten, denen das HGB gerecht werden muss und dem übertriebenen Vorsichtsprinzip und vorallem wegen der starken verknüpfung zwischen handelsrechtl. und steuerrechtl. gewinnermittlung ist es nicht (!) zukunftsfähig!
Die "fair presentation" und vor allem die Orientierung der kapitalmarktbezogenen rechnungslegung verschaffen börsennotierten unternehmen ein premium am kapitalmarkt! die financial community leht mittlerweile das HGB vollkommen ab, sodaß in 5 Jahren aufgrund der weltwirtschaftlichen Harmoniesierung entweder nur noch das US GAAP oder eben das bisher nocht nicht in Amerika anerkannte IAS (aber in Europa schlechthin das Werkzeug der zukünftigen Rechnungslegung) anwendung finden wird!
Jedenfalls lasse ich solch nicht fundamentierten aussagen nicht zu - auch wenn zugegebenermaßen durch krisen wie worldcom und enron einige kritikpunkte an die sec begründert sind! nur da stehen pleiten in deutschland in nichts nach ...
Durch die Vielzahl von Adressaten, denen das HGB gerecht werden muss und dem übertriebenen Vorsichtsprinzip und vorallem wegen der starken verknüpfung zwischen handelsrechtl. und steuerrechtl. gewinnermittlung ist es nicht (!) zukunftsfähig!
Die "fair presentation" und vor allem die Orientierung der kapitalmarktbezogenen rechnungslegung verschaffen börsennotierten unternehmen ein premium am kapitalmarkt! die financial community leht mittlerweile das HGB vollkommen ab, sodaß in 5 Jahren aufgrund der weltwirtschaftlichen Harmoniesierung entweder nur noch das US GAAP oder eben das bisher nocht nicht in Amerika anerkannte IAS (aber in Europa schlechthin das Werkzeug der zukünftigen Rechnungslegung) anwendung finden wird!
Jedenfalls lasse ich solch nicht fundamentierten aussagen nicht zu - auch wenn zugegebenermaßen durch krisen wie worldcom und enron einige kritikpunkte an die sec begründert sind! nur da stehen pleiten in deutschland in nichts nach ...
20.02.03 13:24
#9
DarkKnight
@unknown Seppel: und weißt Du auch, warum
IAS zu 100% von US-GAAP angeschrieben wurde?
Weil der Druck der europäischen Firmen zu groß wurde, um endlich an die Wall Street zu kommen. Dafür ist der Chef des IASC auch Paul Volcker geworden (und seitdem wird IAS als "echte" Option neben US-GAAP gehandelt), seines Zeichens Vorgänger von Allan Greenspan und, nebenbei bemerkt, der Chef der BIZ ist auch ein ehemaliger Direktor der FED und hat Basel 2 durchgesetzt, mit der Folge, daß keine größere Finanzierung mehr läuft in Europa ohne Beteiligung von US-Banken.
Das nenne ich "stillen Ausverkauf", weil keiner die Subtilität dieser Maßnahmen begreift. Oder er zieht mit, so wie die Bankvorstände, und läßt sich das Schweigen teuer bezahlen.
Weil der Druck der europäischen Firmen zu groß wurde, um endlich an die Wall Street zu kommen. Dafür ist der Chef des IASC auch Paul Volcker geworden (und seitdem wird IAS als "echte" Option neben US-GAAP gehandelt), seines Zeichens Vorgänger von Allan Greenspan und, nebenbei bemerkt, der Chef der BIZ ist auch ein ehemaliger Direktor der FED und hat Basel 2 durchgesetzt, mit der Folge, daß keine größere Finanzierung mehr läuft in Europa ohne Beteiligung von US-Banken.
Das nenne ich "stillen Ausverkauf", weil keiner die Subtilität dieser Maßnahmen begreift. Oder er zieht mit, so wie die Bankvorstände, und läßt sich das Schweigen teuer bezahlen.
20.02.03 13:50
#10
unknown777
selber seppel: Sei doch bitte nicht immer so
antiamerikanisch eingestellt! die vorteile sind nicht von der hand zu weisen - warum also ein stabileres sytem als das des hgbs verurteilen, nur weil es aus amerika kommt und deine etwas überzogenen verschwörungstheorien ganz gut ins bild passen?
Fakt ist, dass die amerikanischen Rechnungslegungsysteme NICHT den Jahresabschluß als Ausschüttungsbemessungsgrundlage und besteuerung mißbrauchen! Falls Dir das nicht geläufig ist, solltest Du Dir die Grundlagen der SFAC oder eben der europäischen IFRS durchlesen - hoch interessant!
Jedenfalls ist deine verschwörungstheorie nicht ganz schlüssig, zumal es ja die drei bekannten szenarien der ESZB für die harmonisierte Anwendung internationaler Rechnungslegungsgrundsätze gibt:
Szenario 1: Alles bleibt so wie es ist und es gibt für deutsche Firmen die parallele Rechnungslegnung nach IAS/IFRS und US GAAP! Somit ist die Vergleichbarkeit mit US Unternehmen unverändert und die Belastung für Buchführung steigt! Aber kein Problem, was man mit 1-2 neuen Arbeitsplätzen aus der Welt aschaffen könnte!
Szenario 2: wird ankzeptiert! Dadurch entsteht nur für europäische Firmen eine Vereinfachung der Rechnungslegung! Ist eben praktisch und Ziel der IAS
Scenario 3: ein Mittelding!
Jedenfalls sind alle 3 szenarien denkbar und nicht weiter tragisch, um die Unternehmerlobby so an den pranger zu stellen!
PS: Es gibt dennoch große Unterschiede zwischen US GAAP und IAS (versch. Abschreibungsverfahren, in der accrual basis etc. ) also auch nicht wie Du behauptest 100% abgeschrieben :-))! Bei Basel 2 gebe ich Dir Recht, nur bei der zunehmender Globalisierung wird sowas nicht vermeidbar sein! Ausserdem denke ich wirtschaftlich nicht mehr in territorialen Grenzen ...
Fakt ist, dass die amerikanischen Rechnungslegungsysteme NICHT den Jahresabschluß als Ausschüttungsbemessungsgrundlage und besteuerung mißbrauchen! Falls Dir das nicht geläufig ist, solltest Du Dir die Grundlagen der SFAC oder eben der europäischen IFRS durchlesen - hoch interessant!
Jedenfalls ist deine verschwörungstheorie nicht ganz schlüssig, zumal es ja die drei bekannten szenarien der ESZB für die harmonisierte Anwendung internationaler Rechnungslegungsgrundsätze gibt:
Szenario 1: Alles bleibt so wie es ist und es gibt für deutsche Firmen die parallele Rechnungslegnung nach IAS/IFRS und US GAAP! Somit ist die Vergleichbarkeit mit US Unternehmen unverändert und die Belastung für Buchführung steigt! Aber kein Problem, was man mit 1-2 neuen Arbeitsplätzen aus der Welt aschaffen könnte!
Szenario 2: wird ankzeptiert! Dadurch entsteht nur für europäische Firmen eine Vereinfachung der Rechnungslegung! Ist eben praktisch und Ziel der IAS
Scenario 3: ein Mittelding!
Jedenfalls sind alle 3 szenarien denkbar und nicht weiter tragisch, um die Unternehmerlobby so an den pranger zu stellen!
PS: Es gibt dennoch große Unterschiede zwischen US GAAP und IAS (versch. Abschreibungsverfahren, in der accrual basis etc. ) also auch nicht wie Du behauptest 100% abgeschrieben :-))! Bei Basel 2 gebe ich Dir Recht, nur bei der zunehmender Globalisierung wird sowas nicht vermeidbar sein! Ausserdem denke ich wirtschaftlich nicht mehr in territorialen Grenzen ...
20.02.03 16:57
#11
unknown777
naja - wir sind ja von intershop abgekommen!
ich habe intershop als kellerleiche im depot ...
18.03.03 09:44
#14
Börsenfan
Intershop halten
Die Intershop-Aktie ist ein ausgelutschtes Kalieber. Da tut sich nicht viel.
Auch nach der Konsolidierung von 5 Aktien zu einer geht es ständig bergab.
Ich empfehle niemanden diese Papiere zu kaufen, wer noch welche hat, sollte
sie liegen lassen, vielleicht sind die in 5 Jahren mal bei 6 Euro...
Ist halt auch eine von den Nemax-Ballerbuden... Von über 100 EUR zum Penny-Stock, das
Image biegt auch die Konsolierung nicht mehr hin.
Auch nach der Konsolidierung von 5 Aktien zu einer geht es ständig bergab.
Ich empfehle niemanden diese Papiere zu kaufen, wer noch welche hat, sollte
sie liegen lassen, vielleicht sind die in 5 Jahren mal bei 6 Euro...
Ist halt auch eine von den Nemax-Ballerbuden... Von über 100 EUR zum Penny-Stock, das
Image biegt auch die Konsolierung nicht mehr hin.
