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Zeitpunkt: 20.04.23 12:13
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Kommentar: Sonstiges - Delisting
...dass ich am Nievau meiner beiden Vor"schreiber" scheitere wieder ein paar Tatsachen zu Thielert.
Noch nie standen bei Diamond Aircraft in Wiener Neustadt (das ist in Österreich, nur der Vollständig keit halber) so viele Flugzeuge ohne Motor wie heute. Diamond war der Hauptkunde von Thielert und nahm im Monat bis zu 20 Einheiten ab.
Die Zeiten sind vorbei, die Gräben zwischen Thielert und Diamond wohl kaum mehr zu überbrücken.
Aber noch viel mehr Flugzeuge als in Wiener Neustadt sind bereits bei Flugschulen etc. in Betrieb. Die haben einen großen Bedarf an einem Thielert Centurion der dauerhaft funktioniert, die Flugzeuge sind fast neu und sündhaft teuer gewesen.
Der Kleingeist wird sagen, wartet doch bis der Austro Engine Diesel fertig ist, das künftige Standard Triebwerk von Diamond. Ein Mercedes B Klasse Diesel, ziemlich so wie er ist. Anderer Turbolader von der Stange, Gussgehäuse, beschichteter Einspritzpumpe (sonst klappt es nicht mit Kerosin...)
Nur, so einfach geht das im Flugzeug nicht. Der Austro Motor ist stärker, und rund 40kg schwerer. Ausserdem passt er nicht unter die Cowling (damit ist der Motor abgedeckt am Flugzeug).
Papierkram, Umbauten an Träger, Cowling, Nachprüfung... Aber als Experten könnt ihr euch ja ein Bild über die Kosten und Aufwendungen machen...
Alles was ich damit sagen will, es gibt eine starke Interesse daran, dass der Centurion auch künftig verfügbar ist.
Dass das nichts mit Aktienkursen zu tun hat ist mir auch klar, die Börse ist eine Zockwiese geworden, leider.
Und da kann halt jeder mitmachen, notfalls mit seinem Taschengeld.
Vielleicht findet sich jemand hier der etwas Sachliches beitragen kann, würde mich freuen.
Und noch mal, was man kauft oder nicht liegt an jedem selbst. Hier sollten keine Empfehlungen gegeben werden!
Der Hauptkunde Diamond macht ja nun seinen einenen Motor. Der steht "kurz vor" der Zulassung in Österreich. Dann kommt noch Deutschland un der Rest der Welt.
Also, Thielert raus und Austro Engine rein. So kommen dann die zig Flugzeuge endlich wieder in die Luft. Nur, so einfach ist das nicht.
Der Austro Diesel ist ein fast originaler Mercedes Diesel. Mit anderem Lader und überarbeiteter Einspritzpumpe. Und natürlich modifizierter Elektronik.
Kein Alu Gehäuse, kein spezieller Lader. Wozu auch? Ja gut, der Austro ist bisher nur getestet, aber nicht zugelassen. Und, nun ja, er wiegt halt 40kg mehr als der Centurion. Ausserdem passt er nicht unter die Cowling (Motorverkleidung) und braucht einen neuen Motorträger.
Und viel Papierkram. Der Austro ist stärker, aber die höhere Masse muss auch für das Flugzeug zertifiziert werden. Sonst fehlen bei der Zweimot DA42 satte 80 kg Zuladung...
Es gibt also eine begründete Interesse am Thielert Centurion. Abgesehen von dem Börsen Kasperle Theater.
Ob jemand kauft oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich distanziere mich daher von den Leuten im Block die Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aussprechen.
"Die Auftragslage ist sehr gut. Wir stehen nicht unter Druck und sind ganz entspannt", sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Bruno Kübler der FTD am Dienstag auf Anfrage.
Aus dem Kreis der rund zwei Dutzend ersten Interessenten für den Flugmotorenhersteller sei inzwischen "eine Handvoll Kandidaten" in die Endauswahl gekommen. "Die Due Dilligance ist im Wesentlichen abgeschlossen", sagte der Sprecher.
Bei den potenziellen Käufern handele es sich überwiegend um strategische Investoren. Namen werden nicht genannt. Nach FTD-Informationen gehört auch der US-Rüstungskonzern General Atomics zu den Bietern. Der US-Konzern setzt die Propellermotoren in unbemannten Flugzeugen für die US-Streitkräfte ein.
Die Thielert-Gruppe mit der Muttergesellschaft Thielert AG und dem Produktionsbetrieb Thielert Aircraft Engines mit rund 300 Beschäftigten hatte im Frühjahr Insolvenz angemeldet.
Thielert-Standort in HamburgAuslöser für den Niedergang war der Verdacht über Bilanzmanipulationen durch den Firmengründer und Ex-Vorstandschef Frank Thielert. Im Sommer hieß es noch aus dem Büro des Insolvenzverwalters, dass der Käufer des Produktionsbetriebs möglichst noch im Herbst präsentiert werden soll.
Der Insolvenzverwalter holte den Triebwerksexperten Günter Kappler zu Thielert, der bereits technische Verbesserungen an den Motoren erreichen konnte. Zu den Thielert-Kunden gehört inzwischen auch wieder der österreichische Flugzeughersteller Diamond, bisher einer der größten Abnehmer der deutschen Flugzeugmotoren.
In der Diamond-Gruppe wird aber auch die Entwicklung eines eigenen Motors vorangetrieben, um künftig nicht mehr von Thielert abhängig zu sein. Nach früheren Angaben von Diamond-Firmenchef Christian Dries soll der eigene Flugmotor noch in diesem Jahr seine Zulassung erhalten.
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/...rz%F6gert-sich/434715.html
Der kalifornische Rüstungskonzern General Atomics ist unter den Bietern für den insolventen Flugzeugmotorenbauer Thielert. "Ich kann bestätigten, dass General Atomics Aeronautical Systems an Thielert interessiert ist", sagte eine Firmensprecherin. Ein Käufer für Thielert soll nach Angaben des Insolvenzverwalters bis zum Jahresende feststehen.
http://www.abendblatt.de/daten/2008/11/12/970017.html
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