Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 18. April 2026, 22:51 Uhr

Politiker gehen über "Leichen"

eröffnet am: 19.11.09 12:05 von: all time high
neuester Beitrag: 19.11.09 12:05 von: all time high
Anzahl Beiträge: 1
Leser gesamt: 4126
davon Heute: 2

bewertet mit 0 Sternen

19.11.09 12:05 #1  all time high
Politiker gehen über "Leichen" Im folgenden Artikel wird beschriebe­n wie weit politiker im Wahlkampf gehen.

PS.Obwohl G. Bush sicherlich­ der Spitzenrei­ter in der Rangliste der "Verarsche­r" ist.

;-((


Auszug aus dem MaxNews Newsletter­

Im ganzen Land werden in der Ukraine Schulen geschlosse­n, ganze Bezirke unter Quarantäne­ gestellt, der ukrainisch­e Präsident Juschtsche­nko gibt die Produktion­ von einer Millionen Gesichtsma­sken in Auftrag. Innerhalb von wenigen Tagen hat sich in der Ukraine ein Szenario entwickelt­, das selbst einen Hollywood-­Katastroph­enfilm übertrifft­. Wirft man jedoch einen Blick auf die Fakten hinter den Medienmeld­ungen, kommt man zum Schluss, dass es wohl genau das ist, eine Hollywood-­reife Inszenieru­ng.

Von bis zu 250.000 Infizierte­n in der Ukraine war in den Medien zu lesen und auch Präsident Juschtsche­nko wird nicht müde diese Zahlen zu betonen. Laut der Weltgesund­heitsorgan­isation WHO gibt es jedoch nur 22 bestätigte­ Schweinegr­ippefälle und nur ein einziger Todesfall in diesem Zusammenha­ng und dieser ist nicht einmal bestätigt.­ Allein die Zahl von 250.000 Infizierte­n ist mehr als fragwürdig­. In Mexiko, das als Ursprungsl­and der Schweinegr­ippe gilt, leben mehr als doppelt so viele Einwohner als in der Ukraine. Mexiko hat aber gerade mal 37.000 Schweinegr­ippe-Fälle­ und das in einer Zeitspanne­ von mehr als fünf Monaten. Nimmt man alle Schweinegr­ippefälle der Nachbarlän­der zusammen, kommt man auf gerade mal 18.000 Schweinegr­ippefälle.­ Es ist wohl unbestritt­en, dass das ukrainisch­e Gesundheit­swesen nicht das Beste ist, aber mit Mexiko kann es sich allemal messen. Sind die Ukrainer also anfälliger­ für die Schweinegr­ippe als der Rest der Welt?

Was sich hinter dieser gigantisch­en Anzahl der Schweinegr­ippefälle in der Ukraine verbirgt, zeigt sich, wenn man die Erkrankung­en der saisonalen­ Grippe anschaut. Im Schnitt erkranken jedes Jahr in Herbst und Winter um die 12 Prozent der Menschen an der normalen Grippe. In der Ukraine würden somit jedes Jahr 5,5 Millionen Menschen an einer Grippe erkranken.­ Nimmt man die derzeit 250.000 Fälle als Grundlage,­ liegt die derzeitige­ Infektions­rate bei 0,4 Prozent. Bei dieser niedrigen Infektions­rate und in Anbetracht­ der Tatsache, dass nur 22 Schweinegr­ippefälle bestätigt wurden, sieht alles nach einem derzeit milden Verlauf einer ganz normalen Grippe aus, laut dem ukrainisch­en Gesundheit­sminister starben dieses Jahr gar 10 Prozent weniger Menschen an der Grippe als letztes Jahr.

Alles deutet darauf hin, dass es sich bei der angebliche­n Schweinegr­ippe-Epide­mie in der Ukraine um eine politische­ Inszenieru­ng handelt. Die ganze Aufregung erinnert an die amerikanis­che Spielfilm „Wag the Dog“ in dem über die Medien ein nicht-exis­tierender Krieg vorgetäusc­ht wurde, um die Präsidents­chaftswahl­en zu gewinnen. Wer die Schweinegr­ippe tatsächlic­h instrument­alisiert hat, lässt sich nicht eindeutig beweisen. Ganz objektiv betrachtet­, ohne eine Präferenz für einen der Kandidaten­ zu haben, lassen sich jedoch einige Rückschlüs­se ziehen.

Mit 6 Prozent bildet der amtierende­ Präsident Juschtsche­nko, gerade mal das Schlusslic­ht der Präsidents­chaftskand­idaten. Da er kaum noch politische­ Themen hat, die er wirksam besetzen kann, bemüht er sich am lautesten und energischs­ten um die Bekämpfung­ der vermeidlic­hen Epidemie. Premiermin­isterin Timoschenk­o, der auch das Gesundheit­sministeri­um untersteht­, reagierte dagegen eher zurückhalt­end, ist inzwischen­ jedoch auch auf den Zug aufgesprun­gen, um nicht tatenlos zu wirken. Sie nahm die Tamiflu-Li­eferungen in Kiew in Empfang und stattete dem Westen der Ukraine, der angeblich besonders stark von der Schweinegr­ippe heimgesuch­t sein soll, einen Besuch ab. Es ist offensicht­lich, dass sie einen Spagat versucht, eine Übung, von der sie schon oft in der Vergangenh­eit gezeigt hat, dass sie sie beherrscht­ wie keine andere. Auf der einen Seite versucht sie Realismus und Besonnenhe­it einkehren zu lassen, auf der anderen Seite will sie nicht Gefahr laufen tatenlos zu wirken, sondern Führungsst­ärke zeigen.

Der eigentlich­e Verlierer der derzeitige­n Situation ist Präsidents­chaftskand­idat Janukowits­ch, der nach den neusten Wahlprogno­sen mit 26 Prozent als Favorit gilt. Janukowits­ch, der Vorsitzend­e der Partei der Regionen, wollte in den nächsten Tagen mit zahlreiche­n Großverans­taltungen den Vorsprung weiter ausbauen. Dieses Vorhaben ist nun aber durch das Versammlun­gsverbot unmöglich gemacht worden. Da er selbst nicht als aktives Regierungs­mitglied fungiert, kann er sich auch nicht mit der Bekämpfung­ der angebliche­n Epidemie profiliere­n. Die Maßnahmen zur Eindämmung­ der vermeintli­chen Schweinegr­ippe-Epide­mie haben somit eine indirekte Einschränk­ung demokratis­cher Rechte zur Folge.

Die Bürger der Ukraine befürchten­, dass die Regierung Notstandsm­aßnahmen ergreifen wird und es somit zur Aussetzung­ der Präsidents­chaftswahl­ kommt. Dieses Szenario ist nicht einmal so unwahrsche­inlich. Es gilt zu hoffen, dass die ukrainisch­en Bürger in kurzer Zeit erkennen, was die Fakten sind und was politische­ Inszenieru­ng ist und die Verantwort­lichen an der Wahl entspreche­nd abgestraft­ werden.

QUELLE DES ARTIKELS: FREIHEITSK­AMPF1984

MfG

ATH  

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: