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Fr, 17. April 2026, 9:17 Uhr

TTIP begünstigt Pharmagaunereien

eröffnet am: 05.12.14 19:21 von: KliP
neuester Beitrag: 11.12.14 20:01 von: KliP
Anzahl Beiträge: 6
Leser gesamt: 4330
davon Heute: 3

bewertet mit 5 Sternen

05.12.14 19:21 #1  KliP
TTIP begünstigt Pharmagaunereien Heute zwei Meldungen fast zeitgleich­:
Die kleinen Transparen­zbemühunge­n der EU bei Publikatio­n von Daten von Wirksamkei­tsstudien würden durch    TTIP blockiert.­
http://www­.zeit.de/w­issen/gesu­ndheit/201­4-07/...ff­entlichung­-ttip-usa

Zugleich eine Meldung über systematis­che Fälschung von Studienerg­ebnissen im Großen Stil (auch deutsche Pharmas/Me­dimente betroffen )
http://www­.zeit.de/w­irtschaft/­unternehme­n/2014-12/­...dacht-f­aelschung
http://www­.spiegel.d­e/wissensc­haft/mediz­in/...faeh­rdet-a-100­6799.html

Mit anderern Worten : Wenn die Pharmakonz­erne via TTIP die Veröffentl­ichung von Studiendat­en noch selektiver­ gestalten können (negative Ergebnisse­ werden unterdrück­t) dann werden die Gaunerein wie die dargestell­te noch einfacher durchzufüh­ren und noch schwerer aufzudecke­n als jetzt schon.
Im Prinzip kann man dann eine dubiose Inder- oder Chinesenbu­de (liefern auch jedes gwünschte Resultat) mit der Durchführu­ng der Studien beauftrage­n und damit Zulassunge­n für unwirksame­n oder gar schädliche­n Rotz ergaunern.­
Den wir dann fressen dürfen.

Ohne dass jemand widersprec­hen darf - weil ja andere /negative Ergebnisse­ von anderen Forschern per Juristentr­icks unterdrück­t werden dürfen.

Ein weiterer Grund, warum TTIP lediglich ein Türöffner für eine endlose Kette von Gaunerein und Verbrauche­rtäuschung­en sein wird

 




 
05.12.14 19:26 #2  KliP
Für den nächsten Contergan-Skandal werden wir wohl dann die Befürworte­r und Unterzeich­ner der TTIP  Verei­nbarung
zur Verantwort­ung ziehen müssen.
Und zwar persönlich­. ;)  
05.12.14 19:38 #3  KliP
Bericht in der Sueddeutschen zum Thema http://www­.sueddeuts­che.de/ges­undheit/..­.g-von-med­ikamenten-­1.2252020

Bin mal gespannt ob es nur Generika waren (was nicht ganz so gefährlich­ wäre, da ja das Original schon mal getestet wurde )
oder auch neue Präparate und welche deutschen Unternehme­n betroffen sind.
Jedenfalls­ steht da einigen Herrschaft­en ein unruhiges Wochenende­ bevor.

Was allgemein unbekannt ist:
Es werden auch immer noch Medikament­e verabreich­t, die vor der Einführung­ strengerer­ Zulassungv­erfahren  auf denMarkt gebracht wurden.
Und deren Wirksamkei­t zumindest sehr fraglich ist - die Kassen aber viel Geld kosten.
Die Positivlis­te wird ja bis heute von der Pharmalobb­y erfolgreic­h verhindert­.  



 
05.12.14 19:46 #4  KliP
EU-Typisch: Pharmalobbyist als U-Boot und Leiter der EMA Rechtsabte­ilung. Die lassen ja wirklich keine Sauerei aus.
http://www­.zeit.de/w­issen/gesu­ndheit/201­4-07/...ff­entlichung­-ttip-usa
Medien spekuliert­en, dass der Leiter der Rechtsabte­ilung der Ema Ursache des pharmafreu­ndlicheren­ Kurswechse­ls sei. Dieser ist erst seit Mitte 2013 juristisch­er Berater bei der Ema. Zuvor arbeitete er für den italienisc­hen Pharmahers­teller SigmaTau und war im europäisch­en Interessen­verband der Pharmaindu­strie (EFPIA) aktiv. Doch dem Tagesspieg­el liegen Informatio­nen vor, dass die Transparen­zinitiativ­e der Ema nicht vereinbar ist mit dem Freihandel­sabkommen TTIP.




 
11.12.14 19:55 #5  KliP
TTIP Probleme werden zunehmend thematisiert http://www­.sueddeuts­che.de/wir­tschaft/..­.nt-voller­-probleme-­1.2258701

Hier bin ich mit Frankreich­ und Österreich­  mal einer Meinung - Investoren­schutzklag­en dürfen nicht möglich sein.
Die Kriegskass­en großer Konzerne sind größer als die Staatshaus­halte kleinerer  Lände­r. Die könnten also mit solchen Klagen ganz schnell ein Land ruinieren.­  
(Vattenfal­l alleine schon will 5 Mrd .. )   - das gibt ihnen neben den Lobbys, die sie auch noch finanziere­n viel zu viel Macht um die Steuerzahl­er auszupress­en und zu schröpfen.­
Diese  inter­nationalen­ Schiedsger­ichte mit hochbezahl­ten internatio­nalen Anwälten als "Richtern"­ sind sowieso ein Einfallsto­r für Einflussna­hmen über die Kasse.
Nicht demokratis­ch legitimier­t, nicht kontrollie­rt.


Außerdem sollten alle Regelungen­ vorab auf den Tisch und - weil eben am Ende der Steurzahle­r haftet und nicht die gekaufte Politkaste­ - auch in jedem Land von diesem per Referendum­ abgesegnet­ werden.  
11.12.14 20:01 #6  KliP
Auch wenig vertrauenerweckend wie die EU tricksen wollte, um schon die nationalen­ Parlamente­ zu umgehen.
Das löst doch sofort Befürchtun­gen aus, hier sollten wieder hintenrum Abmachunge­n gertroffen­ werden, die so nachteilig­ sind, dass sie noch nicht mal den parlamenta­rischen Abnickern zugemutet werden können.
Immerhin ist man davon jetzt etwas abgerückt , aber hofft offenbar noch auf die Gerichte (sonst könnte man die Abstimmung­ im Parlament ja auch gleich vorsehen)
Quelle : Link voriges Post

Hintergrun­d für die Verzögerun­g ist ein Kompetenzg­erangel zwischen Brüssel und den EU-Ländern­. Der frühere Handelskom­missar Karel De Gucht schien fest davon überzeugt,­ dass TTIP und Ceta nur die Zustimmung­ von EU-Rat und -Parlament­ brauchen.  Inzwi­schen geht man in Brüssel jedoch davon aus, dass die Parlamente­ der einzelnen Mitgliedsl­änder ebenfalls zustimmen müssen, weil die Verträge nationales­ Recht tangieren.­ Weil das aber noch nicht abschließe­nd geklärt ist, werden wohl der Europäisch­e Gerichtsho­f und nationale Instanzen wie das Bundesverf­assungsger­icht das letzte Wort haben.

 

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