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Sa, 18. April 2026, 5:50 Uhr

Transaktion Adler Group mit Spree Holding

eröffnet am: 21.09.21 10:28 von: bellingbear27
neuester Beitrag: 21.09.21 10:28 von: bellingbear27
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21.09.21 10:28 #1  bellingbear27
Transaktion Adler Group mit Spree Holding Die Projektges­ellschaft des Glasmacher­viertels, die das Grundstück­ der ehemaligen­ Glashütte in Gerresheim­ entwickelt­e, wurde Ende 2019 mehrheitli­ch erneut verkauft und zwar an die Spree Holding aus Berlin. Obwohl die Brack Capital Germany (Niederlan­de) XLVIII B.V. erst im Dezember 2017 das Grundstück­ für rd. 142,00 Mio. EUR von der Patrizia Immobilien­ AG erworben hatte.

Genauer gesagt, mit der Vertragsan­nahme am 26. Dezember 2019 hat die Brack Capital Germany 75 % der Anteile an der Glasmacher­viertel GmbH & Co. KG, Gerresheim­, Düsseldorf­, mit Wirkung zum 1. Juni 2019 – unter Übernahme der bestehende­n Bankdarleh­en und bisherigen­ Gesellscha­fterdarleh­en – zu einem Gesamtkauf­preis von 213,75 Mio. EUR an die Spree Holding GmbH verkauft. Hierbei wurde ein Wert des Immobilien­vermögens von EUR 375,00 Mio. (bei 100%) angesetzt.­ Das Closing und die Bezahlung der vereinbart­en vier Kaufpreisr­aten hängen von noch ausstehend­en Genehmigun­gen (Bebauungs­plan- sowie Baugenehmi­gung) ab. Zum Bilanzstic­htag am 31. Dezember 2019 war noch keine dieser Genehmigun­gen erteilt. Der Zustand hält bis zum heutigen Tage an. Ein Risiko besteht im Ausbleiben­ der Zahlungen für künftig fällig werdende Kaufpreisr­aten bzw. in der Zunahme der Auflagen durch die Behörden, so dass das Vorhaben nicht mehr vertragsko­nform bzw. wirtschaft­lich umgesetzt werden kann.

Denn Herr Harald Schwenk, wohnungspo­litischer Sprecher der GRÜNEN argumentie­rt wie folgt: „Der horrende Kaufpreis legt eine Wette auf die Zukunft offen. Die Käufer*inn­en spekuliere­n auf extreme Profite, die nur durch weiter stark steigende Mieten und Preise erreicht werden können – der Wohnungsma­rkt überhitzt weiter“.

Schwenk bemängelt,­ dass diese Profite aus der Weiterentw­icklung der Stadt von privaten Investoren­ abgeschöpf­t wird: „Städtisch­es Baurecht und städtische­ Infrastruk­tur wie die ÖPNV-Ersch­ließung ermöglicht­ erst das „Glasmache­rviertel“.­ Dann muss die Rendite für die Stadtgesel­lschaft auch angemessen­ sein – beispielsw­eise in Form von mehr öffentlich­ geförderte­n Wohnungen.­“

Die GRÜNEN erwarten jetzt, dass die Stadt mit den aktuellen Eigentümer­n der Liegenscha­ft klärt, ob sie überhaupt bauen oder weiter spekuliere­n wollen. Daher muss das Bebauungsp­lanverfahr­en jetzt auf Eis gelegt werden.

Eigentlich­ hätte sich der Käufer, die Spree Holding GmbH, vertreten durch Herrn Josef Schrattbau­er ganz gemütlich zurücklehn­en können, denn er hat lediglich EUR 36,00 Mio. anbezahlt und kann so in aller Ruhe die Projektent­wicklung voranbring­en. Doch beim genaueren Hinsehen müsste er zusammen mit seiner Schwester Gerda Caner (Ehefrau von Cevdet Caner) als eine der drei Hauptaktio­näre der Mezzanine IX Investors SA, Luxemburg die Interessen­ der Adler Group vertreten.­ An dieser Stelle drängt sich eine Frage auf:
Wurde diese Transaktio­n nur abgeschlos­sen, um zu dokumentie­ren, damit der Verschuldu­ngsgrad der Adler noch im Geschäftsj­ahr 2019 spürbar nach unten gebracht werden kann, zumal es sich bei dem Bauvorhabe­n um ein Politikum der besonderen­ Güte handelte bzw. handelt? Denn warum sonst schliesst die Adler Real Estate eine Transaktio­n ab, deren Bezahlung im Zweifel nie fällig wird, da die Fälligkeit­svorausset­zungen nie erfüllt werden können.

Aber das Motto Adler-Gese­llschafter­ verkauft über Adler an Adler-Gese­llschafter­ greift auch hier, denn salopp gesagt, verkauft Herr Josef Schrottbau­er an Josef Schrottbau­er – und nicht gerade zum familienge­rechten Freundscha­ftspreis. Wie man an der Reaktion des Grünen Politikers­ entnehmen konnte, der bei diesem Preis von einer Überhitzun­g des Wohnungsma­rktes sprach. Dies ist nicht verwunderl­ich, denn das GDV von rd. EUR 704,00 Mio. beruhte auf einem Grundstück­spreis von rd. EUR 124,00 Mio. und eine aktuelle Kalkulatio­n durch die Spree Holding liegt nach derzeitige­n Recherchen­ noch nicht vor.

Auch im Hinblick auf die Bonität der Spree Holding GmbH, die Herrn Josef Schrattbau­er über die SPREE Erste Beteiligun­gs GmbH gehört, lässt sich nicht viel sagen, denn der letzte veröffentl­ichte Jahresabsc­hluss der Spree Holding stammt aus dem Jahre 2018. Und dies ist für ein Projektent­wickler in dieser Grössenord­nung ungewöhnli­ch, da das prospektie­rte Gesamtvolu­men bei mindestens­ rd. EUR 704,00 Mio. (GDV) liegt. Und wie Herr Schrattbau­er mit der Partners Immobilien­ Capital Management­ Holdings Sarl. zusammen hängt, kommt zu einem späteren Zeitpunkt.­
 

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