Versatel: Günstiger Einstieg
| eröffnet am: | 12.07.04 10:15 von: | nemtho |
| neuester Beitrag: | 10.11.05 18:44 von: | whiterose83 |
| Anzahl Beiträge: | 56 | |
| Leser gesamt: | 10179 | |
| davon Heute: | 1 | |
bewertet mit 0 Sternen |
||
|
Seite:
1
|
||
12.07.04 10:15
#1
nemtho
Versatel: Günstiger Einstieg
Nachdem ich mich genügend dem Thema "Colt" gewidmet habe, steht auf meiner WL der nächste Kandidat. Allerdings nicht als Zock, sondern eher als Turnaround für die kommenden Monate. Versatel - mittlerweile im AEX gehandelt - hat als Telco alles durch, was es in den vergangenen Jahren so gab. Hype, Chapter 11, Wiedergeburt und jetzt schwarze Zahlen. Das momentane Kurslevel von 1,37 Euro dürfte nicht dem tatsächlichen Wert des Unternehmens entsprechen. In den vergangenen Wochen ging's deutlich abwärts. Mit der Strategie einer Geschäftserweiterung in Deutschland (da gibt's noch Wachstum im Gegensatz zu Niederlande) dürften die Umsätze deutlich zu steigern sein.
Im Übrigen sind derartige Firmen klare Übernahmekandidaten. Hier kann also schnell durch Phantsie ein Kursaufschlag entstehen. Funktionierende und Gewinnbringende Netze und Produkte in den Niederlanden, Belgien und Deutschland dürften für die eine oder andere europäische PTT von Interesse sein. Und die momentane Marktkapiutalisierung von ca. 645 Mio. Euro können einige PTTs locker aus der eigenen Cashreserve zahlen. Wer das ist, könnt ihr euch selbst überlegen. Wann das passiert, weiß ich auch nicht. Nebenbei noch ein kleiner Vierteljahreschart, der auch Tradern gefallen könnte.
Meine Devise zum Traden: Unterstützung bei 1,40 Euro kaufen - Widerstand bei 1,60 Euro verkaufen.
Im Übrigen sind derartige Firmen klare Übernahmekandidaten. Hier kann also schnell durch Phantsie ein Kursaufschlag entstehen. Funktionierende und Gewinnbringende Netze und Produkte in den Niederlanden, Belgien und Deutschland dürften für die eine oder andere europäische PTT von Interesse sein. Und die momentane Marktkapiutalisierung von ca. 645 Mio. Euro können einige PTTs locker aus der eigenen Cashreserve zahlen. Wer das ist, könnt ihr euch selbst überlegen. Wann das passiert, weiß ich auch nicht. Nebenbei noch ein kleiner Vierteljahreschart, der auch Tradern gefallen könnte.
Meine Devise zum Traden: Unterstützung bei 1,40 Euro kaufen - Widerstand bei 1,60 Euro verkaufen.
09.08.04 17:23
#2
Nassie
Das Problem von Versatel
ist das völlig unfähige Management in Amsterdam und ein unerfahrenes Management in der
Holding in Stuttgart für das Deutschlandgeschäft.
Ich würde in diese Aktie keinen Cent investieren.
Holding in Stuttgart für das Deutschlandgeschäft.
Ich würde in diese Aktie keinen Cent investieren.
14.11.04 13:38
#3
nemtho
Hättest du mal machen sollen
VT notiert gerade oberhalb der GD 38/100/200 und Tendenz die zeigt nach oben. Von UBS gibt's eine Einstufung auf 2,20€ und vom Parkett in Amstedam kommen immer mal wieder Gerüchte. Zahlen für Q3 waren in Ordnung.
VT notiert gerade oberhalb der GD 38/100/200 und Tendenz die zeigt nach oben. Von UBS gibt's eine Einstufung auf 2,20€ und vom Parkett in Amstedam kommen immer mal wieder Gerüchte. Zahlen für Q3 waren in Ordnung.
14.11.04 21:20
#4
nemtho
Deutlicher Anstieg in den nächsten Monaten
Quartalszahlen, Ausblick und Struktur lassen weitere Anstiege vermuten und das bisherige Kursniveau als günstig erscheinen. Ich werde auf jeden Fall einen Rücksetzer ausnutzen, um mal eine erste Position aufzubauen. Wird dann zeitnah hier gepostet. Ausgehend von den Q3 Werten (03.11.04) und den vorhergehenden 2004er Daten ergibt sich folgendes Kurzporträt:
1. Die Beteiligungsstruktur zum 12.11.04
13.5% NESBIC VENTURE FUND CV
10.19% J.H.H. DE MOL
10.19% TALPA CAPITAL B.V.
9.9 % ELLIOT INTERNATIONAL L.P.
6.71% ACCES INDUSTRIES LLC
6.5% COBEPA (NEDERLAND) NV
4.93% MERRIL LYNCH
4.9% GOLDMAN SACHS GROUP, INC
4.8% JP MORGAN CHASE BANK
2% NPM CAPITAL NV
2. Kapitalisierung / Cashsituation
Macht zusammen 73,62% also 26,38% sind im Freefloat. Bei 518.017.346 Aktien bleiben 136.652.976 übrig. Mit einem Schlußkus von 1,68 Euro (12.11.04) ergibt sich eine MK von 870.269.141 Euro. In der Kasse sind 151 Mio. Euro, also 29 Cent je Aktie.
3. Akquisitionen 2004
Der Kauf von Berlikom hat die Cash-Situation nicht belastet, hierfür wurden 24 Mio. neue Aktien an die Alteigentümer zum 01.09.04 ausgegeben. Aufgrund der katastrophalen finanziellen Lage Berlins, dürften die Scheine längst im Umlauf sein.
4. Ausstieg der Telco Executive
Die Beteiligung zu 10,5% an der deutschen Holding wurde am 16.08.04 mit 15 Mio. neuen Aktien aufgelöst. Diese dürften noch im Besitz der TE sein, dahinter steckt die Arques AG, die können mit Geld umgehen (wenn die bei einer insogefährdeten AG auftauchen, sofort kaufen).
5. Umsätze
Die Umsätze sind steigend, nicht zuletzt aufgrund der Akquisitionen. Berlikom wird ab 01.09.04 konsolidiert. Von 150 Mio. Umsatz in Q3 wurden 110 Mio. Euro mit on-net Kunden generiert (73%). Tendenz steigend, da Berlikom nur on-net Umsätze generiert und Versatel im DSL Markt als Netzbetreiber (nicht als Reseller) fokussiert ist.
6. Geschäftliche Entwicklung
Der zukünftige Fokus liegt klar in Deutschland, da ist Wachstum zu generieren. Die Vereinigung mehrer lokaler Netzbetreiber mit eigenem Backbone bringt Zukunftssicherheit und planbare Kosten. Kunden werden selbst angeschaltet, das bringt den Vorteil weiterer Upsellings. Versatel setzt auf DSL und Telefonie und entwickelt dazu eigene Produkte. Weiterhin werden mit zunehmend Großkunden und Netzbetreiber versorgt, neben Akquisitionen werden mit Investitionen lukrative Gebiete flächendeckend mit Teilnehmeranschluß erschlossen.
Der finanzielle Ausblick für 2004 wurde im Umsatz mit 585-595 Mio. Euro leicht nach oben korrigiert und sollte deutlich übertroffen werden. Andere Telcos mußten Gewinnwarnungen verteilen. Die ersten 3 Quartale stehen bereits mit 429,5 Mio. Euro in den Büchern, bis zum Erreichen der unteren Marke (585) fehlen also noch 155,5 Mio. Euro. Das letzte Quartal ist traditionsgemäß stark und zusätzlich werden die Umsätze der Berlikom voll konsolidiert, damit dürfte sogar die 600er Marke erreichbar sein. Bei 1.900 Mitarbeitern werden ca. 315.000 Euro je MA umgesetzt, kein schlechter Wert.
Interessant ist auch die ca. 10% Beteiligung von J.H.H. De Mol (ja genau der de Mol von der Linda aus RTL). Telco und Medien passen doch gut zusammen: der eine hat Content und Rechte, der andere das Medium und die Kunden selbst am Netz (nicht über SAT). Im Zeitalter von Digitalfernsehen, MP3 usw. mit steigenden Bandbreiten im DSL-Access bringt das einige Phantasie mit sich.
Fazit
Der Kurs wurde von den o.g. Ereignissen kaum beeinflußt, die zu erwartenden Ergebnisse lassen einen Anstieg erhoffen. Aufgrund der verhältnismäßig geringen MK könnte ein Übernahmeversuch durchaus plausibel sein, deutliche Ausschläge nach oben wären die Folge. Aufgrund der positiven Bilanz sind kaum Risiken vorhanden, d.h. Versatel sollte sich "schlimmstenfalls" im Rahmen des Marktumfeldes entwickeln
1. Die Beteiligungsstruktur zum 12.11.04
13.5% NESBIC VENTURE FUND CV
10.19% J.H.H. DE MOL
10.19% TALPA CAPITAL B.V.
9.9 % ELLIOT INTERNATIONAL L.P.
6.71% ACCES INDUSTRIES LLC
6.5% COBEPA (NEDERLAND) NV
4.93% MERRIL LYNCH
4.9% GOLDMAN SACHS GROUP, INC
4.8% JP MORGAN CHASE BANK
2% NPM CAPITAL NV
2. Kapitalisierung / Cashsituation
Macht zusammen 73,62% also 26,38% sind im Freefloat. Bei 518.017.346 Aktien bleiben 136.652.976 übrig. Mit einem Schlußkus von 1,68 Euro (12.11.04) ergibt sich eine MK von 870.269.141 Euro. In der Kasse sind 151 Mio. Euro, also 29 Cent je Aktie.
3. Akquisitionen 2004
Der Kauf von Berlikom hat die Cash-Situation nicht belastet, hierfür wurden 24 Mio. neue Aktien an die Alteigentümer zum 01.09.04 ausgegeben. Aufgrund der katastrophalen finanziellen Lage Berlins, dürften die Scheine längst im Umlauf sein.
4. Ausstieg der Telco Executive
Die Beteiligung zu 10,5% an der deutschen Holding wurde am 16.08.04 mit 15 Mio. neuen Aktien aufgelöst. Diese dürften noch im Besitz der TE sein, dahinter steckt die Arques AG, die können mit Geld umgehen (wenn die bei einer insogefährdeten AG auftauchen, sofort kaufen).
5. Umsätze
Die Umsätze sind steigend, nicht zuletzt aufgrund der Akquisitionen. Berlikom wird ab 01.09.04 konsolidiert. Von 150 Mio. Umsatz in Q3 wurden 110 Mio. Euro mit on-net Kunden generiert (73%). Tendenz steigend, da Berlikom nur on-net Umsätze generiert und Versatel im DSL Markt als Netzbetreiber (nicht als Reseller) fokussiert ist.
6. Geschäftliche Entwicklung
Der zukünftige Fokus liegt klar in Deutschland, da ist Wachstum zu generieren. Die Vereinigung mehrer lokaler Netzbetreiber mit eigenem Backbone bringt Zukunftssicherheit und planbare Kosten. Kunden werden selbst angeschaltet, das bringt den Vorteil weiterer Upsellings. Versatel setzt auf DSL und Telefonie und entwickelt dazu eigene Produkte. Weiterhin werden mit zunehmend Großkunden und Netzbetreiber versorgt, neben Akquisitionen werden mit Investitionen lukrative Gebiete flächendeckend mit Teilnehmeranschluß erschlossen.
Der finanzielle Ausblick für 2004 wurde im Umsatz mit 585-595 Mio. Euro leicht nach oben korrigiert und sollte deutlich übertroffen werden. Andere Telcos mußten Gewinnwarnungen verteilen. Die ersten 3 Quartale stehen bereits mit 429,5 Mio. Euro in den Büchern, bis zum Erreichen der unteren Marke (585) fehlen also noch 155,5 Mio. Euro. Das letzte Quartal ist traditionsgemäß stark und zusätzlich werden die Umsätze der Berlikom voll konsolidiert, damit dürfte sogar die 600er Marke erreichbar sein. Bei 1.900 Mitarbeitern werden ca. 315.000 Euro je MA umgesetzt, kein schlechter Wert.
Interessant ist auch die ca. 10% Beteiligung von J.H.H. De Mol (ja genau der de Mol von der Linda aus RTL). Telco und Medien passen doch gut zusammen: der eine hat Content und Rechte, der andere das Medium und die Kunden selbst am Netz (nicht über SAT). Im Zeitalter von Digitalfernsehen, MP3 usw. mit steigenden Bandbreiten im DSL-Access bringt das einige Phantasie mit sich.
Fazit
Der Kurs wurde von den o.g. Ereignissen kaum beeinflußt, die zu erwartenden Ergebnisse lassen einen Anstieg erhoffen. Aufgrund der verhältnismäßig geringen MK könnte ein Übernahmeversuch durchaus plausibel sein, deutliche Ausschläge nach oben wären die Folge. Aufgrund der positiven Bilanz sind kaum Risiken vorhanden, d.h. Versatel sollte sich "schlimmstenfalls" im Rahmen des Marktumfeldes entwickeln
16.11.04 20:07
#5
nemtho
Man so eine Sch ... Das Ding läuft bei 1,81 Euro
Und ich bin noch nicht drin. Scheiß Geiz beim Order setzen, um jeden Cent feilscht man rum. Und das bei der Mühe mit dem Thread. Ist wenigstens von Euch einer dabei?
19.11.04 13:01
#6
nemtho
Der Wert ist noch lange nicht ausgereizt
Aus der FTD vom 16.11.2004
www.ftd.de/versatel
Milliardär de Mol investiert in Versatel
Von Oliver Wihofszki, Hamburg, und Lutz Meier, Berlin
TV-Produzent und Milliardär John de Mol hat seinen Anteil am Telekomkonzern Versatel auf 25,06 Prozent erhöht. De Mol wurde reich und bekannt durch Fernsehsendungen wie "Big Brother" und "Wer wird Millionär".
TV-Produzent und Milliardär John de Mol
Der Niederländer hielt über seine Investmentgesellschaft Talpa Capital bislang 10,2 Prozent. De Mols Investment sorgte an der Börse in Amsterdam dafür, dass der Kurs der Versatel-Papiere zeitweise um bis zu sechs Prozent auf 1,78 Euro kletterte. Analysten erklärten den Anstieg mit Übernahmespekulationen, die ausgelöst worden seien. Der Manager würde bei einem Verkauf sein Aktienpaket mit sattem Gewinn losschlagen können.
"Beim derzeitigen Preis ist Versatel ein attraktives Ziel für andere Telekomkonzerne, die eine starke Marktposition in Deutschland und den Beneluxstaaten anvisieren", schrieb Thijs Berkelder vom Bankhaus Petercam in einer Mitteilung.
Tatsächlich grassiert in der Telekombranche das Übernahmefieber. So war um den schwedischen Konzern Song ein Bieterstreit zwischen Tele2 aus Schweden und TDC aus Dänemark entbrannt, den TDC für sich entscheiden konnte. Die britische BT Group meldete vor einigen Tagen die Absicht, den US-Telekomdienstleister Infonet für knapp 1 Mrd. $ zu übernehmen. Auch die Telefontochterfirma Wind des italienischen Versorgers Enel gilt als Verkaufskandidat. Die Deutsche Telekom versucht seit einiger Zeit in Polen, den Mobilfunkbetreiber PTC, an dem der Konzern bereits 49 Prozent hält, komplett zu übernehmen.
Telekomkonzerne sitzen auf vollen Kassen
Grund für die zahlreichen Zukäufe sind die nach langer Krise und harten Sparkursen wieder gut gefüllten Kassen der Telekomkonzerne. Mit Übernahmen versuchen die Unternehmen, gegen das abgebremste Wachstum in Industrienationen in gesättigten Märkten wie Festnetztelefonie und Mobilfunk anzukämpfen.
Die Aufstockung der Versatel-Anteile durch de Mol befeuert die Fantasie von Anlegern aber nicht nur wegen eines möglichen Aufkaufs. Einige Analysten mutmaßen, dass de Mol ein strategisches Interesse habe und es darauf absehe, Medieninhalte über das Telefon- und Datennetz des niederländischen Konzerns zu vertreiben.
"Es ist möglich, dass wir kooperieren. Momentan steht das aber nicht zur Diskussion", sagte eine Versatel-Sprecherin. Hier zu Lande versucht unter anderem die Deutsche Telekom ein Produkt zum Medienvertrieb über Kabel zu etablieren, bei dem zum Beispiel Kinofilme auf den Fernseher geladen werden können.
Versatel mit Hauptsitz in Amsterdam hat sich auf die Länder Deutschland, Niederlande und Belgien spezialisiert. Das Unternehmen besitzt ein eigenes Netzwerk, über das Privatkunden und Firmen DSL-Internet oder Telefonie beziehen können. Im dritten Quartal steigerte Versatel den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 150 Mio. Euro. Der Verlust sank von 11,9 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro.
Milliardenverkauf von Endemol
Der neue Großaktionär de Mol wurde 2000 zum Milliardär, als er die von ihm mit Joop van den Ende betriebene TV-Produktionsfirma Endemol für 5,5 Mrd. Euro an den spanischen Konzern Telefonica verkaufte. Telefonica wollte damals zum integrierten Medienkonzern wachsen.
De Mol blieb noch eine Weile als Kreativchef. Sein Geld investierte er über Talpa Capital aber anderweitig. So stieg er beim englischen Fußballclub Manchester United, beim Musikkonzern EMI, bei der Internetfirma Lycos oder dem Musiksender Viva ein und teilweise auch bereits wieder aus.
Jüngst tauchte de Mol erstmals vor der Kamera auf - in der Pro-Sieben-Show "Hire and Fire" mimte er einen strengen Chef, der Bewerber testet. Das Format floppte spektakulär. Nun plant de Mol einen neuen TV-Sender, der nächstes Jahr in den Niederlanden starten soll. Die Rechte an den Qualifikationsspielen zur Fußball- WM der Niederländer hat sich de Mol bereits gesichert.
www.ftd.de/versatel
Milliardär de Mol investiert in Versatel
Von Oliver Wihofszki, Hamburg, und Lutz Meier, Berlin
TV-Produzent und Milliardär John de Mol hat seinen Anteil am Telekomkonzern Versatel auf 25,06 Prozent erhöht. De Mol wurde reich und bekannt durch Fernsehsendungen wie "Big Brother" und "Wer wird Millionär".
TV-Produzent und Milliardär John de Mol
Der Niederländer hielt über seine Investmentgesellschaft Talpa Capital bislang 10,2 Prozent. De Mols Investment sorgte an der Börse in Amsterdam dafür, dass der Kurs der Versatel-Papiere zeitweise um bis zu sechs Prozent auf 1,78 Euro kletterte. Analysten erklärten den Anstieg mit Übernahmespekulationen, die ausgelöst worden seien. Der Manager würde bei einem Verkauf sein Aktienpaket mit sattem Gewinn losschlagen können.
"Beim derzeitigen Preis ist Versatel ein attraktives Ziel für andere Telekomkonzerne, die eine starke Marktposition in Deutschland und den Beneluxstaaten anvisieren", schrieb Thijs Berkelder vom Bankhaus Petercam in einer Mitteilung.
Tatsächlich grassiert in der Telekombranche das Übernahmefieber. So war um den schwedischen Konzern Song ein Bieterstreit zwischen Tele2 aus Schweden und TDC aus Dänemark entbrannt, den TDC für sich entscheiden konnte. Die britische BT Group meldete vor einigen Tagen die Absicht, den US-Telekomdienstleister Infonet für knapp 1 Mrd. $ zu übernehmen. Auch die Telefontochterfirma Wind des italienischen Versorgers Enel gilt als Verkaufskandidat. Die Deutsche Telekom versucht seit einiger Zeit in Polen, den Mobilfunkbetreiber PTC, an dem der Konzern bereits 49 Prozent hält, komplett zu übernehmen.
Telekomkonzerne sitzen auf vollen Kassen
Grund für die zahlreichen Zukäufe sind die nach langer Krise und harten Sparkursen wieder gut gefüllten Kassen der Telekomkonzerne. Mit Übernahmen versuchen die Unternehmen, gegen das abgebremste Wachstum in Industrienationen in gesättigten Märkten wie Festnetztelefonie und Mobilfunk anzukämpfen.
Die Aufstockung der Versatel-Anteile durch de Mol befeuert die Fantasie von Anlegern aber nicht nur wegen eines möglichen Aufkaufs. Einige Analysten mutmaßen, dass de Mol ein strategisches Interesse habe und es darauf absehe, Medieninhalte über das Telefon- und Datennetz des niederländischen Konzerns zu vertreiben.
"Es ist möglich, dass wir kooperieren. Momentan steht das aber nicht zur Diskussion", sagte eine Versatel-Sprecherin. Hier zu Lande versucht unter anderem die Deutsche Telekom ein Produkt zum Medienvertrieb über Kabel zu etablieren, bei dem zum Beispiel Kinofilme auf den Fernseher geladen werden können.
Versatel mit Hauptsitz in Amsterdam hat sich auf die Länder Deutschland, Niederlande und Belgien spezialisiert. Das Unternehmen besitzt ein eigenes Netzwerk, über das Privatkunden und Firmen DSL-Internet oder Telefonie beziehen können. Im dritten Quartal steigerte Versatel den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 150 Mio. Euro. Der Verlust sank von 11,9 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro.
Milliardenverkauf von Endemol
Der neue Großaktionär de Mol wurde 2000 zum Milliardär, als er die von ihm mit Joop van den Ende betriebene TV-Produktionsfirma Endemol für 5,5 Mrd. Euro an den spanischen Konzern Telefonica verkaufte. Telefonica wollte damals zum integrierten Medienkonzern wachsen.
De Mol blieb noch eine Weile als Kreativchef. Sein Geld investierte er über Talpa Capital aber anderweitig. So stieg er beim englischen Fußballclub Manchester United, beim Musikkonzern EMI, bei der Internetfirma Lycos oder dem Musiksender Viva ein und teilweise auch bereits wieder aus.
Jüngst tauchte de Mol erstmals vor der Kamera auf - in der Pro-Sieben-Show "Hire and Fire" mimte er einen strengen Chef, der Bewerber testet. Das Format floppte spektakulär. Nun plant de Mol einen neuen TV-Sender, der nächstes Jahr in den Niederlanden starten soll. Die Rechte an den Qualifikationsspielen zur Fußball- WM der Niederländer hat sich de Mol bereits gesichert.
22.11.04 16:46
#7
Nassie
Kurstreibend
ist das Marktgerücht, dass Tele 2 vor einem Übernahmeangebot stehen soll.
Wer weiß was daran stimmt ?
Wer weiß was daran stimmt ?
22.11.04 17:04
#8
nemtho
Kannst du über Google abfragen
Es gab da eine Notiz an der Amsterdamer Börse, ist aber nur ein Gerücht was sich hartnäckig hält. Interessanter ist da die inzwischen auf 25% gestiegene Beteiligung von de Mol. Das ist doch die explosive Mischung überhaupt:
- Versatel hat eigenen DSL-Access in vielen Ballungsräumen
- De Mol hat Content und Rechte bis zum Abwinken
Laßt die beiden mal eine Schachtel entwickeln, die an den DSL-Splitter und das Fernsehgerät gestöpselt wird und sich über den PC bedienen läßt, in Echtzeit natürlich. Das langsame ADSL der Telekom ist doch bald Schnee von gestern.
Tolles Geschäftsmodell: interaktive Shows und der gläserne Kunde hängt direkt an der Leine. Vor 4 Jahren im Hype haben davon alle gefaselt, jetzt könnte es losgehen.
- Versatel hat eigenen DSL-Access in vielen Ballungsräumen
- De Mol hat Content und Rechte bis zum Abwinken
Laßt die beiden mal eine Schachtel entwickeln, die an den DSL-Splitter und das Fernsehgerät gestöpselt wird und sich über den PC bedienen läßt, in Echtzeit natürlich. Das langsame ADSL der Telekom ist doch bald Schnee von gestern.
Tolles Geschäftsmodell: interaktive Shows und der gläserne Kunde hängt direkt an der Leine. Vor 4 Jahren im Hype haben davon alle gefaselt, jetzt könnte es losgehen.
07.12.04 10:10
#9
nemtho
Steigt weiter, fast 1 Euro seit Vorstellung.
Telekom-Konzern Versatel steht möglicherweise vor der Übernahme
von Lutz Frühbrodt und Helmut Hetzel
Frankfurt/Amsterdam -
Der niederländische Telekom-Konzern Versatel steht möglicherweise vor
seiner Übernahme. Dies erfuhr die WELT aus unternehmensnahen Kreisen.
Als aussichtsreichster Kandidat gilt der schwedische Anbieter Tele 2,
weitere Interessenten sind der skandinavische Konzern Telia sowie die
spanische Telefònica. Auch dem Medienmilliardär John de Mol wird
Interesse nachgesagt.
Versatel ist mit einem Marktanteil von fünf Prozent hinter dem
Ex-Monopolisten KPN die Nummer zwei auf dem holländischen
Festnetzmarkt. Darüber hinaus ist das Unternehmen auch in Belgien und
Deutschland aktiv.
Deutlicher Indikator für die Übernahmespekulationen ist der seit
Wochen haussierende Versatel-Aktienkurs. Das Papier notiert derzeit
bei 2,13 Euro und kletterte damit seit Ende Oktober um rund 60 Prozent
nach oben. In Finanzkreisen gilt die Versatel-Aktie aber immer noch
als unterbewertet. "Allein schon deshalb ist das Unternehmen ein
Übernahmekandidat", heißt es.
Zwischen Tele 2 und Versatel sollen bereits ernsthafte Gespräche
stattgefunden haben. Gemessen am derzeitigen Börsenwert müßten die
Schweden allerdings rund 1,3 Mrd. Euro für ein Unternehmen bezahlen,
das noch keine schwarzen Zahlen schreibt. Diese Summe veranschlagen
die Analysten der Investmentbank ABN Amro.
Im Benelux-Raum schwächelte das Geschäft von Tele 2 in letzter Zeit.
Hier hat das Unternehmen ebenso wenig ein Netz wie in Deutschland, wo
es zu den größeren Call-by-Call-Anbietern gehört. Sollten die Schweden
tatsächlich zum Zuge kommen, könnten sie sich von Versatels
Deutschland-Tochter trennen, heißt es im Umfeld des Unternehmens.
Versatel expandiert in Deutschland zwar stark, erzielt aber niedrigere
Gewinnmargen.
Undurchsichtig bleiben bisher die Absichten des Milliardärs und
TV-Produzenten John de Mol. Dieser hatte kürzlich seine Beteiligung an
Versatel von zehn auf 25 Prozent aufgestockt und ist damit
Versatel-Großaktionär. Zwei Optionen werden in Finanzkreisen
gehandelt. Die erste: John de Mol will Versatel ganz übernehmen und
über die DSL-Breitbandnetze des Telekom-Unternehmens seine eigenen
TV-Programme verbreiten. Ins Bild paßt dabei, daß Versatel im nächsten
Jahr seine Netze aufrüsten will, um darüber auch Fernsehen in hoher
technischer Qualität ausstrahlen zu können. De Mol seinerseits bewirbt
sich derzeit um die Übertragungsrechte der niederländischen
Fußball-Bundesliga und hat das höchste Gebot abgegeben.
Die zweite Variante: De Mol will Kasse machen. Schon vor zwei Jahren,
als Versatel in einer existenzgefährdenden Finanzkrise steckte, stieg
de Mol bei dem Unternehmen groß ein. Als die Refinanzierung stand,
verkaufte er sein Aktienpaket wieder äußerst gewinnbringend.
Möglicherweise will er das gleiche Spiel nun wiederholen und von einer
bevorstehenden Versatel-Übernahme profitieren. Nicht zuletzt aufgrund
der Vorgeschichte ist das Versatel-Management nicht besonders gut auf
de Mol zu sprechen. Käme er zum Zuge, liefe es auf eine feindliche
Übernahme hinaus.
Artikel erschienen am Di, 7. Dezember 2004
Artikel drucken
© WELT.de 1995 - 2004
Vollständige Url des Artikels: http://www.welt.de/data/2004/12/07/371098.html
von Lutz Frühbrodt und Helmut Hetzel
Frankfurt/Amsterdam -
Der niederländische Telekom-Konzern Versatel steht möglicherweise vor
seiner Übernahme. Dies erfuhr die WELT aus unternehmensnahen Kreisen.
Als aussichtsreichster Kandidat gilt der schwedische Anbieter Tele 2,
weitere Interessenten sind der skandinavische Konzern Telia sowie die
spanische Telefònica. Auch dem Medienmilliardär John de Mol wird
Interesse nachgesagt.
Versatel ist mit einem Marktanteil von fünf Prozent hinter dem
Ex-Monopolisten KPN die Nummer zwei auf dem holländischen
Festnetzmarkt. Darüber hinaus ist das Unternehmen auch in Belgien und
Deutschland aktiv.
Deutlicher Indikator für die Übernahmespekulationen ist der seit
Wochen haussierende Versatel-Aktienkurs. Das Papier notiert derzeit
bei 2,13 Euro und kletterte damit seit Ende Oktober um rund 60 Prozent
nach oben. In Finanzkreisen gilt die Versatel-Aktie aber immer noch
als unterbewertet. "Allein schon deshalb ist das Unternehmen ein
Übernahmekandidat", heißt es.
Zwischen Tele 2 und Versatel sollen bereits ernsthafte Gespräche
stattgefunden haben. Gemessen am derzeitigen Börsenwert müßten die
Schweden allerdings rund 1,3 Mrd. Euro für ein Unternehmen bezahlen,
das noch keine schwarzen Zahlen schreibt. Diese Summe veranschlagen
die Analysten der Investmentbank ABN Amro.
Im Benelux-Raum schwächelte das Geschäft von Tele 2 in letzter Zeit.
Hier hat das Unternehmen ebenso wenig ein Netz wie in Deutschland, wo
es zu den größeren Call-by-Call-Anbietern gehört. Sollten die Schweden
tatsächlich zum Zuge kommen, könnten sie sich von Versatels
Deutschland-Tochter trennen, heißt es im Umfeld des Unternehmens.
Versatel expandiert in Deutschland zwar stark, erzielt aber niedrigere
Gewinnmargen.
Undurchsichtig bleiben bisher die Absichten des Milliardärs und
TV-Produzenten John de Mol. Dieser hatte kürzlich seine Beteiligung an
Versatel von zehn auf 25 Prozent aufgestockt und ist damit
Versatel-Großaktionär. Zwei Optionen werden in Finanzkreisen
gehandelt. Die erste: John de Mol will Versatel ganz übernehmen und
über die DSL-Breitbandnetze des Telekom-Unternehmens seine eigenen
TV-Programme verbreiten. Ins Bild paßt dabei, daß Versatel im nächsten
Jahr seine Netze aufrüsten will, um darüber auch Fernsehen in hoher
technischer Qualität ausstrahlen zu können. De Mol seinerseits bewirbt
sich derzeit um die Übertragungsrechte der niederländischen
Fußball-Bundesliga und hat das höchste Gebot abgegeben.
Die zweite Variante: De Mol will Kasse machen. Schon vor zwei Jahren,
als Versatel in einer existenzgefährdenden Finanzkrise steckte, stieg
de Mol bei dem Unternehmen groß ein. Als die Refinanzierung stand,
verkaufte er sein Aktienpaket wieder äußerst gewinnbringend.
Möglicherweise will er das gleiche Spiel nun wiederholen und von einer
bevorstehenden Versatel-Übernahme profitieren. Nicht zuletzt aufgrund
der Vorgeschichte ist das Versatel-Management nicht besonders gut auf
de Mol zu sprechen. Käme er zum Zuge, liefe es auf eine feindliche
Übernahme hinaus.
Artikel erschienen am Di, 7. Dezember 2004
Artikel drucken
© WELT.de 1995 - 2004
Vollständige Url des Artikels: http://www.welt.de/data/2004/12/07/371098.html
09.12.04 20:07
#11
nemtho
2,32 Euro Schlußkurs. Ich bin am Ende.
Was ich mal getippt hatte ist jetzt abgearbeitet, Jahreshoch erreicht. Wir stehen auf Höchststand seit Jahren, praktisch auf ATH seit dem Chapter 11, deshalb mal ein Langfristchart. Nun wird die weitere Entwicklung schwer prognostizierbar. Hat da jemand eine Idee? Telcos sind ja in 2004 nicht wirklich gut gelaufen, da ist im nächsten Jahr vielleicht mehr drin.
Sieht doch ganz schön überkauft aus, jetzt eine Erhohlung wäre doch nicht verkehrt. Kann natürlich auch bedingt durch neue Meldungen noch anders laufen, dann aber bitte nächste Woche - während der Feiertage wäre doch wirklich ungünstig.
Sieht doch ganz schön überkauft aus, jetzt eine Erhohlung wäre doch nicht verkehrt. Kann natürlich auch bedingt durch neue Meldungen noch anders laufen, dann aber bitte nächste Woche - während der Feiertage wäre doch wirklich ungünstig.
13.12.04 08:46
#12
nemtho
Na also, noch vor den Feiertagen
(Euronext Amsterdam) - Statement Versatel
(13/12/04 07:00 CET)
Amsterdam, December 11, 2004 – Versatel Telecom International N.V. announces that it has learned today through the website of the Dutch AFM (www.afm.nl) that Mr. J.H.H. de Mol has increased his shareholdings in Versatel since November 10, 2004 from 25.06 percent to approximately 41.7 percent as per 9 December 2004.
Versatel Nederland B.V. is part of Versatel Telecom International N.V. (Euronext: VRSA). Versatel, based in Amsterdam, is a competitive communications network operator and a leading alternative to the former monopoly telecommunications carriers in its target market of The Netherlands, Belgium and Germany. Founded in October 1995, the Company holds full telecommunication licenses in The Netherlands, Belgium and Germany and has over 1 million customers and approximately 1,900 employees. Versatel operates a facilities-based local access broadband network that uses the latest network technologies to provide business and residential customers with high bandwidth voice, data and Internet services. Versatel is a publicly traded company on Euronext Amsterdam under the symbol "VRSA". News and information are available at www.versatel.com.
(13/12/04 07:00 CET)
Amsterdam, December 11, 2004 – Versatel Telecom International N.V. announces that it has learned today through the website of the Dutch AFM (www.afm.nl) that Mr. J.H.H. de Mol has increased his shareholdings in Versatel since November 10, 2004 from 25.06 percent to approximately 41.7 percent as per 9 December 2004.
Versatel Nederland B.V. is part of Versatel Telecom International N.V. (Euronext: VRSA). Versatel, based in Amsterdam, is a competitive communications network operator and a leading alternative to the former monopoly telecommunications carriers in its target market of The Netherlands, Belgium and Germany. Founded in October 1995, the Company holds full telecommunication licenses in The Netherlands, Belgium and Germany and has over 1 million customers and approximately 1,900 employees. Versatel operates a facilities-based local access broadband network that uses the latest network technologies to provide business and residential customers with high bandwidth voice, data and Internet services. Versatel is a publicly traded company on Euronext Amsterdam under the symbol "VRSA". News and information are available at www.versatel.com.
17.02.05 13:39
#14
moya
Übernahme noch nicht vom Tisch
Telekomkonzern Versatel steht möglicherweise kurz vor Übernahme
BERLIN (dpa-AFX) - vom 07.12.2004
Der niederländische Telekomkonzern Versatel steht einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise vor seiner Übernahme. Als aussichtsreichster Kandidat gelte der schwedische Anbieter Tele2, weitere Interessenten seien der skandinavische Konzern Telia sowie die spanische Telefonica, schreibt die Tageszeitung "Welt" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Auch der Medienmilliardär John de Mol soll Interesse angemeldet haben.
Zwischen Tele2 und Versatel sollen laut Bericht bereits ernsthafte Gespräche stattgefunden haben. Die Schweden könnten sich von Versatels Deutschland-Tochter trennen, sollten sie tatsächlich zum Zuge kommen. Versatel expandiere in Deutschland zwar stark, erziele aber niedrigere Gewinnmargen.
Undurchsichtig bleiben der "Welt" zufolge bisher die Absichten des Milliardärs und TV-Produzenten John de Mol. Dieser hatte kürzlich seine Beteiligung an Versatel von zehn auf 25 Prozent aufgestockt und ist damit Versatel-Großaktionär. In Finanzkreisen werden dem Bericht nach zwei Optionen gehandelt. Entweder wolle John de Mol Versatel ganz übernehmen und über die DSL-Breitbandnetze des Telekom-Unternehmens seine eigenen TV-Programme verbreiten. Die zweite Variante wäre, dass De Mol wie in der Vergangenheit schon einmal in das Unternehmen einsteigen und dann das Aktienpaket gewinnbringend verkaufen will.
BERLIN (dpa-AFX) - vom 07.12.2004
Der niederländische Telekomkonzern Versatel steht einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise vor seiner Übernahme. Als aussichtsreichster Kandidat gelte der schwedische Anbieter Tele2, weitere Interessenten seien der skandinavische Konzern Telia sowie die spanische Telefonica, schreibt die Tageszeitung "Welt" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Auch der Medienmilliardär John de Mol soll Interesse angemeldet haben.
Zwischen Tele2 und Versatel sollen laut Bericht bereits ernsthafte Gespräche stattgefunden haben. Die Schweden könnten sich von Versatels Deutschland-Tochter trennen, sollten sie tatsächlich zum Zuge kommen. Versatel expandiere in Deutschland zwar stark, erziele aber niedrigere Gewinnmargen.
Undurchsichtig bleiben der "Welt" zufolge bisher die Absichten des Milliardärs und TV-Produzenten John de Mol. Dieser hatte kürzlich seine Beteiligung an Versatel von zehn auf 25 Prozent aufgestockt und ist damit Versatel-Großaktionär. In Finanzkreisen werden dem Bericht nach zwei Optionen gehandelt. Entweder wolle John de Mol Versatel ganz übernehmen und über die DSL-Breitbandnetze des Telekom-Unternehmens seine eigenen TV-Programme verbreiten. Die zweite Variante wäre, dass De Mol wie in der Vergangenheit schon einmal in das Unternehmen einsteigen und dann das Aktienpaket gewinnbringend verkaufen will.
Gruß Moya 
02.03.05 16:20
#15
atitlan
Versatel Deutschland verdoppelt Gewinn,
Berlin - Die niederländische Telefongesellschaft Versatel hat Umsatz und Gewinn in Deutschland kräftig gesteigert. Mit noch schnelleren Internet-Verbindungen solle die Marktposition weiter ausgebaut werden, kündigte das Unternehmen am Mittwoch an.
Dazu wirbt Versatel mit einer neuen DSL-Flatrate, die eine Geschwindigkeit von bis zu sechs Megabit pro Sekunde erreichen soll. Derzeit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben in Deutschland rund 300 000 Kunden, davon 60 000 Geschäftskunden.
Der Umsatz auf dem deutschen Markt stieg im vergangenen Jahr von knapp 190 Millionen auf 273,7 Millionen Euro (+44,4 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITDA) verdoppelte sich auf 43,5 Millionen Euro. Zu den Wachstumsraten trug auch der Kauf des Berliner Telekommunikations-Anbieters BerliKomm im Juli 2004 bei. Versatel ist außerdem in Bayern, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hamburg aktiv.
Der gesamte Versatel-Konzern steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf 600,7 Millionen Euro (2003: 462,1 Millionen Euro). Das EBITDA stieg von 90 Millionen auf 118,1 Millionen Euro.
© dpa - Meldung vom 02.03.2005 14:03 Uhr
Dazu wirbt Versatel mit einer neuen DSL-Flatrate, die eine Geschwindigkeit von bis zu sechs Megabit pro Sekunde erreichen soll. Derzeit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben in Deutschland rund 300 000 Kunden, davon 60 000 Geschäftskunden.
Der Umsatz auf dem deutschen Markt stieg im vergangenen Jahr von knapp 190 Millionen auf 273,7 Millionen Euro (+44,4 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITDA) verdoppelte sich auf 43,5 Millionen Euro. Zu den Wachstumsraten trug auch der Kauf des Berliner Telekommunikations-Anbieters BerliKomm im Juli 2004 bei. Versatel ist außerdem in Bayern, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hamburg aktiv.
Der gesamte Versatel-Konzern steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf 600,7 Millionen Euro (2003: 462,1 Millionen Euro). Das EBITDA stieg von 90 Millionen auf 118,1 Millionen Euro.
© dpa - Meldung vom 02.03.2005 14:03 Uhr
02.03.05 17:00
#16
moya
Danke für Info atitlan
so und jetzt kann es nur richtig norden gehen.
Gruß Moya 
04.03.05 12:22
#17
moya
Versatel setzt auf TV-Empfang via Web
07.03.05 10:20
#18
atitlan
Versatel will 70000 Berliner Kunden gewinnen
Telekommunikationsanbieter: Nutzerzahl in sechs Monaten verdoppelt
Berlin – Der Telekommunikationsanbieter Versatel will sein Geschäft in Berlin weiter ausbauen. „Bis Ende März werden wir 70000 Kunden in Berlin an unser Netz angeschlossen haben“, sagte Versatel-Deutschlandchef Andreas Heinze im Gespräch mit dem Tagesspiegel. Das sei ein „spektakulärer Erfolg“, denn damit werde Versatel die Kundenzahl in Berlin in nur sechs Monaten verdoppelt haben. Auch neue Jobs sollen entstehen: Zum Jahresende 2004 beschäftigte Versatel in Berlin knapp 200 Mitarbeiter, Ende Februar waren es 220. „In den kommenden Wochen wollen wir weitere 20 Mitarbeiter einstellen“, sagte Heinze.
Versatel hatte im Juli 2004 den Berliner Lokalanbieter Berlikomm für 34,6 Millionen Euro übernommen. Zuvor hatten die Berlikomm-Mitarbeiter befürchtet, dass im Zuge der Übernahme Arbeitsplätze abgebaut werden. Bei Vertragsabschluss hatte Versatel nur 150 Arbeitsplätze bis Ende 2005 garantiert.
Seit Oktober vergangenen Jahres bietet Versatel in Berlin Telefon- und schnelle Internetanschlüsse (DSL) in Konkurrenz zur Telekom an. Berlikomm trug 2004 16,9 Millionen Euro zum Umsatz und 1,4 Millionen Euro zum Betriebsergebnis der Versatel-Gruppe bei.
Inzwischen klappe auch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom wieder besser, sagte Heinze. Die Telekom muss Kunden, die wechseln wollen, auf das Versatel-Netz umschalten. Dabei war es zu erheblichen Wartezeiten gekommen. Der Zeitrahmen zwischen Bestellung und Anschluss des Kunden liege nun wieder zwischen vier und sechs Wochen, sagte Heinze. Ab der kommenden Woche erweitert Versatel zudem sein Angebot: Dann wird das Unternehmen noch schnellere DSL-Anschlüsse anbieten.
Dass im Februar mit Hansenet ein weiterer Wettbewerber in Berlin gestartet ist, habe Versatel nicht negativ zu spüren bekommen. „Unser Gegner ist die Deutsche Telekom“, sagte Heinze. „Jeder Marktteilnehmer, der darauf hinweist, dass es eine Alternative gibt, begünstigt unsere Position.“ Corinna Visser
Der Tagesspigel 05.03.2005
Berlin – Der Telekommunikationsanbieter Versatel will sein Geschäft in Berlin weiter ausbauen. „Bis Ende März werden wir 70000 Kunden in Berlin an unser Netz angeschlossen haben“, sagte Versatel-Deutschlandchef Andreas Heinze im Gespräch mit dem Tagesspiegel. Das sei ein „spektakulärer Erfolg“, denn damit werde Versatel die Kundenzahl in Berlin in nur sechs Monaten verdoppelt haben. Auch neue Jobs sollen entstehen: Zum Jahresende 2004 beschäftigte Versatel in Berlin knapp 200 Mitarbeiter, Ende Februar waren es 220. „In den kommenden Wochen wollen wir weitere 20 Mitarbeiter einstellen“, sagte Heinze.
Versatel hatte im Juli 2004 den Berliner Lokalanbieter Berlikomm für 34,6 Millionen Euro übernommen. Zuvor hatten die Berlikomm-Mitarbeiter befürchtet, dass im Zuge der Übernahme Arbeitsplätze abgebaut werden. Bei Vertragsabschluss hatte Versatel nur 150 Arbeitsplätze bis Ende 2005 garantiert.
Seit Oktober vergangenen Jahres bietet Versatel in Berlin Telefon- und schnelle Internetanschlüsse (DSL) in Konkurrenz zur Telekom an. Berlikomm trug 2004 16,9 Millionen Euro zum Umsatz und 1,4 Millionen Euro zum Betriebsergebnis der Versatel-Gruppe bei.
Inzwischen klappe auch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom wieder besser, sagte Heinze. Die Telekom muss Kunden, die wechseln wollen, auf das Versatel-Netz umschalten. Dabei war es zu erheblichen Wartezeiten gekommen. Der Zeitrahmen zwischen Bestellung und Anschluss des Kunden liege nun wieder zwischen vier und sechs Wochen, sagte Heinze. Ab der kommenden Woche erweitert Versatel zudem sein Angebot: Dann wird das Unternehmen noch schnellere DSL-Anschlüsse anbieten.
Dass im Februar mit Hansenet ein weiterer Wettbewerber in Berlin gestartet ist, habe Versatel nicht negativ zu spüren bekommen. „Unser Gegner ist die Deutsche Telekom“, sagte Heinze. „Jeder Marktteilnehmer, der darauf hinweist, dass es eine Alternative gibt, begünstigt unsere Position.“ Corinna Visser
Der Tagesspigel 05.03.2005
07.03.05 10:26
#19
atitlan
Versatel zum zweiten Mal Preistipp in der PC Prax
Versatel zum zweiten Mal Preistipp in der PC Praxis: Deutschlands günstigster DSL-Anbieter!
Berlin – Als deutschlandweit günstigsten Netzbetreiber empfiehlt das Computermagazin PC Praxis (Heft 03/05) den überregional tätigen Telekommunikationsanbieter Versatel in seiner aktuellen Ausgabe...
Versatel gehört zu den am stärksten wachsenden Telekommunikationsunternehmen der Branche. Mit einer Vielfalt an breitbandigen DSL- und ISDN-Produkten bietet Versatel innovative und kostengünstige Gesamtlösungen im Bereich der Telekommunikation. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist es, zur Nummer Zwei der Festnetzbetreiber in Deutschland aufzusteigen.
http://www.versatel.de/fileadmin/user_upload/pc_praxis-1.jpg
Berlin – Als deutschlandweit günstigsten Netzbetreiber empfiehlt das Computermagazin PC Praxis (Heft 03/05) den überregional tätigen Telekommunikationsanbieter Versatel in seiner aktuellen Ausgabe...
Versatel gehört zu den am stärksten wachsenden Telekommunikationsunternehmen der Branche. Mit einer Vielfalt an breitbandigen DSL- und ISDN-Produkten bietet Versatel innovative und kostengünstige Gesamtlösungen im Bereich der Telekommunikation. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist es, zur Nummer Zwei der Festnetzbetreiber in Deutschland aufzusteigen.
http://www.versatel.de/fileadmin/user_upload/pc_praxis-1.jpg
08.03.05 13:46
#24
moya
Celox u Versatel schließen ihre DSL-Netze zusammen
Gruß Moya
| Celox und Versatel schließen ihre DSL-Netze zusammen DSL-News.de , Dienstag, 08.März 2005 |
| Die zwei Provider Celox und Versatel haben einen Kooperationsvertrag vereinbart, damit bekommt Celox einen direkten Zugang zu 116 Hauptvermittlungsstellen des DSL-Netzes von Versatel. Der Provider Versatel kann im Gegenzug die 200 Vermittlungsstellen des Celox DSL-Netzes nutzen. Der Kooperationsvertrag zwischen den beiden Providern ist ausschließlich auf ADSL sowie SDSL für Geschäftskunden beschränkt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit können die zwei Unternehmen sogenannte Virtuelle Private Netzwerke (VPN) leichter aufbauen. |
11.04.05 16:22
#25
atitlan
Achte auf Covad Communications
Schon +25% in 4 Tage, sieht gut aus.
Hatten gute Umsatzzahlen bekanntgemacht und eine Aufwertung auf 5 Dollar bekommen.
http://finance.yahoo.com/q/bc?s=COVD.OB&t=5d&l=on&z=m&q=l&c=
Hatten gute Umsatzzahlen bekanntgemacht und eine Aufwertung auf 5 Dollar bekommen.
http://finance.yahoo.com/q/bc?s=COVD.OB&t=5d&l=on&z=m&q=l&c=
Seite:
1



Zu den Investitionen in den Niederlanden kommen weitere Ausgaben in Deutschland, wo Versatel vor allem in Ballungszentren aktiv ist, ist in der Financial Times Deutschland zu lesen. In den Niederlanden startet Versatel das Internet-TV im August dieses Jahres mit Übertragungen aus der ersten Fußballliga des Landes.
