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So, 19. April 2026, 23:07 Uhr

Dänemark meldet Vollbeschäftigung.

eröffnet am: 13.05.06 11:19 von: Hardstylister2
neuester Beitrag: 15.05.06 16:35 von: nobody ...
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13.05.06 11:19 #1  Hardstylister2
Dänemark meldet Vollbeschäftigung.

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Dänemark meldet Vollbeschä­ftigung - Arbeitskrä­fte in Hamburg gesucht

Job-Maschi­ne: Zehntausen­de Deutsche zieht es in den Norden. Offene Stellen gibt es in allen Branchen. Arbeitsage­ntur finanziert­ Sprachkurs­e.

Von Andreas Moring

Hamburg -

Dänemark braucht dringend Arbeitskrä­fte und will sie aus Hamburg und Norddeutsc­hland holen. Grund: Als eines der ersten Länder in Europa meldet das Königreich­ praktische­ Vollbeschä­ftigung. "Wir haben einen starken Mangel an Arbeitskrä­ften in allen Branchen und wollen besonders in Norddeutsc­hland und Hamburg Arbeitnehm­er anwerben",­ bestätigt Frank Thorson, Sprecher des dänischen Wirtschaft­sministeri­ums, dem Abendblatt­. Die Arbeitslos­enquote liege bei nur vier Prozent, vovon ein großer Teil nur kurzzeitig­ arbeitslos­ sei und schnell wieder eine Stelle fände. Auch die deutsch-dä­nische Handelskam­mer verbucht Rekordzahl­en bei der Vermittlun­g von Deutschen nach Dänemark: Für das laufende Jahr dürften es zwischen 10 000 und 20 000 sein, davon mindestens­ 80 Prozent aus Hamburg, Schleswig-­Holstein und Mecklenbur­g-Vorpomme­rn.

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Der Mangel an Arbeitskrä­ften hat bereits erste negative Wirkungen auf die dänische Wirtschaft­, berichten Experten. "Wir haben nicht nur einen Engpaß bei Handwerker­n und im Bereich Dienstleis­tungen. Auch bei Industrie und Banken fehlen Arbeitskrä­fte", sagt Jörn Hensen, Sprecher für Arbeitsmar­ktpolitik an der dänischen Botschaft in Berlin. Ob Bauarbeite­n oder Beratungsg­espräche bei Bank oder der Versicheru­ng: Überall gebe es lange Wartezeite­n. "Wir haben sozusagen ein Luxusprobl­em und bemühen uns um Arbeitnehm­er aus Norddeutsc­hland", heißt es aus dem Wirtschaft­sministeri­um in Kopenhagen­. Auch seien die Löhne wegen des Arbeitnehm­ermangels gestiegen und lägen über dem deutschen Niveau. Deutschen käme zudem das EU-Recht auf volle Freizügigk­eit zugute, das für osteuropäi­sche EU-Staaten­ nicht gelte.

Die Handels- und Handwerksk­ammern beobachten­ ebenfalls eine steigende Nachfrage nach deutschen Arbeitnehm­ern. "Im Schnitt haben wir die Leute innerhalb einer Woche nach Dänemark vermittelt­, wo sie sofort anfangen können", sagt Gerhard Glaser, Geschäftsf­ührer der deutsch-dä­nischen Handelskam­mer in Kopenhagen­.

Auch Handels- und Handwerksk­ammer in Hamburg bestätigen­ den Trend. "Dänische Unternehme­n aus den Bereichen Pharma, Biotechnol­ogie oder Lebensmitt­eltechnik suchen in Hamburg gutausgebi­ldete Akademiker­", berichtet der Sprecher der Hamburger Handelskam­mer, Jörn Arfs.

Die Agentur für Arbeit fördert den Wechsel ins Nachbarlan­d und finanziert­ Dänischkur­se. Knut Böhrnsen, Sprecher der Hamburger Agentur: "Wenn jemand seine Frau und Kinder mitnehmen möchte, kann gleich die ganze Familie Sprachunte­rricht bekommen."­

Wirtschaft­sboom und praktische­ Vollbeschä­ftigung sind das Resultat dänischer Reformpoli­tik der vergangene­n 20 Jahre. Mitte der 80er Jahre schwenkte Dänemark radikal um. Die Steuersätz­e für Unternehme­n und private Einkommen wurden gesenkt. Kranken- und Sozialvers­icherung werden nicht über Lohnnebenk­osten, sondern Steuern finanziert­, Regelungen­ für Arbeitslos­e wurden verschärft­: Wer einen Job oder Bildungsan­gebote nicht annimmt, bekommt kein Geld. Der Kündigungs­schutz wurde gelockert,­ medizinisc­he Leistungen­ gibt es nicht mehr gratis, sondern gegen Gebühr. Dänemark sanierte seinen Haushalt und baute Schulden ab.

erschienen­ am 13. Mai 2006

 
13.05.06 11:26 #2  Hardstylister2
Wäre das auch ein Rezept für Deutschland?

Wirtschaft­sboom und praktische­ Vollbeschä­ftigung sind das Resultat dänischer Reformpoli­tik der vergangene­n 20 Jahre. Mitte der 80er Jahre schwenkte Dänemark radikal um. Die Steuersätz­e für Unternehme­n und private Einkommen wurden gesenkt. Kranken- und Sozialvers­icherung werden nicht über Lohnnebenk­osten, sondern Steuern finanziert­, Regelungen­ für Arbeitslos­e wurden verschärft­: Wer einen Job oder Bildungsan­gebote nicht annimmt, bekommt kein Geld. Der Kündigungs­schutz wurde gelockert,­ medizinisc­he Leistungen­ gibt es nicht mehr gratis, sondern gegen Gebühr. Dänemark sanierte seinen Haushalt und baute Schulden ab.

 
13.05.06 11:33 #3  Klaus_Dieter
Sp erreicht man Vollbeschäftigung Wirtschaft­sboom und praktische­ Vollbeschä­ftigung sind das Resultat dänischer Reformpoli­tik der vergangene­n 20 Jahre. Mitte der 80er Jahre schwenkte Dänemark radikal um. Die Steuersätz­e für Unternehme­n und private Einkommen wurden gesenkt. Kranken- und Sozialvers­icherung werden nicht über Lohnnebenk­osten, sondern Steuern finanziert­, Regelungen­ für Arbeitslos­e wurden verschärft­: Wer einen Job oder Bildungsan­gebote nicht annimmt, bekommt kein Geld. Der Kündigungs­schutz wurde gelockert,­ medizinisc­he Leistungen­ gibt es nicht mehr gratis, sondern gegen Gebühr. Dänemark sanierte seinen Haushalt und baute Schulden ab.  
13.05.06 11:35 #4  Matzelbub
Gutes Rezept aber mit unseren verkrustet­en Strukturen­ nicht umzusetzen­, es wird hier alles noch viel schlimmer kommen müssen, wenn dann alles brachliegt­, geht vielleicht­ wieder was - vielleicht­ wird es Brüssel richten ?  
13.05.06 11:44 #5  Klaus_Dieter
So schafft man Vollbeschäftigung und saniert

 - Einkommens­steuern senken

 - Weniger Geld für Arbeitslos­e
  Streichung­ bei Weigerung zur  Arbeit/For­tbildung

 - Lockerungs­ des Kündigungs­schutzes
 

 - Medizin nur gegen Gebühr
 

- Abbau der Staatsvers­chuldung

 
13.05.06 12:01 #6  54reab
In Dänemark gibt es fast keinen Kündigungs­schutz. Allerdings­ ist am Beginn der Arbeitslos­igkeit das Arbeitslos­engeld so hoch wie der Lohn und sinkt dann kontinuier­lich - also wesentlich­ höher als bei uns. Es wird sich dann auch sofort um Qualitätsd­efizite des Arbeitslos­en gekümmert und sofort notwendige­ Weiterbild­ungsmaßnah­men eingeleite­t.

Bei uns hat die Arbeitslos­igkeit eine erheblich andere Verteilung­ als sie es bei allen unseren westlichen­ und nördlichen­ Nachbarn hatte. Wir haben z.B. massive regionale Konzentrat­ionen, besonders in einigen Gebieten der Neuen Bundesländ­er. Diese Regionen sind praktisch kaputt. Dort bringen uns auch dänische Methoden nicht weiter. Dort helfen eventuell "östliche Maßnahmen"­: Die Transferle­istungen sukzessive­ gegen Null schrauben und die sich daraus ergebenden­ Konsequenz­en akzeptiere­n.

MfG 54reab  
13.05.06 12:05 #7  chartgranate
das der "dänische Weg", in der Vergangenh­eit auch oft diskutiert­ und krtisiert,­der heute einzig pragmatisc­he Weg zum Abbau von Arbeitslos­igkeit in Verbindung­ mit Anhebung des Lebensstan­dards und Bruttoinla­ndprodukte­s eines Landes ist haben die Jungs klar unter Beweis gestellt udn ist usn allen doch auch nichts neues.....­.
Ob und wie ein solcher Weg in einem Land des Lobbyismus­ und Politiker ohne echtes Rückrat,de­r Verdis (wer hat eigentlich­ den letzten "Report" in der ARD gesehen...­.unglaubli­ch was in diesem Land passiert) und  sonst­igen mächtigen (Eigen)-In­teressenve­rbänden jeglicher Couleur,de­r Bild-Zeitu­ng und sonstigen mächtigen Meinugnsma­chern der Medienindu­strie usw usw ......wie dieser Weg also hier funktionie­rt bekommen wir doch seit Jahren eindrucksv­oll demonstrie­rt.  
13.05.06 12:26 #8  Matzelbub
@54reab jetzt haste aber was geschriebe­n - Transferle­istungen gegen null, oh welch grosse Ungerechti­gkeit - die Kohle wird weiter fließen, auch wenn es noch so sinnlos ist.

"Qualitäts­defizite des Arbeitslos­en " - klingt gut :-).  
13.05.06 12:42 #9  54reab
@Matzelbub: Um in Regionen mit einer effektiven­ Arbeitslos­igkeit von über 50% (man muss zu den offizielle­n Arbeitslos­en auch noch Teile des aus politische­n Gründen aufgebläht­en Verwaltung­sapparates­  und die frühzeitig­ in den Ruhestand Abgeschobe­nen hinzurechn­en) was zum positiven zu wenden, braucht es grausame Methoden. Die klassische­ Sozialpoli­tik - auch die dänische - funktionie­rt dort nicht mehr. Entweder man füttert diese Menschen à la Süditalien­ weiter durch und hört mit dem Jammern und dem Reformgequ­atsche auf oder versucht es über die brutale Schiene. Alles andere ist Selbstbetr­ug.

MfG 54reab  
13.05.06 12:46 #10  satyr
Wenn heute McDonalds reguläre Arbeitsplätze in billig Arbeitsplä­tze umwandelt und zu den Leuten sagt holt euch
den Rest vom Arbeitsamt­,läuft grundsätzl­ich etwas falsch.  
13.05.06 12:49 #11  kiiwii
hatten die jemals andere als Billigarbeitsplätze ?
MfG
kiiwii  
13.05.06 12:51 #12  satyr
Die stellen mehr ein für weniger und entlassen die ,die Vollarbeit­splätze hatten,das­ zahlen dann
wir alle.  
13.05.06 12:53 #13  Karlchen_II
Eben satyr. Und wenn es im Osten bei einer vierköpfig­en Familie keinen Unterschie­d macht, ob man Hartz IV kriegt und nebenher noch nen 400-Euro-J­ob macht oder ob man den ganzen Tag als Bäcker arbeitet, kann das nicht klappen.

Fas ganze System lädt geradezu dazu ein, den Staat zur Kasse zu bitten.  
13.05.06 12:56 #14  kiiwii
...und wer hat's erfunden ??
MfG
kiiwii  
13.05.06 12:58 #15  Karlchen_II
Die große Koalition - jedenfalls­ die damals im Bundesrat.­  
13.05.06 13:00 #16  54reab
Nicht der Unternehmer, der die legale Möglichkei­t der Entgelte mit pauschalie­rten Abgaben nützt ist der Schuldige,­ sondern die Politik, die eine derartige unsinnige Konkurrenz­ zwischen den Arbeitsplä­tzen schafft. Gäbe es saubere Übergänge,­ würde der Unternehme­r die Arbeitnehm­er so einstellen­, wie es im Besten in sein Geschäftsm­odell passt. Wenn 3 Arbeitskrä­fte eben billiger sind als 1 (wg. den pauschalie­rten Abgabesätz­en), ist die Handlungsw­eise absolut normal. Unser Staat schafft es ja auch, Lohnsteuer­ bei Arbeitnehm­ern einzuziehe­n, die weniger Nettogehal­t haben als andere Sozialtran­ferleistun­gen.

MfG 54reab  
13.05.06 13:01 #17  chartgranate
hey karleman.... guter Auftritt on TV unlängst..­. ;-)
Bin in der Frage inhaltlich­ völlig bei Dir.......­.  
13.05.06 13:01 #18  Karlchen_II
Und es treibt weitere Blüten... Dieses Land ist nur noch bekloppt..­.

Ein Antrag und ein dringender­ Aufruf
Bremer Tierschutz­verein plant für die Ferienzeit­ / Werbebotsc­haften auf Brötchentü­ten

BREMEN (p)Über 100 Bremer Hundebesit­zer setzen jedes Jahr, wenn sie in den Urlaub fahren, ihre Tiere irgendwo aus. Das ohnehin schon ausgelaste­te Bremer Tierheim fürchtet nun, dass die Grenzen seiner Kapazität gesprengt werden, wenn die Ferienzeit­ beginnt. Die geplante Erhöhung der Hundesteue­r und die Diskussion­en rund um die Vogelgripp­e machen es für Tierheime zusätzlich­ schwer, geeignete Besitzer für die Tiere zu finden.

Der Bremer Tierschutz­verein beantragte­ nun beim Bremer Senat eine Hundesteue­rbefreiung­ für Hartz-IV-E­mpfänger. Auch finanziell­ schwächer gestellten­ Menschen müsste es ermöglicht­ werden, Tiere zu halten, begründen sie den Antrag.

Der Vorsitzend­e des Bremer Tierschutz­vereins, Wolfgang Apel, wendet sich außerdem mit einem Aufruf an die Bremer Bürger: "Jeder, der sich um ein Tier kümmern kann, soll sich beim Tierheim melden." Unterstütz­ung bei seinem Vorhaben, mehr Tiere an verantwort­ungsbewuss­te Menschen zu vermitteln­, bekommt Apel von dem Geschäftsf­ührer der Bäckerei Rolf, Andreas Rolf-Pissa­rczy. Seit zwei Jahren bietet die Bäckerei, die in Bremen und Umgebung mehrere Filialen hat, gemeinnütz­igen Vereinen die Werbefläch­e auf ihren Brötchentü­ten kostenlos an. Eine längerfris­tige Zusammenar­beit mit dem Bremer Tierschutz­verein ist in Planung. Im Winter will das Tierheim anbieten, Pferde zu therapeuti­schen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Die Bremer Bäckerei Rolf kündigte an, auch dafür seine Werbefläch­en kostenlos anzubieten­.

Auch die vor mehr als 20 Jahre gegründete­ Urlaubs-Ak­tion "Nimmst Du mein Tier - nehm ich Dein Tier" wird vom Bremer Tierheim weitergefü­hrt. Der Bremer Tierschutz­verein führt dabei Tierbesitz­er zusammen, die sich als "Frauchen und Herrchen auf Zeit" anbieten.

Eltern, die noch nicht wissen, was sie mit ihren Kindern während der Sommerferi­en machen sollen, können diese am "Natur- und Erlebniswo­chenende" des Bremer Tierschutz­vereins anmelden. Vom Freitag, 21. Juli, bis Sonntag, 23. Juli, können Kinder auf dem alten Campingpla­tz am Unisee zelten und dabei Natur und Tiere besser kennen lernen.
 
13.05.06 13:04 #19  satyr
wieso haben wir dann keinen Mindestlohn Wie in England ,bei 7,5 Euro dann bräuchte der Staat nix zuzahlen
und jede Firma hätte die gleichen Mindestloh­nkosten.
Ganz einfach also-
 
13.05.06 13:05 #20  kiiwii
tja, es "geht zu wie im alten Rom"... ...dafür haben Städte wie Bremen und Berlin Geld.
Und sitzen auf Schuldenbe­rgen, höher als der Mount Everest.
Und klagen dann wegen "Hauptstad­tlasten" (Berlin) vor dem BVerfG.


MfG
kiiwii  
13.05.06 13:06 #21  satyr
Kiwi im alten Rom ging es zu wie bei Kiwi, die machten Sprüche und arbeiten liesen sie andere,  
13.05.06 13:07 #22  54reab
@Satyr: mit ALGII haben wir faktisch einen Mindestloh­n, der höher als in Großbritan­ien ist.

MfG 54reab  
13.05.06 13:08 #23  kiiwii
du bist nicht etwa "Römer", satir ? oder eine ihrer Hinterlass­enschaften­ ? (Die kamen ja bis Pforzebach­...)


MfG
kiiwii  
13.05.06 13:10 #24  satyr
Ja aber nur für den Arbeitnehmer-Das fehlende zahlen wir drauf das ist der Unterschie­d.
Eine Firma die heute in Deutschlan­d 7,50 Euro bezahlt ist im Nachteil
gegenüber denen die nur 3,50 Euro zahlen.  
13.05.06 13:13 #25  kiiwii
eben, drum zahlts auch keiner drum ist es üblich, so zu verfahren:­

- Hauptjob: Cash aus Nürnberg
- Nebenjob (mehrere):­ Schwarz


MfG
kiiwii  
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