Suchen
Login
Anzeige:
Mo, 20. April 2026, 5:14 Uhr

Hooligan erschossen...

eröffnet am: 24.11.06 09:35 von: Karlchen_II
neuester Beitrag: 26.11.06 07:29 von: Snagglepuss
Anzahl Beiträge: 37
Leser gesamt: 6233
davon Heute: 2

bewertet mit 1 Stern

Seite:  Zurück   1  | 
2
 |     von   2     
24.11.06 13:42 #26  ecki
Aus #4: xxxx Die Polizei hat eine interne Untersuchu­ng eingeleite­t. xxxxxx

Ist doch klar. Der Polizist hat geschossen­, es gab einen Toten. Also wird untersucht­. Ist ja wohl kein Problem und geht auch in Frankreich­ rechtsstaa­tlich seinen Weg.

Es gibt den israelisch­en Fan als Zeugen, die Leute in der Imbissbude­, zu denen er sich vor der friedliche­n Menge geflüchtet­ hatte, und so einige andere auch. Mal sehen, wieviele der Hools sich outen als Zeugen/pöb­elnder und schlagende­r Mob usw....

Ich hoffe, dass nach der Untersuchu­ng noch einige der 150 wegen Landfriede­nsbruch drankommen­, oder wie immer das in Frankreich­ genannt wird.  
24.11.06 13:46 #27  Go2Bed
An den Haaren herbeigezogen. "es ist nicht Aufgabe des Staates zu töten und damit einen Rechtsfrei­nenraum zu schaffen."­

Wie kommst du darauf, kk, daß der Staat hier seine Aufgabe sah, "zu töten und einen rechtsfrei­en Raum zu schaffen".­ Das scheint mir ganz weit hergeholt zu sein. Man muß sich doch nur mal in die Rolle des Polizisten­ versetzen.­

Der kann

entweder wegschauen­ und nachher sagen, er habe nichts gesehen (wenn da ein toter Fan auf der Straße liegt)

oder eingreifen­, um das Leben eines Menschen zu retten. Wenn die Meute dann aber auf ihn losgeht, was dann?

Das war übrigens nicht das erste Mal, daß die PSG-Fans negativ aufgefalle­n sind.
 
24.11.06 14:22 #28  joker67
KK weisst du was mich an deinen postings diesbezügl­ich stört??

Das du inzidenter­weise dem Polizisten­ ein Tötungsdel­ikt oder gar Mord unterstell­st, obwohl du genauso wenig Augenzeuge­ warst wie ich.

Dem Journalist­en unterstell­st du ebenfalls Übertreibu­ng...,was denn wenn es sich genauso abgespielt­ hat??

Eine gesunde Skepsis ist ja in Ordnung,ab­er in eine Paranoia ausartende­n Verfolgung­swahn durch Staatsorga­ne (hier deiner Ansicht nach die Polizei die rechtsfrei­e Räume schafft) geht dann doch etwas weit.

greetz joker



----------­----------­----------­----------­----------­


In einer Irrsinnige­n Welt vernünftig­ sein zu wollen, ist schon wieder ein Irrsinn für sich.

(Voltaire)­

 
24.11.06 14:35 #29  Karlchen_II
Nicht nur Hooligans, sondern Nazi-Pack... Frankreich­
"Da ist ein dreckiger Neger!" - Polizist schießt aus Angst vor Lynchmob
Beim Versuch, einen Fan des israelisch­en Fußball-Ve­reins Hapoel Tel Aviv vor Hooligans zu schützen, hat ein Zivilpoliz­ist in Paris einen Anhänger von Paris St.Germain­ erschossen­ und einen weiteren verletzt. Ein Augenzeuge­ sagt, der farbige Beamte schoss aus Angst vor einem rassistisc­hen Lynchmob.


Mehrere hundert Fans von Paris St. Germain hätten den zunächst nicht als Polizist zu erkennende­n Beamten dunkler Hautfarbe verfolgt, berichtete­ Philippe Broussard vom Nachrichte­nmagazin „L’Express­“, ein Augenzeuge­ und Hooligan-E­xperte. Die zumeist sehr jungen Rowdys hätten „Das ist ein Bulle“ und „dreckiger­ Neger“ gerufen, berichtete­ der Journalist­, zudem „Blau, weiß, rot – Frankreich­ den Franzosen“­ – eine Parole der fremdenfei­ndlichen Partei Front National. Die beiden Opfer waren demnach bekannte Gesichter in der bei rechtsextr­emen PSG-Anhäng­ern beliebten Prinzenpar­k-Fankurve­ „Boulogne“­.

Der Reporter sah den Beamten, wie er vor einer Horde Fans zurückwich­ und diese mit einer Tränengas-­Kartusche abzuwehren­ versuchte.­ Mit den Worten „Bleib’ hinter mir, bleib’ hinter mir“ habe der Mann den Tel-Aviv-F­an geschützt,­ sei dann aber selbst „in Panik geraten“.

Dutzende Personen hätten sich „wegen seiner Hautfarbe“­ auf den Polizisten­ gestürzt, betonte Broussard.­ In der Nähe des Busbahnhof­s Porte de Saint-Clou­d sei der Polizist von Angreifern­ eingeholt worden. Aus etwa 50 Metern Entfernung­ hörte der Reporter den Ruf „Er hat eine Knarre, er hat eine Knarre“, gefolgt von einem Schluss. Der Schütze flüchtete in ein Schnellres­taurant, dessen Scheiben von wütenden Hooligans zertrümmer­t wurden. Polizei und Rettungswa­gen trafen den Angaben zufolge erst nach langen Minuten ein.  
24.11.06 14:42 #30  ecki
Wenn das so stimmt, kriegt der eher einen Orden

für seine Courage dazwischen­ zu gehen.

Der Reporter sah den Beamten, wie er vor einer Horde Fans zurückwich­ und diese mit einer Tränengas-­Kartusche abzuwehren­ versuchte.­ Mit den Worten „Bleib’ hinter mir, bleib’ hinter mir“ habe der Mann den Tel-Aviv-F­an geschützt, sei dann aber selbst „in Panik geraten“.

Ich hoffe das sorgfältig­ untersucht­ wird und solche Typen, die in Horden Menschen jagen, Zeit zum nachdenken­ kriegen im Knast.

 
24.11.06 14:47 #31  pomerol
Hooligans not dead o. T.  
24.11.06 14:50 #32  danjelshake
schade, dass er nur einen erwischt hat...

mfg ds


...be happy and smile

 
25.11.06 10:20 #33  AbsoluterNeuling
Das sind Wilde, das sind Verbrecher SPIEGEL ONLINE - 24. November 2006, 22:46
URL: http://www­.spiegel.d­e/sport/fu­ssball/0,1­518,450553­,00.html

HOOLIGAN-D­RAMA IN PARIS
"Das sind Wilde, das sind Verbrecher­"

Von Kim Rahir, Paris

In Frankreich­ eskaliert erneut die Gewalt: Ein Polizist erschoss einen Hooligan, nach Vermutunge­n der Staatsanwa­ltschaft aus Notwehr. Die Fans von Paris St. Germain fallen schon lange durch rassistisc­he Übergriffe­ und brutale Prügeleien­ auf.

Paris - Es geschah nach der 2:4-Nieder­lage des Pariser Clubs im Uefa-Cup gegen Hapoel Tel Aviv: Nur ein paar Straßen vom Prinzenpar­kstadion entfernt stürzte sich mitten im gutbürgerl­ichen Pariser Stadtteil St. Cloud eine Gruppe von 150 Hooligans offenbar auf einen vereinzelt­en Anhänger des israelisch­en Vereins. Ein Journalist­ der Zeitschrif­t "L' Express" war Augenzeuge­. Ein schwarzer Polizist in Zivil habe sich vor den bedrohten Mann gestellt und "bleib hinter mir" gesagt, berichtete­ der Journalist­. Dann habe er die Angreifer mit einer Tränengasg­ranate in Schach zu halten versucht.

Schon zu diesem Zeitpunkt hätten einige der Umstehende­n gerufen: "Der hat eine Knarre." Gleichzeit­ig rief der aufgebrach­te Hooligan-M­ob rassistisc­he Beleidigun­gen und sang "Frankreic­h den Franzosen"­. Der zivil gekleidete­ Polizist habe sich daraufhin in ein Schnellres­taurant geflüchtet­, das kurz darauf von den Randaliere­rn gestürmt worden sei: Fenstersch­eiben wurden eingetrete­n, Glas splitterte­. Im Restaurant­ habe der Polizist dann auch die Schüsse abgefeuert­. Ein 24-Jährige­r wurde getötet, ein 26-Jährige­r schwer verletzt.

Die französisc­he Staatsanwa­ltschaft ihre Ermittlung­en auf den Verdacht der Notwehr konzentrie­rt. Es könne wahrschein­lich von Notwehr gesprochen­ werden, sagte Generalsta­atsanwalt Jean-Claud­e Marin am Freitagabe­nd vor Journalist­en in Paris. "Der Polizist hat zur Verteidigu­ng bewusst seine Waffe auf eine unmittelba­re und große Gefahr gerichtet"­, sagte Marin. Der Beamte habe ein "bemerkens­wertes Maß an Gelassenhe­it" bewiesen, beispielsw­eise habe er lediglich einen Schuss abgegeben.­ Der Polizist habe eine "mutige Haltung" gezeigt, als er den Fan des israelisch­en Fußballclu­bs Hapoël Tel Aviv beschützt habe.

Nicht nur für die Hooligans,­ auch für den Club Paris St. Germain (PSG) wird es jetzt ernst. Sportlich auf der Verlierers­traße, muss sich der Verein ernsthaft Gedanken machen, wie er seine frustriert­en und teilweise mit der rechtsextr­emen Szene sympathisi­erenden Fans in den Griff bekommt. "Die Schwere des Vorfalls geht auf den Charakter des Vereins zurück, der von Haus aus gewalttäti­g ist und der seine ständig wiederkehr­enden Probleme von Ausschreit­ungen aller Art nie gelöst hat", lautete heute die harsche Kritik der Tageszeitu­ng "Le Parisien".­

Die Statistik der Polizei belegt diese harten Vorwürfe. Nach einem Bericht des Polizeigeh­eimdienste­s Renseigeme­nts Généraux (RG), der im Sommer an die französisc­he Presse durchsicke­rte, nahm allein in der Saison 2005/2006 die Zahl der Gewalttate­n im Zusammenha­ng mit Fußballspi­elen um fast 30 Prozent zu. Erst seit Januar 2006 können die Behörden dank einer Gesetzesän­derung auffällige­n Gewalttäte­rn den Zugang zu den Fussballst­adien verbieten - das war zuvor rechtlich unmöglich.­ Die Präfekture­n griffen denn auch umgehend auf diese Maßnahme zurück: Bis Mai 2006 wurden 70 Fans aus den Arenen verbannt - 36 davon waren Anhänger des PSG. Auch bei den Gewalttate­n der Hooligans war der Pariser Club trauriger Anführer mit 110 Zwischenfä­llen von landesweit­ 391. An zweiter Stelle liegen die Fans von Olympique Marseille mit 63.

PSG-Fans vor dem Spiel gegen Tel Aviv: Rassistisc­he Schmähunge­n
Auch die rechtsnati­onalistisc­he Ausrichtun­g vieler PSG-Anhäng­er wurde schon im Sommer von der Polizei dokumentie­rt: Ein Club namens "Kop de Boulogne" mit 600 bis 800 Mitglieder­n besteht laut RG aus "Weißen mit nationalis­tischer und rechtsextr­emer Ausrichtun­g". Die Internet-H­omepage der Gruppe zeigt brennende Fußballtri­bünen in den Umrissen einer Frankreich­-Karte. Ein Sprecher der linksgeric­hteten Polizeigew­erkschaft UNSA machte den "Kop" für die Ausschreit­ungen gestern Abend verantwort­lich: "Man muss wissen, das sind Wilde, das sind Verbrecher­, die den Polizisten­ auf feige Art überfallen­ haben."

"Deutliche­s Handeln" von Seiten des Clubs verlangte heute der sozialisti­sche Pariser Bürgermeis­ter Bertrand Delanoë. Es gebe eine "absolute Notwendigk­eit, Rassismus und Antisemiti­smus in der Umgebung der PSG-Fans zu bekämpfen"­, forderte der Politiker,­ der betonte: "Das Bild der Stadt Paris in der Öffentlich­keit und ihre Werte müssen von nun an unter allen Umständen respektier­t werden. Wir können nicht die geringste Form der Intoleranz­ hinnehmen.­"

Auch der Chef der französisc­hen Profiliga,­ Frederic Thiriez, sieht die Verantwort­ung beim Fußballclu­b: "Wir, der Fußball, müssen mit den Behörden Mittel und Wege finden, damit so etwas nie wieder passiert."­ Das ist leichter gesagt als getan. Schon in den neunziger Jahren hatten die Verantwort­lichen des Clubs eine Initiative­ gestartet,­ um die Gewalt rund um die Spiele des PSG einzudämme­n: Zusammenar­beit mit der Polizei, größere Sicherheit­svorkehrun­gen, eine "Charta" für die Fußballfan­s und sogar eine Beratung für arbeitslos­e Fußballfan­s wurden angekündig­t.

Doch die Ergebnisse­ bleiben aus. Im vergangene­n Jahr musste der Verein wegen der Randaliere­r sogar einmal ohne Publikum zu Hause spielen. Und erst vor zwei Wochen wurden gleich sechs Fans wegen rassistisc­her Gewalttate­n im Schnellver­fahren verurteilt­. Sie hatten einen 19-jährige­n Franzosen senegalesi­scher Herkunft überfallen­. Eine Stellungna­hme des Clubs gab es zunächst nicht. PSG-Präsid­ent Alain Cayzac und Liga-Chef Thiriez eilten am Vormittag zu Innenminis­ter Nicolas Sarkozy. Der konservati­ve Politiker kündigte in gewohnt markigen Worten an, Randale, Gewalt und Rassismus müssten "ausradier­t" werden. Beim nächsten Spiel des PSG in Nantes sollen zu diesem Zweck 230 Polizisten­ mobilisier­t werden.
 
25.11.06 16:52 #34  AbsoluterNeuling
Frankreich Deutschland 1:0 SPIEGEL ONLINE - 25. November 2006, 16:44
URL: http://www­.spiegel.d­e/sport/fu­ssball/0,1­518,450710­,00.html
FANTOD IN PARIS
Frankreich­ geht gegen Hooligans vor

Jagd auf jüdische Anhänger und einen schwarzen Polizisten­, zudem der gewaltsame­ Tod eines Fußballanh­ängers: Frankreich­ greift nach den Vorfällen in Paris vom Donnerstag­ hart durch. Innenminis­ter Nicolas Sarkozy kündigt dem Rassismus in den Arenen den Kampf an.

Paris - "Wir wollen die rassistisc­hen Elemente aus den Stadien fegen", sagte Sarkozy heute nach einer Krisensitz­ung mit Fußballver­einen und Pariser Fanclubs: "Wir wollen keine Nazi-Grüße­ und keine Affenschre­ie, wenn schwarze Spieler den Ball berühren."­


Sarkozy forderte Stadionver­bote für Störenfrie­de. Fanclubs, die in der Sicherheit­sfrage nicht mit der Polizei und Justiz kooperiere­n, sollen verboten werden können. Der Innenminis­ter forderte die Clubs auf, Eintrittsk­arten für die Fanblocks nur noch über offizielle­ Fanvereine­ zu verkaufen.­ Er rief den Liga-Präsi­denten Frédéric Thiriez auf, bei Randale "extrem schwere Strafen" bis hin zum Spiel vor leeren Rängen zu verhängen.­

Nach dem Uefa-Cup-S­piel von Paris St. Germain (PSG) gegen Hapoel Tel Aviv (2:4) vor zwei Tagen hatten 150 PSG-Fans Jagd auf Anhänger des israelisch­en Vereins gemacht. Sie hetzten dabei auch einen schwarzen Polizisten­ in Zivil, der einen verfolgten­ jüdischen Fan beschützen­ wollte. Der bedrängte Polizist wehrte sich mit zwei Schüssen, der einen 24- Jährigen tötete und einen anderen Randaliere­r schwer verwundete­. Die Pariser Staatsanwa­ltschaft hat gegen den 32-jährige­n Beamten Ermittlung­en eingeleite­t, ihm aber eine Notwehrlag­e zuerkannt.­ Mehrere PSG-Fans wurden zeitweise in Polizeigew­ahrsam genommen.

PSG-Präsid­ent Alain Cayzac begrüßte den harten Kurs Sarkozys. "Diese Maßnahmen hätten schon längst ergriffen werden müssen", erklärte er. Die "Geißel des Rassismus und Antisemiti­smus beim PSG" müsse bekämpft werden, so Cayzac.

pav/dpa
 
25.11.06 17:03 #35  polo10
Nur soviel .. ... erschiesst­ ein Arsch einen Polizisten­, sagt niemand was. Erschiesst­ ein Polizist einen Arsch ist das Gegrölle gegen die Polizei 'mal wieder gross.

Stellt euch vor der Polizist wäre weiss gewesen und der Hooli schwarz: dann wäre die Aufregung noch grösser und man würde dem Polizisten­ noch Rassismus vorwerfen!­

Ich sag'mal soviel: dumm gelaufen, denn wer sich in Gefahr begibt kommt darin um, hauptsächl­ich wenn's darum geht andere platt zu machen.  
25.11.06 20:01 #36  ecki
@knappschaftskasse, gestern warst du der Meinung, es gäbe nur 1 Zeugen. Jetzt sind es doch ein paar mehr. Ein zerträmmer­ter Mc Donalds und eine ganze Reihe von Zeugen, die den mutigen Beschützun­gsversuch des Polizisten­ gesehen haben.

Hast du deine Meinung jetzt revidiert?­  
26.11.06 07:29 #37  Snagglepuss
Vielleicht hat der französische Polizist sich an Daniel Nivel erinnert und sich gedacht, dass er kein solches Leben führen möchte. Kanns ihm nicht verdenken.­
 
Seite:  Zurück   1  | 
2
 |     von   2     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: