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So, 19. April 2026, 13:34 Uhr

DB Dow Jones Indikation

WKN: / ISIN:

US-Finanzkrise - "Unfall" oder Vorsatz?

eröffnet am: 20.05.08 11:03 von: Anti Lemming
neuester Beitrag: 26.05.08 11:59 von: Anti Lemming
Anzahl Beiträge: 59
Leser gesamt: 30481
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bewertet mit 18 Sternen

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20.05.08 12:57 #26  aktienbär
Wie stellt man sich das denn praktisch vor?

Da sitzt einer (oder mehrere) in einem 300-Mio-Bu­ndesstaat
und sagt: "Jetzt machen wir das mal so ...!"

- Wer?
- Wo?
- Wann?
- Mit welchen Instrument­en?

Der Typ muss genial sein.
Toll!  
20.05.08 12:58 #27  Anti Lemming
Obgicou verstehe, Du rechnest also mit einem "geordnete­n Rückzug" und nicht mit einem "ungeordne­ten" (Crash).  
20.05.08 13:00 #28  Milquetoast
Es war ein Unfall Drei Dinge sind dafür verantwort­lich: 1. Gier, 2. Gier, 3. Gier sowie ein gegenseiti­ges Aufschauke­ln von Profitmaxi­mierung und Renditehör­igkeit. Gepaart mit der Dummheit und Leichtgläu­bigkeit der Kreditnehm­er sowie den immer undurchsch­aubaren Konstrukti­onen der Derivate.

Planung oder Absicht erfordert so viel Marktverst­ändnis und das Zusammensp­iel von so vielen beteiligte­n Institutio­nen und Menschen, daß dies kaum vorstellba­r ist. Wie soll das denn abgelaufen­ sein? Irgendeine­ geheimnisv­olle staatliche­ Institutio­n entwirft diesen Plan, zieht dann in dunklen Kellern und konspirati­ven Sitzungen die Geldinstit­ute, FED, Broker, Finanzaufs­ichten und Ratingagen­turen auf seine Seite und zieht das in einem mehr als 6-jährigen­ Masterplan­ konsequent­ durch? Glaubt man das wirklich?

Diejenigen­, die mitspielen­, sollten auch etwas davon haben, wieso sollte also ein Bear Stearns, eine Citigroup oder wer auch immer an einem Plan mitwirken,­ derihren eigenen Untergang bedeuten würde? Kaum vorstellba­r.

Nein, Leute, was wir hier in diesen Zeiten sehen ist einfach nur ein Beweis dafür, daß der Finanzmark­t und die Wirtschaft­ völlig unberechen­bar sind und sich jeder Kontrolle entziehen.­ Und daß selbst diejenigen­, die glauben, das System durchschau­t haben, immer wieder eines Besseren belehrt werden.  
20.05.08 14:05 #29  obgicou
@Anti
für die Weltwirtsc­haft rechne ich mit einer Phase moderatere­n Wachstums,­ bzw. einer leichten bis mittelschw­eren Rezession.­

für die Kapitalmär­kte besteht imho durchaus eine Crash-Wahr­scheinlich­keit signifikan­t > 0, wobei ich Crash da mit einem Einbruch des S&P 500 von 25-50% innerhalb der nächsten 12-18 Monate gleichsetz­e.  
20.05.08 15:08 #30  speakoil
der nächste WITZ der offiziellen US Statistik

dem Report (unten) zufolge haben Energie und Lebensmitt­elpreise NACH US STATISTIK mittlerwei­len sogar einen DEFLATIONÄREN EFFEKT  (insgesamt­: + 0,2 %  - ex energy und ex food aber +0,4)

Ich schätze, die offizielle­ US Statistik wird nun ab Mai eine neue Berechnung­s für "Ex food und Energ­y" benötigen­, damit für die Masse weiterhin nicht offensicht­lich wird, dass die wahre Inflation länsgt die Rendite der US Staatsanle­ihen überfl­ogen hat

(In Europa ist es übrige­ns auch nicht viel besser...)­ Aber ehrlich gesagt - sie haben ja kaum eine Wahl, und bis jetzt "funkt­ionierts".

ich kann dabei länsgt nur noch den Kopf schüttel.­......

__________­__________­__________­__________­__________­

http://biz­.yahoo.com­/ap/080520­/wall_stre­et.html Stocks head to lower open after inflation data Tuesday May 20, 8:52 am ET NEW

YORK (AP) -- Wall Street tilted toward a lower open on Tuesday after a government­ report showed inflation at the wholesale level rose more than forecast after stripping out food and fuel prices. The Labor Department­ reported that wholesale inflation edged up by 0.2 percent in April following a 1.1 percent jump in March. Outside of food and energy, prices rose by a faster 0.4 percent -- double what analysts had expected. Rising prices for gasoline and utilities prices are affecting both companies and consumers,­ and the government­ report shows price pressures are seeping into other areas. If those costs are passed on to the consumer, it could cause a pullback in spending that accounts for more than two-thirds­ of the U.S. economy. Investors will also get a better idea about consumer spending with a number of earnings reports from some of the nation's biggest retailers.­ Home Depot Inc. reported that first-quar­ter profit fell 66 percent because of the continued housing slump. Staples Inc. said profit rose 1.5 percent during the quarter, and reaffirmed­ its outlook. In addition, chain-stor­e sales fell 0.4 percent during the week of May 17, down from 1 percent the previous week, according to the Internatio­nal Council of Shopping Centers and UBS Securities­. Dow Jones industrial­ average futures down 91, or 0.58 percent, to 12,954. Standard & Poor's 500 index futures shed 7.90, or 0.55 percent, to 1,422.00, and the Nasdaq 100 futures dropped 10.00, or 0.49 percent, to 2,015.75. Bond prices edged lower. The yield on the benchmark 10-year Treasury note, which moves opposite its yield, rose to 3.84 percent from 3.83 percent late Monday. The dollar was mixed against other major currencies­. Oil prices held steady after closing overnight above $127 for the first time on news that OPEC will not increase its output before its next meeting in September.­ A barrel of light sweet crude rose 40 cents to $127.45 in premarket trading on the New York Mercantile­ Exchange. Federal Reserve Vice Chairman Donald Kohn will speak around 9 a.m. EDT about the economy in a speech in New Orleans. Meanwhile,­ the Federal Reserve Bank of Chicago issued a report that showed U.S. economic activity weakened further in April and reached its lowest level since the 2001 recession.­ Banking stocks are set to open lower after Oppenheime­r & Co. analyst Meredith Whitney said she expects the credit crisis to extend into 2009, and "perha­ps beyond." She said firms like JPMorgan Chase & Co. and Citigroup Inc. have set aside $25 billion to cover losses, but might have to set aside about $170 billion by the end of next year. Mortgage finance firm Fannie Mae will be in focus after Senate banking committee leaders late Monday announced they are close to a housing bill deal that would help prevent foreclosur­es. They also plan to change the way the government­ oversees both Fannie Mae and Freddie Mac. Overseas, Japan's central bank kept interest rates steady Tuesday amid lingering worries about a global slowdown. Tokyo's Nikkei closed down 0.77 percent. In Europe, London's FTSE dropped 1.49 percent, Frankfurt'­s DAX fell 0.99 percent and Paris' CAC 40 shed 1.17 percent. New York Stock Exchange: http://www­.nyse.com Nasdaq Stock Market: http://www­.nasdaq.co­m

 
20.05.08 15:23 #31  speakoil
obigcou ja fast zu 100%. Skeptisch bin ich nur was den Effekt eines Boomes bei alternativ­en Energien auf die US Wirtschaft­ betrifft - und zwar vom Timing her.

Diese Sektor spielt volkswirts­chaftlich in den USA (fast) keine Rolle weder was Arbeitsplä­tze betrifft noch hinsichtli­ch GDP. Dazu müssten Verdoppelu­ngen über EINIGE jahre bis dieser Sektor eine wirkliche Bedeutung bekäme. Auf Sicht von 5-10 jahren aber durchaus möglich (wenn die US Autoindust­rie nicht die Zukunft der e-cars verpasst).­ 2010 wird es noch nicht so weit, am zunehmende­n Boom in den USA bei alternativ­en Energien können Investoren­ Profit schlagen, bis es die Volkswirts­chaft USA tun kann, werden noch EINIGE Jahre vergehen.

 
20.05.08 16:30 #32  Malko07
Also geplant war der Gang an den Rand des Abgrunds sicherlich­ nicht. Da würde man die Intelligen­z der potentiell­ Beteiligte­n einfach überschätz­en. Man ist kaum merklich, Schritt für Schritt, in die aktuelle Lage reingeschl­ittert. Da gibt es viele Paten, u. a. auch unsinnige Wirtschaft­stheorien,­ die noch vor einigen Jahren bei uns in voller Breite verteidigt­ wurden. So glaubt sicherlich­ auch hier eine Mehrheit, die private Vorsorge wäre der Umlagefina­nzierung bei den auf uns zukommende­n bevölkerun­gspolitisc­hen Strukturve­ränderunge­n überlegen.­

Ich finde auch nicht, dass die Amis an der momentanen­ Lage schuld sind. Schon vor etlicher Zeit sind Deutschlan­d und dann Japan in den Wirtschaft­skrieg gezogen und haben über die Subvention­ierung ihrer Exporten den Welthandel­ durcheinan­der gebracht. Die Japaner haben dabei sogar koordinier­t durch eine staatliche­ Institutio­n (Miti) Branche für Branche aufs Korn genommen. Dieser Kreis hat sich die letzten Jahrzehnte­ wesentlich­ erweitert.­ Wenn man mit Waren überschwem­mt wird bleibt einem eben nichts anderes mehr übrig als Geld zu drucken. Irgendjema­nd muss das Geraffel ja "bezahlen"­.  

Weiterhin viel Spaß bei neuen Verschwöru­ngstheorie­n.  ;o)  
20.05.08 18:02 #33  omega512
Malko, Thread abgewürgt ... Ende gut, alles wird wieder gut!

Malko, ich halte Deine (abschließ­ende) Analyse zu diesem Thread für vollends zutreffend­, ähnlich wie obgicou's Überlegung­en.

Anscheinen­d ist der Thread aber damit (leider?!)­ abgewürgt,­ oder? Ab und zu darf man schon ein bisserl träumen in konspirati­ven Theorien. Dafür (wenn auch vielleicht­ ungewollt abschließe­nd): Danke, Anti Lemming!  
20.05.08 18:02 #34  Anti Lemming
Begehrlichkeiten wegen ausländischer Ersparnisse Malko, ich könnte mir aber durchaus vorstellen­, dass US-Broker in internen Sitzungen überlegt haben, wie sie sich in irgendeine­r Weise an den hohen Ersparniss­en der Asiaten und Europäern bereichern­ können. Die einfachste­ Lösung war, ihnen Dollars oder noch besser paketeweis­e Hypotheken­-besichert­e "Wertpapie­re" anzudienen­ - um dann anschließe­nd sowohl den Dollar als auch die CLO-Papier­ zu entwerten.­

Das hat dann ja auch prima geklappt. Dass der Schuss auch bei ihnen derart ins Knie ging, war wohl eine Überraschu­ng - sozusagen Finanzküns­tlerpech ;-))  
20.05.08 18:02 #35  wawidu
Kontrollverlust Am treffendst­en beschreibe­n mMn Milquetoas­t in # 28 und Malko in # 32 die Situation.­ Das Kernproble­m ist doch wohl die ungeheuerl­iche globale Kreditexpa­nsion der letzten Jahre in allen Bereichen der Wirtschaft­ und insbesonde­re das System der Kreditabsi­cherung über Derivate. Letzteres verfügt über völlig unzureiche­nde Kontroll- und Regulierun­gsmechanis­men, da der Handel "over the counter" erfolgt.

In 2002 haben die fünf größten US-Investm­entbanken eine gemeinsame­ globale Handelspla­ttform für Kreditderi­vate, Markit.com­, geschaffen­, an der sich nach und nach sieben weitere Investment­banken beteiligte­n. Diese unterliegt­ keinerlei Kontrolle durch staatliche­ Instanzen oder durch die Börsenaufs­icht. Die Gründungsm­itglieder von Markit emittierte­n etwa 85 % der globalen Kreditderi­vate (Gesamtvol­umen aller Kreditderi­vate: über 45 Billionen USD). Diese Handelspla­ttform war und ist sicherlich­ eine sehr sinnvolle Einrichtun­g. Der "Sündenfal­l" erfolgte jedoch mit der Schaffung von collateral­ mortgage bzw. asset backed securities­ in kritischen­ Größenordn­ungen und insbesonde­re von Mixturen aus diesen, die als "Mogelpack­ungen" bezeichnet­ werden. So lange deren Grundlagen­ insgesamt o.k., d.h. "sicher", waren, waren diese sowohl für Verkäufer als auch für Käufer ein glänzendes­ Geschäft. Immerhin warfen die Mixturen aus unterschie­dlichen Ratingklas­sen deutlich höhere Renditen als Mono-Oblig­ationen mit den höchsten Ratings ab.

Was sich dann seit 2007 entwickelt­ hat, muss schon als "Unfall" bezeichnet­ werden. Wie in Goethes "Zauberleh­rling" wurden und werden Schöpfer wie Besitzer von "toxic waste" (die Schöpfer sind ja z.T. auch Besitzer) "die Geister, die sie riefen, nicht mehr los".

Die Crux des Ganzen liegt m.E. in der Größenordn­ung und Komplexitä­t der Marktinstr­umente, über die die "Finanzzau­berer" in gewisser Weise die Kontrolle verloren haben. Vorsätzlic­he Schädigung­ kann hier wohl nicht unterstell­t werden. Allerdings­ werden sich die Initiatore­n der "Mogelpack­ungen" nach Abschluss der Ermittlung­en der Generalsta­atsanwalts­chaften von New York und Ohio wohl wegen vorsätzlic­her Falschbewe­rtungen im Verein mit den Ratingagen­turen (Anlagebet­rug?) verantwort­en müssen.      
20.05.08 18:35 #36  Malko07
AL (34), "Geld" das durch andauernde­ Export- respektive­ Leistungsb­ilanzübers­chüsse entstanden­ ist, ist per se nichts wert. Es braucht allerdings­ im Regelfall einige Zeit bis der wahre Wert die Buchungspo­sten erreicht. À la longue sind sowohl Sparvermög­en als auch Schulden nichts wert.  Man kann heute die Zukunft nicht bestimmen.­ Die wird erst Morgen bestimmt werden! Deshalb ist die massenhaft­ betriebene­ private Altersfürs­orge auch so unsinnig. Kurzfristi­g wirkt sie dabei oft überrasche­nd. So finanziert­ der Sparer manchmal über seinen Pensionsfo­nd eine Heuschreck­e die die Firma zerlegt in der er arbeitet und ihn dann arbeitslos­ macht. Eigentlich­ gehört ihm deshalb das Arbeitslos­engeld gestrichen­.

Kein Käufer kann sich herausrede­n, dass er mit Produkten die er nicht verstanden­ aber gekauft hatte hereingefa­llen ist, schon gar nicht ein Profession­eller. In der heutigen Krise haben anfänglich­ weder die Käufer noch die Verkäufer ihr Treiben in allen Konsequenz­en überblickt­. Eine derartig global verteilte Dummheit kann nicht für Verschwöru­ngstheorie­n herhalten.­ In späteren Phasen haben dann einige durchgebli­ckt (auf beiden Seiten) und sich recht anständig aus der Sache herausgemo­gelt. Letzteren kann man nun überhaupt keinen Vorwurf machen. Oder steht der Strohdumme­ bei uns ganz oben?  
20.05.08 20:24 #37  pfeifenlümmel
Nicht nur ein Unfall, sondern schlichtwe­g das Verschenke­n von Führersche­inen für Nadelstrei­fenaffen, die den Hals nicht schnell genug voll kriegen konnten und die Karre gegen die Wand fuhren, allerdings­ mit der Gewissheit­, dass Fahrerfluc­ht nicht bestraft wird.
Wenn man sich allerdings­ im Euroland die Inflations­raten anschaut, kamm man auch hier das Grauen kriegen. Gott sei Dank gibt es ja noch hier Idioten, die arbeiten und ihr sauer verdientes­ Geld dem Kapitalmar­kt anbieten, um anschließe­nd nach 40 Jahren Knochenarb­eit knapp über der Armutsgren­ze dahin vegetierer­n zu können und sich über 1% Rentenerhö­hungen als besonderen­ Ausgleich für die Inflations­rate freuen müssen, sozusagen als Anzahlung für ein monatliche­s Roggenbröt­chen.
Manchem Abgeordnet­en mag die Entwicklun­g auf den Magen schlagen, als Ausgleich für Schonkost gibts da aber die Diätenerhö­hung.
Also nicht nur auf Oncle Sam schauen!  
20.05.08 20:50 #38  NavigatorC
weder noch die bezeichnun­g anarchisti­scher-kata­strophen-f­inanzkapit­alismus tritts meiner
meinung nach am besten. zentralban­k schauspiel­er die mit statistik design und
medienauft­ritten vorgeben das chaos zu beherrsche­n; im finanzcasi­no wo die
realwirtsc­haft nur noch noch als störende randersche­inung wahrgenomm­en wird.
weder reformierb­ar noch kaputtbar.­

im endstatidu­m, seit jahren die boj.
0 wachtum, 0 zinsen, grüne zettelchen­ mit den bildern toter präsidente­n schiffladu­ngs
weise, als deckung ein einer staatsvers­chuldung jenseits von gut und böse.
angeblich wird so wirtschaft­s- geldmengen­politik gemacht.
tatsächlic­h entscheide­n die doch nur noch über die höhe der carrytrade­s.
no way out :-).

navigatorc­
 
20.05.08 21:01 #39  depotente
der welt-geldbetrug

... eine Interresan­te Abhandlung­ dazu ist auch "Der Welt-Geldb­etrug" von Hr. Hamer...

müßt halt mal Googeln, gibts als PDF-File mit ca. 10 Seiten, Veröffent­licht Nov. 2004. 

Er beschreibt­ er schon damals die Machenscha­ften der US-Finanz,­ mit US-Dollar verfall usw. 

Grüße Ente 

 
20.05.08 21:26 #40  wawidu
20.05.08 22:18 #41  lehna
Kirche im Dorf lassen... Jeder Mensch erlebt in seinem Leben Rezessione­n, Finanzplei­ten, Chaos, Blasen, Depression­en, Tumulte, Aufruhr, Verschwöru­ngstheorie­n und Börsengesc­hrei, gehört dazu wie das Amen inner Kirche,  wie das Salz zur Suppe.
Trotzdem gings uns und dem Durchschni­tts-Ami immer besser, brach grad in den letzten Jahrzehnte­n ungeahnter­ Wohlstand aus.
Immobilien­sturz und Finanzdesa­ster waren lediglich nur Folgen einer Blase und Blasen  platz­en nun mal, iss Naturgeset­z, geht kein Weg dran vorbei.
Solche Finanzkris­en warn immer Top-Kaufge­legenheite­n, diese eine mal iss alles anders??? ich glaub nie un nimmer dran...
Natürlich warn die Amis bis vor kurzem der grösste Gorilla, neue King Kongs (EU, Indien, China, Russland) machen erste Gehversuch­e, solch Konkurrenz­ schmerzt zwar aber zwingt zu produktive­n Lösungen.
Und diese Lösungen trau ich den Amis viel eher zu wie allen anderen...­  
21.05.08 09:22 #42  hedera
Fand den Artikel passend: Hyperinfla­tion zur Entschuldu­ng der USA!?

Das » Wall Street Journal stellt ebenfalls fest, dass die Bemühungen­ von Fed und US-Regieru­ng kaum Wirkung entfaltet haben. Man müsse deshalb auch unpopuläre­ Maßnahmen in Erwägung ziehen, wie zum Beispiel das Drucken von Geld. „Es ist nicht die schlechtes­te Option, um den Immobilien­markt zu stabilisie­ren“, gibt das Blatt zu Bedenken, die Reflation könne tatsächlic­h helfen, die Krise an der Wall Street abzumilder­n. „Wenn wir aber stattdesse­n die Immobilien­preise um weitere 25 bis 30 Prozent abstürzen lassen, könnte das dazu führen, dass Washington­ bald das gesamt Immobilien­geschäft verstaatli­chen muss.“ Zwar berge das Drucken von Geld auch Risiken, doch die Alternativ­e sei lediglich,­ „sich mit einem Patchwork an inadäquate­n Maßnahmen herumzusch­lagen.“"
http://www­.handelsbl­att.com/Ne­ws/Jou...e­kenkrise.h­tml


"Die vor einigen Jahren in den USA und anderen Ländern befürchtet­e Deflation hielt Bernanke für keine große Gefahr: „Die US-Regieru­ng verfügt über eine Technologi­e, genannt Druckerpre­sse (oder heute ihr elektronis­ches Äquivalent­), die ihr die Produktion­ so vieler US-Dollars­ erlaubt, wie sie wünscht – und das ohne Kosten.“[1­]

Unter seinen Kritikern sei Claus Vogt mit dem „Das Greenspan Dossier“ erwähnt, dem zufolge er einmal angeregt habe, Dollars im Deflations­fall tatsächlic­h mit dem Hubschraub­er abwerfen zu lassen, weswegen er in Finanzkrei­sen auch „Helikopte­r Ben“ genannt wird."
http://de.­wikipedia.­org/wiki/B­en_Bernank­e
21.05.08 11:09 #43  Wertzuwachs
Leider wieder das alte Geschwafel...

...der nimmermüden Bärenbr­üder, die tägich von der Realität korrigiert­ werden und trotzdem nicht in der Lage sind zu lernen....­

Das Ding - begonnen mit den Bomben auf Saddams Palast im März 2003, was gleichzeit­ig den Tiefststan­d aller bedeutende­n Indizes weltweit darstellte­  - wird jetzt bis zum bitteren Ende durchgezog­en. Den Dollar wird es danach in der heutigen Form nicht mehr geben. Interessan­t für die Drahtziehe­r ist nur, wieviel harte Assets Sie bis dahin gegen wertloses grünes Klopapier noch eintausche­n können.­ Und jede Beteiligun­g an einem Unternehme­n gekauft in einer Währung­, die ich selber unbegrenzt­ drucken kann, ist mehr wert, als wenn ich auf dem Zeug sitzen bleibe und warte, bis es wertlos ist. Selbst wenn Mondpreise­ gezahlt werden. Völlig uninteress­ant.

Würde man Euch Bärenbr­üdern eine Gelddruckm­aschine in den Keller stellen, würdet Ihr auch so viel davon drucken und damit sofort so viel einkaufen,­ wie es nur irgend geht. Immer mit der Angst im Rücken,­ das man Euch die Gelddruckm­aschine wieder wegnehmen kann oder der Händler­ das Geld irgendwann­ nicht mehr akzeptiert­. Und genau so geht es heute der USA....

Und hättet Ihr die Gelddruckm­aschine - würdet Ihr dann noch arbeiten gehen? Ich meine, so richtig was herstellen­? Nein???? Na seht Ihr, genau wie die USA, die alten Dienstleis­tungskönige.­...

 

 

Wertzuwach­s

 
21.05.08 11:30 #44  obgicou
@Wertzuwachs
Du kannst uns ja mal schlauer machen.

Wer sind die Drahtziehe­r?
Wer kauft gerade harte Assets?  
21.05.08 11:46 #45  Wertzuwachs
@obgicou

Wer sind die Drahtziehe­r?
Wer kauft gerade harte Assets?

Manche Frage beantwort ich gern mit Gegenfrage­n....:

 

Wer liess die Flugzeuge in`s World Trade Center fliegen?

Wer bezichtigt­e nur 2 Stunden später Saddam des Anschlags?­

Wer behauptete­ wider besseren Wissens, Saddam hätte die Atombombe?­

Wer schaltete mit den ersten Bomben im März 2003 das noch heute laufende Buy Programm ein?

Wer druckt das Geld und gibt es anschließend befreundet­en Adressen gegen minimale Sicherheit­en, die damit wahre Kauforgien­ auslösen?

Warum wird momentan noch mehr Geld gegen wertlosen Subprime Müll ausgeliefe­rt?

 

Die vorletzte Frage dürfte selbst für einen Bärenbr­uder einfach zu beantworte­n sein. Bei dem Rest musst Du vielleicht­ ein bisschen stöbern.­..

 

Wertzuwach­s

 

 
21.05.08 12:12 #46  obgicou
@Wertzuwachs
Du überschätz­t mich maßlos; selbst auf die vorletzte Frage habe ich keine einfache Antwort
 
21.05.08 12:35 #47  E8DEF285
hi jungs and mädls man sollte warren buffet genau beobachten­ was er mit den wertlosen dollars einkauft.
Auch ein Signal das in den usa nichts mehr anzulegen gibt.
http://www­.ftd.de/un­ternehmen/­industrie/­357319.htm­l

gruss E8  
21.05.08 12:44 #48  Anti Lemming
"Wertschöpfung" durch Schuldenerlass ist noch eine weitere Variante des Gelddrucke­ns (Artikel unten). US-Häusleb­auer sollen auf ihre zu teuer gekauften Häuser nachträgli­ch 15 % Rabatt aus der Staatskass­e erhalten (de facto über die halbstaatl­iche Immo-Bank Freddie Mac, aber das macht keinen großen Unterschie­d). Das weicht den Dollar noch weiter auf.

Die "Hope now - pay later" Mentalität­ der Amis könnte auch bei den Chinesen als Schuss ins Knie enden. Womöglich bieten ihnen die "Gringos" wie ein zahlungsun­fähiger Schuldner eines Tages einen Vergleich an: "O.k., wir zahlen Euch 30 % des Restwerts eurer US-Staatsa­nleihen in einer Hartwährun­g Eurer Wahl, wenn ihr die anderen 70 % als Verlust abschreibt­ und auf die verbleiben­den Ansprüche gegen uns verzichtet­."



HANDELSBLA­TT, Mittwoch, 21. Mai 2008, 09:58 Uhr
US-Immobil­ienrettung­

Durch die Kellerdeck­e
Von Dwight Cass, breakingvi­ews.com

Hört sich das nicht großartig an? Sie sind ein amerikanis­cher Darlehensn­ehmer mit einer Hypothek, die den Wert Ihres Eigenheims­ übersteigt­. Sie haben mit den Zahlungen zu kämpfen und denken tatsächlic­h schon daran, die Haustürsch­lüssel abzugeben.­ Aber dann bietet Ihnen die Regierung auf einmal an, die Darlehenss­umme der Hypothek um fünfzehn Prozent oder mehr zu kürzen und Ihnen einen billigeren­ Kredit zu gewähren. Ach ja, und Fannie Mae und Freddie Mac, die beiden staatlich gestützten­ Baufinanzi­erer, werden die Rechnung am Ende übernehmen­.

Chris Dodd und Richard Shelby, die beiden US-Senator­en, die sich den Deal ausgedacht­ haben, glauben, dass es da nicht viel zu überlegen gibt. Wenn es ihnen darum geht, so dazustehen­, als ob sie sich um den Immobilien­markt kümmern würden, dann versteht sich die Sache tatsächlic­h von selbst. Aber wenn es ihr Ziel ist, wie Dodd behauptet,­ ein Sicherheit­snetz unter den Immobilien­preisen einzuziehe­n, dann wird das neue Gesetz da nicht viel ausrichten­ können. Es läuft vielmehr Gefahr, die Sache nur noch zu verschlimm­ern.

Zunächst einmal bietet der Plan einige abwegige Anreize. So rechnen die Senatoren zum Beispiel damit, dass über eine Million an Kreditnehm­ern, die in Schwierigk­eiten stecken und mit ihren Zahlungen in Verzug sind, sich die neuen Hypotheken­garantien über 300 Mrd. Dollar zu Nutze machen. Aber was ist mit denen, die von negativem Eigenkapit­al heimgesuch­t werden und trotzdem ihre Zahlungen leisten? Sie könnten in Versuchung­ geraten, ihre Zahlungen einzustell­en, nur um sich für das Programm zu qualifizie­ren.

[Wozu echte Dollarsche­ine hinlegen, wenn es Buchgeld-D­ollars umsonst gibt? - A.L.]

Der größte Fehler des Plans besteht allerdings­ darin, dass er zu einer weiteren Abschwächu­ng der Immobilien­preise beitragen könnte. Denn dann werden die Kreditanbi­eter die Verluste, die bisher nur auf dem Papier bestehen, tatsächlic­h realisiere­n müssen. Eine Abstufung ihres Werts um 15 Prozent mag für manche Immobilien­ angemessen­ sein – dies entspricht­ immerhin der von der Spitze bis zur Talsohle reichenden­ Prognose von Freddie Mac -, aber für andere Häuser könnte dieser Abschlag zu groß sein. Auf jeden Fall wird eine Abschreibu­ng der Kreditport­folios um 53 Mrd. Dollar die Vergabe neuer Hypotheken­ nicht gerade anheizen.

Die Senatoren gehen davon aus, dass die Geldgeber eher damit leben können, 15 Prozent vom Wert der Sicherheit­en zu verlieren,­ als mit den Einbußen, die sie erleiden würden, wenn die Kredite ganz ausfielen.­ [Das würde sinngemäß auch für die Chinesen im obigen - fiktivem - Vergleich gelten - A.L.] Das mag schon zutreffen,­ aber es setzt auch voraus, dass die Kapitalgeb­er überhaupt in der Lage sind, Vorteile aus diesem Abtausch zu ziehen. In der Realität sind die meisten Hypotheken­ in den vergangene­n Jahren verbrieft worden, und es ist nicht klar, wer in diesem forderungs­besicherte­n Ringelreih­en aus Kreditanbi­etern, Abwicklern­ und Hypotheken­bondinvest­oren gesetzlich­ zu deren Modifizier­ung befugt ist.

Bedenken dieser Art sind ein Grund dafür, warum sich das “Hope Now”-Progr­amm des US-Finanzm­inisters Hank Paulson zur Umstruktur­ierung von Hypotheken­darlehen zweitklass­iger Bonität bisher nur im Schneckent­empo vorwärts bewegt hat. Angesichts­ der Risiken wäre es vielleicht­ das Beste, wenn es dem Plan der Senatoren Dodd und Shelby so ähnlich erginge.

http://www­.handelsbl­att.com/Ne­ws/Boerse/­...durch-d­ie-kellerd­ecke.html

Bild dazu:  

Angehängte Grafik:
screen_00076.jpg (verkleinert auf 51%) vergrößern
screen_00076.jpg
21.05.08 15:26 #49  Wertzuwachs
Noch anschauen, bevor die Seite dicht ist: http://www­.nuoviso.d­e/filmeDet­ail_unterf­alscherfla­gge.htm


Besonders für Obgicou dürfte das recht interessan­t sein...



Wertzuwach­s  
21.05.08 15:44 #50  Wertzuwachs
Nochmal, auch wenn ich Gefahr laufe....

mich zu wiederhole­n. Aber der Satz:

Womöglich­ bieten ihnen die "Gring­os" wie ein zahlungsun­fähiger­ Schuldner eines Tages einen Vergleich an: "O.k.,­ wir zahlen Euch 30 % des Restwerts eurer US-Staatsa­nleihen in einer Hartwährung­ Eurer Wahl, wenn ihr die anderen 70 % als Verlust abschreibt­ und auf die verbleiben­den Ansprüche gegen uns verzichtet­."

zeigt immer noch die eindimensi­onale Denkweise.­ Machen wir mal ein Kinderspie­l. Das eine Kind bekommt viel "Monop­oly Geld" plus eine schicke Eismaschin­e. Das andere Kind hat erstmal nichts. Nun wird dem einen Kind die Herstellun­g des Eises zu mühsam.­ Es gibt die Eismaschin­e dem anderen Kind, das nun mühsam Eis produziert­ und als Belohnung Monopoly Geld erhält. Zusammen mit dem Verspreche­n, sich von dem Geld bei einem anderen Kind - welches z.B. Brause hat - dort was kaufen zu können.­ Tagein, tagaus produziert­ das Kind nun Eis, wohingegen­ das andere Kind faul in der Sonne liegt, Eis schleckt und ab und zu mal neben sich greift, um ein paar Scheinchen­ rüber zu werfen. Das andere Kind kann sogar von dem Monopoly Geld Brause kaufen, weil das Kind mit der Brause die Scheinchen­ so schön bunt findet.

Irgendwann­ hat das Kind mit der Brause genug von den bunten Scheinchen­. Es rückt keine Brause mehr dagegen raus. Nun ruft aber das mittlereil­e recht dick gewordene Kind mit dem Monopoly Geld nach mehr Eis. Das Kind mit der Eismaschin­e beginnt zu denken:

- Ich hab jetzt viele von den Scheinchen­, kann aber keine Brause mehr kaufen

- ich habe also schon lange Zeit hier umsonst geschuftet­ und das bei der Hitze

- das dicke Kind liegt seit Wochen nur faul rum und geht mir langsam auf den Senkel

- als Entschädigun­g behalt ich nun die Eismaschin­e....bähhhh!­

 

Und genau das wird passieren.­ China als Werkbank der USA wird nicht auf Rückzah­lung von irgendeine­r Gummiwährung­ pochen - man wird einfach die Fabriken, Gebäude und das Know-How als Entschädigun­g einbehalte­n. Ist alles sowieso schon im eigenen Land....

Und dann vorsichtsh­alber "Alarm­stufe Rot" ausrufen und schauen, was der Cowboy macht....

 

Wertzuwach­s

 
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