Was ich derzeit lese
| eröffnet am: | 10.08.20 19:13 von: | Fritz Pommes |
| neuester Beitrag: | 24.03.24 22:41 von: | Philipp Robert |
| Anzahl Beiträge: | 1494 | |
| Leser gesamt: | 414293 | |
| davon Heute: | 80 | |
bewertet mit 12 Sternen |
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19.08.20 22:38
#27
Fritz Pommes
Hier ein Link zum slawisch-sprachigen
Zentrum in Heidelberg, das federführend für die Neuübersetzung war und die Erzählungen beim Hanser-Verlag mit zu "verantworten" hat.
Eine kurze Einführung wird akustisch im Link gegeben.
https://heidelberger-forum-edition.de/babel
Eine kurze Einführung wird akustisch im Link gegeben.
https://heidelberger-forum-edition.de/babel
19.08.20 23:24
#29
Philipp Robert
#27. Die kurze Geschichte "Jesu Sünde"
bekommt man übrigens nach jener Einführung auch noch vorgetragen.
Das schmeckt bzw. klingt nach mehr, keine Frage.
Vorgemerkt. Es wird sich bestimmt lohnen, bei nächster Gelegenheit nicht nur nochmal nach dem Zimmermädchen zu sehen, das über eine erste Liebesnacht mit dem gottgesandten Engel Alfred nicht hinauskommt.
Das schmeckt bzw. klingt nach mehr, keine Frage.
Vorgemerkt. Es wird sich bestimmt lohnen, bei nächster Gelegenheit nicht nur nochmal nach dem Zimmermädchen zu sehen, das über eine erste Liebesnacht mit dem gottgesandten Engel Alfred nicht hinauskommt.
19.08.20 23:29
#30
SzeneAlternativ
Ich rauche ja derzeit E-Zigarette
Mit einem schönen Dampfeisen lässt sich herrlichst sinnieren.
19.08.20 23:51
#31
Philipp Robert
Ziehe Dampfbügeleisen vor, Sinnieren hin oder her.
Ist allemal gesünder und zudem effektiver.
20.08.20 13:02
#32
Fritz Pommes
38downhill und yurx
Isaak Babel hat seinen familiären Ursprung in Odessa - wie auch die Familie Ephrussi.
Einer der Nachkommen, Edmund de Waal, erzählt von seiner Familiengeschichte in dem Buch, das vor einigen Jahren internationale Erfolge hatte.
Edmund de Waal: Der Hase mit den Bernsteinaugen
Isaak Babel hat seinen familiären Ursprung in Odessa - wie auch die Familie Ephrussi.
Einer der Nachkommen, Edmund de Waal, erzählt von seiner Familiengeschichte in dem Buch, das vor einigen Jahren internationale Erfolge hatte.
Edmund de Waal: Der Hase mit den Bernsteinaugen
20.08.20 13:06
#33
Fritz Pommes
... oder auch Elisabeth de Waal
in ihrem Buch
Donnerstags bei Kanakis
das ebenfalls im Hanser Verlag vor einigen Jahren erschien
Donnerstags bei Kanakis
das ebenfalls im Hanser Verlag vor einigen Jahren erschien
20.08.20 14:51
#34
Fritz Pommes
Elisabeth de Waal ist insofern interessant
mit dem Titel "Donnerstags bei Kanakis", weil sie nach dem Kriege aus dem Exil nach Wien zurückkehrte und in der österreichischen Hauptstadt ähnliche Erfahrungen machen musste wie so manch ein jüdischer Rückkehrer sie in Deutschland machte.....
Keiner wollte was gewusst haben
Keiner war (oder ist) braun gefärbt gewesen
Keiner hat die "Gunst der Stunde" genutzt, um sich in die richtige Position zu bringen
kurz: ein Volk von Heiligen
Keiner wollte was gewusst haben
Keiner war (oder ist) braun gefärbt gewesen
Keiner hat die "Gunst der Stunde" genutzt, um sich in die richtige Position zu bringen
kurz: ein Volk von Heiligen
21.08.20 12:32
#35
Fritz Pommes
In meiner Buchhandlung bestellt
habe ich mir von Paul Maar seine Autobiographie
Wie alles kam - Roman meiner Kindheit
(S.Fischer Verlag, 304 Seiten, Kosten 20,-- €]
in der er sich Rechenschaft ablegt über seine Kindheit in Schweinfurt, das Verhältnis zu seinem Vater (das dem Anschein nach sehr schwierig war) und wie er zum Autor von Kinderbüchern wurde.
Eine Besprechung ist in DIE ZEIT vom vergangenen Donnerstag nachzulesen.
habe ich mir von Paul Maar seine Autobiographie
Wie alles kam - Roman meiner Kindheit
(S.Fischer Verlag, 304 Seiten, Kosten 20,-- €]
in der er sich Rechenschaft ablegt über seine Kindheit in Schweinfurt, das Verhältnis zu seinem Vater (das dem Anschein nach sehr schwierig war) und wie er zum Autor von Kinderbüchern wurde.
Eine Besprechung ist in DIE ZEIT vom vergangenen Donnerstag nachzulesen.
21.08.20 12:46
#36
Fritz Pommes
.... und es gibt auch einen Wiki-Eintrag zu Maar
.... bei Interesse also bitte selbst googeln
.... bei Interesse also bitte selbst googeln
22.08.20 00:33
#37
Fritz Pommes
38downhill - der Isaak Babel von Hanser
ist wirklich ein sehr schönes Buch, das Du da vorgeschlagen hast !
Lesefreundlich, mit genügendem Zeilenabstand,
auf dünnem Papier gedruckt,
gut verarbeitet
und was ich besonders zu schätzen weiss, (weil ich kein Russisch kann):
der Anhang mit detaillierten Erklärungen zur Übersetzung russischer Sprichwörter und anderer Wichtigkeiten, die für das Textverständnis sorgen.
ist wirklich ein sehr schönes Buch, das Du da vorgeschlagen hast !
Lesefreundlich, mit genügendem Zeilenabstand,
auf dünnem Papier gedruckt,
gut verarbeitet
und was ich besonders zu schätzen weiss, (weil ich kein Russisch kann):
der Anhang mit detaillierten Erklärungen zur Übersetzung russischer Sprichwörter und anderer Wichtigkeiten, die für das Textverständnis sorgen.
23.08.20 11:38
#38
Fritz Pommes
Ein afrikanisches Sprichwort
das ich eben las und das den Umgang miteinander "regeln" könnte :
"Man weiss nie wie schwer die Last ist, die einer trägt"
"Man weiss nie wie schwer die Last ist, die einer trägt"
24.08.20 17:34
#39
Fritz Pommes
Carl Jakob Burckhardt: Begegnungen
aus dem Manesse Verlag
und leider nur noch antiquarisch zu bekommen.
Der Enkel des berühmten Historikers stammte aus einer alten Basler Patrizierfamilie und war in seinen späteren Lebensjahren auch mit Marion Gräfin Dönhoff gut befreundet.
Er nimmt uns in seinem Buch mit auf einen Spaziergang in Basel, den er zusammen mit seinem Grossvater machte und erinnert sich auch an seine Internatszeit und da insbesondere an einen Lehrer, dem er sehr zugetan war und der ihn auf eindrückliche Weise beeinflusst hat.
Wer dieses handliche Bändchen - das gut in die Sakkotasche passt oder in eine Damenhandtasche - noch in einem Antiquariat finden sollte, wird an der Lektüre Freude haben.
und leider nur noch antiquarisch zu bekommen.
Der Enkel des berühmten Historikers stammte aus einer alten Basler Patrizierfamilie und war in seinen späteren Lebensjahren auch mit Marion Gräfin Dönhoff gut befreundet.
Er nimmt uns in seinem Buch mit auf einen Spaziergang in Basel, den er zusammen mit seinem Grossvater machte und erinnert sich auch an seine Internatszeit und da insbesondere an einen Lehrer, dem er sehr zugetan war und der ihn auf eindrückliche Weise beeinflusst hat.
Wer dieses handliche Bändchen - das gut in die Sakkotasche passt oder in eine Damenhandtasche - noch in einem Antiquariat finden sollte, wird an der Lektüre Freude haben.
26.08.20 15:50
#40
Fritz Pommes
Ilija Trojanow: Weltensammler
Zum Autor:
Ilija Trojanow wurde 1965 in Sofia (Bulgarien) geboren und kam mit seinen Eltern 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland.
Er wurde Autor, Verleger und lebte zeitweise auch in Ostafrika, Indien - heute lt Wiki in Wien
Weltensammer ist eine fiktive Biografie von Sir Frances Robert Burton, einem britischen Staatsbürger in militärischer Funktion, der während seines Lebens (19.3.1831 - 20.10.1890) in vielen Ländern des damaligen Commonwealths arbeitete. Er hatte den Ehrgeiz, soviele Landessprachen wie möglich zu erlernen, um sich mit der jeweiligen Landeskultur auseinanderzusetzen - und schaffte es, am Hadsch teilzunehmen.
Eine sehr aktueller und ungewöhnlicher Lebenslauf für die damalige Zeit.
Ilija Trojanow wurde 1965 in Sofia (Bulgarien) geboren und kam mit seinen Eltern 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland.
Er wurde Autor, Verleger und lebte zeitweise auch in Ostafrika, Indien - heute lt Wiki in Wien
Weltensammer ist eine fiktive Biografie von Sir Frances Robert Burton, einem britischen Staatsbürger in militärischer Funktion, der während seines Lebens (19.3.1831 - 20.10.1890) in vielen Ländern des damaligen Commonwealths arbeitete. Er hatte den Ehrgeiz, soviele Landessprachen wie möglich zu erlernen, um sich mit der jeweiligen Landeskultur auseinanderzusetzen - und schaffte es, am Hadsch teilzunehmen.
Eine sehr aktueller und ungewöhnlicher Lebenslauf für die damalige Zeit.
26.08.20 20:58
#41
Fritz Pommes
Nachtrag zu post # 40
https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Francis_Burton
https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Francis_Burton
27.08.20 00:42
#42
Fridorf
Brent Wicks
Brent Wicks-Trilogie über den Schatten. Ich rate allen, extrem gute Fantasie.
28.08.20 12:28
#43
Fritz Pommes
Sir Frances Richard Burton
und sein Lebenslauf wurden in einer der vergangenen Ausgaben (Spektrum der Wissenschaft) sehr ausführlich beschrieben..... Illija Trojanow hat für sein Buch "Weltensammler" genau die Reise im Selbstversuch noch einmal gemacht und auch einige Zeit in verschiedenen afrikanischen Ländern, als auch in Indien gelebt um nachzuvollziehen, worüber er schreibt.
https://www.spektrum.de/news/der-falsche-pilger/1589774
https://www.spektrum.de/news/der-falsche-pilger/1589774
30.08.20 23:31
#44
Fritz Pommes
Kamel Daoud: Der Fall Meursault
Albert Camus und sein Buch "Der Fremde" sind allgemein bekannt.
Wie kommt es aber, dass Camus ein ganzes Buch über einen Mord schreibt, ohne den Namen des Ermordeten auch nur ein einziges mal zu erwähnen?
Er zeichnet ein eindringliches Psychogramm des Täters, der als gefühlskalt geschildert wird, als Einzelgänger, der nur dann die Fassung zu verlieren scheint, wenn er im Gefängnis mit dem Seelsorger spricht......
Kamel Daoud gibt nun dem Ermordeten Namen, Gesicht und eine Geschichte.
Ich habe das Buch mit grossem Interesse gelesen, denn Daoud wirft eine Frage auf, die auch heute brandaktuell ist: Wie halten wir es mit dem Kolonialismus und haben wir die Empathie, koloniales Denken zu überwinden ?
Albert Camus und sein Buch "Der Fremde" sind allgemein bekannt.
Wie kommt es aber, dass Camus ein ganzes Buch über einen Mord schreibt, ohne den Namen des Ermordeten auch nur ein einziges mal zu erwähnen?
Er zeichnet ein eindringliches Psychogramm des Täters, der als gefühlskalt geschildert wird, als Einzelgänger, der nur dann die Fassung zu verlieren scheint, wenn er im Gefängnis mit dem Seelsorger spricht......
Kamel Daoud gibt nun dem Ermordeten Namen, Gesicht und eine Geschichte.
Ich habe das Buch mit grossem Interesse gelesen, denn Daoud wirft eine Frage auf, die auch heute brandaktuell ist: Wie halten wir es mit dem Kolonialismus und haben wir die Empathie, koloniales Denken zu überwinden ?
31.08.20 14:56
#45
Fritz Pommes
Und hier ergänzend zu # 44 die Rezension der ZEIT
https://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-02/...ud-der-fall-meursault
https://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-02/...ud-der-fall-meursault
03.09.20 21:32
#46
Fritz Pommes
John Edward Williams: Stoner
Williams wurde 29.8.1922 geboren und verstarb am 3.3.1994
Er war Enkel von Kleinbauern, meldete sich als Freiwillige zur US Air Force, wurde in Fernost eingesetzt und nach Ende des II Weltkriegs wurde er Hochschullehrer in Denver, Colorado
Sein Roman "Stoner"
dürfte autobiografische Züge nachbilden, was die Kindheit und Jugend des Titelhelden angeht. Auch Stoner wird zum Lehrenden an Hochschulen; trifft auf eine junge Frau aus "bürgerlichem Milieu", und erkennt diese Ehe als verfehlt. Seine einzige Tochter wächst in kalter, sprachloser Familienumgebung auf.
Eine bedrückende Lektüre.
Er war Enkel von Kleinbauern, meldete sich als Freiwillige zur US Air Force, wurde in Fernost eingesetzt und nach Ende des II Weltkriegs wurde er Hochschullehrer in Denver, Colorado
Sein Roman "Stoner"
dürfte autobiografische Züge nachbilden, was die Kindheit und Jugend des Titelhelden angeht. Auch Stoner wird zum Lehrenden an Hochschulen; trifft auf eine junge Frau aus "bürgerlichem Milieu", und erkennt diese Ehe als verfehlt. Seine einzige Tochter wächst in kalter, sprachloser Familienumgebung auf.
Eine bedrückende Lektüre.
03.09.20 22:09
#49
Fritz Pommes
Hm, Juto
Rock und Hard Rock sind als Musikrichtung nicht so meins, das muss ich zugeben.
Was mich an Deinem Buch im # 48 aber definitiv stört, ist die Tatsache, dass es dem ersten Anschein nach nur über Amazon zu bekommen ist.
Unter uns: mit Amazon mach ich keine Geschäfte, also wird es bei mir auch nicht im Regal stehen. Was ich nicht über den Buch-Handels-Weg bekommen kann, findet keinen Zugang zu mir....
Das ist kein Werturteil, sondern mein ganz eigenes Prinzip.
Was mich an Deinem Buch im # 48 aber definitiv stört, ist die Tatsache, dass es dem ersten Anschein nach nur über Amazon zu bekommen ist.
Unter uns: mit Amazon mach ich keine Geschäfte, also wird es bei mir auch nicht im Regal stehen. Was ich nicht über den Buch-Handels-Weg bekommen kann, findet keinen Zugang zu mir....
Das ist kein Werturteil, sondern mein ganz eigenes Prinzip.
03.09.20 22:28
#50
Juto
Geb die recht
Dieses system“amazon“
Kann man gut und gerne kritisieren.
Meiner ansicht nach schläft da die politik,
Dass sie diese monopolisierung nicht reglementiert.
Eigeninitiative schön und gut,
Aber da sollte der staat mal agieren.
Der einzelne bürger ist doch machtlos.
Kann man gut und gerne kritisieren.
Meiner ansicht nach schläft da die politik,
Dass sie diese monopolisierung nicht reglementiert.
Eigeninitiative schön und gut,
Aber da sollte der staat mal agieren.
Der einzelne bürger ist doch machtlos.


