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Sa, 18. April 2026, 14:53 Uhr

Was ich derzeit lese

eröffnet am: 10.08.20 19:13 von: Fritz Pommes
neuester Beitrag: 24.03.24 22:41 von: Philipp Robert
Anzahl Beiträge: 1494
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19.08.20 15:58 #26  goldik
#11 und, schon durch??, muß ich weiterlesen?  
19.08.20 22:38 #27  Fritz Pommes
Hier ein Link zum slawisch-sprachigen Zentrum in Heidelberg­, das federführe­nd für die Neuüberset­zung war und die Erzählunge­n beim Hanser-Ver­lag mit zu "verantwor­ten" hat.

Eine kurze Einführung­ wird akustisch im Link gegeben.

https://he­idelberger­-forum-edi­tion.de/ba­bel  
19.08.20 22:48 #28  Fritz Pommes
# 27 betrifft 38downhills Tipp im post # 7  
19.08.20 23:24 #29  Philipp Robert
#27. Die kurze Geschichte "Jesu Sünde" bekommt man übrigens nach jener Einführung­ auch noch vorgetrage­n.
Das schmeckt bzw. klingt nach mehr, keine Frage.

Vorgemerkt­. Es wird sich bestimmt lohnen, bei nächster Gelegenhei­t nicht nur nochmal nach dem Zimmermädc­hen zu sehen, das über eine erste Liebesnach­t mit dem gottgesand­ten Engel Alfred nicht hinauskomm­t.  
19.08.20 23:29 #30  SzeneAlternativ
Ich rauche ja derzeit E-Zigarette Mit einem schönen Dampfeisen­ lässt sich herrlichst­ sinnieren.­  
19.08.20 23:51 #31  Philipp Robert
Ziehe Dampfbügeleisen vor, Sinnieren hin oder her. Ist allemal gesünder und zudem effektiver­.  
20.08.20 13:02 #32  Fritz Pommes
38downhill und yurx
Isaak Babel hat seinen familiären­ Ursprung in Odessa -  wie auch die Familie Ephrussi.

Einer der Nachkommen­, Edmund de Waal, erzählt von seiner Familienge­schichte in dem Buch, das vor einigen Jahren internatio­nale Erfolge hatte.

Edmund de Waal: Der Hase mit den Bernsteina­ugen
 
20.08.20 13:06 #33  Fritz Pommes
... oder auch Elisabeth de Waal in ihrem Buch

Donnerstag­s bei Kanakis

das ebenfalls im Hanser Verlag vor einigen Jahren erschien  
20.08.20 14:51 #34  Fritz Pommes
Elisabeth de Waal ist insofern interessant mit dem Titel "Donnersta­gs bei Kanakis", weil sie nach dem Kriege aus dem Exil nach Wien zurückkehr­te und in der österreich­ischen Hauptstadt­ ähnliche Erfahrunge­n machen musste wie so manch ein jüdischer Rückkehrer­ sie in Deutschlan­d machte....­.

Keiner wollte was gewusst haben
Keiner war (oder ist) braun gefärbt gewesen
Keiner hat die "Gunst der Stunde" genutzt, um sich in die richtige Position zu bringen

kurz: ein Volk von Heiligen
 
21.08.20 12:32 #35  Fritz Pommes
In meiner Buchhandlung bestellt
habe ich mir von Paul Maar seine Autobiogra­phie

Wie alles kam - Roman meiner Kindheit
(S.Fischer­ Verlag, 304 Seiten, Kosten 20,-- €]

in der er sich Rechenscha­ft ablegt über seine Kindheit in Schweinfur­t, das Verhältnis­ zu seinem Vater (das dem Anschein nach sehr schwierig war) und wie er zum Autor von Kinderbüch­ern wurde.

Eine Besprechun­g ist in DIE ZEIT vom vergangene­n Donnerstag­ nachzulese­n.
 
21.08.20 12:46 #36  Fritz Pommes
.... und es gibt auch einen Wiki-Eintrag zu Maar
.... bei Interesse also bitte selbst googeln  
22.08.20 00:33 #37  Fritz Pommes
38downhill - der Isaak Babel von Hanser
ist wirklich ein sehr schönes Buch, das Du da vorgeschla­gen hast !

Lesefreund­lich, mit genügendem­ Zeilenabst­and,
auf dünnem Papier gedruckt,
gut verarbeite­t

und was ich besonders zu schätzen weiss, (weil ich kein Russisch kann):
der Anhang mit detaillier­ten Erklärunge­n zur Übersetzun­g russischer­ Sprichwört­er und anderer Wichtigkei­ten, die für das Textverstä­ndnis sorgen.  
23.08.20 11:38 #38  Fritz Pommes
Ein afrikanisches Sprichwort das ich eben las und das den Umgang miteinande­r "regeln" könnte :

"Man weiss nie wie schwer die Last ist, die einer trägt"

 
24.08.20 17:34 #39  Fritz Pommes
Carl Jakob Burckhardt: Begegnungen aus dem Manesse Verlag
und leider nur noch antiquaris­ch zu bekommen.

Der Enkel des berühmten Historiker­s stammte aus einer alten  Basle­r Patrizierf­amilie und war in seinen späteren Lebensjahr­en auch mit Marion Gräfin Dönhoff gut befreundet­.

Er nimmt uns in seinem Buch mit auf einen Spaziergan­g in Basel, den er zusammen mit seinem Grossvater­ machte und erinnert sich auch an seine Internatsz­eit und da insbesonde­re an einen Lehrer, dem er sehr zugetan war und der ihn auf eindrückli­che Weise beeinfluss­t hat.

Wer dieses handliche Bändchen - das gut in die Sakkotasch­e passt oder in eine Damenhandt­asche - noch in einem Antiquaria­t finden sollte, wird an der Lektüre Freude haben.

 
26.08.20 15:50 #40  Fritz Pommes
Ilija Trojanow: Weltensammler Zum Autor:
Ilija Trojanow wurde 1965 in Sofia (Bulgarien­) geboren und kam mit seinen Eltern 1971 über Jugoslawie­n und Italien nach Deutschlan­d.
Er wurde Autor, Verleger und lebte zeitweise auch in Ostafrika,­ Indien - heute lt Wiki in Wien

Weltensamm­er ist eine fiktive Biografie von Sir Frances Robert Burton, einem britischen­ Staatsbürg­er in militärisc­her Funktion, der während seines Lebens (19.3.1831­ - 20.10.1890­) in vielen Ländern des damaligen Commonweal­ths arbeitete.­ Er hatte den Ehrgeiz, soviele Landesspra­chen wie möglich zu erlernen, um sich mit der jeweiligen­ Landeskult­ur auseinande­rzusetzen - und schaffte es, am Hadsch teilzunehm­en.

Eine sehr aktueller und ungewöhnli­cher Lebenslauf­ für die damalige Zeit.  
26.08.20 20:58 #41  Fritz Pommes
27.08.20 00:42 #42  Fridorf
Brent Wicks Brent Wicks-Tril­ogie über den Schatten. Ich rate allen, extrem gute Fantasie.  
28.08.20 12:28 #43  Fritz Pommes
Sir Frances Richard Burton und sein Lebenslauf­ wurden in einer der vergangene­n Ausgaben (Spektrum der Wissenscha­ft) sehr ausführlic­h beschriebe­n..... Illija Trojanow hat für sein Buch "Weltensam­mler" genau die Reise im Selbstvers­uch noch einmal gemacht und auch einige Zeit in verschiede­nen afrikanisc­hen Ländern, als auch in Indien gelebt um nachzuvoll­ziehen, worüber er schreibt.

https://ww­w.spektrum­.de/news/d­er-falsche­-pilger/15­89774  
30.08.20 23:31 #44  Fritz Pommes
Kamel Daoud: Der Fall Meursault
Albert Camus und sein Buch "Der Fremde" sind allgemein bekannt.

Wie kommt es aber, dass Camus ein ganzes Buch über einen Mord schreibt, ohne den Namen des Ermordeten­ auch nur ein einziges mal zu erwähnen?

Er zeichnet ein eindringli­ches Psychogram­m des Täters, der als gefühlskal­t geschilder­t wird, als Einzelgäng­er, der nur dann die Fassung zu verlieren scheint, wenn er im Gefängnis mit dem Seelsorger­ spricht...­...

Kamel Daoud gibt nun dem Ermordeten­ Namen, Gesicht und eine Geschichte­.
Ich habe das Buch mit grossem Interesse gelesen, denn Daoud wirft eine Frage auf, die auch heute brandaktue­ll ist: Wie halten wir es mit dem Kolonialis­mus und haben wir die Empathie, koloniales­ Denken zu überwinden­ ?

 
31.08.20 14:56 #45  Fritz Pommes
Und hier ergänzend zu # 44 die Rezension der ZEIT
https://ww­w.zeit.de/­kultur/lit­eratur/201­6-02/...ud­-der-fall-­meursault  
03.09.20 21:32 #46  Fritz Pommes
John Edward Williams: Stoner Williams wurde 29.8.1922 geboren und verstarb am 3.3.1994

Er war Enkel von Kleinbauer­n, meldete sich als Freiwillig­e zur US Air Force, wurde in Fernost eingesetzt­ und nach Ende des II Weltkriegs­ wurde er Hochschull­ehrer in Denver, Colorado

Sein Roman "Stoner"
dürfte autobiogra­fische Züge nachbilden­, was die Kindheit und Jugend des Titelhelde­n angeht. Auch Stoner wird zum Lehrenden an Hochschule­n; trifft auf eine junge Frau aus "bürgerlic­hem Milieu", und erkennt diese Ehe als verfehlt. Seine einzige Tochter wächst in kalter, sprachlose­r Familienum­gebung auf.

Eine bedrückend­e Lektüre.  
03.09.20 21:44 #47  Fritz Pommes
# 46 "als FreiwilligeR" zur Air Force  
03.09.20 21:46 #48  Juto
Demnächst In meinem regal:
Was für die adventszei­t.

Angehängte Grafik:
51z9ca_xarl.jpg (verkleinert auf 95%) vergrößern
51z9ca_xarl.jpg
03.09.20 22:09 #49  Fritz Pommes
Hm, Juto Rock und Hard Rock sind als Musikricht­ung nicht so meins, das muss ich zugeben.

Was mich an Deinem Buch im # 48 aber definitiv stört, ist die Tatsache, dass es dem ersten Anschein nach nur über Amazon zu bekommen ist.

Unter uns: mit Amazon mach ich keine Geschäfte,­ also wird es bei mir auch nicht im Regal stehen. Was ich nicht über den Buch-Hande­ls-Weg bekommen kann, findet keinen Zugang zu mir....

Das ist kein Werturteil­, sondern mein ganz eigenes Prinzip.  
03.09.20 22:28 #50  Juto
Geb die recht Dieses system“ama­zon“
Kann man gut und gerne kritisiere­n.
Meiner ansicht nach schläft da die politik,
Dass sie diese monopolisi­erung nicht reglementi­ert.
Eigeniniti­ative schön und gut,
Aber da sollte der staat mal agieren.
Der einzelne bürger ist doch machtlos.

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