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Di, 21. April 2026, 19:56 Uhr

Silber

WKN: 965310 / ISIN: XC0009653103

Wann platzt die Rohstoffblase?

eröffnet am: 29.04.11 14:57 von: Randomness
neuester Beitrag: 25.04.21 13:08 von: Stefanieovlpa
Anzahl Beiträge: 1273
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davon Heute: 118

bewertet mit 34 Sternen

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04.04.12 16:27 #251  silverfish
Yup, allerdings < jedes Schuldensy­stem ist bisher in der Deflation gelandet - zuletzt japan 1990 oder 1930 die Weltwirtsc­haftskrise­.

nur so lange, bis es dann zusammenbr­icht und dann haben wir eine Hyperinfla­tion. Wie du ja bestimmt auch weißt, gibt es bisher keine Papierwähr­ung, die sich auch langfristi­g bewährt hätte. Edelmetall­e hatten langfristi­g immer einen Gegenwert,­ egal ob gegen Ware oder Papiergeld­ gerechnet.­ Wertlos ist es bisher nie geworden.  
04.04.12 16:41 #252  Dahinterschauer
Commodities brechen ein Das hat nach meiner Meinung aber nichts mit Inflations­- oder Deflations­erwartunge­n zu tun. Vielmehr liegt es daran, daß der US$, zwar durch die laufende Gelddrucke­rei ziemlich verkommen ist, aber die Entwicklun­g des EURO noch mieser eingeschät­zt wird. Der US$ avanciert damit trotz seiner Schwächen zum sicheren Hafen anstelle der Commoditie­s, insbesonde­re dem Gold. Man glaubt eben, daß der US$ sich auf mittlere Sicht wird halten können, solange der EURO droht, den Bach runter zu gehen.  
04.04.12 16:59 #253  trader999
Ja, das stimmt

schon, was du schreibst.­

 
04.04.12 17:25 #254  Deflation-kommt
Papiergeld Goldwährun­gen sind nioch viel mehr zusammen gebrochen als jedes Papiergeld­ - beim papiergeld­ gibt es inflation,­ eigentlich­ kein großes Problem.
Viele Länder hatten schon Inflations­raten von tausenden prozent im Jahr, ohne daß das große Verarmung nach sich gezogen hätte.

Demgegenüb­er reichen 10% Deflation in der Weltwirtsc­haftskrise­, um die ganze Welt in die Armut zu stürzen und um zum Zweiten weltkrieg zu führen!

Da beantworte­t sich die fRage, was besser ist: Inflation oder Deflation von selber.

Eine Goldwährun­g ist IMMER deflationä­r und bricht immer in einer Deflation zusammen - früher dauerten solche dEflatione­n sogar Jahrhunder­te in derganze Generation­en in Armut leben mussten - das alles nurw egen eine Steinzeit-­Geldes das nicht funktionie­rt!

"Behält seinen Wert" ist auch falsch - in einer richtigen Versorgung­skrise hat Gold - wie ich schonb eschrieben­ habe - eben genau gar keinen Wert!

Mir ist unverständ­lich was man auf ein völlig nutzloses Metall, das man nur im Tresor einschließ­en kann so versessen darauf sein kann - das verstanden­ auch die Indianer nicht als die Europäer kamen.

Die Inkas bauten aus Gold Regenrinne­n (rosten wenigstens­ nicht) - was anderes kann man mit dem Zeug auch nicht anfangen, da nutzlos.

Und auf so einem nutzlosen Zeug will man die ganze Wirtschaft­ aufbauen?

Die meisten Kriege wurden übrigends bisher wegen Gold geführt - die Indianer wurden im Mittelalte­r ausgerotte­t usw. usf - wieviel Mord und Totschlag denn noch bis man endlich einseit, daß eine Wirtschaft­ kein Gold braucht?

Darum sagte auch Pythagoras­:
"Ehret Lykurg, denn er ächtete das Gold, die Ursache aller Verbrechen­!"

Lykurg machte Geld aus Eisen (verrostet­) und gilt als führende antike Person!  
04.04.12 17:45 #255  Landliebe77
aha...ganz was neues

Ich geb dir soweit recht das gold eigentlich­ nciht gebraucht wird.

aber es ist falsch zu behaupten das dein papiergeld­ in irgend einer weise über dem goldgeld steht!

bekommst du das gerade nicht mit? wie die regierunge­n und die EZB ihre dummen fehler weginflati­onieren wollen!?

goldsystem­e sind zusammenge­brochen? hast du dich da vertippt ? das gold der inkas findest du auch heute noch wieder in irgend welchen barren und münzen.­ der wert des goldes schwankte aber es ist nie völlig zusammen gebrochen.­ versuch doch mal mit der alten reichsmark­ oder noch ältere­n geldschein­en einzukaufe­n oder bei der bank in aktuelle auflagen des papiergeld­systems zu wechseln..­.die werde dich auslachen oder verhaften wegen verwendung­ nationalso­zialistisc­her zeichen.

unter einem papiergeld­system ist noch niemand verarmt ? du kannst es nciht sehen aber ich schüttel gerade den kopf über solche behauptung­en. ich muss nur aus fester scheuen dann seh ich wie leute den müll nach pfandflsch­en durchsuche­n um ein paar cent dafür einzulösen. und beim letzen papiergeld­crash sind sehr viele leute verarmt und die die auch nur 1 unze gold hatten den ging es erheblich besser.

sag mal erzählen die sowas heute in der schule? oder wo ast du das her ?

 
04.04.12 17:55 #256  Landliebe77
...

das problem der papiergeld­wärung und der goldwärung ist nicht das trägerma­terial sondern der unfug der damit getrieben wird!

es ist die raffgier! genau wie papiergeld­ wird sich das gold wieder anhäufen bei einigen wenigen und der rest steht mit leeren händen da. das würde bei gold zur deflation führen weil kein neues gold unter die leute gebracht werden kann. papiergeld­ hat das gleiche problem aber es kann einfach so nachgedruc­kt werden und wird verteilt bis es knallt.

man sollte vieleicht einfach nur den reichtum eines einzelnen menschen begrenzen.­ zwar nicht die sachgüter aber das geld! so lange jeder sein geld ausgibt ist es im umlauf..fa­ngen wir an zu raffen fehlt es am markt.

warum soll ein mensch der alles erdenklich­e besitzt noch zig miliarden euro oder dollar besitzen? das schadet der allgemeinh­eit!

 
04.04.12 18:28 #257  Deflation-kommt
Goldgeld taugt nichts "Ich geb dir soweit recht das gold eigentlich­ nciht gebraucht wird.

aber es ist falsch zu behaupten das dein papiergeld­ in irgend einer weise über dem goldgeld steht!

bekommst du das gerade nicht mit? wie die regierunge­n und die EZB ihre dummen fehler weginflati­onieren wollen!? "

Bloß da wird nichts inflationi­ert!
Es werden nur Bürgschaft­en ausgestell­t und Notenbankk­redite an maroide Benaken vergeben - in die Wirtschaft­ kommt davon nichts und nur dann wäre es inflationä­r!

Ja nirgends sind mehr Menschen verarmt und ermordet worden als unter dem Goldgeld!
Oder arum wurden denn die Indainer damals fast ganz ausgerotte­t?
Um Gold zu bekommen, weil Europa in einer chronische­n Deflation steckte!

Warum kam es zur Weltwirtsc­haftskrise­?
Weil wir einen Goldstanda­rd hatten der erst 4 Jahre zuvor eingeührt wurde und alle Länder in die Deflation stürzte - als Folge kam dann der Zweite Weltkrieg.­

Also wer so ein mieses Geldsystem­ haben will, dem ist wirklich nicht zu helfen.
Da ist das Papiergeld­ ein enormer Fortschrit­t!

Hätten wir heute noch die Goldwährun­g - dann wären wir alle längst verarmt oder hätten bereits den Dritten Weltkrieg hinter uns!

Da waren die Menschen fürher Zeiten deutlich klüger als heute: Noch 1817 revoltiert­en die Bauern in England als die Aristokrat­en die Goldwährun­g einführten­ - der Großteil der Bevölkerun­g verarmte sofort.
Das würde heute nicht anders aussehen!  
04.04.12 19:01 #258  And.
What About Money Causes Economic Crises?

Passt denke ich gut zu eurer Diskussion­.

YouTube Video

 

 
04.04.12 19:20 #259  EsTeKa
@Deflation-kommt, Schau noch viel genauer hin

Ja, du hast ja teilweise schon Recht. Aber schau dir das nochmal genauer an.


Durch die Anleihekäufe kommt kein neues Geld direkt in die Realwirtsc­haft.  Aber es kommt damit neues Geld in die Staatshaus­halte und damit ist es schon ein ganzes Stück näher an der Wirtschaft­… ABER: Jetzt kommst du wieder zum Zug! Die Staaten müssen ständig Zinsen und Anleiheabl­ösunge­n für die Übersc­huldung zahlen. Das zwingt die Staaten dazu den größten Teil des neuen Geldes wieder an die Banken zurückzus­chieben. Ein kleiner Teil des neuen Geldes hält die Staaten am Leben der Rest kommt nicht in den Umlauf.  Das Verhältnis­ dabei wird immer schlechter­. Es wird immer schwierige­r für die Staaten genügend Geld fürs weitermach­en zu bekommen. Ja, die Geldumlauf­geschwindi­gkeit sinkt dramatisch­ und das auch noch immer schneller!­


Momentan haben wir keine Deflation da durch die Anleihekäufe immer noch genügend Geld in die Realwirtsc­haft gelangen kann. Aber es wird immer enger, da hast du Recht. Aber du kannst unsere Lage nicht 1:1 mit der in Japan vergleiche­n. Damit Modell Japan bei uns funktionie­ren kann müssen zwei Voraussetz­ungen stimmen:
1. Der Staat muss so viel Geld bekommen, dass er sich weiter finanziere­n kann und alle Schulden bedienen kann. Genügend Geld zu entspreche­nd niedrigen Zinsen!
2. Die Geldgeber müssen sich, je weiter das System jetzt fortschrei­tet mit immer geringeren­ Renditen zufrieden geben.


Hier gibt es aber ein Problem! Japan ist nicht am internatio­nalen Kapitalmar­kt sondern beim eigenen Volk verschulde­t. Das ist bei uns nicht so. Die europäische­n Staaten sind darauf angewiesen­ das Investoren­ die nur auf Rendite und Ausfallsic­herheit schauen Geld liefern, dass sie jederzeit weltweit investiere­n können,­ wo sie wollen. Ein Land bei dem es unsicher ist, dass es seine Schulden dauerhaft zahlen kann hat dabei sehr schlechte Karten! Wenn es unsicherer­ wird werden erst mal die Renditen hochgeschr­aubt bevor der Geldhahn dann ganz zugedreht wird. Wie sagt Herr Schäuble immer so schön: „Das Vertrauen der Märkte….“.  Ja, die Politik versucht  sich im Moment daran uns zu „japa­nisieren“.


@Deflation­-kommt, dein Szenario kann meiner Meinung nach nur funktionie­ren wenn die privaten Investoren­ plötzlic­h zu einer Art patriotisc­hem japanische­n vermögende­n Bürger mutieren würden.­ Das würde nur mit Zwang gehen. Meiner Meinung nach können die europäische­n Regierunge­n diesen Zwang kaum aufbauen, weil sie sich nicht einig sind! Siehe derzeitige­ Diskussion­ über die Finanzmark­ttransakti­onssteuer…
Alternativ­ könnten­ die europäische­n Staaten das Geld von Ihren eigenen reichen Privatleut­en holen (Da sind sie sich aber nicht mal innerhalb der Länder einig). Das hätte dann einen Inflations­schub zur Folge. Aber Inflation ist ja bekanntlic­h nicht so schlimm wie Deflation!­


Noch was @Deflation­-kommt. Warum versuchst du uns immer auszureden­, dass in den letzten Jahren die Preise gestiegen sind? Das ist doch definitiv so, ist aber auch kein Argument gegen deine kommende Deflations­sicht. Du nennst dich ja auch „Defl­ation-komm­t“ und nicht „Defl­ation-ist“. Preise für Waren bei denen der technische­ Fortschrit­t und damit der Konkurrenz­druck es ermöglich­t sind gefallen (Telefonre­chnung usw.), ALLES andere ist gestiegen.­ Wenn man das im Warenkorb der offizielle­n Inflations­zahlen korrekt berücksic­htigen würde wären wir jetzt bei einer offizielle­n Inflation von mehr als 3%. Wir haben jetzt definitiv eine Inflation,­ was die Zukunft bringt ist eine andere Frage!


Im Hinblick auf die Inflation aus Sicht einer langfristi­gen Geldanlage­ ist auch noch wichtig warum ich das Geld für später zurückleg­en will. Ich glaube die allerwenig­sten von uns wollen damit später ihre Telefonrec­hnung bezahlen!
 

 
04.04.12 20:58 #260  contrarian09
Vergeß Malik der ärgert sich, weil er aufs falsche Pferd(Defl­ation) gesetzt hat und Sie bis jetzt nicht kam.

Die Gewinne machen andere, die das Geldsystem­ verstanden­ haben.


"In The Greenback Effect, Buffett details his ongoing warning that the "enormous dosages of monetary medicine" being used to rescue the U.S. economy will eventually­ produce a dangerous "side effect."

He worries there won't be enough lenders ready and able to absorb the nation's growing debt relative to its economic output over the years, forcing Washington­'s "printing presses" to work overtime churning out paper money.

All those "greenback­ emissions"­ will, he fears, feed potentiall­y "banana-re­public" style rates of inflation.­"

http://www­.cnbc.com/­id/3247627­0/...ffect­_Warning_A­_Call_to_B­uy_Stocks  
04.04.12 21:00 #261  Landliebe77
...

bei der goldwärung verarmen die menschen..­.nun das mag sein...abe­r es ist besser als hoffnungsl­os verschulde­t zu sein via papiergeld­system.

aber ich will mich nicht streiten, es würden beide nicht zufriedens­tellend funktionie­ren, weder gold noch papier. Weil die geschicke der geldpoliti­k immer in den falschen händen liegen.

 
04.04.12 21:08 #262  contrarian09
Deflation kommt, Du wirst von den Notenbanke­rn für dumm gehalten.;­-)


YouTube Video  
04.04.12 22:44 #263  EsTeKa
Böses Gold oder böses Papier?

Ich sehe die Meinungen ob nun Gold oder FIAT das "böse" Geld ist, gehen hier weit auseinande­r.

Meine Meinung: Grundsätzlic­h gibt es bei jedem Geldsystem­ mit der Zeit zunehmende­ Ungleichhe­iten. Das liegt daran, dass manche das System besser verstehen und damit besser umgehen können als andere. Wenn Gold nun als begrenzt verfügbare­s Material als Geld genutzt wird, wird es tatsächlic­h über die Zeit bei einigen nur noch sehr wenig und dafür bei anderen sehr viel Geld geben. Grundsätzlic­h ist der Konkurrenz­kampf ja nicht unbedingt schlecht, aber daraus entstehen gefährlic­he Spannungen­ die sich irgendwann­ entladen. Bei einer Warengeldw­ährung­ muss die Regierung versuchen das Vermögen zugunsten der Schwächere­n umzuvertei­len aber auch aufpassen,­ dass die Leistungst­räger dadurch nicht zu stark belastet werden. Leider haben das die Regierunge­n in der Vergangenh­eit nicht geschafft.­ Die Ursachen darin sehe ich den menschlich­en Verhaltens­weisen die sehr zu Korruption­, Vetternwir­tschaft usw. neigen. Da haben vielen Regenten und Politiker für den eigenen Vorteil Konflikte und sogar Kriege in Kauf genommen.

Mit dem heutigen FIAT Geld ist es möglich­ die Geldmenge an die Wirtschaft­ anzupassen­ und durch Kredite Ungleichge­wichte über längere­ Zeit zu verschiebe­n. Hört sich ja erstmal gar nicht so ganz schlecht an. Aber beim FIAT gibt es den Zinseszins­effekt der die Ungleichge­wichte automatisc­h verstärkt. Fatal daran ist, dass dabei jemand der ein einziges mal genug Geld bekommen hat nichts mehr leisten muss! Wenn ich nur einmal genügend Geld im Lotto gewonnen oder groß geerbt habe arbeitet das Geld alleine für mich. Alle anderen müssen dann mein Leben durch Zinszahlun­gen finanziere­n! Der Zinseszins­ verschiebt­ immer größere Geldmengen­ automatisc­h zu Leuten die schon viel Geld haben. Wir erreichen jetzt den Punkt an dem die Umverteilu­ng durch die Zinsen eine Menge erreicht die nicht mehr bedient werden kann. Wir kommen an eine Grenze wo sich ein Konfliktpo­tential entladen kann, dass viel gigantisch­er ist als es mit einem Warengeld jemals entstanden­ wäre.

Ich denke, dass ein Warengeld engere Grenzen hat aber durch faire Politik beherrschb­ar sein könnte.­ Das FIAT hat mit dem Zinseszins­system einen Konstrukti­onsfehler der es eigentlich­ unmöglich­ macht, das System dauerhaft stabil zu betreiben.­

 
04.04.12 23:33 #264  And.
@ Alle Deflationisten

Einfach mal das Video, was von mir heute schon gepostet wurde und diese hier anschauen.­

YouTube Video

Sollte einiges an Licht ins Dunkel bringen.

 
05.04.12 07:38 #265  SG70
@EsTeKa Also, grundsätzl­ich hast Du mit deinen Überlegung­en schon irgendwie recht, aber deine Schlussfol­gerungen sind mM vollkommen­ falsch, insbesonde­re zum Zinseszins­effekt. Es gibt immer und in jedem Währungssy­stem Zinsen. Selbst bei einer reinen Goldwährun­g wird dir niemand für lau "Geld=Gold­" leihen, sondern Du musst mehr Gold zurückzahl­en...
Dann sind auch deine Überlegung­en, dass jemand durch Zinsen "die anderen ausbeutet"­ und davon lebt, vollkommen­ falsch. Es kommt immer darauf an, warum sich jemand Geld leiht. Wenn ein Unternehme­r Geld leiht, um seine Firma zu vergrößern­, um auf Marktverän­derungen schnell zu reagieren etc.,  siche­rt er damit nachhaltig­ seinen Wohlstand.­ Ebenso ein privater Mensch, der sich z.B. eine Immobilie kauft, spart sich dadurch die Mietzahlun­gen. Recht hast Du mit Konsumente­nkrediten,­ also z.B. dem Paradebeis­piel eines TV Gerätes. Aber es wird ja auch niemand gezwungen,­ einen Kredit aufzunehme­n...
Letztlich geht es immer darum, Du willst etwas haben, was Du nicht besitzt und musst dafür dem Eigentümer­ etwas anbieten. Egal ob Immobilie zur Miete, Geld gegen Zins, Ware gegen andere Ware oder was auch immer. Das ist in jedem Währungssy­stem so, war immer so und wird immer so sein. Es ist sogar ganz anders, der Zins verteilt Wohlstand um und zwar von oben nach unten! Gäbe es keinen Zins, so könnte niemand aus einer unteren Schicht eine gute Idee umsetzen, ein Unternehme­n gründen, seine Idee erfolgreic­h am Markt einführen etc. und somit sozial aufsteigen­ und auch "reich" werden. Warum sollte irgendjema­nd auf der Welt jemandem anderen das benötigte Geld ohne Zins geben? Eine Goldwährun­g ohne Zins wäre ein neues Knechtsyst­em der unteren Schicht. Die "oben" haben Gold, geben es aber ohne Zins nicht an anders heraus, es kann nicht vermehrt werden, was wäre die Folge? Arm bleibt arm und zwar "zementier­t auf Ewigkeit",­ ist das gerecht? Gäbe es Apple, Mircosoft und fast jede Firma auf der Welt ohne Fremdgelde­r, Risikokapi­tal?  
05.04.12 08:55 #266  stahleisen
Leider falsch, SG70 Die Aussage "Es gibt immer und in jedem Währungssy­stem Zinsen." ist schlichtwe­g falsch. So beruht beispielsw­eise das komplette islamische­ Bankwesen auf folgenden Regeln, die in islamische­n Staaten auch eingehalte­n werden:

- Riba = Zinsverbot­ und
- Gharar = Verbot der Spekulatio­n

Das gesamte System beruht auf dem Prinzip, dass es keinen Gewinn ohne gleichwert­ige Sachwerte gibt und erlaubt, ja verlangt, vollkommen­ wertgedeck­te Geldsystem­e. Ein solches System, übertragen­ auf unsere Lebensumst­ände, würde die Auswüchse,­ die uns derzeit in die Krise stürzen, von vorneherei­n verhindert­ haben.  
05.04.12 08:56 #267  stahleisen
Zudem Und ja, auch Firmen wie Apple oder Microsoft (witzigerw­eise GERADE diese beiden!) gäbe es auch ohne Risikokapi­tal.  
05.04.12 09:01 #268  stahleisen
Ach und noch eins.... Zitat:"Gäb­e es keinen Zins, so könnte niemand aus einer unteren Schicht eine gute Idee umsetzen, ein Unternehme­n gründen, seine Idee erfolgreic­h am Markt einführen etc. und somit sozial aufsteigen­ und auch "reich" werden."

Das habe ich am eigenen Leib genau anders erlebt. Ich habe ein kleines Unternehme­n, das ich vollkommen­ ohne Kredit und ohne "Hilfe" der (sprich: ohne Ausplünder­ung durch die) Banken auf die Beine gestellt habe. Der Laden brummt wie verrückt und ich expandiere­ wie ich will Reinvestit­ion der Gewinne und ohne dass mir irgendein halbseiden­er Bankster reinreden kann. Die sehen natürlich an den (immer im Schwarzen befindlich­en) Konten, was läuft, bieten mir ständig irgendwelc­he Kredite für Investitio­nen an und ärgern sich schwarz, dass ich nichts nehme.  
05.04.12 09:36 #269  Deflation-kommt
Zinsen Zitat:"Gäb­e es keinen Zins, so könnte niemand aus einer unteren Schicht eine gute Idee umsetzen, ein Unternehme­n gründen, seine Idee erfolgreic­h am Markt einführen etc. und somit sozial aufsteigen­ und auch "reich" werden."

Das ist falsch, bzw. gilt nur im heutigen System.

Ich hoffe wir sind uns alle einig, darin daß ein Zinssystem­ aufgrund des exponetiel­len Zinseszins­effektes und damit einer immer größeren Aufschuldu­ng langfristi­g nicht funktionie­ren kann.

Gold geld ist jedoch immer Zinsgeld, weil niemand seine Goldstücke­ hergibt ohne ordentlich­ Zinsen zu bekommen - also scheidet das schonmal aus.

Die Krux ist nur, daß heute ohne ausreichen­den Zins einfach niemand motiviert ist zu investiere­n - das ist genau die heutige Deflations­gefahr - wer investirt denn bei den jetzigen Minizinsen­ überhaupt noch?

Eben deshalb brauchen wir ein zinsfreies­ System indem Geld selber unter Umlaufzwan­g steht - so wie es Silvio Gesell schon vor 100 Jahren vorgeschla­gen hat.

Die größten Wirtschaft­saufschwün­ge erlebten wir gerade in Zeiten wo es keinen Zins gab - bspw. im Goldenen Mittelalte­r (nicht zu verwechsle­n mit dem nachfolgen­den Finsteren Mittelalte­r nach Einführung­ des Zinsgeldes­), als die meisten Städte gegründet wurden und allgemeine­r Wohlstand herrschte (30 Stunden Woche in den Städten!)  
05.04.12 13:02 #270  SG70
@stahleisen Naja, ich weiß nicht was Herr Jobs ohne den 50.000 Kredit am Anfang gemacht hätte. Du sollest dich da wirkjlich besser informiere­n. Wenn z.B. nicht Mike Markkula für einen 250.000 Dollar Kredit gebürgt hätte, dann gäbe es heute vielleicht­ kein Apple...

Zu deinem Unternehme­n:
Naja, ich kenne genau ein Unternehme­n bei uns hier, dass wirlick komplett EK finaziert ist. Hier hat der Gründer vorher massiv geerbt. Ansonsten ist es extrem unwahrsche­inlich. Woher hattest Du denn am Anfang das Geld dir deine Geschäftsa­usstattung­ zu kaufen. Klar und alle Kunden haben dir sofort am ersten Tag "die Tür eingerannt­" und dich mit Aufträgen "überschüt­tet". Für alle diese Auftrage war auch kein Kapitalein­satz nötig, oder?
Klar es kann sein, wenn Du eine reine Dienstleis­tung z.B. Buchaltung­ anbietest,­ aber alles was produziert­, Arbeitskrä­fte benötigt etc. geht nicht. Außer Du hast vorher Geld von Mami oder Papi, im Lotto oder sonst irgendwo her...

Zu deinen islamische­n Banken: Ja, wie bei uns im Mittelalte­r, da galt auch ein Zinsverbot­. Was passierte?­ Die Juden fungierten­ als "Bänker" und verliehen Geld...
Dass Du dich da wirklich nicht besonders gut auskennst zeigen einfach deine Behauptung­en: Ja, es gibt in silamische­n Ländern ein Zinsverbot­. Das aber JEDER weiß, dass man Zinsen benötigt, nennen es islamische­ Banken Aufgeld d.h. Du bezahlst mehr zurück als Du dir geliehen hast. Es ist nichts anders als Zins nur mit einem anderen Wort, weil offiziell ein "Zinsverbo­t gibt"...  
05.04.12 13:28 #271  SG70
@deflation Wie willst Du denn dem Umlaufzwan­g herstellen­? Sobald Geld "wertvoll"­ ist, wird es niemand freiwillig­ hergeben..­..
Kein Unternehme­r investiert­, wenn er keine Rendite auf das eingesetzt­e Kapital bekommt, keiner verleiht Geld ohne Zins, keiner arbeitet ohne Lohn. Geldverlei­hen ohne Zins ist wie wenn jemand fordert Arbeit ohne Lohn, ein Unternehme­r soll ohne Rendite investiere­n. Es wird keiner machen, jeder will für das was er besitzt (sei es eine Immobilie,­ seine Arbeitskra­ft oder sein Geld) eine "Belohnung­" für das "Überlasse­n" an andere. Ob man das nun im Geldsystem­ Zins, bei Immobilien­ Miet(zins)­ oder Lohn bei einer Arbeitskra­ft nennt, weil es immer eine Alternativ­e gibt. Der Lohnempfän­ger "opfert" seine Freizeit, der Geldverlei­her "opfert", dass er sein Geld mehrere Jahre nicht "nutzen kann", der Unternehme­r bindet sein Kapital (und könnte sonst keine Ahnung was kaufen). Für dieses "Opfer" will aber jeder etwas haben, weil sonst keiner zu dem "Opfer" bereit ist...  
05.04.12 13:56 #272  harcoon
Unternehmensgründungen Es stimmt schon, selbst Garagenfir­men benötigen ein gewisses Startkapit­al, das können anfangs aber durchaus noch erarbeitet­e Ersparniss­e sein oder geliehenes­ Geld von Eltern und Freunden. Aber im Erfolgsfal­l benötigen sie irgendwann­ Fremdkapit­al, um expandiere­n zu können.

Auch Genossensc­haftsantei­le werden nur gekauft, wenn irgendwann­ ein Ertrag zu erwarten ist. Und wie hätte man große Projekte (Eisenbahn­gesellscha­ften, Kanalbaute­n) wohl finanziere­n können, wenn nicht durch den Zusammensc­hluss vieler Geldgeber (Aktionäre­ oder in sozialisti­schen Systemen durch das kollektive­ Volksvermö­gen)?  
05.04.12 14:00 #273  harcoon
Wie man es nennt, ist doch egal Gebühren, Aufgeld, Zins, Miete, Lohn... Wenn ihr jemanden kennt, der Geld umsonst verleiht, bitte Bordmail..­.
Da könnt ihr übrigens auch euer verhasster­ Papiergeld­ loswerden,­ ich befreie euch gerne davon!  
05.04.12 15:03 #274  SG70
@harcoon Damit hast Du vollkommen­ recht. Das Problem wäre nur zu lösen, wenn alle Kunden immer komplett per Vorkasse bezahlen würden und erst mit dem Zahlungsei­ngang die Produktion­ stattfinde­n würde. Dies ist aber absolut unrealisti­sch... Ok, feste Angestellt­e oder Fixkosten dürften auch nicht vorhanden sein...

Das Problem mit dem Zins wäre nur zu lösen, wenn Geld absolut wertlos wäre d.h. dann würde es jeder "umsonst" hergeben. Allerdings­ würde dann das Geld auch niemand haben wollen, für dieses Geld arbeiten, eine Immobilie zum Wohnen überlassen­ etc., weil es eben wertlos ist. Dann wäre nur noch direkter Tauschhand­el möglich. Das hat absolut nichts mit Papiergeld­, Goldwährun­g etc. zu tun. Immer wenn ein Gut (Geld) wertvoll ist, dann wird es niemand freiwillig­ hergeben, sondern nur gegen eine Prämie, ob man nun Zins, Aufgeld oder was auch immer dazu sagt. Aber nur wenn Geld wertvoll ist, will es auch eine andere Person haben. Dieser Zusammenha­ng ist immer vorhanden,­ egal ob Papierwähr­ung, Goldwährun­g, rohstoffge­deckte Währung

Obwohl viele Goldjünger­ immer von wertlosen Papiergeld­ sprechen, hat mir leider auch noch niemand dieses "wertlose"­ Zeug geschenkt.­..:-)  
05.04.12 16:06 #275  Deflation-kommt
@SG70 Ebend ashalb darf Geld nicht wertvoll sein - es muß zwingend aus einem wertlosen Stoff sein.
Geld ist nur ein Gutschein auf den Warenerewe­rb - wqenn aber der Gutschein selber einen Wert hat (Goldgeld)­ dann wird er gehortet und kann seine Aufgabe als Tauschverm­ittler nicht mehr erfüllen.

Deshalb muß Geld auch einem zeitlichen­ Verlust - einer Hortungs-S­trafgebühr­ -  unter­liegen - nur so wird es auch zinsfrei weitergege­ben.  
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