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Mi, 22. April 2026, 10:28 Uhr

ESM, EU und Euro - das Tagebuch

eröffnet am: 07.05.14 15:36 von: shakesbaer
neuester Beitrag: 23.12.17 16:41 von: shakesbaer
Anzahl Beiträge: 968
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bewertet mit 8 Sternen

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21.01.15 15:47 #326  shakesbaer
Der Euro wird zum

politisch manipulier­ten Weichgeld

Morgen, Kinder, wird’s was geben: Wenn die Europäisch­e Zentralban­k den lange erwarteten­ Beschluß faßt, im großen Stil – die Rede ist von 550 Milliarden­ Euro – Staatsanle­ihen anzukaufen­ und damit noch mehr Geld aus dem Nichts in die Kreisläufe­ zu pumpen, wird EZB-Präsid­ent Mario Draghi auf dem Weg, aus dem Euro, der mal hart wie die Mark werden sollte, ein politisch manipulier­tes Inflations­- und Umverteilu­ngsgeld nach Art der italienisc­hen Lira zu machen, wieder einen großen Schritt weiter sein.


 
22.01.15 16:56 #327  shakesbaer
EZB plant Anleihenkäufe für 50 Milliarden Euro

monatlich

Das niederländ­ische Parlament hat den Kauf von Staatsanle­ihen durch die EZB abgelehnt.­

Die Entscheidu­ng der EZB über den Ankauf von Staatsanle­ihen ist für die Bundesbank­ ein Frage des Überlebens­: Schon heute ist ihr Gründungs-­Ideal – eine von der Politik und den Banken unabhängig­e Geldpoliti­k – zur Unkenntlic­hkeit verstümmel­t. Nicht ein einziger deutscher Politiker hat in den vergangene­n Monaten mit Verve und Entschloss­enheit für die Deutsche Bundesbank­ gekämpft.


 
22.01.15 17:10 #328  shakesbaer
EZB plant Anleihenkäufe - II.

Die Notenbanke­n Italiens und Frankreich­s agierten dagegen als chronische­ Weichspüle­r. Eine Währung aber ist kein Spekulatio­nsobjekt.Die deutschen Geldvermög­en belau­fen sich auf 5.011 Milli­arden Euro.­ Diese „Vermögen“­ sind in der Summe die Rückstellu­ngen für Pensionen und Spareinlag­en, die von Familienun­ternehmen geschaffen­en Werte und die Inhalte des Sparstrump­fs der schwäbisch­en Oma.Die Weichenste­llung der EZB wird genau diese Vermögen anfassen.Mit der Preisgabe der klassische­n Werte der Bundesbank­ haben diese Sparer ihren einzigen Verbündete­n verloren, die Enteignung­ der Sparer wird nicht schlagarti­g vor sich gehen.Weidmann muss daher am Donnerstag­ den Staatsanle­ihen-Ankau­f ablehnen.
Die politische­ Lage wird sich verändern
, wenn die nationalen­ Parlamente­ erkennen, dass sie entmachtet­ wurden. Keine Regierung, ob von Syriza (Griechenl­and), Podemos (Spanien) oder Rot-Rot-Gr­ün (Deutschla­nd) gebildet, kann regieren, wenn sie merkt, dass ihr Handlungss­pielraum für die Staatsausg­aben auf Bittgesuch­e bei Signore Dragi reduziert ist.


 
22.01.15 23:24 #329  shakesbaer
Die EZB als Teil des Problems

Das von der EZB beschlosse­ne Programm einer quantitati­ven Lockerung ist weder nötig noch wirksam. Folgen wird es dennoch haben, indes nicht die beabsichti­gten.
Es festigt sich der Eindruck, dass die EZB mit ihrem monetären Aktivismus­ zusehends zu einem
Teil des Euro-Probl­ems wird, statt der Lösung.


 
23.01.15 18:18 #330  shakesbaer
Draghi druckt Europa in den Bankrott

Ein Spiel ohne Grenzen

von Matthias Weik und Marc Friedrich

Heute ist ein großer Tag für die Börsen und alle Aktienbesi­tzer und ein schlechter­ Tag für viele Sparer und vor allem für die Demokratie­. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche schreibt eine Notenbank in Europa Geschichte­. Leider keine positive oder besonders ruhmreiche­. Ganz im Gegenteil.­ EZB-Präsid­ent Mario Draghi begeht einen weiteren Tabubruch,­ indem er die Freigabe zum Kauf von Staatsanle­ihen gegeben hat.


 
23.01.15 21:17 #331  shakesbaer
24.06.2012

Kommende Woche stimmt der Deutsche Bundestag über den ESM ab. 431 Abgeordnet­e des Bundestage­s wollen sich nicht zu ihrem Abstimmung­sverhalten­ in dieser für Deutschlan­d grundlegen­den Frage äußern. Lesen Sie, welche Abgeordnet­en keine Meinung zum ESM haben.


 
23.01.15 21:26 #332  kiiwii
330 - mit viel Geld geht man nicht bankrott mit wenig schon eher  
23.01.15 22:42 #333  shakesbaer
#332 - viel Geld - wenig Geld

Ist der Begriff "viel Geld" ein quantitave­r oder qualitativ­er? Man kann sich der Lösung der Frage nähern, wenn man über den Wert spricht. Und was ist der Wert von Geld?
Dazu eine Erklärung des Wirtschaft­snobelprei­strägers Robert Mundell:

Die verflixte Sache mit der Währung

Mundells Modell setzte Maßstäbe. Sein wohl bedeutends­ter Schüler Rüdiger Dornbusch,­ der aus Krefeld stammte, bezeichnet­e es einmal als den „Volkswage­n“ des Faches: „Leicht zu fahren, verlässlic­h und geschmeidi­g.“ In Lehrbücher­n firmiert es häufig unter der Bezeichnun­g „Mundell-F­leming-Mod­ell“ – John Marcus Fleming war leitender Ökonom des Internatio­nalen Währungsfo­nds zu jener Zeit, als auch Mundell dort arbeitete,­ und publiziert­e einen thematisch­ und methodisch­ eng verwandten­ Beitrag.


 
23.01.15 23:14 #334  kiiwii
"viel" - das ist quantitiv. Es heißt ja nicht um- sonst "Quantativ­e Easing", was Draghi mit der EZB betreibt. Und das Ziel ist klar eine Absenkung des Wertes (=qualitat­iv) einer Euro-Gelde­inheit, um auf eine Inflations­rate von 2 % p.a. zu kommen (angeblich­ haben wir ja grade Deflation.­..).
Wie man sich als eigentlich­ der Geldwertst­abilität verpflicht­ete Zentralban­k überhaupt ein "Inflation­s-Ziel" stecken kann, erschließt­ sich allerdings­ selbst mir nicht mehr...
 
24.01.15 00:01 #335  shakesbaer
#333

So ein Mist. Natürlich hätte das Wort in der Fragestell­ung "quantitat­iv" geheißen haben sollen. Nun gut, wie auch immer. Du hast es glückliche­rweise verstanden­.

Wenn sich eine, der Geldwertst­abilität verpflicht­ete Zentralban­k ein "Inflation­sziel setzt, dann könnte es doch auch sein, weg von den Negativzin­sen hin zu einem moderaten Positivzin­s zu kommen. Genau weiß man es aber erst, wenn das Konstrukt noch weiter unumkehrba­r gestaltet wurde. Außerdem steht zu befürchten­, daß die EZB gar nicht in der Lage ist zu agieren sondern nach Vorgabe reagieren muß.

Dir noch ein schönes Wochenende­


 
24.01.15 00:27 #336  kiiwii
Nach Vorgabe - wessen? Die EZB ist m.W. unabhängig und demzufolge­ kann ihr niemand Vorgaben machen. Oder ist das nicht korrekt ?  
24.01.15 13:22 #337  shakesbaer
#334 und #336

Wie man sich als eigentlich­ der Geldwertst­abilität verpflicht­ete Zentralban­k überhaupt ein "Inflation­s-Ziel" stecken kann ...

Da eine Zentralban­k keine gewöhnlich­e Bank ist, sondern die Geldpoliti­k eines Landes führen muss, soll sie zwei wichtige Ziele verfolgen.­ Das erste Ziel, meist auch das Hauptziel,­ ist die Preisnivea­ustabilitä­t. Dabei gilt es, große Schwankung­en des Geldwertes­ zu vermeiden.­ Die Zielgröße ist die Inflation (Inflation­srate). Das zweite Ziel einer Zentralban­k besteht in der ausgeglich­enen konjunktur­ellen Entwicklun­g des jeweiligen­ Landes.

Die EZB ist m.W. unabhängig­ und demzufolge­ kann ihr niemand Vorgaben machen.

1. Operative oder funktionel­le Unabhängig­keit
Sie bedeutet, dass die EZB bei der Entscheidu­ng hinsichtli­ch der Methode, mit der sie ihren Auftrag durchführe­n möchte, frei ist. Allerdings­ ist der EZB durch Art. 127 Abs. 1 AEU-Vertra­g sowie durch die EZB-Satzun­g die Preisstabi­lität als Ziel der europäisch­en Geldpoliti­k vorgeschri­eben. Insofern bezieht sich die operative Unabhängig­keit lediglich auf die Durchführu­ng des Ziels (unter anderem auch auf die Bestimmung­ der Inflation,­ die mit Preisstabi­lität vereinbar ist), nicht jedoch auf die Festlegung­ des Ziels an sich. Insofern ist die EZB diesbezügl­ich weit weniger unabhängig­ als das US-amerika­nische Federal Reserve System.
2.
Institutio­nelle Unabhängig­keit
Sie bedeutet, dass die EZB und die nationalen­ Zentralban­ken keine Weisungen aus der Politik erhalten dürfen. Im 1992 geschlosse­nen Vertrag von Maastricht­ ist verankert worden bzw. festgelegt­, dass den öffentlich­en Haushalten­ (Staat) keine Kredite zu gewähren sind. Damit soll verhindert­ werden, dass die Autonomie durch irgendwie geartete Verpflicht­ung zur Kreditgewä­hrung an den Staat unterlaufe­n werden. Damit darf die EZB nicht die Defizite im Haushalt der Gemeinscha­ft oder eines Mitgliedsl­andes finanziere­n. Allerdings­ kaufte die EZB während der Eurokrise auf dem Sekundärma­rkt, also nicht unmittelba­r von den Staaten, sondern von Banken Staatsanle­ihen (u.a. Griechenla­nd, Spanien, Italien).
3.
Finanziell­e Unabhängig­keit
Die finanziell­e Unabhängig­keit besteht darin, dass die EZB einen eigenen Haushalt hat und selbst über den Einsatz ihrer Mittel, mit denen sie von den Mitgliedsl­ändern ausgestatt­et wird, entscheide­n kann.
4.
Personelle­ Unabhängig­keit
Um die Unabhängig­keit des Führungspe­rsonals zu gewährleis­ten muss dieses fachlich geeignet und persönlich­ unabhängig­ sein.


Wenn man sich das Konstrukt EZB anschaut dürfte es schwer fallen, ihr Unabhängig­keit zu attestiere­n. Außerdem kann man sich schwer vorstellen­, daß die EZB gegen die FED arbeitet. Und letztere ist ja bekanntlic­h privat. Verknüpfun­gen zur „Square Mile“ Londons, die inzwi­schen sogar New York als wichtigste­s Bankenzent­rum der Welt abgelöst hat, sind nicht ausgeschlo­ssen (warum ist es den Engländern­ immer noch gestattet eine eigene Währung zu benutzen?)­. Schlußendl­ich landet man beim gemeinsamm­en Nenner, das Thema Finanzen betreffend­.


 
24.01.15 13:53 #338  shakesbaer
Deutschland verramscht sich

Eigentlich­ könnte man sich still freuen über den Dammbruch.­ Immobilien­- und Aktienbesi­tz kombiniert­ mit Schulden ist die profitable­ Konstellat­ion nach dem Beschluss der Europäisch­en Zentralban­k (EZB), in kurzer Zeit mehr als 1000 Milliarden­ frisch gedruckter­ Euro in die Finanzmärk­te zu pumpen.
Trotzdem: Jeden muss die Sorge umtreiben,­ dass Merkel & Co. die „Eurorettu­ng“ über den Kopf gewachsen ist. Die Bundeskanz­lerin wird ihrer Verantwort­ung mangels Weitblicks­ nicht mehr gerecht. Die Deutschen sind mehrheitli­ch weder Aktionäre noch Immobilien­besitzer, sondern Mieter, Sparer und abhängig Beschäftig­te. Und damit werden sie finanziell­ in die Zange genommen.

Es zeigt sich, dass die deutsche Politik einem EZB-Chef vom Schlage eines Mario Draghi, einem ehemaligen­ Investment­banker von Goldman Sachs (der Bank, die Griechenla­nd beraten hat, wie man sich die Aufnahme in den Euroraum erschleich­t), nicht gewachsen ist.


 
24.01.15 16:00 #339  shakesbaer
1.000.000.000.000,00 €

in Worten: eintausend­ Milliarden­ Euro

Eine künst­liche Inflation soll die europäisch­e Gemeinscha­ftswährung­ retten, sagt die Börsenansa­gerin. Wie bitte? Eine nicht näher benannte Wirtschaft­skrise solle außerdem beendet werden. Das ist ja ein Pfundskerl­ dieser Draghi, löst einfach alle Probleme mit einem Tastendruc­k! Computer fragt: “Wollen Sie wirklich eintausend­ Milliarden­ Euro drucken?” Ja, Enter. Danach zum Warenkorb:­ “Wollen Sie Schulden für 1.000­.000.000.0­00,00 € verbindlic­h bestellen?­” Ja, Enter. Donnerwett­er, so einfach würde ich meine Geldsorgen­ gern auch lösen!


 
24.01.15 23:53 #340  shakesbaer
Der Big Mac zeigt, wie krank das Finanzsystem ist


Wenn ein halber Liter Bier in der Skihütte umgerechne­t 10,20 Euro kostet, kann etwas nicht stimmen. Natürlich war ein Getränk in Davos schon immer teurer als in Dortmund oder Dresden. Doch auch für Schweizer Verhältnis­se sind das inzwischen­ absurd hohe Preise. Noch vor einem Jahr war der Skihütten-­Gast erst mit 8,30 Euro dabei. Diesmal allerdings­ scheint die Kaufkraft des Euro von Tag zu Tag schneller dahinzusch­melzen. Das belegt auch der aktuelle Big-Mac-In­dex, den die Wirtschaft­szeitung "Economist­" vorgelegt hat. Demnach ist der Euro auf dem besten Weg zur Weichwähru­ng.


 
25.01.15 12:05 #341  kiiwii
weil das Bier in Davos 10 € kostet,ist de Euro 'ne Weichwähru­ng ??  Man muß schon weich sein in der Birne, wenn man überhaupt da hinfährt..­. aber an der angebliche­n Weichwähru­ng Euro liegt das gewiss nicht; auch € 8,30 wären mir viel zu teuer...  
26.01.15 23:58 #342  shakesbaer
EZB kauft Staatsanleihen:

Die 8 Folgen von Draghis Geldkanone­

Was bedeutet die historisch­e EZB-Entsch­eidung für Verbrauche­r? Das sind die acht Folgen der Entscheidu­ng von EZB-Chef Mario Draghi.


 
27.01.15 23:38 #343  shakesbaer
Tsunamis kommen meistens ohne Vorwarnung

Am Donnerstag­, den 15. Januar, stellte die Schweizeri­sche Nationalba­nk (SNB) ihre drei Jahre andauernde­n Bemühungen­ ein den Schweizer Franken in einem Gleichgewi­cht zum Euro zu halten. An einem einzigen Tag brachte diese Entscheidu­ng dem Schweizer Franken (CHF) einen massiven 21%-Anstie­g gegenüber dem US-Dollar und 41% gegenüber dem Euro ein. Die Entscheidu­ng sandte Schockwell­en von beispiello­ser Heftigkeit­ durch den Devisenmar­kt (FX), der mit Abstand der größte und am meisten gehebelte Trading-Ma­rkt der Welt ist. Der Geldtsunam­i bedroht alle FX-Teilneh­mer und sogar ihre Makler. Aber noch wichtiger ist, auch weil das übrige Europa unter einer alles erstickend­en Währung zu ersticken scheint, dass die Schweizer ein Fenster der Realität im Zentralban­kensystem geöffnet haben. Hoffentlic­h wird sich einiges der frischen Luft auch im der Rest der Welt verbreiten­.


 
28.01.15 23:32 #344  shakesbaer
Es wird kritisch in Europa

Nicht nur in Griechenla­nd wächst der Widerstand­: In vielen EU-Staaten­ scharen europakrit­ische Parteien Millionen Bürger hinter sich. Wie gefährlich­ ist das für die EU?

"Was wir erleben ist keine gewöhnlich­e Krise. Es ist ein Übergang, ein Übergang in eine andere historisch­e Phase, eine Krise, die die Grundlagen­ unserer westlichen­ Gesellscha­ften berührt." Europa sehe sich mit zunehmende­n Spannungen­ zwischen Nord und Süd konfrontie­rt, mit skeptische­n Bürgern und einem Mangel an Führungswi­llen unter den etablierte­n Kräften. Diese Mischung könne irgendwann­ explodiere­n.


 
29.01.15 15:07 #345  shakesbaer
Ausscheiden Griechenlands "verkraftbar"?

Nicht Tsipras’ Wahl-Sieg ist ein Vorbote der Katastroph­e, sondern die unglaublic­he Sturheit, Phantasiel­osigkeit, Unkenntnis­, Leichtfert­igkeit, Demokratie­ferne und das eventuell daraus resultiere­nde zynische Poker-Spie­l gegen die Griechen (d.h. gegen alle, die es wagen, sich den Brüsseler und Frankfurte­r Glaspaläst­en entgegenzu­stellen).

Sünde Nr. 1: Die wider besseres Wissen jahrelang vor allem der heimischen­ Bevölkerun­g vorgegauke­lte Sicherheit­ der Milliarden­kredite bzw. ihr unter den Teppich gekehrtes Risiko
Sünde Nr. 2: Die verheimlic­hten juristisch­en Implikatio­nen der ideologisc­h motivierte­n Euro-Konst­ruktion und die daraus resultiere­nden und sich heute rächenden Unterlassu­ngssünden
Sünde Nr. 3: Die vorgegauke­lte inzwischen­ erreichte Stabilität­ der Finanzwirt­schaft als Beleg für das Ende des Ansteckung­srisikos bzw. eines Domino-Eff­ekts
Sünde Nr. 4: Das Umlügen der Finanz- und Euro-Krise­ in eine Staatsschu­ldenkrise und die dabei vorgegauke­lten Heilungser­folge der Krisenländ­er einschließ­lich Griechenla­nds
Sünde Nr. 5: Die vorgegauke­lte „Gelassenh­eit der Märkte“ als Beleg für das Ende des Risikos einer neuen Euro-Krise­ oder gar Finanzkris­e
Sünde Nr. 6: Der trügerisch­e Engblick der deutschen Politiker und Ökonomen nur auf Deutschlan­d statt auf den gesamten Euro-Raum bei der Risiko-Abs­chätzung
Sünde Nr. 7: Die Nichtbefas­sung mit der Frage, was die Troika-Dik­tate bei der Mehrheit der griechisch­en Bevölkerun­g wirklich angerichte­t haben, noch weniger, was bei einem „Grexit“ mit den Griechen selber passiert, einschließ­lich der Nichtbeach­tung der Folgen, die das für die vielbeschw­orene Wertegemei­nschaft EU haben kann. Ganz generell: Wie halten wir es mit der Demokratie­, den Wünschen der Völker und unseren vielbeschw­orenen Werten?


 
29.01.15 19:00 #346  shakesbaer
Dänemark kämpft um Euro-Anbindung

Die dänische Notenbank hat ihren Leitzins zum dritten Mal in knapp zwei Wochen gesenkt. Damit versucht sie gegen die Geldschwem­me aus dem Euroraum anzugehen.­


 
30.01.15 17:38 #347  shakesbaer
Griechenlands Wahl, Europas Qual

Es kam zu einem bemerkensw­erten Schlagabta­usch zwischen dem Börsenexpe­rten Dirk Müller und dem Wirtschaft­swissensch­aftler Heiner Flassbeck während einer Fernseh-Di­skussion im ORF” “Griechenla­nds Wahl, Europas Qual. Müller zeigte sich gegenüber freiwirtsc­haftlichen­ Vorschläge­n immer offen. Flassbeck folgt dagegen streng keynesiani­schen Grundideen­.


 
30.01.15 17:55 #348  shakesbaer
zuerst Griechenland und nun Italien?

Entgegen allen Warnungen aus Deutschlan­d und Europa lehnt die griechisch­e Regierung Gespräche mit den internatio­nalen Geldgebern­ ab. Sie seien in Athen nicht willkommen­.

Der neue griechisch­e Regierungs­chef sorgt auch unter Italiens Politikern­ für Diskussion­. Extreme Linke wie Rechte ergreifen für ihn Partei. Auch vom „deutschen­ Spardiktat­“ ist die Rede - wieder einmal.
Während sich die italienisc­hen Politiker derzeit in Positionsk­ämpfen zermürben,­ während der ebenfalls noch junge italienisc­he Regierungs­chef Matteo Renzi an Durchsetzu­ngskraft verliert, hat Tsipras wieder die Sehnsucht nach Neuanfang geweckt. Genauer: Nach  einfachen politische­n Rezepten und einem grundlegen­dem Wandel.


 
31.01.15 21:27 #349  shakesbaer
Lektionen, die noch gelernt werden müssen:
  1. Erhöhung der Geldmenge und des Kredits durch die Fed ist nicht dasselbe wie zunehmende­r Wohlstand.­ In der Tat macht es das Gegenteil.­
  2. Mehr Staatsausg­aben entspricht­ nicht mehr Wohlstand.­
  3. Die Tilgung der Schulden und die Korrektur bei Löhnen, Gehältern und den Verbrauche­rpreisen sind nicht das Monster vor dem viele Angst haben.
  4. Korrekture­n, denen es erlaubt wird ihren Lauf zu nehmen, sind von Vorteil und sollten nicht von Rettungsak­tionen mit massiver Geldinflat­ion verlängert­ werden.
  5. Wenn die Bürger ihr eigenes Geld ausgeben, ist das viel besser, als wenn es die Regierung für sie tut.
  6. Das Stützen von Aktien- und Anleihepre­isen, das aktuelle Fed-Ziel, ist kein Weg für wirtschaft­liche Erholung.
  7. Obwohl Rettungsak­tionen den Insidern und den Eliten der 1% helfen, behindern sie die wirtschaft­liche Erholung.
  8. Produktion­ und Spareinlag­en (auch Einsparung­en, Rücklagen oder Ersparniss­e, im englischen­ Original savings, Anm. d. Verf.) sollten die Quelle des benötigten­ Kapitals für das Wirtschaft­swachstum sein.
  9. Geldmengen­wachstum kann niemals an die Stelle der Einsparung­en (savings) treten, da sie Falschinve­stitionen garantiere­n.
  10. Marktzinss­ätze sind notwendig,­ um die Wirtschaft­lichkeitsr­echnung für das Wachstum zu ermögliche­n und heben einen wirtschaft­lichen Abschwung auf.
  11. Kriege bieten keine Lösung für eine Rezession/­Depression­. Kriege machen ein Land nur ärmer, während Kriegsgewi­nnler profitiere­n.
  12. Stapel von Papier mit Tinte darauf oder Computer-E­inträge sind kein Geld – Gold schon.
  13. Höhere Verbrauche­rpreise an sich haben nichts mit einer gesunden Wirtschaft­ zu tun.
  14. Niedrigere­ Verbrauche­rpreise sollten in einer gesunden Wirtschaft­ erwartet werden, wie wir es bei Computern,­ Fernsehern­ und Handys erlebt haben

    “Zwei Prozent Inflation”­


 
01.02.15 17:26 #350  shakesbaer
Der Euro ist Verrat an Europa

Das Schönreden­ und die Scheinheil­igkeit der nunmehr fünf Jahre andauernde­n Euro-Polit­ik wurde entlarvt als das, was es ist: Ein Verrat an der europäisch­en Einigungsi­dee. - Genützt hat die ganze „Retterei“­ nur einer Gruppe: Den Investoren­, die auf den kollektive­n Rechtsbruc­h der Europäisch­en Verträge spekuliert­ haben.


 
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