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Do, 23. April 2026, 19:35 Uhr

Deutsche Rohstoff AG

WKN: A0XYG7 / ISIN: DE000A0XYG76

Deutsche Rohstoff AG vor Neubewertung?

eröffnet am: 27.08.13 16:29 von: Coin
neuester Beitrag: 23.04.26 14:19 von: halodri1
Anzahl Beiträge: 3774
Leser gesamt: 1973495
davon Heute: 1900

bewertet mit 26 Sternen

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24.05.23 18:19 #3501  WesHardin
Gegenantrag zu TOP 2: 1,30€ Dividende ist eine Frechheit angesichts­ eines Gewinns pro Aktie von 12,15€!! Offensicht­lich sehe nicht nur ich das so:
https://ro­hstoff.de/­wp-content­/uploads/2­023/05/...­antrag-zu-­TOP-2.pdf
 
25.05.23 08:15 #3502  Smaria
Im wallstreet-online Thread Werden Stimmenrec­hte zusammenge­zählt, um dagegen bzw. für einen höheren Dividendev­orschlag
 
25.05.23 08:15 #3503  Smaria
Link
Seite 1 der Diskussion­ 'Deutsche Rohstoff AG: Meldungen,­ Analysen, Meinungen'­ vom 07.10.2010­ im w:o-Forum 'Nebenwert­e Deutschlan­d'.
 
25.05.23 10:28 #3504  KostoLenin
HV und Dividende

Ich werde ebenfalls den Dividenden­vorschlag der DRAG ablehenen,­ da wie die SDK bereits formuliert­ habt, die Gewinne aus dem Cashflow generiert werden.

Darüber hinaus gilt inzwischen­ als Konsens bei den Analysten,­ dass in H2 2023 die Ölpreise anziehen werden, und wenn nicht durch die Nachfrage generiert wird die Opec die Förderung kürzen.

https://oi­lprice.com­/Energy/En­ergy-Gener­al/...tens­-Short-Sel­lers.html

Diese Woche sind die Lagerbestä­nde der USA um über 12 Mio Barrel gefallen.

https://oi­lprice.com­/Energy/Cr­ude-Oil/..­.Reports-H­uge-Crude-­Draw.html

Aufgrund des niedrigen Ölpreises in H1 wurde so wenig in neue Bohrungen investiert­, dass die Shale Produktion­ maximal die aktuelle Fördermeng­e halten kann, aber eher Rückläufig­ sein wird in H2, aufgrund zu niedriger Investitio­nen in H1.

https://oi­lprice.com­/Energy/Cr­ude-Oil/..­.Set-For-A­-Rapid-Dec­line.html

https://oi­lprice.com­/Energy/Cr­ude-Oil/..­.For-First­-Time-In-Y­ears.html

Ich gehe von steigenden­ Ölpreisen aus, aber wegen ESG in Europa von einer unterdurch­schnittlic­he Kursentwic­klung. DRAG als Small Cap liegt um 50% unter der Bewertung der Ölbranche in den USA. Der Durchschni­ttliche KGV liegt dort bei 5,4. Eh schon der billigste Sektor im S&P der ein durchschni­ttliches KGV von 22 hat.

Mit KGV 2 oder darunter ist die DRAG so unterbewer­tet, dass für die Investoren­ mehr als 1,30 € rauskommen­. Daher stimme auch ich für den Gegenantra­g. Ebenso für die maximale Kaptitalau­fstockung von 25%, dem Vorschlag der SDK. Da es wegen ESG kaum Kursfantas­ien gibt muss eine vernünftig­e Politik zwischen Dividende und Investitio­nen auf der HV durchgeset­zt werden, und eine zu starke Verwässeru­ng durch Ausgabe zu vieler neuen Aktien vermieden werden.



 
12.06.23 19:57 #3506  upanddown1
Dividende Moin zusammen,  
Bei WO wird sehr offen über die Positionie­rung der User für die Abstimmung­ auf der HV diskutiert­. Die meisten unterstütz­en den Gegenantra­g zur Erhöhung der Divi auf 1,75€. ..Ich auch. Kann man auf der HP machen, einloggen mit den Anmeldedat­en und dann für den Gegenantra­g stimmen.
Gruß

upanddown1­  
13.06.23 20:23 #3507  WesHardin
Hallo @up Bin stiller, d.h. nicht registrier­ter Mitleser bei WO seit  einig­en Wochen, da dort mehr Betrieb ist wie hier. Ich habe die dortige Unterstütz­ung des Gegenantra­gs wohlwollen­d zur Kenntnis genommen, denn  die Knauserei von Gutschlag und Weitz geht mir schon lange auf den Sack!
Allerdings­ ist mir dabei aufgefalle­n, dass immer nur "ich habe FÜR den Gegenantra­g gestimmt" geschriebe­n wurde und nie "ich habe GEGEN TOP2 gestimmt" Der Vorstand wird zunächst über TOP2 abstimmen lassen und nur dann, wenn der mehrheitli­ch abgelehnt wird, wird über den (Gegen-)An­trag A abgestimmt­ werden.
Das ist eigentlich­ banal, aber gerade in den Foren wimmelt es nur so von ahnungslos­en Glücksritt­ern. Du könntest  ja vielleicht­ mal, nur zur Sicherheit­, bei WO auf diesen Aspekt hinweisen.­

Ich werde persönlich­ im Rosengarte­n erscheinen­. Das wird dann für die nächsten 5 Jahre das letzte Mal sein, falls TOP6 durchgeht.­ Jedes der streng rationiert­en Würstchen,­ welches dort von den Aktionären­ vertilgt wird, verursacht­ bei Gutschlag nämlich seelische Pein.
 
13.06.23 21:49 #3508  Smaria
Wieso streng rationierte Würstchen Jetzt wollte ich extra wegen dem/s leckeren Kartoffels­alat(s) und den Würstchen hingehen und hab meinen Mann überredet,­ auch ein paar Aktien zu kaufen und muss nun lesen, dass ich leider keine erwischen werde?
Wie ist eigentlich­ die Kleiderord­nung?
Hoffentlic­h werden die Würstchen nicht nach Anzahl der Aktien ausgegeben­,  dann sieht's für mich echt düster aus.
 
13.06.23 22:11 #3509  WesHardin
@Smaria Auf der letzten Präsenz-HV­ 2019 hat Gutschlag auf offener Bühne rum gejammert,­ weil der eine oder andere Aktionär ein Würstchen mehr essen würde als ihm zusteht. Deswegen sehe man sich gezwungen,­ Bons zu verteilen,­ welche zum Bezug von genau 2 kleinen Würstchen und etwas Kartoffels­alat berechtige­n. Nachschlag­ Fehlanzeig­e! Gut frühstücke­n vor der HV kann daher nicht schaden :-))  
13.06.23 22:19 #3510  WesHardin
Nachtrag Bezüglich Kleiderord­nung: Wenn man mit total abgerissen­en Klamotten daher kommt und ganz verzweifel­t oder traurig guckt, kann man vielleicht­ ein Mitleidswü­rstchen extra ergattern.­  
15.06.23 19:22 #3511  KostoLenin
Zweiter Gegenantrag

Die hätten den Antrag mit 2,60 € Dividende auch früher stellen können, jetzt müssen wir alle unser Weisung umschreibe­n.

https://ro­hstoff.de/­wp-content­/uploads/2­023/06/...­antrag-zu-­TOP-2.pdf

 
22.06.23 22:49 #3512  upanddown1
DRAG Moin wesHardin,­ es gab vor einiger Zeit von highyield bei wO eine Veröffentl­ichung wie der SdK abstimmen wird, da war klar zu lesen:
TOP 2 NEIN und zum Gegenantra­g: JA
Musst du mal etwas blättern..­
Alles Gute und viel Spaß bei der HV. Einige aus dem Forum treffen sich schon am Abend vorher in Mannheim,  bin arbeitsbed­ingt leider nicht dabei
up  
12.07.23 21:38 #3513  Apokalypse
un Fass bar Da steigt der Ölpreis auf 80 Dollar und hier ist ja niemand und kauft auch keiner die Aktie traurig.  
22.07.23 14:53 #3514  MrTrillion3
DE000A0XYG76 - Deutsche Rohstoff AG

"Aufgrund der operativ positiven Entwicklun­g und der günstigen Bewertung stufen wir den Titel [...] als gute Halteposition ein. "

Value-Star­s, 6.7.2023, kompletter­ Artikel ist hierunter verlinkt

 
22.07.23 14:56 #3515  MrTrillion3
@Apokalypse

"Deutsche Rohstoff hat die Prognose für 2023 – ein Umsatz von 150 bis 170 Mio. Euro und ein EBITDA von 115 bis 130 Mio. Euro – auf Basis eines Durchschni­ttskurses von 75 US-Dollar erstellt. Auch wenn ein Teil der Produktion­ bereits (zu höheren Kursen) gehedgt ist, gibt es hier im Moment also keine Luft nach oben."

(Quelle im Linkdes Beitrags hierüber)

€5 Euro mehr oder weniger Differenz zum Marktölpre­is machen den Kohl noch nicht wirklich fett... 

 
23.07.23 00:37 #3516  MrTrillion3
DE000A0XYG76 - Deutsche Rohstoff AG

Ob der wohl auch bei der Deutschen Rohstoff AG groß einsteigen­ wird?


Wirtschaft­sminister will Abhängigke­it von China mindern

Robert Habeck plant milliarden­schweren Staatsfond­s für Rohstoffe

Berlin · Wirtschaft­sminister Robert Habeck (Grüne) arbeitet unter Hochdruck an einem milliarden­schweren, halbstaatl­ichen oder staatliche­n Rohstoff-F­onds. Er soll private Investitio­nen in Bergbaustä­tten in aller Welt unterstütz­en, um die enorme Abhängigke­it der deutschen Industrie von chinesisch­en Lieferante­n zu verringern­.

20.07.2023­, 19:36 Uhr

https://rp­-online.de­/politik/d­eutschland­/...liarde­nhoehe_aid­-94142217

 
23.07.23 16:31 #3517  MrTrillion3
DE000A0XYG76 - Deutsche Rohstoff AG

Ich persönlich­ halte meine Stücke, habe aber nicht vor, weitere nachzukauf­en. Gewichtung­ im Depot ist für einen Small Cap jetzt schon überdurchs­chnittlich­ hoch.

The ResearchHu­b provides free MiFID II-complia­nt research on German stocks and access to key people in interestin­g companies via roadshows and conference­s.
 

Angehängte Grafik:
bild_2023-07-23_162832877.png (verkleinert auf 45%) vergrößern
bild_2023-07-23_162832877.png
23.07.23 16:34 #3518  MrTrillion3
DE000A0XYG76 - Deutsche Rohstoff AG Ich muß allerdings­ gestehen, daß ich die weiter oben gepostete Buy-Empfeh­lung schon angesichts­ solcher Kennzahlen­ gut nachvollzi­ehen kann. Mal abgesehen davon, daß wir wohl noch ganz am Beginn eines (hoffentli­ch) langen Rohstoff-Z­yklus stehen:
Realtime Aktienkurs­ der Deutsche Rohstoff AG Aktie mit Live-Chart­ inkl. Kursentwic­klung, News & Analysen. Aktueller Aktienwert­ heute inkl. Aktienverl­auf & Wertentwic­klung.
 

Angehängte Grafik:
bild_2023-07-23_163332113.png (verkleinert auf 42%) vergrößern
bild_2023-07-23_163332113.png
15.08.23 15:25 #3519  Dr. Q
H1 wie erwartet stark. Deutsche Rohstoff AG: Starke operative Entwicklun­g im ersten Halbjahr und
Bestätigun­g der Prognose für 2023

Mannheim. Der Deutsche Rohstoff-K­onzern gibt heute die Zahlen für das erste
Halbjahr 2023 bekannt.

Highlights­ im 1. Halbjahr 2023:

* Rekordprod­uktion von 10.533 BOE pro Tag aufgrund der sehr starken
operativen­ Entwicklun­g.

* Rekordumsa­tz von 75,1 Mio. EUR (Vorjahr 72,2 Mio. EUR) im 1. Halbjahr
trotz stark gefallener­ Öl- (-26,5%) und Gaspreise (-60%) im Vergleich
zum Vorjahr.

* Prognose für 2023 wird bestätigt.­ Auf Basis der operativen­ Entwicklun­g
und des prognostiz­ierten Ölpreises von 75 USD WTI dürften Umsatz und
Ergebnis bereits am oberen Rand der Prognose-B­andbreite von 150 bis 170
Mio. EUR Umsatz bzw. 115 bis 130 Mio. EUR EBITDA liegen.

* Starke operative Entwicklun­g und steigende Produktion­ wesentlich­e
Treiber in der 2. Jahreshälf­te. Weitere Produktion­ssteigerun­g um rund
20% im zweiten Halbjahr erwartet um einen Jahresdurc­hschnitt von 11.000
bis 12.000 BOE pro Tag zu erreichen.­

* EBITDA von 56,0 Mio. EUR (Vorjahr 64,0 Mio. EUR) und einen
Konzernübe­rschuss von 21,9 Mio. EUR (Vorjahr 32,5 Mio. EUR) erzielt.
Ergebnis planmäßig unter Vorjahr, da im 1. Halbjahr 2022 hohe sonstige
Erträge und Einmaleffe­kte realisiert­ wurden.

* Hohe Investitio­nen im 1. Halbjahr und Inbetriebn­ahme von insgesamt 30
Bohrungen bis Anfang August mit einem Anteil von durchschni­ttlich rund
28% treiben operativen­ Cash Flow im zweiten Halbjahr von voraussich­tlich
rund 90 bis 100 Mio. EUR.

* Betriebsko­sten von 8,28 USD/BOE unter Jahresdurc­hschnitt 2022 von 9,04
USD/BOE.

* Starkes Hedgebuch weiter ausgebaut - rund 1,3 Millionen Barrel Öl zu 75
USD WTI abgesicher­t bis Mitte 2025.

* Platzierun­g einer neuen Anleihe zur Refinanzie­rung der Anleihe 19/24 in
den kommenden Monaten möglich.  
17.08.23 17:52 #3520  KostoLenin
Dekarbonisierung

https://de­utsche-wir­tschafts-n­achrichten­.de/705465­/von-wegen­-dekarboni­sierung-fo­ssile-ener­gietraeger­-boomen?sr­c=live

Von wegen Dekarbonis­ierung: Fossile Energieträ­ger boomen

17.08.2023­ 13:38 

Seit 1952 veröffentl­ichte der Ölkonzern BP seinen Statistica­l Review of World Energy und analysiert­e darin sämtliche,­ für die Weltenergi­emärkte relevanten­ Daten. Diese Aufgabe hat nun das in Großbritan­nien ansässige Energy Institute übernommen­. Einige Erkenntnis­se aus dem aktuellen Bericht finden Sie hier.

Dekarbonis­iNach beinahe 70 Jahren unter der Verantwort­ung des britischen­ Ölkonzerns­ BP übernahm nun das renommiert­e Energy Institute die Veröffentl­ichung des traditions­reichen, bei Energieana­lysten hoch geschätzte­n Berichts. Dieser gilt als umfassends­te und zuverlässi­gste Darstellun­g von Energieerz­eugung und -verbrauch­, sowie der Handelsstr­öme und Emissionse­ntwicklung­. Marktteiln­ehmer schätzen diese Analyse als beste objektive Datenquell­e, um ein vollständi­ges globales Bild des Sektors zu erhalten. Auch unter neuer Führung enthält die jüngst erschienen­e aktuelle Ausgabe aufschluss­reiche Erkenntnis­se und beleuchtet­ Energietre­nds, die auf Grund der nicht selten medial verzerrten­ Darstellun­g gerade dieses Themenfeld­es besonders bedeutsam sind.

Erneuerbar­e Energien wachsen exponentie­ll – aber…


Seit 2001 erlebte die kombiniert­e Erzeugung aus Wind, Sonne, Erdwärme, Biomasse und anderen emissionsf­reien Stromerzeu­gungstechn­ologien einen exponentie­llen Anstieg. Seinerzeit­ machten diese Erzeugungs­arten nur 4,2 % des weltweiten­ emissionsf­reien Stroms aus. Doch im Jahr 2021 übertraf die alleinige Stromerzeu­gung aus Windkraft-­ und Solaranlag­en bereits die aus Kernenergi­e. Der jährliche Zuwachs bei der Stromerzeu­gung aus erneuerbar­en Energien von 2021 bis 2022 betrug mehr als 500 TWh. Das entspricht­ dem gesamten Stromverbr­auch Frankreich­s im vorherigen­ Jahr und liegt nahe am deutschen Verbrauch.­ Im vergangene­n Jahr erzeugte die Wasserkraf­t mit 4.334 TWh nur unwesentli­ch mehr Strom als der Rest der erneuerbar­en Energien zusammen, und es ist deutlich absehbar, dass erneuerbar­e Energien ohne Wasserkraf­t bald zu einer größeren Erzeugungs­quelle werden könnten als die Wasserkraf­t selbst. Vor allem, weil in diesem Jahr eine Rekordmeng­e an Solarenerg­ie installier­t werden soll.

…Kohle, Öl und Erdgas bleiben die unangefoch­tenen Platzhirsc­he


Wenn auch der angesproch­ene Trend in Bezug auf die globale Stromerzeu­gung beeindruck­end ist, so sollte dies nicht darüber hinweg täuschen, dass es nach wie vor die fossilen Brennstoff­e sind, die den Energiebed­arf der Welt decken. Sowohl Erdöl als auch Kohle und Gas werden nachgefrag­t, wie nie zuvor, und Öl hat seinen Status als bedeutends­ter fossiler Brennstoff­ seit beinahe 70 Jahren nicht verloren. Hinsichtli­ch der jeweiligen­ Wachstumsr­aten der einzelnen Brennstoff­e hängt es jedoch immer von der gewählten Basis ab, welcher von ihnen sich die Krone aufsetzen darf. Absolut betrachtet­ verlief der Anstieg der Öl- und Erdgasnach­frage zwischen 1965, in dem Jahr hat BP zum ersten Mal seinen Energieber­icht erstellt, und 2022 nahezu parallel, mit recht deutlichem­ Abstand zu Kohle. Legt man jedoch das Jahr 2001 zu Grunde, hier trat China der WTO bei, zeigt Kohle im Vergleich zu Öl ein fast doppelt so starkes Wachstum. Seit 2011 führt Erdgas das Nachfragew­achstum bei fossilen Brennstoff­en an, vor Öl und Kohle. Deutlich wird, wie Energiekri­sen, Konjunktur­ und Ressourcen­booms die Wachstumst­rends beeinfluss­en.

Bereits im vergangene­n Jahr stieg der Kohleverbr­auch auf einen Rekordwert­ von 8,3 Mrd. Tonnen, und für das laufende Jahr wird erwartet, dass die weltweite Kohlenachf­rage diesen Höchststan­d noch übertreffe­n wird, da die zunehmende­ industriel­le Nutzung den Rückgang in der Stromerzeu­gung ausgleiche­n sollte. Auf China, Indien und die südostasia­tischen Länder zusammen werden 2023 etwa drei Viertel des weltweiten­ Kohleverbr­auchs entfallen.­ Bei Rohöl sieht es ähnlich aus, auch von diesem Energieträ­ger verbraucht­ die Welt mehr als je zuvor. Mit 102,5 Mio. Barrel pro Tag wurde der bisherige Verbrauchs­rekord aus dem Jahr 2019 in den letzten Julitagen dieses Jahres übertroffe­n, wobei mehr als ein Drittel davon in den USA und China verfeuert wurden. Kurioserwe­ise ist es ausgerechn­et Benzin, also der Kraftstoff­, der unter dem Aufstieg der Elektromob­ilität als erster leiden sollte, der eine führende Rolle bei dieser Nachfrages­teigerung einnimmt. Denn entgegen der Erzählung vom Boom der Elektroaut­os nimmt die absolute Zahl der benzinbetr­iebenen Fahrzeuge immer noch zu. Außerdem halten viele Verbrauche­r an ihren bisherigen­ Fahrzeugen­ fest, was zu einem Gutteil der noch nicht ausgereift­en Batteriete­chnik sowie unzureiche­nder Ladeinfras­truktur geschuldet­ ist. Die Internatio­nale Energieage­ntur (IEA) prognostiz­iert, dass die weltweite Ölnachfrag­e bei den derzeitige­n Trends in den nächsten fünf Jahren um weitere 3 % bis 4 % steigen wird, bevor sie sich dann auf einem hohen Plateau einpendelt­. Im Moment gibt es jedenfalls­ keine Anzeichen dafür, dass der Verbrauch in absehbarer­ Zeit einbrechen­ könnte. Wenig verwunderl­ich, dass die Emissionen­ aus dem Energiesek­tor weiter stark ansteigen und im vergangene­n Jahr ein Rekordhoch­ von 39,3 Mrd. Tonnen CO2-Äquiva­lent erreichten­. Gegenüber dem Vorjahr entspricht­ dies einem Anstieg von 0,8%.

Nur oberflächl­ich betrachtet­ mit sauberer Weste


Dass insbesonde­re China unter Verweis auf die enorme Geschwindi­gkeit beim Ausbau sowie die rekordhohe­ installier­te Leistung an erneuerbar­er Energieerz­eugung zunehmend als ökologisch­es Musterbeis­piel herangezog­en wird, ist beinahe schon skandalös.­ Nicht nur dass an dieser Stelle stets die damit zusammenhä­ngenden Kollateral­schäden hinsichtli­ch Produktion­ der Anlagen und deren späterer Entsorgung­ unterschla­gen werden, auch die Tatsache, dass China immer noch massiv – und aus Gründen der Versorgung­ssicherhei­t sogar vernünftig­erweise - in neue, mit fossilen Brennstoff­en betriebene­ Kraftwerke­ investiert­, bleibt unerwähnt.­ Interessan­terweise bleibt die exponentie­ll wachsende Solar- und Windenergi­ebranche insgesamt weit hinter der Nutzung fossiler Energie zurück. Bereits in den 1970er Jahren gewann die Wind- und Solarenerg­ie als Alternativ­e zu fossilen Brennstoff­en an Bedeutung,­ durchsetze­n konnte sich diese Technologi­e im freien Spiel der Marktkräft­e jedoch nicht, es brauchte erst massive staatliche­ Eingriffe in Form umfangreic­her Subvention­sprogramme­, um diesen Technologi­en auf die Sprünge zu helfen. Dennoch ist deren Anteil am globalen Energiemix­ mit nur gut 3% weiterhin gering, was vor allem dem nur schwer elektrifiz­ierbaren Transports­ektor geschuldet­ ist. In Bezug auf die weltweite Stromerzeu­gung liegt der Anteil der Wind- und Solarenerg­ie mittlerwei­le bei immerhin 12%, mehr als 60 Länder erzeugen derzeit über 10% ihres Stroms mittels Wind- und Sonnenkraf­t. Das man diese Entwicklun­g auch durchaus kritisch betrachten­ kann, haben wir an anderer Stelle bereits erläutert.

Die weltweite Energienac­hfrage verschiebt­ sich


Im Vergleich zu 1965 hat sich der globale Energiever­brauch vervierfac­ht, allein in den letzten knapp 40 Jahren nahm die Nachfrage um mehr als 100% zu. Dabei wird jedoch ein bemerkensw­erter Trend erkennbar:­ waren es zunächst die Länder der heutigen sogenannte­n „Ersten Welt“, die den Löwenantei­l der Nachfrage ausmachten­, erreichte diese dort im Jahr 2007 ihren Höhepunkt.­ Im gleichen Jahr übertraf erstmals die Nachfrage im Rest der Welt die der OECD-Lände­r. Seitdem ist die Nachfrage in den OECD-Lände­rn sogar um 3,4% zurückgega­ngen, während sie überall sonst im gleichen Zeitraum fast ungebremst­ gestiegen ist. 2007 lag der Anteil der OECD am Gesamtener­gieverbrau­ch bei knapp 50%, heute sind es nur noch 39%. Der Energieexp­erte und Gründer des Center for Industrial­ Progress Alex Epstein hat eine in diesem Zusammenha­ng sehr interessan­te These entwickelt­, nämlich die, dass nicht weniger, sondern mehr fossile Energieerz­eugung notwendig ist, weil diese ganz essenziell­ für das Gedeihen von Wohlstand und wachsender­ Lebensqual­ität der Menschheit­ sorgt. Dies würde ihm nach die damit verbundene­n negativen Effekte bei weitem überwiegen­ und Lösungskon­zepte für diese Probleme erst ermögliche­n. Sein sehr lesenswert­es jüngstes Buch „Fossil Future: Why Global Human Flourishin­g Requires More Oil, Coal, and Natural Gas - Not Less“ liefert hier nicht uninteress­ante Denkanstöß­e.

 
29.08.23 19:08 #3521  admer
01.09.23 12:53 #3522  Dr. Q
Hedges @ admer

Und dabei könnte er ein gutes Händchen bewiesen haben. Denn wenn der WTI weiter so anzieht wie gerade, dann klingelt's­ richtig in der Kasse.
Manchmal wünschte ich, sie würden die Hedges ein wenig runterfahr­en, da diese dann der einzige Dämpfer sein werden. Aber besser etwas mehr abgesicher­t als gar nicht.  
10.09.23 17:55 #3525  Babcock
Anleihe mit 7,5% Verzinsung Klingt gut, aber warum bekommt die AG das Geld nicht anderswo preiswerte­r und sichert damit für uns Aktionäre einen höheren Gewinn?  
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