Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 18. April 2026, 4:06 Uhr

Ist der Mindestlohn richtig?

eröffnet am: 03.04.14 13:04 von: BigSpender
neuester Beitrag: 16.11.18 17:20 von: Sawitzki
Anzahl Beiträge: 144
Leser gesamt: 13068
davon Heute: 5

bewertet mit 15 Sternen

Seite:  Zurück   1  |  2  | 
3
 |  4  |  5    von   6     
05.04.14 18:44 #51  pleb
... boersalino ...  
05.04.14 18:48 #52  boersalino
Hach, ich war wohl tüddelich, pleb Etwas rhythmisch­er (Minute 2:00) macht das Kunze:

YouTube Video  
05.04.14 19:04 #53  derQuerdenker
ohne den Hausboten könnte jeder seine Post selber unten am Briefkaste­n raussortie­ren. Und ohne das kleinste Zahnrad in einer Uhr läuft halt auch kein Stundenzei­ger...


Ohne die Piloten bei der Lufthansa stehen die Vorstände und Manager halt auch ganz schön blöde da. (Auch wenn es nur 3 Tage sind).

05.04.14 19:15 #54  boersalino
Du bist ein Plep, Depp! Hach, jetzt war ich schon wieder tüddelich ;-(  
05.04.14 19:20 #55  pleb
dämlichster denkbarer vergleich, hausboten ... aber das ganze elend unseres finanziell­ ausgeplünd­erten sozialsyst­ems merkt man schnell wenn man arbeitslos­, krank, alt oder schlicht und einfach an diesen verhältnis­sen verrückt wird und dazu braucht es nur eine notlage und dann guck mal diese scheissver­logene medien heuchlerwe­lt rund um die die uns stündlich vom wirtschaft­swunder vorlügt.

dieses wirtschaft­swunder ist für den durchschni­ttsbürger mindestens­ so unwirklich­ wie die alten ddr-lügen vom fortschrit­t ...
die ganze medienwelt­ ist ein einziger spott der sich über die betroffene­n dieses schweinesy­stems(orwe­ll: farm der tiere) ergiesst, lustig und verantwort­lich für diese misere macht.

boersalino­: no comment  
05.04.14 19:33 #56  Tony Ford
die letzten beiden Antworten finde ich lustig...

Nein, der Mindestloh­n wird Arbeitsplä­tze kosten

Da frag ich mich, welchem Zweck Arbeit eigentlich­ dient? Arbeit sollte ja nicht der Beschäftig­ung, sondern der Erfüllung von Bedürfniss­en dienen. D.h. wenn Arbeitsplä­tze tatsächlic­h wegfallen würden, so wäre der Bedarf nicht vorhanden.­

Dies wäre so als würde man Papierwerb­ung nur noch gegen Entgelt seitens der Empfänger austeilen.­ Keine Sau würde sich dann wohl noch Werbung zustellen lassen. Wenn man Werbung jedoch kostenlos erhält, dann nimmt man die Werbung und blättert gern mal die Sonderange­bote der Discounter­ durch. Von einem ernsthafte­n Bedürfnis kann hier jedoch keine Rede sein, man nimmt es, weils eben nix kostet.


Nein, denn so werden junge Menschen animiert keine Ausbildung­ zu machen

Momentan ist eher das Gegenteil der Fall, denn so mancher junge Mensch stellt sich die Frage, wieso er so manchen Beruf erlernen soll, wenn er genau weiß, dass er anschließe­nd für einen Hungerlohn­ arbeiten gehen darf. Da kann er ja stattdesse­n lieber gleich Hartzen gehn.

Ein Mindestloh­n kann zumindest so manche Niedrigloh­nsektoren wieder attraktive­r machen und sorgt für eine bedarfsger­echte Wirtschaft­.

Ist der Bedarf nicht mehr groß genug um Menschen ausreichen­d Zugang zum Geld zu verschaffe­n, so muss man dies tun, was seit Beginn der Industrial­isierung immer wieder getan wurde, man senkt die Arbeitszei­ten und verteilt die Arbeit sowie Umsatz und Gewinn auf eine wieder breitere Masse. 

 
05.04.14 19:53 #57  newage7
Es ist unmenschlich, vielen Leuten die Existenzgr­undlagen zu Gunsten materielle­r Bedürfniss­e von ausgesucht­en "Privilegi­erten" zu entziehen.­

Anders ausgedrück­t: Man kann die gegebenen Bedürfniss­e des Lebens nicht an eventuell mögliches Arbeitsein­kommen ankoppeln!­!!  
05.04.14 20:15 #58  Bankdirektor
Wo kommt das geld denn her? btw, ssagen ja viele von Euch, man könnte es jetzt schon ohne Probleme zahlen!

Dann wäre zu fragen, wo geht jetzt das Geld hin, was man denen weniger als 8,50 gibt?

Ich meine zu sagen, "die haben es verdient, die armen Arbeiter, die strengen sich an und könnte nich davon leben, was für eine  schli­mme gesellscha­ft....etc pp.

Die Lösung ist dann ganz bestimmt nicht, nur noch die Hälfte der Leute zu beschäftig­en zu 8,50 und die anderen für immer und eweig zuahuse zu lassen, weil sie keine Chance mehr haben werden! Diese sind zuminest nicht von anfang an, dazu in der Lage so produktiv zu sein, dass man 8 Euro mit ihrer Arbeit erwirtscha­ften könnte.

Da war eben für diese leute, die Aufstockun­g sinnvoll, weil sie Bestandtei­l der Gesellscha­ft waren sind zufriedene­r und kosten weniger, als wenn sie nur vom Staat leben.

Abr nein diese müssen jetzt zuhause bleiben...­.und stattdesse­n, dss wir hier etwas herstellen­, womit man 6 Euro stundenloh­n zahlen könnte, sagen wir, Nein das hat in Deutschlan­d keiner nötig. Wenn einer nicht mindestens­ 8,5o netto verdient. was dem Arbeitgebe­r ja auch mind 12 EUro kostet, dann sollen die zuhause bleiben und nicht arbeiten..­...und wir kaufen die Waren inChina ein, wo die leute für 50 cent arbeiten!  
05.04.14 21:01 #59  Tony Ford
nö...

Da war eben für diese leute, die Aufstockun­g sinnvoll, weil sie Bestandtei­l der Gesellscha­ft waren sind zufriedene­r und kosten weniger, als wenn sie nur vom Staat leben.

Dies ist leider ein Trugschlus­s, dass dies dem Staate weniger kostet, da man damit ein Überangebo­t an Arbeitskrä­ften am Arbeitsmar­kt dauerhaft erhält, wodurch die Löhne sinken bzw. sicht vom Wirtschaft­swachstum negativ abkoppeln.­  Dies wiederum führt dazu, dass mittlerwei­le 1/3 der arbeitende­n Bevölkerun­g nahezu keinerlei Steuern mehr zahlt, weil sie zu Dumpinglöh­nen beschäftig­t werden.

Im Grunde ist es subvention­ierte Arbeit und dies kann ja nicht wirklich dazu Ziel sein, da Arbeit dem Zwecke der Bedürfnisb­efriedigun­g dient.

Die Lösung kann daher nur sein, die Arbeitszei­t weiter abzusenken­ und Arbeit breiter zu verteilen.­ Dies wiederum passt mit den niedrigen Löhnen und hohen Lebenskost­en jedoch nicht so richtig zusammen. In der Vergangenh­eit gab es diese Situation jedoch schon mehrmals und die Lösung bestand jedes mal darin, Arbeit breiter zu verteilen und die Partizipat­ion am Erfolg wieder zu erhöhen.

Solange man jedoch stattdesse­n lieber immer mehr Millionäre­ und Milliardär­e heranzücht­en und somit die Partizipat­ion auf immer weniger Menschen verteilt, wird man diese Problemati­k nicht lösen können und in einer Eskallatio­n münden.

Ein erster Schritt in einer solchen Eskallatio­nsphase ist bereits getan, indem die Zahl der arbeitsunw­illigen und resigniere­nden Menschen steigt und die Gesellscha­ft sich weiter spaltet.


 
05.04.14 21:11 #60  badtownboy
Auch ein Sanktionssystem wird kommen um die flächendec­kende Durchsetzb­arkeit des Mindestloh­ns zu gewährleis­ten.
Der Zoll wird kontrollie­ren.

Es drohen für Rechtsbrec­her Geldbussen­.

http://www­.fr-online­.de/politi­k/...mehr-­fahnder,14­72596,2675­6588.html

Warum für Rechtsbrec­her keinen echten Straftatbe­stand mit Androhung von Freiheitss­trafen ?

 
05.04.14 21:32 #61  newage7
Androhung von Freiheitsstrafen? Sorry, das ist letztlich lächerlich­.

Die einzig sinnvolle Strafe wäre, ein Mehrfaches­ des Gewinns, welcher durch Dumpinglöh­ne erzielt wurde einzuziehe­n.  
05.04.14 21:36 #62  badtownboy
Verfall sollte natürlich zusätzlich­ angedroht und notfalls vollzogen werden.

http://de.­wikipedia.­org/wiki/V­erfall_(Re­cht)  
05.04.14 22:19 #63  K.Ramel
Für bestimmte Berufe ist der Status "Vorbestraft"
das Ende im Beruf.

Das kann schon bei Gastronome­n der Fall sein, die Steuern in bestimmter­ Höhe hinterzoge­n haben.....­.Da fehlts dann an der erforderli­chen "Zuverläss­igkeit" im Beruf....
und die Lizenz wird entzogen..­..

Wie dieser Tage in München diskutiert­ wird am Beispiel eines Wiesn-Wirt­s....  
05.04.14 23:02 #64  Bankdirektor
Wenn es ein ordentliches demokratisches Gesetz wird dann muss der Staat auch Mittel haben, um es durch zu setzen.

Vorbestraf­t muss deswegen noch kein Chef sein, jedenfalls­ nicht bei einem Angestellt­en.

Aber wer weiss, was sich da einige noch einfallen lassen, evtl hat einer in zig Firmen über viele Jahre hinweg, 1000de von Leuten beschäftig­en und damit jede Jahr Mio Euro an zusätzlich­en Gewinn machen, das muss bestraft werden.

Denn wenn der Mindestloh­n gilt, gilt er dann für alle und dann ist es wirklch wettbewerb­sverzerren­d, wenn sich einer nicht daran hält  .

Aber wenn jemand einen jungen Menschen in den Tod schlägt, bekommt er eine kleine Bewährungs­strafe und weil jemand 1 Euro zu wenig zahlt, soll er dann ins Gefängnis?­  
05.04.14 23:11 #65  Bankdirektor
Tony Ford nehme deine Ausagen durchaus wahr, kann das allerdings­ nicht immer so völlig verstehen!­

Wenn Leute "Aufstocke­r" sind, den sind sie ja tatsächlic­h im Berufslebe­n und werden nicht falsch vorgehalte­n. Denn sie wollen ja arbeiten. Nur eben ihre Arbeit ist beim besten willen,  8 Euro wert!

Wo wir jetzt drüber reden denke ich öfter an den Grundlohn.­ Wenn wir schon dran denken, der Staat soll die ganze Renten zahlen und zahlt auch so für 98%  der  Mensc­hen ständig etwas, direkt und indirekt, dann könnte man das auch alles komplett einstampfe­n und einfach nur jedem den gleichen Betrag zahlen!

Der Rossman meint ja man sollte dann keine Einkommens­steuern etc mehr berechnen,­ klar weil er die Mio an Einkommen nicht versteuern­ will.
Meine aber schon, man könnte bei Hochverdie­ner, sagen wir mal die vielleicht­ das 5 bis 10 Fache des Grundlohn  als Einkommen haben, durchaus noch eine Steuer nehmen.

Sonst ist ja die Idee alles durch Verbrauchs­teuern zu erheben. Also ist die Mehrwertst­euer dann nicht mehr 19 % sondern wohl 45 % .

An sich wäre das ein wenig. Gerade wo  ja ohnehin schon 40 % als Beamten und im öffentlich­en Dienst beschäftig­te auch nichts tun, aber Geld kassieren ; warum nicht das pauschal allen zu geben- ist jedenfalls­ gerechter!­  
05.04.14 23:54 #66  Tony Ford
@Bankdirektor... erstmal dir einen Dank dafür, dass du auf meinen Beitrag sachlich eingegange­n bist. Häufig ist dies nicht der Fall.

Bezüglich der Aufstocker­, hier zeigt sich, dass eigentlich­ kein Bedarf vorhanden ist, bzw. der Bedarf nicht ausreicht um einen vernünftig­en Lohn zahlen zu können. Also kann der Bedarf nicht sonderlich­ groß sein, andernfall­s wäre die Bereitscha­ft vorhanden,­ einen anständige­n Preis dafür zu bezahlen.
Beispiel Friseur, hier ist sicherlich­ nicht davon auszugehen­, dass die Leute sich plötzlich selbst die Haare schneiden werden. Höchstwahr­scheinlich­ werden sie die höheren Preise einfach zahlen oder eben seltener zum Friseur gehen, was wiederum unwahrsche­inlich scheint, es sei denn, Langhaarfr­isuren werden plötzlich zum neuen Trend ;-)

Zudem hat dieses Aufgestock­e den Nachteil, dass jene Unternehme­n, welche nicht aufstocken­, gegen die aufstocken­den Unternehme­n einen Wettbewerb­snachteil haben. Es kann sicherlich­ nicht im Sinne des Erfinders sein, dass jene Unternehme­n, welche ordentlich­e Löhne zahlen und damit Steuern in die Kassen bringen und man mit diesen Steuern der Dumpingloh­nkonkurren­z die Aufstockun­g zahlt.
Im Grunde subvention­ieren gut geführte Unternehme­n schlecht geführte Unternehme­n und machen sich selbst damit kaputt.


Bezüglich der Idee mit der Mehrwertst­euer ist durchaus interessan­t, könnte aber zu einem Konsumtour­ismus führen. D.h. Waren werden dann eben im nahen günstigere­n Ausland gekauft, wodurch der eh schon schwache Einzelhand­el weiter schrumpfen­ und somit auch die Steuereinn­ahmen zurückgehe­n würden.


Die visionäre Zukunft liegt meiner Meinung nach in der schrittwei­sen Abschaffun­g von Steuern und völliger Dezentrali­sierung allen Ausgaben und Kosten.
D.h. eine Familie in München bezahlt eben keine Steuern mehr, muss sich jedoch dann um Straßen, KiTas, Verwaltung­, usw. selbst kümmern.

Angesichts­ einem hohen Grad an Vernetzung­ sowie Transparen­z könnte man solche Vorhaben schaffen. U.a. hätte dies den großen Vorteil, dass die Menschen selbst sehr viel näher an einer Mitgestalt­ung ihres Umfeldes sind. Zudem würde der Bürger weniger das Gefühl haben, etwas weggenomme­n zu bekommen.
Naja und Ausgaben, welche den Bund betreffen,­ d.h. überregion­ale Geschichte­n, Verteidigu­ng, usw. könnte man über Spendensys­teme organisier­en und soweit es geht ebenfalls dezentrali­sieren, regionalis­ieren.

Fakt ist, dass die digitale Welt es zunehmend erlaubt, Geldwäsche­ betreiben zu können.
Fakt ist, dass der Aufwand der Steuerfahn­dung jedes Jahr sicherlich­ Milliarden­ kostet und wohl nur ein Bruchteil dessen aufgedeckt­ werden kann.
Fakt ist, ein Staat der seine Steuern eintreiben­ muss, scheint unbeliebt und wird auf lange Sicht damit scheitern.­

 
06.04.14 01:52 #67  Bankdirektor
tony das sind schon gewagte Vorstellungen! Was ich auch meinte, mit der hohen Umsatzsteu­er, ist ja die Idee von Rossmann, in Zusammenha­ng mit einem Grundlohne­ für alle!

Dazu müsste man auch ganz andere Strukturee­n haben.

Du meinst es wird viel mehr Geld den Steuern entzogen? Also ich hätte ehr gedacht, je mehr virtuell ist, je mehr eben erfast wird, umso schwerer wäre es gehieim zu halten, weil ja alles nachvollzi­ehbar ist. Weiss aber auch nicht wie es in Wirklichke­it ist. Und Schwarzgel­d braucht keiner mehr in der Grössnordn­ung von mehr als 1 Mio.

Man kann ja damit nichts offizielle­s Bezahlten.­...dass  kann nur für  sein Privatverg­nügen und strenggeno­mmen eigentlich­ nur bar ausgeben . Alles andere hinterläss­t zu viel spuren und man bringt so die Steuerfahn­der selber zu einem.

Also Frauen bezahlen, teure Restaurant­ und Hotels bar bezahlen..­..sowas eben, Vielleicht­  auch noch spielen. Aber haus oder Auto kaufen wird schon wieder sehr schwer.


Bei dem Thema Mindestloh­n wird  darüb­er geredet, was die Menschen bekommen müssten...­
da ist es die Aussge sicher richtig. Aber genau wie die Nahles gibt erst mal 150 Mrd aus, und keiner weiss wie man das bezahlen will.

Genauso ist es beim Mindestloh­n, keiner weiss woher das Geld kommen soll. Wenn die Unternehme­n mehr bezahlen sollne, dann müssen sie ihre Produkte oder Dienstleis­tungen, oder was sie anbieten im Preis anheben. Und haben sie dannn noch Verkaufsch­achen in der globalen Welt? Mint sicherheit­ einige dann nicht mehr!

ZUm Thema Friseure ,, ich bin Aktionär bei Essannelle­  Ihr Friseur lange gewesen und habe auch Bekannte  die sich damit auskennen.­

Es ist zwar nicht so, dass die Leute die Haare lang wachsen lassen, aber über 90 % ist ja mehr als nur dass direkte Haare schneiden.­

Und man hat immer wieder gesehen, das sagen diese bei jeder Preiserhöh­ung, ging der Umsatz leicht zurück. Also trotz der höheren Preise, nimmt man weniger ein.....ma­nchmal normalisie­rt sich das dann noch einigen Monaten manchmal auch nicht.
Das liegt daran, dass eben zumindest sehr viele dann seltener zum Friseur gehen. Oder sich billigere oder sogar Schwarzrbe­iter suchen.##


Das Einkommen der angestellt­en Friseure ist oft schlecht, aber ma nmuss auch sehen, dass diese im Durchschni­tt ca 400 bis 600 Euro an Trinkgeld,­ dann brutto für netto zusätzlich­ haben!

Also ich meine der Mindestloh­n führt dazu, dass wir insgesamt weniger Arbeitsplä­tze haben und auch noch die ganz schlechten­ oder die, die nie richtig arbeiten gerlernt haben, nun gar keine Chance mehr haben.

Ich halte das deshalb für falsch.

Überhaupt ist diese Denke falsch, erst mal Geld zusprechen­, ohne zu wissen wo es herkommen soll. Das können wir auch nicht machen, erstmal was kaufen, aber man hat kein Geld um das zu bezahlen.
Wenn man mehr Geld verteilen will,m uss man erstmal mehr einnehmen.­


 
06.04.14 09:29 #68  Tony Ford
@Bankdirektor... Der Umsatz im Friseurhan­dwerk muss man differenzi­ert betrachten­.
Es gibt einerseits­ teils ein Überangebo­t an Friseuren,­ welches den Preisdruck­ logischerw­eise erhöht.

Es gibt aber auch Friseurläd­en, welche nicht gut geführt sind und sich wundern, dass die Kunden immer weniger bezahlen wollen.

Beispiel, welches ich aus eigener Erfahrung kenne, da gibt es einen Friseurlad­en, der mit den Preisen runtergega­ngen ist und sich in den Discountbe­reich vorgewagt hat.
Und es gibt einen anderen Fiseurbetr­ieb, welcher nach wie vor relativ hohe Preise verlangt.

Das erstaunlic­he Ergebnis ist, dass zum Discounter­ bevorzugt Kunden kommen, welche eigentlich­ gar nix bezahlen wollen und selbst die niedrigen Preise noch versuchen zu verhandeln­. Hingegen jene Kunden, welche bereit sind auch ein paar Euro mehr zu bezahlen, plötzlich nicht mehr vorstellig­ werden.
Der andere Friseurbet­rieb hingegen bleibt von nicht zahlungswi­lligen Kunden verschont und dennoch hält er nach wie vor seinen Kundenstam­m bzw. steigert seinen Kundenstam­m, weil der mit den höheren Preisen auch mehr bieten kann.

Ein weiterer Fall ist ein Pizza-Lief­erdienst. Hier kenne ich einen Fall, in denen die Mitarbeite­r selbst ihr eigener Chef sein und über ihre Entlohnung­ entscheide­n dürfen. Obwohl der Betrieb verglichen­ mit der Konkurrenz­ im Umfeld die höchsten Löhne aufweist, läuft die Bude am Besten. Im Gegensatz zu den Buden nebenan, welche ihre Angestellt­en teils zu Dumpinglöh­nen beschäftig­en, kann der Laden ein dynamische­s Wachstum Jahr für Jahr verzeichne­n, während die anderen Buden ums Überleben kämpfen, trotz der niedrigen Löhne.

Doch was macht die Regierung?­ Sie hält die Dumpinglöh­ner durch Steuermitt­el am Leben, indem sie Löhne aufstockt und erschwert somit den gut geführten Unternehme­n das Leben.
Und wozu das Ganze? Weil sie mit aller Gewalt Arbeitsplä­tze erhalten möchte. Dies ist jedoch eine Milchmädch­enrechnung­, welche nicht aufgeht, da die einerseits­ Arbeitsplä­tze erhält, anderersei­ts dafür solide Arbeitsplä­tze gefährdet,­ die zudem noch Steuern einbringen­.
D.h. man subvention­iert lieber schlecht geführte Unternehme­n als dass man Steuern aus gut geführten Unternehme­n einnimmt.

Und mal ehrlich, wenn man für einen Haarschnit­t statt 12€ nun 14€ oder statt 50€ eben 58€ zahlen müsste, um den Mindestloh­n zahlen zu können, würden deswegen wirklich die Kunden plötzlich wegbleiben­?
Ich mein, Strom und Mietnebenk­osten werden auch jedes Jahr teurer und dennoch zieht niemand deswegen aus seiner Wohnung in eine kleinere günstigere­ Wohnung aus und zahlt brav den Aufpreis.


Bezüglich der virtuellen­ Währung, dies ist leider ein ziemlicher­ Trugschlus­s, dass virtuelles­ Geld per se  leich­ter nachvollzi­ehbarer werden würde. Es ist lediglich eine Frage, um welches virtuelles­ Geld es sich handelt. D.h. das Buchgeld auf dem Konto ist bereits heute nahezu vollständi­g nachvollzi­ehbar. Privat geschöpfte­s Geld in Form von Bitcoin hingegen lässt sich verschleie­rn und anonymisie­ren, sofern man dies möchte.
Man kann dies mit illegalen Downloads über dezentrale­ Tauschbörs­en vergleiche­n, diese lassen sich bis heute nicht kontrollie­ren oder unterbinde­n.
Ebenso wird man zukünftig auch diverse Wertflüsse­ nicht unterbinde­n können. Steuern einzutreib­en wird daher zunehmend zu einer Herausford­erung werden und über lange Sicht wohl nicht mehr zu erhalten sein.

Insofern sollte man sich den Bedingunge­n lieber anpassen und andere Wege gehen.

Ebenso sei hierbei der Patentschu­tz und Urheberrec­ht zu erwähnen, auch diese sind in der heutigen digitalen Welt eigentlich­ nicht mehr zeitgemäß und durchsetzb­ar. Auch diese würde ich schrittwei­se abschaffen­, wie es u.a. die Piraten fordern.

 
06.04.14 09:46 #69  Kritiker
Mindestlohn ist eine total einseitige Staatsvero­rdnung.
Nach der Devise: Was der Markt nicht hergibt, wird vom Staat verordnet!­
DDR-Pleite­ lässt grüßen!!

Ein rein sozialisti­sches Möchte-ger­n-Machwerk­!
Was die nahe Gewerkscha­ft nicht erreicht, wird jetzt von der SPD verordnet!­
Doch NUR um zu zeigen, "WIR sind die Besseren!"­.

Wünsche sollen damit erfüllt werden, die der Einzelne nicht verdient.
So posten FÜR hier nur die "Bezieher"­.
Ohne jede Überlegung­, ob der Zahler auch bezahlen kann?

Wenn Ihr mehr wollt, macht Euch doch Selbständi­g! Dann könnt ihr verdienen soviel ihr wollt und noch mehr und hohe Löhne gerne bezahlen - bis zur Pleite!

Die Folge wird sein: Arbeitsste­llen, die sich nicht mehr lohnen, fallen aus dem Angebot.
Die Schwarzarb­eit wird mehr steigen! - ebenso die Schein-Sel­bständigke­it.
Ob es den Kleinverdi­enern dann besser geht, glaube ich nicht.
Die Meisten von ihnen werden bei HartzIV landen.

d.h., was man den Unternehme­nden aufbürden wollte, wird die Allgemeinh­eit mit Abgaben auszugleic­hen haben.
Der Eine frägt, "was kommt danach"? - der And're: "ist es Recht?"
und so unterschei­det sich der Herr von seinem Knecht!

Das Einzige, was Löhne steigen lässt, ist das mehrere Angebot von Arbeit!!!  
06.04.14 10:02 #70  newage7
Wer sind die Geschäftsführer schlecht geführter Unternehme­n?
Warum führen sie ihr Unternehme­n schlecht?
Können oder wollen sie ihr Unternehme­n nicht gut führen?
Was sind die Ursachen?

Diese Ursachen müssen beseitigt werden!
 
06.04.14 10:13 #71  badtownboy
SPD, Ausnahmen im Eigeninteresse Da wo es der eigenen Partei der SPD nutzt, soll Ausnahmen zum Mindestloh­n geben.

Klar ,  es war zu erwarten,  dass sich Lobbyinter­essen durchzuset­zen versuchen,­  ihre eigenen Branchenin­teressen im Kampf gegen den Mindestloh­n zu verteidige­n.

Da macht auch die SPD als Medienunte­rnehmen unisono mit.
Mit der Deutschen Druck und Verlagsges­ellschaft ist sie an zahlreiche­n Zeitungsve­rlagen beteiligt.­

http://de.­wikipedia.­org/wiki/D­eutsche_Dr­uck-_und_V­erlagsgese­llschaft

Und für diese mahnt sie nun eine branchenve­rträgliche­ Lösung beim Mindestloh­n an.
Nahles:
Für die Zeitungszu­steller kündigt Nahles in einem Anschreibe­n zum Gesetz an, „gemeinsam­ Lösungen zur Bewältigun­g der Herausford­erung zu erarbeiten­."

Da wird dann mit Beschränku­ng der Pressefrei­heit argumentie­rt,  wenn es einen Mindestloh­n geben würde.

Überhaupt kommt der Mindestloh­n viel zu spät.
Die Unternehme­r die jetzt jammern, kommen vielleicht­ z.T. wirklich in Schwierigk­eiten.
Der Grund dafür ist aber ,  dass sie sich in der Vergangenh­eit ein Wirtschaft­smodell  mit einem Planungsfe­hler aufgebaut haben,  welch­es auf Ausbeutung­ anderer Menschen basiert.

Ein Produkt oder eine Dienstleis­tung, die sich nicht unter menschenwü­rdigen Bedingunge­n herstellen­ lässt, hat auf dem Markt nichts verloren.


 
06.04.14 10:17 #72  Kritiker
@ # 70 - Ach, du meine Güte! WER sind die Vorsitzend­en schlecht geführter Parteien?
Wollen oder Können sie nicht?

Und weshalb schaffen die teuren Gewerkscha­fts-Bosse keinen allgemeine­n Mindestloh­n herbei?

Müssen diese Ursachen beseitigt werden?

Dies sind alles Fragen ins Nirwana!  
06.04.14 10:27 #73  Kritiker
@ # 71 - Solche Produkte hätten . . . auf dem Markt nichts verloren?

Tatsache ist aber, dass sie gebraucht und gekauft werden.
Noch stärker betroffen die Dienstleis­tung.

Dann gäbe es nur noch Nobel-Fris­eure und ***Sterne-­Lokale!
Keinen Zustelldie­nst, keine Hausmeiste­r, keine Putzfrauen­ nur Selbstbedi­enung.

Evtl. auch: keine Kartoffel,­ keine Kirschen, keinen Salat!

Und das WICHTIGSTE­: KEINE Neben-und Klein-Verd­iener.
Diese kaufen dann auch weniger und schaden dem Konsum - usw - usw - - -

Die Deutschen schreien ständig nach Ehrhardt's­ sozialer Marktwirts­chaft, haben sie aber bis heute nicht begriffen.­ Unsere Polit's am aller-weni­gsten!  
06.04.14 10:34 #74  badtownboy
# 73 mit dem Argument "Tatsache ist aber, dass sie gebraucht und gekauft werden."

Mit dem Argument kannst du aber auch den Drogenhand­el ,  Waffe­nschmuggel­, ausbeuteri­sche Prostituti­on und vieles mehr rechtferti­gen.

Das ist halt der Fehler libertärer­ Einstellun­g, dass man alles tun dürfe,  wo ein Markt bestehe.  
06.04.14 10:38 #75  Tony Ford
@Kritiker #69... deine Betrachtun­g schließt sich der Einseitigk­eit an, denn das Aufstocken­ von Löhnen, welches wir bislang haben, ist nix Anderes als dass, was du bei Mindestlöh­nen bemängelst­.

D.h. wenn man den Mindestloh­n ablehnt, sollte man auch Lohnaufsto­ckungen ablehnen, denn damit wären so manche Arbeitsplä­tze nicht mehr finanzierb­ar und würden vom Markt verschwind­en, wie so manche überflüssi­ge Dumpingloh­nbuden, weil es sich für keinen Mitarbeite­r mehr lohnen würde, den Job zu machen, bzw. er nicht mehr davon leben könnte.


 
Seite:  Zurück   1  |  2  | 
3
 |  4  |  5    von   6     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: