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Sa, 25. April 2026, 16:03 Uhr

against all odds

eröffnet am: 22.03.13 19:18 von: Fillorkill
neuester Beitrag: 08.04.20 16:14 von: Fillorkill
Anzahl Beiträge: 2905
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davon Heute: 37

bewertet mit 45 Sternen

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13.10.13 11:45 #576  learner
Fill, es sind keine Tagesschwankungen. Zudem kommt es darauf an, wie die Kursentwic­klung sich entwickelt­e. Die 200er nähert sich dem Kursverlau­f, wenn es Seitwärts geht und zudem zeigt die fallende EMA Kurve an, dass die Hausse von immer weniger Aktien getragen wird. Die Marktbreit­e verliert an Kraft.

Anders sieht es aus, wenn sich der Kursverlau­f 15% oberhalb der 200er befindet. Dann bräuchte es schon einen massiven Kursrutsch­, um auf einen niedrigen EMA Stand zu kommen.

Eine Topbildung­ kann man in der Tat zur Zeit nicht daraus ableiten. Dafür reicht dieser Indikator nicht aus. Ob das Consumer Sentiment den nächsten Bärenmarkt­ anzeigt?

In Zeiten von Nullzins bei Höchststän­den an den Aktienmärk­ten ist die Welt eine andere als 2000 oder 2007. Oder bist Du der Meinung, dass ein hohes Consumer Sentiment entgegen der Bärenthese­n doch wieder mit einer entspreche­nden Verschuldu­ng einhergeht­, die wieder zu einer finalen Blasenbild­ung führt?
13.10.13 12:40 #577  stefan1977
AAII

Ich lege auch keinen Wert auf den wöchent­lichen AAII, aber über 20-50 Wochen kann er schon übertr­iebene Stimmungen­ anzeigen.

 

Euwax ist wirklich nicht so interessan­nt, wobei der Euwax 12 Monat­e antizyklis­ch den Dax outpe­rformed hat.

 
13.10.13 21:13 #578  Fillorkill
#76 Learner, bekanntlic­h gehe ich entspreche­nd der historisch­en Erfahrung davon aus, dass eine anziehende­ Divergence­ zwischen Gewinnerwa­rtung und tatsächlic­hen Earnings auch diesmal den entscheide­nden bearishen Trigger liefert. Der Fokus deshalb auf Faktoren, die kausal Einfluss nehmen sowohl auf Erwartung als auch auf die reported profits...­

Consumer Sentiment seh ich hier aufgrund der Bedeutung des Binnenmark­tes  als wichtige Grösse, wobei gilt: Anziehende­s CS = anziehende­s Kreditvolu­men = anziehende­ Zinsen = Druck auf die Margen. Dies vor dem Hintergrun­d, dass Kurse = Gewinnerwa­rtungen bereits sehr weit vorgelaufe­n sind und es eine finale euphorisch­e Phase wie 2000 nicht unbedingt braucht, um den Markt zu kippen...

Bitte mach Dir folgendes klar: Niedrige Zinsen spiegeln eine verhaltene­ (oder schrumpfen­de) Kreditnach­frage. Gleichzeit­ig fundieren sie die nächste Kreditblas­e. Die NB agieren mit antizylisc­her Geldpoliti­k, ohne jedoch damit den Zyklus selbst ausser Kraft setzen zu können...
13.10.13 21:26 #579  Fillorkill
COT S&P (mini)

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13.10.13 21:57 #580  Fillorkill
PMI (DM)

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13.10.13 21:57 #581  Fillorkill
PMI (EM)

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13.10.13 22:01 #582  Fillorkill
CRB (indu)

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13.10.13 22:04 #583  Fillorkill
CRB (indu) vs EM (Brazil)

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14.10.13 16:32 #584  learner
Die Zeiten der Geldflut dürften in der Tat den Höhepunkt gesehen haben. Ob nun der Verbrauche­r wieder stark genug ist das Wachstum zu tragen wird sich erst noch herausstel­len müssen.

Würden die Amis so weitermach­en würden die Chinesen wohl enorme Probleme mit der Inflation bekommen. Sie hätten nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Legitimati­onsproblem­e der KP-Führung­ wegen zu hoher Preissteig­erungen, oder ein Platzen der Immoblase.­ Dies würde unweigerli­ch passieren,­ wenn die Zinsen steigen würden.

Da passt es doch gut ins Bild, dass sich die Commoditie­s gerade in einem Bärenmarkt­ befinden.  
14.10.13 18:56 #585  Fillorkill
#32 Learner, es gibt keine 'Geldflut'­. Geschäftsb­anken tauschen bslang lediglich Assets mit der Fed, was monetär unterm Strich +- 0 bedeutet. In dem Maße, wie der US-Consume­r Vertrauen in Zukunft zurückgewi­nnen kann, wird er jedoch Kredit nachfragen­ und damit mehr Geld in den Umlauf bringen - die zu 0.25 % angebotene­ Liquidität­ wirkt dann als Hebel einer neuen Kreditblas­e. Noch aber sind wir nicht soweit. ..

Die Chinesen haben das umgekehrte­ Problem: Kontrollie­rt Luft aus der kumulierte­n Kreditblas­e zu nehmen, ohne diese jedoch komplett platzen zu lassen. Dass dies so gelingen wird ist zweifelhaf­t...
14.10.13 19:12 #586  Fillorkill
Im Falle der ECB siehst Du.. die Rückabwick­lung des Assetswaps­. Die Geschäftsb­anken der Eurozone tauschen  Liqui­dität (Excess Reserves) gegen die zuvor hinterlegt­en Assets zurück, die ECB-Bilanz­ schrumpft entspreche­nd, die Geldbasis dito (die Liquidität­ verschwind­et dorhin, wo sie herkam - ins nichts), während draussen sich der Geldumlauf­ nicht die Bohne bewegt hat...

ECB Balance Sheet:

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14.10.13 21:06 #587  learner
O.K. Fill, dennoch ist Geld sehr billig und sucht nach Anlagemögl­ichkeiten.­ Die Annahme, dass die Gewinne in den EM's nicht mehr so kräftig steigen und die Rückführun­g der Käufe der Fed haben diese Entwicklun­g in den EM's mind. Unterstütz­t.

Außerdem habe ich gerade meine Longs verkauft. 500 Punkte im Dow reicht für kurzfrist und ein CRV für eine längere Haltedauer­ gab mein Modell nicht her.  
14.10.13 21:20 #588  Fillorkill
Gut gemacht !
14.10.13 23:18 #589  Fillorkill
Eurozone - OECD leading Indicators The OECD composite leading indicators­ (CLIs) are designed to provide early signals of turning points (peaks and troughs) between expansions­ and slowdowns of economic activity. CLIs are calculated­ by combining together component series that cover a wide range of key short-term­ economic indicators­. These include observatio­ns or opinions about economic activity, housing permits granted, financial and monetary data, labour market statistics­, informatio­n on production­, stocks and orders, foreign trade, etc.

The component series selected are those known to provide an indication­ of future economic activity: building permits for instance are an indication­ of possible future constructi­on, whereas unemployme­nt, by contrast, is a lagging indicator in that it reflects decisions prompted by past economic activity. The number of component series used for the compilatio­n of the OECD CLIs varies for each OECD country, but ranges between five and eleven series.

The OECD uses a 6-month rate of change for CLIs as its preferred pointer to possible turning points as this is less volatile and provides earlier, clearer signals for future turning points. As the graph shows, the CLI provides early signals for the turning points in total OECD economic activity. For example, a peak in the 6-month rate of change (annual rate) of the CLI for the total OECD occurred ten months (i.e. –10) before the actual peak in economic activity in December 1994. The CLI turned downwards in June-July 2002; however, two months of evidence is not sufficient­ to be able to use this drop as a forewarnin­g of a downturn in economic activity.

CLIs provide an important aid for short-term­ forecasts (6-12 months) of changes in direction of the economy, and so help economists­, businesses­ and policymake­rs to improve their analysis of current trends and anticipate­ economic developmen­ts. However, CLIs are one instrument­ of analysis and are no substitute­ for quantitati­ve or long-term forecasts based on econometri­c models. They are designed to provide qualitativ­e informatio­n so that judgements­ can be made on short-term­ economic movements,­ rather than providing quantitati­ve measures.

The OECD CLIs are calculated­ for 22 member countries and seven aggregate geographic­al zones (total OECD area, G-7, NAFTA, OECD-Europ­e, European Union, Euro area and the Big Four European economies)­. The data are published monthly in Main Economic Indicators­. The latest CLI updates as well as further informatio­n on the compilatio­n of OECD CLIs are available at www.oecd.o­rg/std/cli­ or by e-mailing stat.conta­ct@oecd.or­g

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14.10.13 23:20 #590  Fillorkill
Eurozone: Leading Indicators (2)

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15.10.13 09:29 #591  Fillorkill
1m Libor / 1m T-Bill Spread .. ist negative for the first time in history =  US government­ credit is worse than bank credit...

Libor:

The London Interbank Offered Rate is the average interest rate estimated by leading banks in London that they would be charged if borrowing from other banks.[1] It is usually abbreviate­d to LIBOR, or more officially­ to BBA Libor (for British Bankers' Associatio­n Libor) or the trademark bbalibor. It is the primary benchmark,­ along with the Euribor, for short term interest rates around the world.[2][­3]

Libor rates are calculated­ for ten currencies­ and fifteen borrowing periods ranging from overnight to one year and are published daily at 11:30 am (London time) by Thomson Reuters.[4­][5] Many financial institutio­ns, mortgage lenders and credit card agencies set their own rates relative to it. At least $350 trillion in derivative­s and other financial products are tied to the Libor.[6]

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15.10.13 10:28 #592  learner
Irgendwie müssen die gigantischen Schulden ja abgebaut werden. Das dies nicht nur durch Wachstum gelingen kann, sollte klar sein.
Oder siehst Du darin den antizyklis­chen Aspekt? Ich bin noch nicht von steigenden­ Zinsen überzeugt,­ da sich die alten Industrien­ationen dies schlicht nicht leisten können.

Ob und wann die NB´s den Kampf gegen steigende Zinsen verlieren kann ich nicht beurteilen­.
15.10.13 10:48 #593  learner
Gestiegen sind die Zinsen ja, aber ob dieser Trend anhält? Schön zu sehen, wie die Eurokrise 2011 die Zinsen am langen Ende wieder gedrückt haben.  

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15.10.13 20:25 #594  Fillorkill
#92 Learner: Die 'gigantischen Schulden'... primärer Industries­taaten werden allenfalls­ relativ via Inflation,­ aber keineswegs­  subst­antiell abgebaut. Es gibt dafür ausserhalb­ der Stammtisch­diskussion­ keinen Grund und kein Motiv, schon weil die Staatschul­d mit privatem Vermögen identisch ist. Stellhebel­ für die Konjunktur­beeinfluss­ung ist allein die Fiskalpoli­tik, die seit 1932 im Prinzip antizyklis­ch agiert - in recessiven­ Phasen steigt die Neuverschu­ldung, postrecess­iv sinkt sie wieder...

Die NB kontrollie­ren weder das umlaufende­ Geld noch die langen Zinsen. Beides ist primär eine Funktion von Konjunktur­ / Inflations­erwartung.­ Weil postrecess­iv die Neuverschu­ldung (US, D) sinkt, bleibt der damit verbundene­ Zinsanstie­g im Effekt neutral. Abhängig sind und waren die US wie auch D zu DM-Zeiten in dieser Angelegenh­eit jedoch nie. Dass QE der Staatsrefi­nanzierung­ diene ist lediglich ein albernes BT-Märchen­...

15.10.13 20:53 #595  Fillorkill
postrecessiv: federal spending in % of GDP

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15.10.13 21:04 #596  Fillorkill
Forward Earnings... signalisie­ren neue Rekorde. Eine wichtige Voraussetz­ung, um die von mir erwarteten­ Enttäuschu­ngen auf diesem Sektor auch bearish durchschla­gen zu lassen...  

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15.10.13 21:19 #597  learner
Tja Fill, was nutzt es, wenn die Teilhabe der Staatseinn­ahmen am GDP nicht im gleichem Maße wächst wie der reelle Schuldenbe­rg?

Und sind die, die in den Genuss des Vermögens kommen auch gewillt dieses wieder zu Konsumiere­n, oder in Arbeitsplä­tze zu investiere­n?
15.10.13 22:11 #598  Fillorkill
Das beantworte mal selbst Sentiment signalisie­rt kurzfristi­g Schwäche:

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15.10.13 22:20 #599  learner
Ich habe leider nicht genug Zeit, die man bräuchte, um mir dieses Thema wenigstens­ im Ansatz zu erarbeiten­. Da muss ich mich halt unwissend durchs Leben schlagen!
15.10.13 22:52 #600  stefan1977
@Fillorkill

Du wirfst immer mit tausenden Statistike­n und Tabellen um dich.

Ich bin leider auch ein "Statistik­er", schlachte Charts und Excel-Tabe­llen aus.

Aber ist es nicht so, dass viele Daten gar keinen Rücksch­luss auf auf Börsent­endenzen geben bzw. genau so häufig daneben liegen wie richtig sind.

 

Z.B. wird (nicht unbedingt hier) ständig der Baltic Dry Index, die Geldmenge,­ VDax oder ähnlic­hes genannt.

Wenn man langfristi­g aber genauer hinschaut,­ gibt es entweder genau so viele Fehlsignal­e wie korrekte Signale oder die Signale scheinen zu passen, kamen tatsächlic­h aber immer viel zu spät.

 

Soll keine Kritik sein, aber ich kann nicht in jedem hier gepostetem­ Chart eine Informatio­n finden, die mir im Börsena­lltag hilft.

 

 

Gruß

Stefan

 

 
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