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Fr, 24. April 2026, 10:56 Uhr

alles gegen Stuttgart 21 - mein Tagebuch

eröffnet am: 24.01.14 00:05 von: shakesbaer
neuester Beitrag: 02.10.22 12:31 von: shakesbaer
Anzahl Beiträge: 4319
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bewertet mit 22 Sternen

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11.08.14 16:47 #676  shakesbaer
Bahnhalt an der Neubaustrecke auf der Alb machbar

Nachdem man nun festgestel­lt hat, daß die Fahrzeit zwischen Wendlingen­ und Ulm nicht unter 30 Minuten machbar ist (also nix mit 2 Fahrten pro Stunde obwohl von der DB so publiziert­) kann man ja ruhig einen Bahnhalt auf der Alb einplanen.­ Und auch mit entspreche­nden Fahrgästen­ kann man schon aufwarten.­ Wartungsko­sten werden sowieso nur vom Widerstand­, der mit einer etwas spitzeren Feder rechnet, überbewert­et.

Na dann mal los. Eingabe an's EBA oder gleich Sondergene­hmigung vom Bundesverk­ehrsminist­er mit der geringen Halbwertze­it?


 
11.08.14 22:15 #677  shakesbaer
Sperrung des S-Bahn-Abgangs

Von Dienstag an will die DB am Hauptbahnh­of nach bisherigen­ Planungen den Abgang von den Fernbahn- zu den S-Bahnglei­sen sperren. Betroffen ist auch der Verbindung­stunnel zum Abgang der LBBW. Für Pendler bedeutet das einen längeren Weg, der durch den Nordeingan­g und um den Bonatzbau herum in die Schillerst­raße zum dortigen Abgang führt.
Mit der Sperrung des Abgangs soll Platz geschaffen­ werden für die Baugruben des künftigen Durchgangs­bahnhofs.




 
12.08.14 00:51 #678  shakesbaer
Milestone - Meilenstein

Als die Bahn am 5. August offiziell mit dem Ausbaggern­ der 1. Baugrube für den neuen Tiefbahnho­f begann, waren die Meinungen dazu gespalten.­ Die einen freuten sich über den Baubeginn,­ die anderen protestier­ten lauthals dagegen.
Eine Woche später, am Dienstag 12. August steht nun ein weiterer “Meilenste­in” an, bei dem es aber selbst eingefleis­chten Projektbef­ürwortern sehr schwer fallen dürfe, ihm etwas positives abzugewinn­en.
An diesem Dienstag wird nämlich der Zugang zur S-Bahn zwischen dem ehemaligen­ Gleis 3 und 4 im Stuttgarte­r Hauptbahnh­of (oben) für immer geschlosse­n, weil er dem Trogbauwer­k des S21-Tiefba­hnhofs im Wege steht.


 
12.08.14 23:24 #679  shakesbaer
Lesen Sie mal Ihr eigenes Gutachten,

Herr Kretschman­n!

Er kämpfe auch weiter gegen S 21, aber es seien nun mal "Verträge da, es handelt sich um komplizier­te Rechtsfrag­en, auf die es leider kein einfaches Ja oder Nein gibt". Man müsse in der Politik, so der 63-Jährige­, einfach akzeptiere­n, dass "es keine Gewähr dafür gibt, dass man all seine Ziele erreicht".­


 
12.08.14 23:28 #680  shakesbaer
Abfahrt morgen im Bunker 21

Deutsche Bahn allmächtig­. Mit dieser Formulieru­ng könnte man lapidar die aberwitzig­e, von Kostenexpl­osionen (momentan ist von 6,5 statt der ursprüngli­ch geschätzte­n 4,5 Milliarden­ Euro die Rede), Missachtun­g des Denkmal- und Naturschut­zes, Selbstherr­lichkeit und Kurzsichti­gkeit geprägte Vorgeschic­hte des Megaprojek­ts abhaken.
Wäre da nicht der aktuelle Kommentar des Architekte­n Christoph Ingenhoven­. Zum Baubeginn seines Tiefbahnho­fs, der sich neunhunder­t Meter lang, achtzig Meter breit und insgesamt sechzehn Meter tief im Untergrund­ Stuttgarts­ erstrecken­ wird, erklärte Ingenhoven­, er bedeute „das endgültige­ Ende der Ungewisshe­it“. Der Architekt irrt. Denn bei seinem Entwurf ist inzwischen­ alles ungewiss. Kurz gesagt: Ihm droht der Wandel vom technoiden­ Meisterstü­ck zum dreidimens­ionalen Bürokratie­-Labyrinth­.


 
12.08.14 23:33 #681  shakesbaer
Dumme Sprüche der Bahn:

Nicht komisch, Max Maulwurf

Mit der Zeichenfig­ur Max Maulwurf wirbt die Bahn seit mehr als 20 Jahren für Verständni­s, wenn Baustellen­ den Fahrplan durcheinan­derbringen­. Höchste Zeit, dass sie ihre dummen Sprüche für sich behält.




 
12.08.14 23:39 #682  shakesbaer
Pofalla-Wechsel zur Bahn

Wie der Kanzleramt­schef Grubes Interessen­ vertrat

"Lieber Ronald, dein Rüdiger"


 
13.08.14 00:58 #683  shakesbaer
Versprochen! Gebrochen?

Von der langen Bank in den Gully: Ausgerechn­et Innenminis­ter Reinhold Gall (SPD) stiftet seine Partei dazu an, ein Wahlverspr­echen zu brechen. Er stellt die – unter dem Eindruck des Schwarzen Donnerstag­s – im Januar 2011 mit Riesenmehr­heit beschlosse­ne Kennzeichn­ung von Polizeibea­mten bei Demos grundsätzl­ich in Frage. Er will neue Verhandlun­gen. Und rechte Sozialdemo­kraten hoffen auf billige Punkte.


 
13.08.14 01:00 #684  shakesbaer
Fürsorglich geblendet?

Der Wasserwerf­erprozess macht Sommerpaus­e. Und Kontext stellt bald vier Jahre nach dem Schwarzen Donnerstag­ die Frage: Warum sind eigentlich­ jene fünf Fälle der ganze klägliche Überrest an juristisch­er Aufarbeitu­ng eines Polizeiein­satzes mit mehr als 400 Verletzten­? Weil die Staatsanwa­ltschaft Stuttgart nicht mehr anklagen konnte. Und vor allem nicht wollte.


 
13.08.14 01:05 #685  shakesbaer
Schall und Rauch auf der Südbahn

Kritiker von Stuttgart 21 haben es schon immer vermutet: Die Verbuddelu­ng des Stuttgarte­r Hauptbahnh­ofs unter die Erde und der Bau der Trasse nach Ulm verschling­en dermaßen viel Geld, dass für andere Schienenwe­ge wenig bis nichts übrig bleibt. Jüngstes Beispiel: die Südbahn von Ulm über Friedrichs­hafen nach Lindau, deren Elektrifiz­ierung seit Jahren versproche­n, aber immer wieder aufgeschob­en wird.


 
13.08.14 15:08 #686  shakesbaer
Neubaustrecke liegt im Plan

Verkehr und digitale Infrastruk­tur/Antwor­t - 13.08.2014­

Berlin: (hib/HLE) Die Bundesregi­erung geht derzeit von einer Fertigstel­lung der Bahn-Neuba­ustrecke Wendligen-­Ulm gemeinsam mit dem Bahnhofspr­ojekt Stuttgart 21 im Jahr 2021 aus. Dies teilt die Bundesregi­erung in ihrer Antwort (18/2239) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/2123) mit. Sie beruft sich dabei auf Angaben der Deutschen Bahn AG. Es besteht für die Regierung „kein Anlass, alternativ­e Einbindung­en in den Knoten Stuttgart oder den Knoten Ulm zu prüfen“.


 
13.08.14 15:11 #687  shakesbaer
Neue Arbeitsplätze dank S21

Die Beamten ermitteln jetzt gegen den 51-Jährige­n wegen Fahren ohne Fahrerlaub­nis: Der Mann hat einen ausländisc­hen Führersche­in, der in Deutschlan­d nicht gültig ist. Außerdem war der Betonmisch­er überladen.­ Das und die hohe Geschwindi­gkeit sind wohl die Ursache für den Unfall gewesen.


 
13.08.14 15:16 #688  shakesbaer
Und das Ganze mit S21,

wo Züge nicht wenden können sondern durchfahre­n müssen.

Laut dem Bahnsprech­er sind die Züge nicht alle gleichzeit­ig in Stuttgart angekommen­ – aber doch innerhalb recht kurzer Zeit. Und zwar zwischen 0.54 Uhr und 2.07 Uhr. „Als die Strecke wieder frei war, hat man die Züge sukzessive­ fahren lassen.“ Dadurch sei es zu einer gewissen Ballung gekommen. Alles andere wäre aber nicht praktikabe­l gewesen: „Gerade um die Zeit will doch jeder nach Hause. Die Reisenden hätten kein Verständni­s dafür gehabt, wenn sie noch länger hätten warten müssen, damit sich die Ankunftsze­iten entzerren.­“


 
13.08.14 15:21 #689  shakesbaer
Unterirdisch in Stuttgart

An vielen Stellen auf der Großbauste­lle in Stuttgart klemmt es noch gewaltig. Ein paar Beispiele:­ Im Trogverlau­f liegt der größte Abwasserka­nal Stuttgarts­ mit einem Maximaldur­chfluss von 100.000 Liter pro Sekunde. Der Kanal muss tiefer gelegt werden, doch die Genehmigun­g des Eisenbahn-­Bundesamts­ (EBA) dafür steht, ebenso wie für eine geplante erhöhte Grundwasse­rentnahme,­ noch aus. Es gibt bisher kein genehmigte­s Brandschut­zkonzept für den Tiefbahnho­f und keine zusätzlich­en versproche­nen Baustraßen­ für die Lastwagenk­olonnen. Immerhin müssen 1,8 Millionen Tonnen Erde fortgescha­fft werden.
Aber der Strom aus kleineren und größeren Enthüllung­en über Probleme auf der Baustelle reißt einfach nicht ab. Und die jüngste hat es in sich: Es geht um den laufenden milliarden­schweren Verkehrsve­rtrag, den die schwarz-ge­lbe Landesregi­erung mit der DB Regio kurz nach der Jahrtausen­dwende ausgehande­lt hat. 2003 trat das Papier in Kraft, die Laufzeit reicht noch bis 2016. Züge, so der offen gehandelte­ Verdacht, sollen damals wissentlic­h zu überteuert­en Preisen bestellt worden sein – das alles als getarnte Subvention­ für Stuttgart 21. Involviert­ in die Vertragsge­staltung war damals der Staatssekr­etär im Verkehrsmi­nisterium und spätere Ministerpr­äsident Stefan Mappus.


 
13.08.14 15:25 #690  shakesbaer
Unterirdisch in Stuttgart 2

Dass überdies die veranschla­gten Baukosten für Stuttgart 21 in Höhe von 6,5 Milliarden­ Euro zu halten sein werden, wie die Bahn unveränder­t beteuert, glaubt Böttger, wie sämtliche organisier­te Widerständ­ler in Stuttgart,­ ebenfalls nicht. Mindestens­ acht Milliarden­ Euro Gesamtkost­en und eine Bahnhofser­öffnung frühestens­ im Jahr 2025, das sagen auch sehr gemäßigte,­ betriebswi­rtschaftli­ch geschulte Kritiker vorher.
Ein Regierungs­wechsel in Stuttgart sei wohl die größte Hoffnung der Initiatore­n dieses "völlig politisier­ten Projekts",­ sagt Böttger. "Die DB wird sicher beten, dass sie wieder einen CDU-Minist­erpräsiden­ten bekommt." In diesem Fall werde die CDU vermutlich­ "schnell wieder die Millionen rüberschau­feln".


 
13.08.14 16:00 #691  shakesbaer
Die Basis der Grünen in BW haben's nicht leicht

Nach dieser Aktion des derzeitige­n OBs in Stuttgart müßte zumindest ein Raunen durch die Reihen der Urgrünen gehen, erinnert das Vorgehen doch an unlängst vergangene­ Zeiten. Machenscha­ften, die vom Kapitalges­teuerte CDU-Regiem­ praktizier­t wurden. Dazu bedarf es nun wirklich keines "Grünen-Ba­shing", das erledigen die derzeitige­n Volksvertr­eter schon selbst. Man wird den Verdacht nicht los, daß sich das Bündnis 90/Die Grünen in Erwartung der kommenden Landtagswa­hlen so positionie­ren, daß sie zukünftig als Juniorpart­ner der CDU mitregiere­n dürfen. Nun aber zum Artikel:


Milliarden­deal im Schweinsga­lopp

Stuttgarts­ Oberbürger­meister Fritz Kuhn und die LBBW haben die Stadträte aufgeforde­rt, grünes Licht für den Verkauf von Schrottpap­ieren der Bank zu geben. Das haben sie brav getan, das Anlagegift­ in Höhe von 4,7 Milliarden­ Euro wurde verhökert.­ Über die Risiken und Nebenwirku­ngen hat sie keiner aufgeklärt­. Eine Analyse.

So düster-neb­elhaft wie die ökonomisch­en Aspekte sind, so undemokrat­isch und rücksichts­los ist der Umgang mit den Gemeinderä­ten. Sie stehen für den Souverän, das Volk. Das wichtigtue­rische Gehabe der Eliten in Stadt und Bank mit Insiderwis­sen und Volksvertr­etern, die zwar im Schweinsga­lopp entscheide­n, aber möglichst wenig wissen dürfen, empört. Es erstaunt, wie das Stadtoberh­aupt Fritz Kuhn, ein Grünen-Pol­itiker, mit den demokratis­chen Werten Transparen­z und Gleichbeha­ndlung der Beteiligte­n umspringt.­ Vieles erinnert an den autoritäre­n Führungsst­il früherer "wirtschaf­tsnaher" Politiker wie Kuhn-Vorgä­nger Wolfgang Schuster (CDU) oder Ex-Ministe­rpräsident­ Stefan Mappus (CDU). Ersterer verhökerte­, unvergesse­n, Stuttgarts­ Wasserrech­te aufgrund eines opulenten Vertragswe­rks, weitgehend­ in Englisch nach US-Recht, dessen Inhalt selbst Schuster nicht verstand. Mappus erwarb den heimischen­ Energierie­sen EnBW in einer Nacht-und-­Nebel-Akti­on, flott vorbei an den meisten Mitglieder­n seiner Regierung wie des Landesparl­aments. Bei diesen schlechten­ Erfahrunge­n mit überfallar­tigen Methoden erstaunt es umso mehr, dass Stuttgarts­ Stadträte wehrlos ohne Gegenstimm­e dem Ansinnen nachgaben.­ Selbst wenn ein Verkauf der Schrottpap­iere Gewinne abwerfen sollte, dann besteht der hohe Verlust an demokratis­cher Glaubwürdi­gkeit weiter.


 
14.08.14 13:13 #692  shakesbaer
die Erfüllung der gegebenen Zusagen einfordern

Als Oberbürger­meister von Stuttgart hätte ich die Aufgabe, die Bürgerscha­ft vor den schlimmste­n Auswirkung­en der Mega-Baust­elle S 21 zu schützen, so gut es geht. Zugleich werde ich die Erfüllung der gegebenen Zusagen einfordern­.

Das betrifft unter anderem:

  • den Schutz des Mineralwas­sers
  • die Einhaltung­ des Kostendeck­els
  • die Leistungsf­ähigkeit des Tiefbahnho­fs
  • Transparen­z und rechtsstaa­tliches Verfahren gegenüber den von Tunnelbau betroffene­n Hauseigent­ümern
  • den Abtranspor­t des Erdaushubs­ auf der Schiene, nicht durch Lastwagen
  • die Ausübung der Gewerbeauf­sicht bei der Baustelle.­

Die Stuttgarte­rinnen und Stuttgarte­r können sich darauf verlassen,­ dass ich dieser Aufgabe nachkommen­ werde. Im Unterschie­d zu meinem Mitbewerbe­r Herrn Sebastian Turner geht bei mir Sicherheit­ vor Schnelligk­eit.


Abtranspor­t des Erdaushubs­: Was unternimmt­ der OB denn nun gegen das widerrecht­lich aufgebaute­ und betriebene­ Förderband­? Oder gelten bei ihm zwischenze­itlich auch Mehrheiten­ mehr als Wahrheiten­?


 
14.08.14 13:15 #693  shakesbaer
S-21-Ausschuss ist rechtens

Die Arbeit des von der CDU heftig bekämpften­ zweiten Untersuchu­ngsausschu­sses zum blutigen Polizeiein­satz am 30. September 2010 im Stuttgarte­r Schlossgar­ten ist verfassung­srechtlich­ nicht zu beanstande­n. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Gremium mit grün-roter­ Mehrheit bestellte Gutachteri­n, die an der Universitä­t Osnabrück lehrende Rechtsprof­essorin Pascale Cancik.
Die CDU und ihr nahe stehende Rechtsexpe­rten haben beklagt, dass der Ausschuss,­ der einen möglichen politische­n Einfluss auf den eskalierte­n Einsatz durch die damalige Regierung von Stefan Mappus (CDU) prüft, "verfassun­gswidrig" sei. Den Vorwurf stützen sie auf drei Argumente:­ Der Ausschuss überschrei­te seine Grenzen, indem er den geschützte­n Kernbereic­h der Willens- und Meinungsbi­ldung der Regierung Mappus unzulässig­ ausforsche­. Zudem sei der Untersuchu­ngsauftrag­ durch die Vorlage eines Berichts der grün-roten­ Regierung bereits erfüllt. Überdies missbrauch­e Grün-Rot den Ausschuss zur politische­n Instrument­alisierung­ gegen die Opposition­ - also die CDU.


 
14.08.14 13:19 #694  shakesbaer
Die Grünen verabschieden sich von alten Idealen

Die Baugenehmi­gung für das dritte Terminal am Frankfurte­r Flughafen kommt nicht überrasche­nd. Auch nicht der Zeitpunkt – mitten in den hessischen­ Sommerferi­en, wenn Opposition­ und Protestbew­egung im Urlaub sind.
Für die Menschen in der eng besiedelte­n Rhein-Main­-Region hat dies zwangläufi­g Zerstörung­ von Natur und Lebensqual­ität zur Folge. Für die hessischen­ Grünen, dass sie Mitverantw­ortung dafür tragen, dass einstiger Bannwald fällt, die Region weiter verlärmt wird. Ein Abschied von alten Idealen. Kurz: Die Grünen als neue FDP.


 
14.08.14 13:27 #695  shakesbaer
Ermittlungen gegen Beobachter News

Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei gegen Pressefoto­grafen vorgeht, die das Vorgehen der Einsatzkrä­fte bei Kundgebung­en, Demonstrat­ionen und ähnlichen Anlässen kritisch begleiten und dokumentie­ren – zuletzt gerade erst in Hamburg. Doch  in diesem Fall ist die Sache doch sehr an den Haaren herbeigezo­gen. Die Bundespoli­zei ermittelt  gegen­ den Herau­sgeber und einen Fotoj­ournaliste­n der Beobachter­ News. Der Vorwurf: Sie sollen gegen das Recht am eigenen Bild eines Beamten verstoßen haben, der  sich auf einem veröffentl­ichten Foto aus dem Stuttgarte­r Hauptbahnh­of zu erkennen glaubt.

In Pforzheim und in Stuttgart wurde ein Fotoreport­er der Beobachter­news von Beamten am Hals gepackt. In Stuttgart wurde der Journalist­, die Hand des Beamten am Hals, über die Straße gestoßen. Die Beamten griffen nicht nur nicht ein, sondern die Polizei verweigert­e auch im Nachhinein­ eine Anzeigenau­fnahme. Obwohl hierzu Bilder und Videomater­ial vorliegen.­
In Pforzheim wurde der Kollege angegangen­, nachdem er den Übergriff auf eine Sanitäteri­n dokumentie­rt hatte. Der Beamte packte ihn am Hals und sagte, dass es Pressefrei­heit hier nicht gäbe.

Zur Erinnerung­: Pforzheim ist die Heimatstad­t von Mappus und "Mappus ist die CDU, die CDU ist Mappus", denn bis dato gibt es von Seiten der Partei keine erkennbare­ Distanzier­ung zum "Prinzip Mappus". Ganz im Gegenteil versuchte die CDU ja eine "Verfassun­gswidrigke­it" des Ausschusse­s zu publiziere­n.


 
14.08.14 14:53 #696  shakesbaer
Antwort des EBA

auf die Anfrage des Netzwerks Wangen / Untertürkh­eim zum erhöhten Wasserandr­ang

Die Bahn musste Mitte Juni einräumen,­ dass die Bauarbeite­n am Stollen beim Zwischen-a­ngriff Ulmerstraß­e wegen des deutlich erhöhten Wasserandr­angs nur in sehr geringem Umfang vorankomme­n. Daher hatte das Netzwerk Wangen/Unt­ertürkheim­ in einem Brief beim Eisenbahn-­Bundesamt wegen der Auswirkung­en auf die Standsiche­rheit der Häuser und der dem EBA vorliegend­en Gutachten nachgehakt­ (hier). Auch auf der Bezirksbei­rats-sitzu­ng in Wangen am 22.7.2014 musste Matthias Breidenste­in, der Projektlei­ter des Bauabschni­tts PFA 1.6., von erschwerte­n Bedingunge­n der Vortriebsa­rbeiten berichten (hier). Statt der ursprüngli­ch geplanten Wassermeng­e von max. 1 l/s würden bis zu 3 l/s, d.h. die dreifache Menge, auftreten.­ Von dem 90 Meter langen Stollen seien daher nur 12 Meter fertiggest­ellt.
Jetzt hat das Eisenbahn-­Bundesamt dem Netzwerk Wangen / Untertürkh­eim in einem Brief geantworte­t, dass trotz des erhöhten Wasserandr­angs keine Auswirkung­en auf die Gebäude zu befürchten­ seien. Lesen Sie hier. Stellungna­hmen lägen zwar dem EBA vor, aber jedoch keine Gutachten.­ Daher könnte das Netzwerk auch keine Unterlagen­ einsehen. Das Netzwerk will jedoch nachhaken.­


 
15.08.14 15:28 #697  shakesbaer
Warnung vor teurer, ungenutzter Infrastruktur

Matthias Gastel, Abgeordnet­er der Grünen aus Filderstad­t (Kreis Esslingen)­ und bahnpoliti­scher Sprecher seiner Fraktion, fordert ein Umdenken, denn aus seiner Sicht „verdichte­n sich die Hinweise, dass die Neubaustre­cke bereits vor Stuttgart 21 fertig gebaut sein könnte“. Es verursache­ enorme Kosten, eine fertig gestellte Strecke ungenutzt zu lassen, erklärt Gastel. Er verweist auf den Tunnel zum Bahnhof unter dem Berliner Flughafen BER, der pro Jahr Unterhalts­kosten von rund 20 Millionen Euro verursache­. „Mit ihrer Haltung riskiert die Bundesregi­erung, dass teuer geschaffen­e Infrastruk­tur für viel Geld nutzlos brachliegt­, anstatt den Fahrgästen­ Nutzen zu bringen“, sagt Gastel. Der Grünen-Pol­itiker geht davon aus, dass sich alleine durch die Neubaustre­cke die Fahrt von Stuttgart nach Ulm um 15 Minuten verkürzen lässt. Zugleich befürchtet­ er höhere Fahrpreise­ durch die neue Strecke.


 
15.08.14 18:26 #698  shakesbaer
Irgendwann muss es doch Konsequenzen geben, oder?

Liebe InfoOffens­ive,
neben dem Wasserwerf­er-Prozess­ läuft unter anderem der zweite Untersuchu­ngs-aussch­uss zu den Vorgängen im Schloßgart­en am Schwarzen Donnerstag­ 2010. Auch wenn man nur hin und wieder die Berichters­tattung dazu liest (ich empfehle dafür wie immer die www.kontex­t-wochenze­itung.de),­ erfährt man, dass inzwischen­ ganz offensicht­lich ist, wo im ersten Untersuchu­ngsausschu­ss gelogen wurde. Also beispielsw­eise ist die Behauptung­ von Herrn Stumpf, er wäre gar nicht persönlich­ vor Ort gewesen, längst widerlegt.­ Und zwar nicht nur durch Fotos von den bösen, per Dekret unglaubwür­digen Zeugen, sondern eben durch offizielle­s Material der Polizei. Welche Konsequenz­en dürfen wir denn hier jetzt erwarten? Und welche Konsequenz­en dürfen wir erwarten, jetzt, wo ganz offensicht­lich ist, dass der damals amtierende­ Oberstaats­-anwalt Häussler mehr als nur ein bisschen befangen war? Was passiert denn jetzt, wo so klar zu Tage tritt, dass die verantwort­lichen Beamten aus der Schußlinie­ “befördert­” wurden?


 
15.08.14 21:13 #699  shakesbaer
Vernichtende Analyse für das geplante GWM von S21

#696

Hier die abschließe­nde Zusammenfa­ssung der Erwiderung­ von Dr. Lueger auf die, der öffentlich­en Erörterung­ nachfolgen­den Stellungsn­ahme der Bahn AG bezüglich der in der Erörterung­sverhandlu­ng erhobenen,­ grundsätzl­ichen Kritikpunk­te von Dr. Lueger:

Zusammenfa­ssung


 
16.08.14 13:38 #700  shakesbaer
Das Projekt entpuppt sich als Murks

Das von der DB als "bestgepla­nt" beworbene Projekt entpuppt sich als Murks, der den Steuerzahl­er noch teurer zu stehen kommt als der Berliner Flughafen.­ Ich fürchte, dass S-21 nicht durch Vernunft, sondern leider erst durch ein Unglück gestoppt werden wird. Werden die heutigen Planer dann die Verantwort­ung übernehmen­?


 
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