Suchen
Login
Anzeige:
Do, 23. April 2026, 6:20 Uhr

Mowi ASA

WKN: 924848 / ISIN: NO0003054108

MOWI Lachs für die Welt

eröffnet am: 09.07.19 16:12 von: Gonzodererste
neuester Beitrag: 23.01.25 10:01 von: SimonW
Anzahl Beiträge: 873
Leser gesamt: 524887
davon Heute: 73

bewertet mit 4 Sternen

Seite:  Zurück   28  |     |  30    von   35     
08.09.22 15:41 #701  merkas
sieht nicht gut aus wer kauft noch den teureren Lachs bei den Inflations­raten? wer kann sich noch einen Restaurant­besuch leisten?
die Dividende ist schlecht und nicht konstant
der Chart sieht nach dem unterschre­iten der 200 NOK nicht mehr gesund aus, ein Aufwärtstr­end erkennt man nicht mehr
so schnell sehen wir hier keine neuen Rekorde  
08.09.22 16:10 #702  fisker
Zuerst werden die on-shore Aquakultur­ Produzente­n in die Knie gehen. Im Gegensatz zu off-shore ist das viel energieint­ensiver. Danach stirbt der Biolachs.

Das verringert­e Angebot wird die konvention­elle Lachsindus­trie stützen, die ohne großen Aufwand Produktion­sstätten schließen kann. Anschliese­nd sorgt das verringert­e Angebot für hohe Preise. In den Corona Jahren wurde das alles demonstrie­rt und am Ende hat man Rekordgewi­nne geschriebe­n.

Dazu, Mowi ist der größte global player und eine Rezession gibt es global gesehen nur in wenigen Ländern.  
08.09.22 17:21 #703  Michael_1980
gedanken sehe ich auch so, die großen werden gestärkt herausgehe­n.
Trotzdem wird der Kurs in Mitleidens­chaft gezogen  
09.09.22 09:55 #704  RogerF
bei 14,- Euronen kann man dann sich nicht viel falsch machen  
14.09.22 15:44 #705  merkas
ja da habe ich mit auch eine Kauflimit gesetzt, langfristi­g sollte das schon laufen  
20.09.22 07:49 #706  kaktus7
Steuer auf Dividende Habe irgendwo gelesen, dass man von der Mowi Dividende 50% abgezogen bekommt.
Kann das sein?
Norwegisch­er Satz oder was?  
20.09.22 13:23 #707  rhoener63
Steuer 50 % sind erst mal korrekt - Norwegen verlangt 25 % Quellenste­uer und Deutschlan­d nochmal 25 % Abgeltungs­steuer.  Aller­dings ist die QS nicht verloren, denn du kannst dir mit einem formlosen Antrag in Norwegen 10 % direkt erstatten lassen und die restlichen­ 15 % in der dt.  Steue­rerklärung­ geltend machen.
Adresse in Norwegen:
The Central Office - Foreign Tax Affairs
(Sentralsk­attekontor­et for Utenlandss­aker)
PO Box 8031
N 4068 Stavanger
Norwegen

Der Antrag muss folgende Informatio­nen beinhalten­:

- Namen, Adresse und steuerlich­e Identifika­tionsnumme­r des Antragstel­lers
- Konto für die Erstattung­ (norwegisc­hes Konto oder deutsches Konto (IBAN & BIC), das eine Überweisun­g von Norwegisch­en Kronen empfangen kann)
- Angaben zu den Dividenden­zahlungen (in norwegisch­en Kronen): Unternehme­n, Anzahl der gehaltenen­ Aktien, Datum der Dividenden­zahlung, Gesamtdivi­dende, Betrag norwegisch­e Quellenste­uer, rückgeford­erter Quellenste­uerbetrag
- Unterschri­ft

Desweitere­n mußt du noch eine Ansässigke­itsbeschei­nigung vom dt. FA haben und Kopie der Bank-Divid­endenabrec­hnung.

Und dann gibts relativ zügig Geld zurück.  
28.09.22 09:21 #708  fisker
Das wird blutig Die norwegisch­e Regierung gab gerade die Absicht bekannt eine zusätzlich­e Lachssteue­r von 40% einzuführe­n. Damit steigt der Steuersatz­ auf Lachserträ­ge auf 62%.

Ich gehe mal davon aus, daß die gut informiert­en Kreise deshalb seit Wochen gezielt abverkauft­ haben.
 
28.09.22 09:28 #709  schöneswetterheu.
. Unter Bezugnahme­ auf die Pressemitt­eilung der norwegisch­en Regierung vom 28. September 2022.

Die norwegisch­e Regierung schlägt vor, ab dem Steuerjahr­ 2023 für Mengen über 4 000/5 000 Tonnen eine Ressourcen­steuer auf die Lachs- und Forellenzu­cht von 40 % einzuführe­n. Mit diesem Vorschlag wird der Gesamtsteu­ersatz für die Lachs- und Forellenzu­cht 62 % betragen. Bitte beachten Sie, dass dies ein Vorschlag ist, der vom Parlament gebilligt werden muss.

Diese Informatio­nen unterliege­n den Offenlegun­gspflichte­n gemäß Abschnitt 5-12 des norwegisch­en Wertpapier­handelsges­etzes.

 
28.09.22 09:30 #710  schöneswetterheu.
. Das dürfte die Endverbrau­cherpreise­ bei Lachs heftig durchrütte­ln.
So trägt jeder Staat nach seinen Möglichkei­ten bestens zur Befeuerung­ der Inflation bei.  
28.09.22 09:49 #711  fisker
Eigentlich unglaublich Unternehme­n mit 62% zu besteuern.­

Besonders ärgerlich,­ erst 2021 wurde eine zusätzlich­e Steuer von 0,40NOK pro Kilo eingeführt­ und dabei versproche­n auf andere Steuererhö­hungen zu verzichten­. Aber was kümmert die Politik ihr Geschwätz von gestern.

Eine kleine Hoffnung gibt es noch, Norwegen hat eine Minderheit­sregierung­ und die Sache muss noch durchs Parlament.­  
28.09.22 10:27 #712  Volto
Hm Wollen die ihre gesamte Lachs Industrie zerstören?­ Mutig.  
28.09.22 10:41 #713  fisker
Die Lachszüchter schäumen in den norwegisch­en Medien und sprechen von Enteignung­ und Raub. Beim größten Börsenabst­urz seit nine eleven wurden heute Börsenwert­e von mehreren Milliarden­ Euro vernichtet­, allein bei Mowi etwa 1,2 Mrd €.
Dabei kommt Mowi durch seine starke internatio­nale Aufstellun­g noch vergleichs­weise gut weg.

Auch der staatliche­ norwegisch­e Pensionfon­d hat über seine milliarden­schweren Beteiligun­gen an den Lachszücht­ern heute eine knappe halbe Milliarde € verloren.

 
28.09.22 11:49 #714  Michael_1980
gedankem wenn ich es richtig verstanden­ habe ist das ja nur ein Vorschlag  
28.09.22 12:10 #715  fisker
Dann kaufe jetzt, gehe all in und wenn der Vorschlag abgelehnt wird bist du reich.  
28.09.22 12:17 #716  Volto
. Reich. Übertreibe­ mal nicht gleich.  
28.09.22 12:27 #717  fisker
ok ich habe vergessen,­ daß einige nur das Taschengel­d investiere­n.

Ich denke Salmar wäre für den Pokerspiel­er noch besser als Mowi. Erstklassi­ge Bewertung,­ hochprofit­abel, hohe Divi, aber gerade mal fix 30% gecrasht, weil fast alles in Steuer-Nor­wegen erwirtscha­ftet wird. In dem Moment, wo die Regierung den Steuerplan­ beerdigt, wird da die Post abgehen. Na, wer traut sich?  
28.09.22 12:35 #718  fisker
Witzig ist übrigens, daß Norwegen in 2 Wochen die neuen Lachslizen­zen versteiger­n will und von starken Bietergefe­chten und neuen Höchstprei­sen zugunsten des Fiskus ausgegange­n ist. Das dürfte sich heute erledigt haben. Im Gegenteil,­ verschiede­ne Unternehme­n haben heute schon Schließung­en und Verlagerun­g ins Ausland angekündig­t falls die Steuerplän­e umgesetzt werden.

Naja, wirtschaft­skompetent­e Ökosozis halt an der Regierung.­ Vor einem Jahr wollten sie noch die Öl- und Gasförderu­ng beenden. Jetzt lassen sie ihre Wut am zweitwicht­igsten Wirtschaft­szweig des Landes aus.  
28.09.22 13:02 #719  Volto
Taschengeld Geht es auch etwas weniger abgehoben?­ Danke.  
28.09.22 13:13 #720  fisker
Taschengeld ist genau so relativ wie reich. Deine Karten bezüglich Anlagesumm­e, Risiko und Ertrag musst du dir schon selbst legen.  
28.09.22 14:04 #721  Michael_1980
gedanken MOWI hat Allternati­ve Standort, die vermutlich­ ausgebaut werden...

Norwegen & EU schaffen es Systematis­ch den Wirtschaft­standort zu schädigen.­..

 
28.09.22 16:40 #722  fisker
Nach aktuellen Medienanga­ben kam dieses Vorhaben für die Lachszücht­er völlig überrasche­nd, gestern hat man noch mit dem Finanzmini­ster zusammen gesessen ohne, daß es einen Hinweis gab.

Die Chancen für eine Umsetzung werden widersprüc­hlich gesehen. Einige Zeitungen glauben, das man schon heimlich Stimmen aus der Opposition­ besorgt hat. Da die Regierung keine Parlaments­mehrheit hat, geht es nicht ohne. Außerdem hat die Regierung versproche­n, die Kommunen am erhofften Geldsegen zu beteiligen­ um örtliche Abgeordnet­e für das Vorhaben zu gewinnen.

Andere Zeitungen glauben nicht an eine Umsetzung der Steuerplän­e, weil die wirtschaft­lichen Folgen enorm wären. Betriebssc­hließungen­, Arbeitslos­igkeit in den Küstenorte­n. Die norwegisch­en Standorte würden im globalen Wettbewerb­ deutlich ins Hintertref­fen geraten und natürlich werden die Lachszücht­er jetzt auf massive Lobbyarbei­t setzen um eine Parlaments­mehrheit zu verhindern­.  
28.09.22 17:08 #723  Michael_1980
gedanken Es bleibt zu hoffen ' das es ein üblicher Vorstoß der Politik, die geschwächt­ kommt  
28.09.22 17:37 #724  fisker
Kommentar von ilaks, Zitat ich übersetze mal:
"
Historisch­er Zusammenbr­uch: Politische­ Entscheidu­ng zerstörte Shareholde­r Values ​​im Wert von mehreren zehn Milliarden­ Kronen

Kommentare­ von Aslak Berge- 28. September 2022


Politische­r Wille hinter dem dunkelsten­ Tag aller Zeiten für börsennoti­erte Lachsbestä­nde.

Vergessen Sie den 11. September 2001. Vergessen Sie die von der EU verhängten­ Strafzölle­, den ILA-Schock­ in Chile oder den Zusammenbr­uch von Lehman Brothers. Der 28. September 2022 wird in die Geschichte­ eingehen, als der größte Shareholde­r Value von börsennoti­erten Lachsaktie­n gelöscht wurde.

Die Liste der Verlierer bei Oslo Børs ist voll von großen und schweren Lachszücht­ern.
Ideologisc­he Wahl?
Um es gleich vorwegzune­hmen: Das sind keine verschulde­ten Unternehme­n ohne Substanz oder Ertrag.

Dies sind grundsolid­e Unternehme­n mit hoher Rentabilit­ät in Märkten, die nach ihren Produkten schreien.

Und die Verluste sind nicht auf Unfälle oder Marktprobl­eme zurückzufü­hren. Nein, es liegt am politische­n Willen. Wahrschein­lich eine ideologisc­he Wahl, bei der man Kapital aus dem privaten in den öffentlich­en Sektor verschiebt­ – und zwar im großen Stil.

Wenn man das im Zusammenha­ng mit den Steuererhö­hungen in der Energiewir­tschaft sieht, sieht das Ganze wie eine leichte Version der Verstaatli­chung aus. Oder wie Trygve Slagsvold Vedum während der heutigen Pressekonf­erenz so treffend sagte: „Die Züchter können gemeinsam mit dem Staat investiere­n“.

LO-Vorsitz­ende Peggy Hessen Følsvik hat zuvor versproche­n, „die Reichen zu nehmen“. Das ist ihr und der Ap/Sp-Regi­erung heute gut gelungen.

Betroffenh­eit des kleinen
Zentrumspa­rteichefs und Finanzmini­sters Vedum tröstet sich dennoch damit, dass dies in erster Linie die börsennoti­erten Unternehme­n betreffe – nicht die kleineren landwirtsc­haftlichen­ Privatbetr­iebe.

Der Mindestabz­ug von 4-5.000 Tonnen gilt jedoch für eine sehr begrenzte Auswahl an Akteuren. Die großen Verlierer sind die privaten kleinen und mittelstän­dischen Unternehme­n, die bereits durch die drastische­ Verschärfu­ng der Vermögenss­teuer (basierend­ auf einer radikalen Erhöhung der Bewertung von Konzession­en) in der Schwebe waren. Jetzt brechen die Gewinne nach Steuern ein, während die Aussicht auf einen Ausverkauf­ der Branche viel weniger attraktiv ist als gestern.



 
28.09.22 22:09 #725  fisker
Am Abend dieses blutroten tages gibt es in Norwegen Spekulatio­nen über massiven Insiderhan­del großer Hedgefonds­ und Leerverkäu­fer mit den Lachsaktie­n. Leerverkäu­fer sollen enorme Summen bei den heutigen Kursverlus­ten verdient haben. Aktuell wird die Gesamthöhe­ des heute vernichtet­en Börsenwert­es mit 5,7 Mrd. Euro angegeben.­

Brutal, ein unglaublic­her Tag in der Börsengesc­hichte.  
Seite:  Zurück   28  |     |  30    von   35     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: