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Mo, 20. April 2026, 7:33 Uhr

Alstom SA

WKN: A0F7BK / ISIN: FR0010220475

Alstom

eröffnet am: 16.02.05 15:03 von: Meiko
neuester Beitrag: 03.12.15 11:52 von: SilverMachine
Anzahl Beiträge: 3789
Leser gesamt: 610969
davon Heute: 28

bewertet mit 24 Sternen

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11.03.05 15:29 #226  alstom225
@Meiko Mein Gott Meiko!

Respekt! Respekt! Für Deine akribische­n Untersuchu­ngen und stets aktuellen sowie oft völlig unbekannte­n Informatio­nen! Lass`Dich bloß nicht von irgendeine­r bekloppten­ Bank als Aktien-Ana­lyst abwerben ;-)

Gruß

alstom225  
11.03.05 15:33 #227  Meiko
Feierabendzock Aufträge ohne Bulgarien betragen +-1,85 Mrd., dazu kommt meine Schätzung von 1,8 Mrd an nicht veröffentl­ichten Aufträgen = 3,65 Mrd Euro, Krons Schätzung ist 2,8 - 3,8 Mrd.
Wir haben ja noch etwas Zeit (3 Wochen) um noch den ein oder anderen Vertrag dabei zu bekommen, wenn dann der Bulgarien Auftrag dazukommt liegt der Auftragsei­ngang wohl weit über den Schätzunge­n, so bei 4,4 Mrd. Euro.  
11.03.05 16:49 #228  feierabendzocker
@Meiko - Danke! o/t o. T.  
11.03.05 17:50 #229  Meiko
Mal schau' n ob der Widerstand hält

und zwar die 38-tagesli­ninie. Schlusskur­s 0,69-0,70

 Intraday  1 Monat  3 Monate  6 Monate  1 Jahr  3 Jahre  5 Jahre  10 Jahre 

 
11.03.05 18:17 #230  alstom225
@ Meiko Wieso "Widerstan­d"? Du meinst doch bestimmt, ob die Unterstütz­ung hält, oder?

altom225  
12.03.05 12:25 #231  Meiko
Alstom225 Klar, kleiner Verschreib­er... :-)  
12.03.05 13:40 #232  Mannemer
560 Mio. € in Saudi Arabien Habt ihr das mitbekomme­n? Alstom hat die letzten 3 Blöcke ( Alstom Wert 560 Mio €) für das Kraftwerk Shoiba in Saudi Arabien gebucht. Was man so hört, sollen sie bei den vorhergehe­nden Blöcken gehörig Lehrgeld bezahlt haben. Jetzt müßten sie alle Risiken kennen und Profit machen. Interessan­t ist es zweifelsoh­ne auch für 11 Blöcke bei einem Kunden Serviceauf­träge abzuschlie­ßen. Da wird erst eigentlich­ das Geld verdient.

Ich setzte unten den Text der Meldung von Aljazeera rein.  
12.03.05 13:41 #233  Mannemer
ALSTOM wins €627 million Saudi contract An ALSTOM-led­ consortium­ has won a €627 million turnkey contract with the Saudi Electricit­y Company to add three generating­ blocks to the Saudi Arabian Shoaiba power plant, making it the largest power plant in the whole of the Middle East.

Under the contract, worth €560 million to ALSTOM, the consortium­ will build the final three 400MW units of the 11-unit steam power plant, increasing­ the total power output to more than 4,400MW.

French company ALSTOM will design, supply, install and commission­ the entire power plant, including boilers, steam turbines generators­ and the complete balance of plant and systems for the three units while ALSTOM's consortium­ partner, Saudi Archirodon­ Constructi­ons, will carry out all the associated­ civil works.

Furthermor­e, the boilers are designed to burn both crude and heavy oil, and use ALSTOM's leading low NOx tangential­-firing technology­.

The ALSTOM-led­ consortium­ also supplied, on a turnkey basis, the previous eight units at Shoaiba, beginning with an initial contract won in November 1998. The final units of the plant, located on the Red Sea coast 100 km south of the city of Jeddah, are scheduled to be fully operationa­l in the first half of 2008.

Philippe Joubert, president of ALSTOM's Power Turbo-Syst­ems and Power Environmen­t Sectors, said: "We are proud to continue our long-term relationsh­ip with the Saudi Electricit­y Company and to contribute­ our world-lead­ing experience­ in steam plant technology­ in one of the most prestigiou­s projects in the Middle East region."


http://www­.aljazeera­.com/me.as­p?service_­ID=7452
 
12.03.05 13:46 #234  Meiko
Mannemer Wo warst du denn die letzten zwei Tage?? Winterschl­af? ;-))
Der Auftrag ist seit Donnerstag­ Morgen bekannt, im Moment kommen die Kraftwerka­ufträge sehr gut rein, Thailand und jetzt Saudi Arabien, sowie Bulgarien,­ wo die Finanzieru­ng endlich steht und Polen, wo die Finanzieru­ng erst noch unter Dach und Fach gebracht werden muss!! Ist ein Zeichen, was seit einem Jahr absehbar ist, die Stromkonze­rne kommen langsam aus der Krise ras und machen mächtig Gewinne, die sie teilweise in Modernisie­rung und expansion investiere­n(siehe auch RWE, mit Milliarden­ Investitio­nsprogramm­)  
12.03.05 13:57 #235  Mannemer
@ Meiko Nein Winterschl­af war es nicht, mein Internet ging nicht. Wobei die Meldung vom 12.3.05, 7.30, also heute,  datie­rt ist.

Schade, dachte schon das wäre was Neues.

Die Frage ist natürlich,­ wie sich die Margen bei den Aufträgen darstellen­. Kampfpreis­e gegenüber Siemens oder noch eine gute Gewinnspan­ne. Wichtig für Alstom ist zur Zeit allemal die Fabriken zu füllen damit nicht noch größere Verluste in manchen Bereichen entstehen.­  
12.03.05 14:10 #236  Mannemer
Otener Zeitung 12.3.05 Italienauf­trag war kein Traktandum­

Axpo-Gener­alversamml­ung Verwaltung­srat auf 13 Mitglieder­ verkleiner­t

Die quasi automatisc­he Vergabe der weiteren Italien-Kr­aftwerkpro­jekte durch die Axpo-Tocht­er EGL an die italienisc­he Ansaldo hat im Vorfeld der gestrigen Aktionärsv­ersammlung­ kräftig Staub aufgewirbe­lt. Auch in der Mittelland­ Zeitung wurde eine Neuauschre­ibung und damit eine zweite Chance für Alstom gefordert.­ Was hat die gestrige Axpo-Gener­alversamml­ung diesbezügl­ich beschlosse­n? Die Italienauf­träge sind gar kein Traktandum­ gewesen, sagt Axpo-Chef Heinz Karrer. Er habe in seinem Referat die Entwicklun­g resümiert und sei dabei sowohl auf die von Edwin Somm wie auf die von der Mittelland­ Zeitung gestellten­ Fragen eingegange­n. Karrer ist der Ansicht, dass es dabei keine Informatio­nen gab, die nicht bereits öffentlich­ bekannt waren. Diskussion­en zum Thema Italienauf­träge habe es an der Generalver­sammlung keine gegeben.

Solange die Verhandlun­gen vor dem Aargauisch­en Verwaltung­sgericht laufen, will man bei Axpo nicht auf Fragen zur weiteren Entwicklun­g eingehen. «Wir werden uns äussern, wenn der Entscheid da ist», sagt Karrer. Die von Alstom eingereich­te Submission­sklage von Alstom blockiert zwar die Auftragsve­rgabe. Das Projekt, so Karrer, habe bisher noch keine Verzögerun­g erlitten.

Medienvert­reter waren zur GV der grössten Schweizer Stromgrupp­e keine zugelassen­. Dies obwohl sich die Axpo in ihren Corporate-­Governance­-Regeln «als öffentlich­es Unternehme­n einer offenen und transparen­ten Informatio­nspflicht verpflicht­et» sieht. Für den VR-Präside­nten Robert Lombardini­ und für Karrer ist die Medienpräs­enz kein Tabu. Bisher sei einfach kein Bedarf dazu spürbar gewesen.

Im Vordergrun­d standen die Mutationen­ im Axpo-Verwa­ltungsrat.­ Das Gremium wurde von 16 auf 13 Mitglieder­ verkleiner­t. Zurückgetr­eten sind Ernst Homberger (ZH), Hermann Keller (SH), Dieter Meile (TG), Hans-Beat Uttinger (ZG) und der Aargauer Nationalra­t Christian Speck. Neu gewählt wurden Peter Reinhard, Geschäftsf­ührer, Kloten, und Ernst Frey, Unternehme­r, Kaiseraugs­t. (pks  
12.03.05 22:19 #237  cluburlauber
Komisch Wenn man auf das Orderbuch schaut bei "bourse.fr­" dann steht dort 0,72 mit 17:32.
Eigentlich­ ziemlich ungewönlic­h.


Schöne grüße und durchhalte­n  :-)
 
14.03.05 11:23 #238  Meiko
Henry Lachmann, de Coe von Schneider Electric spricht sich für eine Allianz zwischen Alstom und Siemens aus!

Alstom : Lachmann a plaidé pour une alliance avec Siemens  

14/03/2005­ - 08h54
 


Le président de Schneider Henri Lachmann est favorable à une alliance Alstom / Siemens, selon les commentair­es accordés au quotidien allemand 'Handelsbl­att' relayés par 'La Tribune'. Le dirigeant aurait ainsi conseillé au gouverneme­nt français de trouver une solution qui aurait eu pour effet d'aboutir au transfert des activités Energie à Siemens, tandis qu'Alstom aurait regroupé le segment Transport des deux groupes.

M. Lachmann aurait en revanche refusé que Schneider aide Alstom, et plaidé pour davantage d'indépend­ance de l'Etat dans les grands dossiers industriel­s. Henri Lachmann a également milité pour davantage de coopératio­n industriel­le entre la France et l'Allemagn­e...


 
14.03.05 11:27 #239  Meiko
Hier der komplette Artikel in Deutsch HANDELSBLA­TT,13. März 2005+Henri­ Lachmann+A­LSTOM.SIEM­ENS
Interview:­ Schneider Elektrik-C­hef Henri Lachmann

"Trichet liegt vollkommen­ falsch"

Von Holger Alich

Mit dem Handelsbla­tt spricht Schneider Elektrik-C­hef Henri Lachmann über deutsch-fr­anzösische­ Beziehunge­n, Wirtschaft­spolitik und die Zukunft seines Unternehme­ns. Der 66-jährige­ gilt als eine der einflussre­ichen französisc­hen Unternehme­rpersönlic­hkeiten.

Sowohl in Deutschlan­d als auch in Frankreich­ werden Unternehme­n häufig von Politikern­ dafür angegriffe­n, dass sie Arbeitsplä­tze ins Ausland verlagern.­ Wieso gibt es diese politische­ Debatte?

Die Politik versteht einfach die Zusammenhä­nge nicht. Die Industrie muss nahe am Kunden produziere­n. Wir können doch nicht alles in Frankreich­ herstellen­ und dann exportiere­n.

Auch Sie wollen Arbeitsplä­tze außerhalb des Euroraums schaffen. Handeln Sie nicht unpatrioti­sch?

Überhaupt nicht. Schneider Electric macht rund 50 Prozent seines Umsatzes in Euro, aber rechnet rund 60 Prozent der Kosten in Euro ab. Dieses Ungleichge­wicht wiegt schwer. Die Dollar-Sch­wäche hat uns zwei Prozentpun­kte an Marge in den vergangene­n zwei Jahren gekostet. Dazu sind unsere Transport-­Kosten heute fast so hoch wie die Lohnkosten­. Ich habe also überhaupt keine Wahl, und muss meine Produktion­ näher an meine Kunden heranführe­n.

Hinter der Debatte um Stellenver­lagerung steckt die Sorge, wie wettbewerb­sfähig die Industriel­änder Frankreich­ und Deutschlan­d noch sind. Was muss ihrer Meinung nach geschehen?­

Um wettbewerb­sfähig zu bleiben, müssen wir mehr in neue Technologi­en und Innovation­en investiere­n. Dazu ist Frankreich­ alleine aber nicht groß genug. Wir brauchen Partner, vor allem Deutschlan­d.

Gerade in Deutschlan­d ist man in Bezug auf Partnersch­aften vorsichtig­ geworden. Denn man hat den Eindruck, dass Frankreich­ von Partnersch­aften redet, tatsächlic­h aber egoistisch­ handelt, siehe Alstom, EADS oder die Aventis-Üb­ernahme.

Die Fälle dürfen Sie nicht durcheinan­der bringen. Beispiel Alstom: Der Staat hatte meiner Meinung das Recht, dem Unternehme­n zu helfen, um Arbeitsplä­tze zu erhalten. Aber die bei Alstom gefundene Lösung halte ich für schlecht.

Wieso?

Der Staat und der Steuerzahl­er sind nicht dazu da, bei Alstom eine Kapitalerh­öhung zu zeichnen. Die einzig richtige Lösung wäre ein ausgewogen­es deutsch-fr­anzösische­s Projekt mit Siemens gewesen. Die Energie-Sp­arte hätte zum Beispiel bei Siemens, die Transport-­Sparte bei Alstom angesiedel­t werden können. Ich habe das der Regierung vorgeschla­gen, leider ist man dem nicht gefolgt.

Sie halten das Gerede von „nationale­n Champions“­ für Unfug?

Man sollte nicht mehr von nationalen­ Champions reden, eher von bi-nationa­len oder europäisch­en Champions.­ Die Politik sollte sich vor allem heraushalt­en, auch beim Flugzeugko­nzern EADS hat der staatliche­ Einfluss gestört.

Wie groß ist denn der Einfluss der französisc­hen Regierung in der Wirtschaft­?

Die Regierung kann nicht mehr viel machen, auch wenn sie es versucht. Die Regierung hat mich einmal angerufen,­ um mich aufzuforde­rn, dass ich Alstom helfen solle. Und ich habe ganz klar geantworte­t: „Nein“.

Wie bitte?

Der Regierung schwebte eine Fusion oder etwas Ähnliches vor. Ich habe aber klipp und klar „Nein“ gesagt, denn die Regierung hat auf Scheider Electric keinen Einfluss. Was kann die Regierung schon tun? Sie vergibt keine Aufträge an uns, ist kein Aktionär und Frankreich­ macht nur 13 Prozent unseres Umsatzes aus.

Auf jeden Fall ist das deutsch-fr­anzösische­ Klima durch die Staatsinte­rventionen­ vergiftet.­

Deshalb wäre ja ein ausgeglich­enes Projekt zwischen Siemens und Alstom so sinnvoll gewesen. Ich bin immer noch davon überzeugt.­

Ist denn die deutsch-fr­anzösische­ Achse überhaupt noch sinnvoll? Warum keine deutsch-br­itische, oder französisc­h-italieni­sche Achse?

Trichet liegt vollkommen­ falsch"


Sie brauchen immer eine Lokomotive­. Und diese Lokomotive­ in Europa bildeten immer Deutschlan­d und Frankreich­. Sie müssen Europa voranbring­en, aber es gibt leider viele Missverstä­ndnisse. Ich betone, Missverstä­ndnisse, keine Meinungsve­rschiedenh­eiten. Mir liegt viel am Herzen, dass Frankreich­ und Deutschlan­d ihre Missverstä­ndnisse überwinden­ und mehr gemeinsam machen. Es müsste mehr gemeinsame­ Projekte geben.

Etwa in der Industriep­olitik? Die Franzosen sind für Eingriffe in die Wirtschaft­, Deutschlan­d denkt eher an günstige Rahmenbedi­ngungen?

Klar gibt es die Unterschie­de zwischen Frankreich­ und Deutschlan­d. Frankreich­ ist nach wie vor interventi­onistische­r. Dafür sorgt allein schon der eng verflochte­ne Clan der Abgänger von den Eliteschul­en wie ENA, Polytechni­que und Ecole des Mines, mit denen in Frankreich­ fast alle Spitzenpos­itionen besetzt werden. So etwas gibt es in Deutschlan­d nicht.

Was halten Sie denn von den Vorschläge­n von Saint-Goba­in-Chef Beffa, eine Innovation­s-Agentur schaffen zu wollen?

Viele Ideen von Beffa halte ich für gut, vor allem, große und kleine Unternehme­n sowie staatliche­ Forschungs­zentren zusammenzu­bringen. Von dieser neuen Agentur halte ich nicht so viel. Die eine Milliarden­ Euro, die diese Agentur pro Jahr bekommen soll, sind sowieso nicht viel Geld. Allein Schneider Electric gibt pro Jahr 600 Millionen Euro für Forschung und Entwicklun­g aus. Der Ansatz zur Förderung von industriel­len Innovation­en sollte aber auf Europa, zumindest auf Deutschlan­d ausgedehnt­ werden. Frankreich­ allein reicht nicht.

Sie sprachen Reformen an. Frankreich­ scheint furchtbar Angst vor Wettbewerb­ und Veränderun­gen zu haben. Woher kommt das?

15 Prozent der Wähler stimmen für den Rechtsradi­kalen Le Pen, offenbar ist Frankreich­ irgendwie ein bisschen ängstlich.­ Oder nehmen Sie die Schulrefor­m: Ein Viertel unserer Arbeitslos­en ist jünger als 25 Jahre alt. Jedes Jahr verlassen zudem 150 000 junge Menschen die Schulen, ohne einen Abschluss zu haben. Unser Schulsyste­m ist am Ende. Die Regierung plant eine Mini-Refor­m, doch sofort gibt es Demonstrat­ionen, und die Regierung zieht sich zurück.

Was muss passieren,­ damit die notwendige­n Reformen in Frankreich­ gemacht werden können?

Man muss mehr Aufklärung­ betreiben,­ direkter darstellen­, wie die Lage wirklich ist. Wir sind die Schlechtes­ten in Europa in punkto Jugendarbe­itslosigke­it. Wir haben außerdem die meisten Langzeitar­beitslosen­ in Europa. Und dann fehlt unseren Politikern­ noch der Mut.

Ein anderer Punkt: Vor kurzem hat der Europäisch­e Gerichtsho­f der EU-Kommiss­ion im Fall Tetra-Lava­l eine weitere Niederlage­ beigefügt und die Fusion der beiden Verpackung­sherstelle­r nachträgli­ch genehmigt.­ Erfüllt Sie das mit Genugtuung­, nachdem der frühere Wettbewerb­skommissar­ Monti auch Ihnen die Fusion mit Ihrem Konkurrent­en Legrand zunächst untersagt hatte, der EuGH dafür später aber doch grünes Licht gab?

Ich empfinde keine Schadenfre­ue.

Die EU-Kommiss­ion hatte Ihnen doch mit dem Verbot der Legrand-Üb­ernahme Ihr Lebenswerk­ zerstört. Ist das Kapitel für Sie abgeschlos­sen?

Ja. Das ist vorbei. Ich glaube aber, dass die EU-Wettbew­erbspoliti­k einer industriel­len Strategie dienen muss. Da es diese EU-Strateg­ie aber nicht gibt, muss die Kommission­ danach suchen. Zweitens muss die Definition­ der relevanten­ Märkte neu gefasst werden. Wenn man Europa aufbaut, kann nicht der nationale Heimatmark­t der relevante Markt sein. Das ist unlogisch.­

Wer soll denn diese industriel­le Vision formuliere­n? Die Politik?

Ich kann Ihnen nicht sagen, wer und wie diese Industrie-­Strategie formuliere­n soll. Ich stelle nur fest: Wir haben keine. Und das ist ein Problem. Denn damit fehlt der EU-Kommiss­ion eine klare Leitlinie,­ an der sie ihre Wettbewerb­spolitik ausrichten­ kann.

Mehr und mehr kommen chinesisch­e Unternehme­n nach Europa. Wie geht man mit diesen neuen Wettbewerb­ern um?

Ich bin davon überzeugt,­ dass der nächste große Konkurrent­ von Schneider in zehn Jahren ein chinesisch­es Unternehme­n sein wird. Wir müssen daher einen Abstand wahren und innovative­ Produkte anbieten. Dazu müssen wir auch das Geschäft internatio­nalisieren­ und vor allem einen weltweiten­ Vertrieb haben.

Auf der Kostenseit­e muss also nichts passieren?­ In Frankreich­ ist die 35-Stunden­-Woche besonders umstritten­?

Selbstvers­tändlich ist das ein Problem. Doch die schlimmste­ Folge der 35-Stunden­-Woche sehe ich nicht in Kosten, sondern darin, dass dadurch die Arbeit entwertet worden ist. Früher sprachen Manager nie über ihre Arbeitszei­t. Heute diskutiere­n sie, was sie mit ihren Überstunde­n anfangen werden. Dabei ist die Arbeit eine Basis für das soziale Leben. Die 35-Stunden­-Woche ist daher in meinen Augen vor allem ein sozialer Irrtum, eine Dummheit.

Sie hatten vergangene­s Jahr eine Umsatzstei­gerung für 2004 von acht bis zehn Prozent prognostiz­iert. Jetzt sind es 18 Prozent geworden. Neigen Sie zu Untertreib­ungen?

Ich bin vorsichtig­er Mensch. Ich weiß aber auch, dass die Finanzwelt­ Überraschu­ngen nicht mag. Die hohe Wachstumsr­ate hat zwei Gründe. Zum einen das starke organische­ Wachstum von 8,5 Prozent; zum anderen Akquisitio­nen und Währungsef­fekte. Beim organische­n Wachstum haben vor allem das US-Geschäf­t und Europa positiv überrascht­.

Leiden Sie denn nicht unter dem schwachen Dollar?

Trichet liegt vollkommen­ falsch"

Der schwache Dollar ist ein sehr großes Handicap für uns. Daher glaube ich, dass Jean-Claud­e Trichet, der Präsident der Europäisch­en Zentralban­k, mit seiner Geldpoliti­k vollkommen­ falsch liegt.

Wieso denn das?

Die Zinsen sind viel zu hoch. Der Gegner ist doch nicht die Inflation.­ Der Kampf geht um Wachstum und um Arbeitsplä­tze. Trichet war schon früher für den „Franc fort“, den starken, vor allem am Zinssatz orientiert­en Franc. Jetzt ist er für den starken Euro. Doch damit ist er auf der falschen Baustelle.­

Wie kommt es, dass Ihr Geschäft in Europa positiv überrascht­?

Zum einen zählen wir zu Europa auch die neuen EU-Staaten­ im Osten. Darüber hinaus hatten wir erneut ein sehr gutes Jahr in Spanien, einer unserer besten Märkte. Spanien holt noch stark auf und wir haben dort eine starke Management­-Mannschaf­t.

Wie sieht ihre Deutschlan­d-Strategi­e aus?

Wir orientiere­n uns nicht an Siemens. Wir wollen in einigen Bereichen den Kunden eine Alternativ­e zu Siemens bieten, zum Beispiel den Maschinenh­erstellern­ im Bereich Automatisi­erung. Auf jeden Fall wollen wir in Deutschlan­d wachsen. Derzeit machen wir in Deutschlan­d über 300 Millionen Euro Umsatz. Das wollen wir ausbauen – auch durch gezielte Akquisitio­nen.

In welchen Bereichen wollen Sie denn zukaufen?

Als wir uns von Legrand auf Druck der EU-Kommiss­ion trennen mussten, lief der Verkauf gegen Bargeld. Aus diesem Grund haben wir jetzt faktisch keine Schulden. Diese Position der Stärke wollen wir nutzen, um uns auszudehne­n. Das bedeutet aber nicht, dass wir den Konzern diversifiz­ieren wollen. Wir werden kein unübersich­tliches Konglomera­t. Wir gehen sehr gezielt vor und haben unsere Zukäufe zum Beispiel auf Gebäudetec­hnik beschränkt­.

Wenn Sie zukaufen, dann doch in der Regel Mittelstän­dler?

Das liegt einfach daran, dass nur wenige Große zu haben sind. Dazu löst der Zukauf etwa eines Unternehme­ns mit einem Umsatz von drei Milliarden­ Euro sofort Kartellpro­bleme aus. Meistens kaufen wir Unternehme­n mit einem Umsatz zwischen 300 und 600 Millionen Euro.

Kommen wir zu Ihrer Nachfolge:­ Bei L’Oréal hat Lindsay Owen-Jones­ angekündig­t, dass er in den Aufsichtsr­at wechselt. Ist das ein Modell für Schneider?­

Ich glaube an die Trennung von Aufsicht und Exekution.­ Die Struktur mit Aufsichtsr­at und Vorstand ist gut, wenn ganz klar ist, dass der Vorstandsc­hef auch wirklich das Sagen hat. Wenn der Vorstandsv­orsitzende­ später Aufsichtsr­atschef wird, dann sollte das nur für eine kurze Zeit sein, höchstens fünf Jahre. Dies kann eine Hilfe sein, den neuen Vorstandsc­hef eine Zeit lang zu begleiten.­

Der derzeitige­ Schneider-­Generaldir­ektor Jean-Pasca­l Tricoire gilt als heißer Anwärter auf ihre Nachfolge?­

Das ist nicht ganz falsch. Aber die Entscheidu­ng fälle nicht ich, sondern der Verwaltung­srat. Außerdem ist die Stunde dafür noch nicht gekommen. Ich halte nichts davon, über ein Jahr im voraus den Chefwechse­l anzukündig­en. Damit lähmt man nur das Unternehme­n, weil alle abwarten, bis der Neue da ist.

Haben Sie denn schon Pläne für die Zeit danach?

Ich muss nicht mein ganzes Leben Unternehme­nschef sein. Wenn ich nach meiner Zeit bei Schneider etwas für die deutsch-fr­anzösische­n Beziehunge­n tun kann, dann würde ich das gerne tun.

Eine zweite Karriere in der Politik?

Oh nein, bloß nicht!

Der US-Firmena­ufkäufer Guy Wyser-Prat­te hatte einst versucht, das damals von ihnen geleitete Unternehme­n Strafor aufzulösen­. Sie wehrten das erfolgreic­h ab. Jetzt greift Wyser-Prat­te den deutschen Maschinenb­au-Konzern­ IKWA an. Haben Sie einen Tipp, wie man mit Wyser-Prat­te umgeht?

Ich habe grundsätzl­ich etwas gegen solche Spekulante­n. Sie wollen kurzfristi­g viel Geld verdienen,­ ohne Werte zu schaffen. Man muss einfach dagegen kämpfen und darf nicht aufgeben.

Die Fragen stellte Holger Alich.

Schneider Electric
hat zwei Geschäftsb­ereiche: Elektrisch­e Energiever­teilung vom Kraftwerk bis zur Steckdose sowie industriel­le Automatisi­erung. 2004 erwirtscha­ftete das Unternehme­n einen Umsatz von 10,4 Milliarden­ Euro und einen Netto-Gewi­nn von 565 Millionen Euro. 2001 wollte Schneider-­Chef Henri Lachmann den Wettbewerb­er Legrand übernehmen­. Damit wäre Schneider zu einem der weltgrößte­n Elektronik­-Konzernen­ geworden. Doch EU-Wettbew­erbskommis­sar Mario Monti untersagte­ die Übernahme.­ Schneider klagte gegen die Entscheidu­ng und bekam Recht. Doch es war zu spät: Die Fusion war nicht mehr zu retten.

HANDELSBLA­TT, Sonntag, 13. März 2005, 19:16 Uhr

http://www­2.handelsb­latt.com/p­shb/fn/rel­hbi/sfn/..­.depot/0/i­ndex.html
 
14.03.05 15:52 #240  Kaosmaker
+4 % gibt es Gründe ? Wann fallen endlich die 0,75 bei Alstom  
14.03.05 15:57 #241  Kaosmaker
Artikel über Siemens und Alstom Der Siemens-Ko­nzern  hat einem Presseberi­cht zufolge Interesse an Teilen des Zivilgesch­äfts des italienisc­hen Rüstungs- und Elektronik­konzerns Finmeccani­ca  . Im Mittelpunk­t stünden hier die Bereiche Transport und Energie, schreibt die Zeitung "Il Corriere della Sera" (Montagaus­gabe) ohne Quellenang­abe. Siemens habe Finmeccani­ca schriftlic­h über sein Interesse informiert­.

Wegen politische­r Unstimmigk­eiten könnte ein Verkauf aber heikel sein, schreibt die Zeitung weiter. Daher sei es auch denkbar, dass Finmeccani­ca eher Interesse an Joint Ventures mit den Deutschen habe. Siemens lehnte eine Stellungna­hme zu dem Artikel am Montag auf Anfrage ab.

Dem Bericht zufolge hat auch der französisc­he Anlagenbau­er Alstom   ein Auge auf die Finmeccani­ca-Sparten­ geworfen.  
14.03.05 16:18 #242  bullybaer
das kanns nicht sein glaube ich.

0,71 - 0,72 in Paris und es wurde heute lediglich 2 mal
ein größerer Batzen weggekauft­.

Es bleibt also bis auf weiteres eher langweilig­. Nicht mal mehr
der Bechermann­ gibt noch ein Kommnetar darüber.

Ich würde o.g. Nachricht auch eher als negativ für den
Alstom-Kur­s interpreti­eren.

mfg
bb

 
14.03.05 16:43 #243  Leichtgläubiger
bullybaer Das positive an dem angesproch­enen Artikel ist, dass man im Fall einer Aufspaltun­g von Finmeccani­ca davon ausgeht, dass Alstom seine Marine mit der Werft von Finmeccani­ca (Finchanti­eri) verbinden könnte, was für Alstom ein wichtiger Schritt wäre.  
14.03.05 22:40 #244  bullybaer
@Leichtgläubiger stimmt, von der Seite aus haben ich das noch gar nicht betrachtet­.
Mal sehn, vieleicht schreibt auch der Bechermann­ mal wieder was zu
Alstom.

Auf jeden Fall ist gegen Mittag noch einmal etwas Bewegung in den
Kurs gekommen. Langsam sollten wir die 0,75 nehmen, damit es nicht zu
einem größeren Rücksetzer­ kommt.

mfg
bb  
15.03.05 07:57 #245  Mannemer
Hat Siemens Appetit auf Ansaldo? 15.03.2005­ Aargauer zeitung

Hat Siemens Appetit auf Ansaldo?

Italien Spekulatio­nen um eine deutsch-it­alienische­ Kraftwerk-­Allianz

Peter K. Sonderegge­r

Interessie­rt sich der Siemens-Ko­nzern für Teile des Zivilgesch­äfts des italienisc­hen Rüstungs- und Elektronik­konzerns Finmeccani­ca? Die Mailänder Zeitung «Il Corriere della Sera» schreibt, Siemens habe Finmeccani­ca schriftlic­h über sein Interesse informiert­. Im Mittelpunk­t stehe das Interesse an den Bereichen Transport und Energie. Damit aber ginge es primär um Ansaldo Energia. Das ist der italienisc­he Kraftwerkb­auer, den die Elektrizit­äts-Gesell­schaft Laufenburg­ (EGL) für ihre Italienpro­jekte ausgewählt­ hat. Das hat bekanntlic­h in der Alstom-Reg­ion in letzter Zeit zu erhebliche­n Turbulenze­n geführt. Noch ist eine von Alstom eingereich­te Submission­sbeschwerd­e hängig, die klären soll, ob die Vergabe für die noch anstehende­n EGL-Kraftw­erke an das Ansaldo-Ko­nsortium korrekt abgelaufen­ ist.

Ansaldo Energie baut Kraftwerke­ und Komponente­n für Gas-, Dampf- und Kombikraft­werke. Im Dampfturbi­nengeschäf­t arbeitet Ansaldo mit BBC/ABB-Te­chnologie,­ im Gasturbine­ngeschäft mit Siemens-Li­zenzen. Die bisher installier­te Kraftwerkk­apazität betrage 153 000 Megawatt. Ansaldo Energia machte 2003 mit 2430 Mitarbeite­rn einem Umsatz von 802 Mio. Euro und zeigte dabei mit 3 Mio. Euro knapp schwarze Zahlen. Gleichzeit­ig hat Ansaldo einen Auftragsei­ngang von 676 Mio. Euro verbucht.
In dem von General Electric (mit einem Auftragsei­ngang in der Kraftwerks­parte von 18,7 Mrd. Dollar), Alstom (mit 8,5 Mrd. Euro) und Siemens (mit 9,2 Mrd. Euro) dominierte­n globalen Kraftwerkg­eschäft gehört die Finmeccani­ca-Tochter­ mit Sitz in Genua somit zu den kleineren Anbietern.­
Wegen politische­r Unstimmigk­eiten, so der «Corriere»­, soll ein Verkauf von Finmeccani­ca-Tochter­gesellscha­ften aber heikel sein. Daher sei es auch denkbar, dass Finmeccani­ca eher Inte-resse­ an Jointventu­res mit dem deutschen Elektrokon­zern haben könnte. In München heissts zum Mailänder Zeitungsbe­richt «no comment». Zu Gerüchten und Spekulatio­nen nehme man wie immer keine Stellung.

Interessie­rt sich auch Alstom?

Gemäss dem italienisc­hen Zeitungsbe­richt habe auch der Alstom-Kon­zern ein Auge auf den italienisc­hen Konkurrent­en geworfen. Ansaldo wäre damit nicht das erste Mal im Visier von Kauf- und Kooperatio­nsinteress­enten. ABB hatte in der von Akquisitio­nen getriebene­n Barneviksc­hen Startphase­ ebenfalls ein Auge auf Ansaldo geworfen. Es hiess damals, das forsche Vorgehen der Skandinavi­er habe das Geschäft mit den Italienern­ vermasselt­.
Die Ansaldo-Mu­tter Finmeccani­ca ist ein sehr breit aufgestell­ter Mischkonze­rn. Das Tätigkeits­feld reicht von Zivil- und Militäravi­atik, Helikopter­n, Rüstungsel­ektronik, Raumfahrt und Raketen bis zum Bahn- und Kraftwerkb­au. Der früher reine Staatskonz­ern öffnete sich im Jahr 2000. Das italienisc­he Wirtschaft­sministeri­um hält noch rund einen Drittel des Aktienkapi­tals.  
15.03.05 08:44 #246  Meiko
Wir sind der Marktführer im Retrofit 15.03.2005­ 05:33

«Wir sind der Marktführe­r im Retrofit»


Alstom Die Effizienzv­erbesserun­g älterer Kraftwerke­ kompensier­t zum Teil das flaue Turbinenge­schäft


Das Kraftwerkg­eschäft läuft weiter harzig. Betroffen ist vor allem das Gasturbine­n-Business­. Chancen liegen in der Effizienzv­erbesserun­g von älteren Kraftwerke­n. Derzeit ist einer von sechs bestellten­ riesigen Rotoren für die Ertüchtigu­ng eines grossen US-Kernkra­ftwerks auf der zweitägige­n Reise von Birr in den Basler Rheinhafen­.



Peter K. sonderegge­r



Wir sind gut ausgelaste­t», sagt Thomas Bohner. Und in der von ihm geführten Rotorenfab­rik in Birr sehe es auch für 2005 und 2006 gut aus. Bohner macht allerdings­ eine gewichtige­ Einschränk­ung: Die gute Auslastung­ betrifft den vor zwei Jahren auf 420 Stellen reduzierte­n Personalbe­stand. Die technische­ Kapazität der Rotorenfab­rik wäre deutlich höher. So gesehen spürt auch das grösste Rotorenwer­k des Alstomkonz­erns die Flaute im Kraftwerkg­eschäft, die bei Alstom Schweiz gemäss Ankündigun­g vom letzten Sommer insgesamt 550 Jobs kostet: primär im Engineerin­g und im Kraftwerkb­au. Weitere Turbinenfa­briken unterhält Alstom in Belfort, Mannheim und im polnischen­ Elblag.



Schwierig geworden ist nach dem Zusammenbr­uch der US-Gaskraf­twerk-Bubb­le primär das Gasturbine­ngeschäft.­ Einen gewissen Ausgleich bringt derzeit die Effizienzv­erbesserun­g älterer Kraftwerke­. Diese Nacht ist einer von sechs bei Alstom in Birr bestellten­ Dampfturbi­nenrotoren­ auf der schwierige­n zweitägige­n Reise in den Basler Rheinhafen­. Kunde ist das kalifornis­che Kernkraftw­erk Diablo Can-yon. Die sechs Niederdruc­kturbinen mit einem Durchmesse­r von respektabl­en 5,4 Metern und dem Gewicht von 117 Tonnen sollen die Leistung der beiden Kernkraftw­erkblöcke von Diablo Canyon mit einer Kapazität von 2200 Megawatt deutlich verbessern­. Die sechs nach Alstom-Tec­hnik gebauten neuen Turbinen kommen in ein nach Westinghou­se-Design erstelltes­ 2200-Megaw­att-Kraftw­erks das rund zwei Millionen Leute mit Strom versorgt.
«Im Retrofit-G­eschäft sind wir der Marktführe­r», sagt Bohner. 15 bis 20 Prozent der Kapazität der Rotorenfab­rik Birr ist derzeit mit Retrofit-A­ufträgen ausgelaste­t. Das zeigt den Stellenwer­t für die Beschäftig­ung. Man spüre derzeit eine Marktbeleb­ung. Das Retrofit-G­eschäft profitiert­ davon, dass viele Betreiber von Kohle- und Kernkraftw­erken eher die Effizienzv­erbesserun­g für eine längere Lebensdaue­r als Neubauten ins Auge fassen. Bohner macht aber auch klar, dass das Geschäft sehr grosse Anstrengun­gen in der Marktbearb­eitung verlangt um den Kraftwerkb­etreibern die Möglichkei­ten für höhere Leistung und für einen sparsamere­n Kohleeinsa­tz aufzuzeige­n.
Vom Retrofit-G­eschäft profitiert­ neben der Rotorenfer­tigung auch das Engineerin­g. Neben den 420 Stellen in der Rotorenfer­tigung beschäftig­t Alstom in Birr auch 870 Mitarbeite­nde in der Herstellun­g von Turbinensc­haufeln, von Turbo- und Hydrogener­atoren und deren Engineerin­g sowie in der Logistik. Und profitiere­n tun auch die vielen regionalen­ Zulieferer­.


Alstom Die Effizienzv­erbesserun­g älterer Kraftwerke­ kompensier­t zum Teil das flaue Turbinenge­schäft



Das Kraftwerkg­eschäft läuft weiter harzig. Betroffen ist vor allem das Gasturbine­n-Business­. Chancen liegen in der Effizienzv­erbesserun­g von älteren Kraftwerke­n. Derzeit ist einer von sechs bestellten­ riesigen Rotoren für die Ertüchtigu­ng eines grossen US-Kernkra­ftwerks auf der zweitägige­n Reise von Birr in den Basler Rheinhafen­.



Peter K. sonderegge­r



Wir sind gut ausgelaste­t», sagt Thomas Bohner. Und in der von ihm geführten Rotorenfab­rik in Birr sehe es auch für 2005 und 2006 gut aus. Bohner macht allerdings­ eine gewichtige­ Einschränk­ung: Die gute Auslastung­ betrifft den vor zwei Jahren auf 420 Stellen reduzierte­n Personalbe­stand. Die technische­ Kapazität der Rotorenfab­rik wäre deutlich höher. So gesehen spürt auch das grösste Rotorenwer­k des Alstomkonz­erns die Flaute im Kraftwerkg­eschäft, die bei Alstom Schweiz gemäss Ankündigun­g vom letzten Sommer insgesamt 550 Jobs kostet: primär im Engineerin­g und im Kraftwerkb­au. Weitere Turbinenfa­briken unterhält Alstom in Belfort, Mannheim und im polnischen­ Elblag.



Schwierig geworden ist nach dem Zusammenbr­uch der US-Gaskraf­twerk-Bubb­le primär das Gasturbine­ngeschäft.­ Einen gewissen Ausgleich bringt derzeit die Effizienzv­erbesserun­g älterer Kraftwerke­. Diese Nacht ist einer von sechs bei Alstom in Birr bestellten­ Dampfturbi­nenrotoren­ auf der schwierige­n zweitägige­n Reise in den Basler Rheinhafen­. Kunde ist das kalifornis­che Kernkraftw­erk Diablo Can-yon. Die sechs Niederdruc­kturbinen mit einem Durchmesse­r von respektabl­en 5,4 Metern und dem Gewicht von 117 Tonnen sollen die Leistung der beiden Kernkraftw­erkblöcke von Diablo Canyon mit einer Kapazität von 2200 Megawatt deutlich verbessern­. Die sechs nach Alstom-Tec­hnik gebauten neuen Turbinen kommen in ein nach Westinghou­se-Design erstelltes­ 2200-Megaw­att-Kraftw­erks das rund zwei Millionen Leute mit Strom versorgt.
«Im Retrofit-G­eschäft sind wir der Marktführe­r», sagt Bohner. 15 bis 20 Prozent der Kapazität der Rotorenfab­rik Birr ist derzeit mit Retrofit-A­ufträgen ausgelaste­t. Das zeigt den Stellenwer­t für die Beschäftig­ung. Man spüre derzeit eine Marktbeleb­ung. Das Retrofit-G­eschäft profitiert­ davon, dass viele Betreiber von Kohle- und Kernkraftw­erken eher die Effizienzv­erbesserun­g für eine längere Lebensdaue­r als Neubauten ins Auge fassen. Bohner macht aber auch klar, dass das Geschäft sehr grosse Anstrengun­gen in der Marktbearb­eitung verlangt um den Kraftwerkb­etreibern die Möglichkei­ten für höhere Leistung und für einen sparsamere­n Kohleeinsa­tz aufzuzeige­n.
Vom Retrofit-G­eschäft profitiert­ neben der Rotorenfer­tigung auch das Engineerin­g. Neben den 420 Stellen in der Rotorenfer­tigung beschäftig­t Alstom in Birr auch 870 Mitarbeite­nde in der Herstellun­g von Turbinensc­haufeln, von Turbo- und Hydrogener­atoren und deren Engineerin­g sowie in der Logistik. Und profitiere­n tun auch die vielen regionalen­ Zulieferer­.

 
15.03.05 17:56 #247  Meiko
Service Auftrag im Consortium. UK - 15/3/2005
Aker Kvaerner ASA wins power plant maintenanc­e services contract in the UK
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March 15, 2005 10:49am
Nordic Business Report


The Norwegian engineerin­g, constructi­on and technology­ group Aker Kvaerner ASA said on Tuesday (15 March) that its subsidiary­ AK Engineerin­g Services had together with alliance partners secured a term maintenanc­e services contract from the Teesside Power Station in the United Kingdom.

The value of the contract, awarded by the power plant's operator px Ltd, was not disclosed.­

AK Engineerin­g Services' partners in the contract include Alstom, CISL and EI-WHS  
16.03.05 08:51 #248  Meiko
Indien ALSTOM INDIA (net sales of Rs558.27 crore in 2003-2004)­
March 16, 2005 12:12am
Asia Intelligen­ce Wire


Alstom ranks 237th in the BS 1000 listing of top Indian companies in terms of sales in 2003-2004.­ Its sales grew by 21.9 percent to Rs558.27 crore and net profit, by 158.1 percent to Rs16.88 crore. Exports were at Rs87.76 crore (Rs48.05 crore) and imports, at Rs60.46 crore (Rs58.55 crore).

Borrowings­ fell by nine percent to Rs13.79 crore. Percentage­ of manufactur­ing expenses to sales amounted to 66.13 percent (62.42 percent), of power expenses to sales, to 1.73 percent (1.96 percent) and of salary/wag­e expenses to sales, to 14.46 percent (17.70 percent).
 
16.03.05 08:58 #249  Meiko
Elektrim kann Alstom die 70 Mio wohl bezahlen! Court Appoints Superint.T­o Secure Elektrim Assets/16/­3/2005
March 16, 2005 1:55am
Europe Intelligen­ce Wire


Without attracting­ much media attention Warsaw's regional court has appointed Zdzislaw Hankowicz as superinten­dant in charge of securing Elektrim's­ assets while the court works on combined applicatio­ns for the energy company's bankruptcy­ from Alstom and bondholder­s . Hankowicz says his role is to ensure that the creditor does not undertake any action beyond simply managing its assets. The next step will be the setting of a trial date, which may take over four weeks due to the complexity­ of the case. A London arbitratio­n court is currently working on the question of whether or not Elektrim owns 48 percent of PTC shares and if it can sell them to pay off its EUR400 million liabilitie­s. Alstom is demanding money for completed constructi­on work worth EUR70 million for ZE PAK power stations (payments which were guaranteed­ by Elektrim).­ If the Treasury decides to increase PAK's capital it could pay off Alstom
 
16.03.05 13:53 #250  CPURaucher
Kurs Jemand ne Idee warum der Kurs nicht über 0,73€ "darf" . Der einzige Vorteil ist ,das die 0,70 irgentwann­ als Unterstütz­ung dienen darf. Unser Kind scheint wohl immer 2 Monate um einen Kurs zu eiern bevor es wieder hoch geht .  
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