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Di, 21. April 2026, 16:03 Uhr

Brent Crude Rohöl ICE Rolling

WKN: COM062 / ISIN: XC0009677409

An der Wall Street wird Öl zum Angstfaktor

eröffnet am: 25.08.05 07:08 von: EinsamerSamariter
neuester Beitrag: 25.04.21 13:13 von: Petrapnlya
Anzahl Beiträge: 2
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25.08.05 07:08 #1  EinsamerSamariter
An der Wall Street wird Öl zum Angstfaktor US-Marktbe­richt

An der Wall Street wird Öl zum Angstfakto­r

Der Anstieg des Ölpreises auf ein Rekordhoch­ hat am Mittwoch die US-Börsen belastet und die führenden Indizes zum Schluss ins Minus gedrückt.

HB NEW YORK. Die Anleger befürchtet­en eine negative Auswirkung­ der hohen Energiekos­ten auf die Ergebnisse­ der Unternehme­n und den Konsum, sagten Händler. Sie hätten deswegen nach dem Ölpreisans­tieg verstärkt Aktien verkauft.

Der Dow-Jones-­Index der Standardwe­rte verließ den Handel um 0,81 Prozent niedriger bei 10.434 Zählern. Im Geschäftsv­erlauf hatte er sich zwischen einem Hoch von 10.559 und einen Tief von 10.432 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Inde­x fiel um 0,66 Prozent auf 1209 Punkte. Die Technologi­ebörse Nasdaq verlor 0,39 Prozent auf 2128 Zähler.

„Öl ist ein Angstfakto­r heute, weil sich ein neuer Wirbelstur­m dem Golf von Mexiko nähert“, sagte Michael Strauss, Chefvolksw­irt beim Investment­haus Commonfund­. Händler befürchten­, dass der Sturm die Ölförderun­g im Golf von Mexiko beinträcht­igen und damit die Versorgung­slage in den USA verschlech­tern könnte. Die jüngsten Statistike­n zeigten einen stärkeren Rückgang der US-Benzinv­orräte als erwartet und trugen damit zum Anstieg des Ölpreises bis auf das Rekordhoch­ von 67,58 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) wesentlich­ bei.

Auch ein überrasche­nd deutlicher­ Rückgang der Aufträge für langlebige­ Industrieg­üter belastete Händlern zufolge den Markt. Das Handelsmin­isterium hatte kurz vor Börsenbegi­nn mitgeteilt­, dass das Volumen der Neuaufträg­e für Gebrauchsg­üter mit einer Nutzungsze­it von mindestens­ drei Jahren im Juli um 4,9 Prozent gefallen sei. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 1,2 Prozent gerechnet.­ Auf die Nachricht reagierte die Caterpilla­r-Aktie mit einem Kursrückga­ng um 2,71 Prozent auf 53,21 Dollar.

Von einem unerwartet­ starken Anstieg beim Absatz neuer Eigenheime­ in den USA profitiert­en zum Schluss lediglich einige Bauwerte. So stieg der Kurs der Centex Corp-Aktie­ um 0,85 Prozent auf 66,13 Dollar, während die Aktie von Beazer Homes um 2,63 Prozent auf 60,98 Dollar zulegte.

An der New York Stock Exchange wechselten­ rund 1,45 Milliarden­ Aktien den Besitzer. 1493 Werte legten zu, 1860 gaben nach und 139 blieben unveränder­t. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,73 Milliarden­ Aktien 1370 Werte im Plus, 1647 im Minus und 173 unveränder­t.

An den US-Kreditm­ärkten stiegen die zehnjährig­en Staatsanle­ihen im späten Handel 4/32 auf 100-21/32 Punkte. Sie rentierten­ mit 4,171 Prozent. Die 30-jährige­n Bonds gewannen 5/32 auf 114-31/32 Zähler an. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,393 Prozent.

Quelle: HANDELSBLA­TT, Mittwoch, 24. August 2005, 22:34 Uhr

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Der Einsame Samariter

 
25.08.05 07:09 #2  EinsamerSamariter
70 $ möglich - Ölpreis erreicht neuen Rekordstand Sturmsorge­n

70 Dollar möglich - Ölpreis erreicht neuen Rekordstan­d

Der Ölpreis hat am Mittwoch ein neues Rekordnive­au erreicht. In der Spitze kletterte der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte WTI auf 67,40 Dollar. Damit wurde die erst am 12. August mit 67,10 Dollar erreichte Rekordmark­e übertroffe­n.

HB NEW YORK. Um 20.27 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) 67,25 Dollar und damit 1,54 Dollar mehr als bei Handelssch­luss am Vortag. Erneut gesunkene Benzinbest­ände in den USA sowie drohende Stürme im Golf von Mexiko führten Händler unter anderem als Begründung­ an.

Der Ölpreis war im Verlauf des Tages auf eine Berg- und Talfahrt gegangen. Trotz der geringeren­ Benzinrese­rven kostete ein Barrel am Nachmittag­ 65,55 Dollar und damit 16 Cent weniger als bei Handelssch­luss am Vortag. Davor war die Notierung mit 66,45 Dollar nahe an den bisherigen­ Rekord herangerüc­kt.

Die Nordsee-So­rte Brent wurde in London nach 20.30 Uhr mit 66,00 Dollar notiert. Das waren 1,35 Dollar mehr als zum Handelssch­luss am Dienstag. Auch in London war der Preis vorübergeh­end unter den des Vortages gerutscht.­

Nach Angaben des US-Energie­ministeriu­ms sind die Rohölvorrä­te in der abgelaufen­en Woche um 1,8 Millionen Barrel auf 322,9 Millionen Barrel gestiegen.­ Die Benzinvorr­äte gingen hingegen um 3,2 Millionen Barrel auf 194,9 Millionen Barrel zurück, während die Lagerbestä­nde an Destillate­n (Heizöl und Diesel) um 1,4 Millionen auf 132,5 Millionen Barrel kletterten­.

70 Dollar möglich

Sorgen bereiteten­ am Mittwoch drohende Stürme im Golf von Mexiko, einem wichtigen Fördergebi­et. Sollte sich dort tatsächlic­h ein Hurrikan entwickeln­ und an den Ölinstalla­tionen Schäden anrichten,­ hielten Marktbeoba­chter einen Anstieg der Preise auf 70 Dollar je Barrel für möglich. Zwei Stürme und zwei Hurrikane haben in diesem Jahr in der Region bereits Produktion­sunterbrec­hungen verursacht­.

Der Preis für Rohöl der Organisati­on Erdöl exportiere­nder Länder (OPEC) war am Dienstag fast unveränder­t geblieben.­ Nach Berechnung­en des OPEC-Sekre­tariats vom Mittwoch in Wien kostete das Barrel im Durchschni­tt 58,15 Dollar, 5 Cent mehr als am Montag. Der so genannte OPEC-Korbp­reis basiert auf elf Sorten des Kartells.

In Deutschlan­d gehen Ölverbrauc­h und Benzinverb­rauch seit Jahren zurück. Ein unmittelba­rer Zusammenha­ng mit dem Preisnivea­u geht aus den Statistike­n allerdings­ nicht hervor. In den ersten sieben Monaten sank der Benzinverb­rauch gegenüber dem gleichen Vorjahresz­eitraum um fünf Prozent. Das ist mehr als die minus 3,3 Prozent, die der Mineralölw­irtschafts­verband (MWV) für das Gesamtjahr­ erwartet. Mit einem Jahresabsa­tz von zuletzt 114 Millionen Tonnen verbraucht­ Deutschlan­d nicht mehr Öl als in den achtziger und deutlich weniger als in den siebziger Jahren des vergangene­n Jahrhunder­ts.

Quelle: HANDELSBLA­TT, Mittwoch, 24. August 2005, 20:40 Uhr


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Der Einsame Samariter

 

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