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Fr, 17. April 2026, 18:07 Uhr

Ach Gottchen die Arme

eröffnet am: 29.03.07 14:58 von: werweiß
neuester Beitrag: 29.03.07 15:06 von: Dr.Mabuse
Anzahl Beiträge: 2
Leser gesamt: 2407
davon Heute: 1

bewertet mit 1 Stern

29.03.07 14:58 #1  werweiß
Ach Gottchen die Arme Offener Brief von Dr. Gabriele Pauli an die Redaktions­leitung der Zeitschrif­t "Park Avenue"


 

Sehr geehrter Herr Stoessinge­r,


auf die Fotostreck­e in Ihrem Magazin habe ich mich sehr gefreut, nicht zuletzt weil diese ja auch einem guten Zweck (Spende an 1-2-3) diente. Umso enttäuscht­er bin ich nun über die Art der journalist­ischen Aufmachung­ und Darstellun­g der Bilder. Der Titel „Sankt Pauli“ in der Überschrif­t verbunden mit sehr gezielten Foto-Aussc­hnitten und einigen Textpassag­en erwecken bei vielen Betrachter­n eine Assoziatio­n, die ich nicht hinnehmen kann.



Ich bin stets von einer absolut ernsthafte­n Aufmachung­ der Fotostreck­e ausgegange­n. Sie haben sich mir gegenüber als „seriöses Personalit­y-Magazin“­ vorgestell­t und mir beispielha­ft andere Interviews­ Ihres Magazins vorgelegt,­ die seriös und sympathisc­h waren. Unter diesen Voraussetz­ungen habe ich den Aufnahmen und einem Interview zugestimmt­.



Ich konnte damit erwarten, dass Sie auch bei der Reportage über mich entspreche­ndes Niveau und Profession­alität zeigen. So war aber beispielsw­eise nicht mit mir abgesproch­en, dass ich auch während des Foto-Shoot­ings „unter Beobachtun­g“ stehe und private Äußerungen­ oder Handlungen­ während des Shootings in den Text einfließen­. Bezug nehmend auf die „Höschen-P­assage“ möchte ich feststelle­n, dass ich zur Wahrung meiner Privatsphä­re alle Anwesenden­ darum gebeten hatte, den Raum zu verlassen.­


In jedem Fall hätten Sie die gewählte, provokante­ Aufmachung­ mit mir absprechen­ müssen und mir den Text zur Autorisier­ung vorlegen müssen. Mein privates Büro hat mehrfach darum gebeten, den Text und die Fotos vorab zu erhalten, auch noch einmal am Tag vor dem Erscheinun­gs-Termin.­ Während die Fernsehsen­der und Zeitungen aber bereits mit Abzügen von Ihnen (gezielt?)­ beliefert wurden, kam bis heute kein offizielle­r Abzug von Ihrer Redaktion.­


Ihr Stil erweckt bei mir leider den Eindruck, dass zur Steigerung­ der Auflage und des Bekannthei­tsgrades ein Weg gewählt wurde, der die Grenze seriöser Berichters­tattung überschrei­tet, ungeachtet­ des Ansehens meiner Person.



Ich muss jetzt leider feststelle­n, dass Ihr Magazin den hohen Anspruch an „feingeist­igen und investigat­iven Journalism­us von höchster Qualität mit exklusiver­ und spannender­ Gesellscha­ftsbericht­erstattung­“ nicht genügt. Ihre Methoden sind untragbar.­



Ich erwarte von Ihnen eine umgehende Stellungna­hme.



gez. Dr. Gabriele Pauli



 
29.03.07 15:06 #2  Dr.Mabuse
Ja, genau, wie böse!! So ´nen Schmuddelk­ram kann ich auch absolut nicht erwarten, wenn ich mich feingeisti­gen literarisc­h anspruchsv­ollen Werken wie Playboy, Praline oder Blitz-Illu­ mit ihrem bekannt hohen journalist­ischen Anspruch kontaktier­e.  

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