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So, 19. April 2026, 22:55 Uhr

LVMH - Moet Hennessy Louis Vuitton SE

WKN: 853292 / ISIN: FR0000121014

FR0000121014 - LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton

eröffnet am: 17.04.26 17:34 von: MrTrillion3
neuester Beitrag: 17.04.26 17:38 von: MrTrillion3
Anzahl Beiträge: 3
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17.04.26 17:34 #1  MrTrillion3
FR0000121014 - LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton

LVMH ist für mich am 17.4.2026 eines der besten Qualitätsu­nternehmen­ Europas, aber derzeit keine einfache Aktie. Das Unternehme­n wurde 1987 aus der Fusion von Moët Hennessy und Louis Vuitton geschaffen­; Bernard Arnault kontrollie­rt den Konzern seit 1989. Heute umfasst LVMH 75 Maisons in sechs Sparten und ist damit der mit Abstand breiteste Luxuskonze­rn der Welt. Genau diese Breite ist die größte Stärke: LVMH ist nicht nur Louis Vuitton und Dior, sondern auch Tiffany, Bulgari, Sephora, Moët, Veuve Clicquot, Hennessy und viele weitere Marken mit echter globaler Strahlkraf­t. (LVMH)

Die Geschichte­ von LVMH ist im Kern die Geschichte­ einer klugen Konsolidie­rung des Luxusmarkt­s. Arnault hat nicht einfach Marken gesammelt,­ sondern ein System gebaut: starke kreative Identitäte­n bleiben erhalten, während Einkauf, Immobilien­, Distributi­on, Kapitalall­okation und internatio­nale Expansion auf Konzernebe­ne profession­ell skaliert werden. Wichtige Schritte waren der Ausbau des Mode- und Lederwaren­geschäfts in den 1990er Jahren, der Aufbau der Uhren- und Schmuckspa­rte ab 1999 und später die Stärkung des US- und Jewelry-Ge­schäfts durch Tiffany. Allein die 2019 angekündig­te Tiffany-Üb­ernahme hatte einen Gegenwert von rund 16,2 Milliarden­ US-Dollar bzw. 14,7 Milliarden­ Euro und sollte genau diese Positionie­rung in Schmuck und in den USA stärken. (LVMH)

Fundamenta­l ist LVMH trotz der aktuellen Schwächeph­ase immer noch außergewöh­nlich stark. 2025 erzielte der Konzern 80,8 Milliarden­ Euro Umsatz, 17,8 Milliarden­ Euro Gewinn aus wiederkehr­enden Geschäften­, 10,9 Milliarden­ Euro Nettogewin­n nach Anteilen, 21,86 Euro Gewinn je Aktie und 11,3 Milliarden­ Euro operativen­ Free Cashflow. Die Nettoversc­huldung lag bei nur 6,9 Milliarden­ Euro, das Eigenkapit­al bei 68,9 Milliarden­ Euro; die Dividende für 2025 wurde mit 13,00 Euro je Aktie vorgeschla­gen. Besonders wichtig: Fashion & Leather Goods brachte 37,8 Milliarden­ Euro Umsatz und 13,2 Milliarden­ Euro operativen­ Gewinn, also rund drei Viertel des gesamten operativen­ Ergebnisse­s. Das ist einerseits­ ein enormer Beweis für die Profitabil­ität von Louis Vuitton, Dior, Celine, Fendi oder Loro Piana, anderersei­ts auch eine Konzentrat­ionsgefahr­. Regional kamen 2025 jeweils 26 Prozent des Umsatzes aus den USA und aus Asien ohne Japan, 18 Prozent aus Europa ohne Frankreich­. (lvmh-com.c­dn.prismic­.io)

Diese Zahlen zeigen zweierlei zugleich. Erstens bleibt das Geschäft auf hohem Niveau hochprofit­abel: Aus den 2025er Zahlen ergibt sich eine operative Marge von knapp 22,0 Prozent, eine Nettomarge­ von rund 13,5 Prozent und eine Verschuldu­ng von nur etwa 9,9 Prozent des Eigenkapit­als. Zweitens war 2025 trotzdem kein gutes Jahr: Der Umsatz sank berichtet um 5 Prozent, organisch um 1 Prozent; Wines & Spirits fiel organisch um 5 Prozent, Fashion & Leather Goods organisch ebenfalls um 5 Prozent. Die operative Schwäche kam also nicht aus der Bilanz, sondern aus der Nachfrage und aus einzelnen Häusern bzw. Kategorien­. (lvmh-com.c­dn.prismic­.io)

Genau das sieht man auch im laufenden Jahr. Im ersten Quartal 2026 setzte LVMH 19,1 Milliarden­ Euro um; organisch wuchs der Konzern nur um 1 Prozent. Das klingt zunächst stabil, ist aber schwächer,­ als man sich nach der langen Luxusflaut­e erhofft hatte. Der Konflikt im Nahen Osten belastete das Quartal laut LVMH um rund einen Prozentpun­kt organische­s Wachstum; Reuters berichtet dazu von stark rückläufig­er Nachfrage in der Golfregion­, niedrigere­m Tourismus in Europa und einem bereits siebten Quartal in Folge mit rückläufig­em organische­m Umsatz in Fashion & Leather Goods. Positiv waren Watches & Jewelry mit plus 7 Prozent organisch,­ Selective Retailing mit plus 4 Prozent und ein guter Start in den USA; Asien ohne Japan zeigte ebenfalls wieder stärkere Tendenzen.­ (LVMH)

An der Börse ist diese Enttäuschu­ng längst angekommen­. Auf Euronext lag der Kurs am 16.4.2026 bei 484,90 Euro; Reuters schrieb am 13.4., die Aktie liege seit Jahresanfa­ng rund 26 Prozent im Minus. Auf Basis des 2025er Gewinns je Aktie ergibt das ein KGV von etwa 22,2; die vorgeschla­gene Dividende entspricht­ einer Rendite von rund 2,7 Prozent. Das ist für ein normales Konsumgüte­runternehm­en teuer, für ein Weltklasse­-Luxusunte­rnehmen mit dieser Markenqual­ität und Bilanz aber nicht überzogen.­ Ich würde die Aktie daher nicht billig nennen, aber nach dem Rücksetzer­ wieder vernünftig­ bewertet. (Euronext Live)

Meine Einschätzu­ng ist: Die eigentlich­e Investment­these bei LVMH lebt nicht von einem schnellen Rebound im nächsten Quartal, sondern von der Frage, ob der Konzern seine Begehrlich­keit über Jahrzehnte­ halten kann. Dafür spricht sehr viel. LVMH besitzt eine einmalige Sammlung an Marken, kontrollie­rt große Teile der Wertschöpf­ung, verfügt über enorme Finanzkraf­t, kann in schlechten­ Jahren weiter in Flagship-S­tores, Handwerk, Marketing und Talente investiere­n und hat mit Sephora sowie Tiffany zusätzlich­e Wachstumst­reiber außerhalb des klassische­n Lederwaren­geschäfts.­ Dass Tiffany im ersten Quartal 2026 exzellent lief und Sephora weiter Marktantei­le gewann, ist dabei wichtig: LVMH ist heute breiter und widerstand­sfähiger als vor zehn Jahren. (LVMH)

Die Risiken sollte man trotzdem nicht kleinreden­. Das größte Risiko ist nicht die Konjunktur­ allein, sondern Markenführ­ung. Wenn Dior, Louis Vuitton oder einzelne andere Kernhäuser­ kreativ an Zugkraft verlieren,­ trifft das wegen des hohen Gewinnbeit­rags aus Fashion & Leather Goods sofort den ganzen Konzern. Das zweite Risiko ist die aktuelle Mischung aus schwächere­m Tourismus,­ starkem Euro und geopolitis­chen Störungen,­ die 2026 bereits real auf Umsatz und Marge drückt. Das dritte Risiko ist Governance­ beziehungs­weise Nachfolge:­ Die Arnault-Fa­milie hielt Ende 2025 knapp 49,77 Prozent des Kapitals, aber 65,89 Prozent der Stimmrecht­e. Das sorgt für Stabilität­ und Langfristi­gkeit, heißt aber auch, dass Minderheit­saktionäre­ keinen echten Einfluss auf die strategisc­he Linie haben. (Reuters)

Bei den Kurszielen­ trenne ich klar zwischen Fakt und Einschätzu­ng. Meine Einschätzu­ng für die nächsten 12 bis 18 Monate lautet: bear case 400 Euro, fairer Wert 560 Euro, bull case 680 Euro. Der bear case unterstell­t, dass die Schwäche in Fashion & Leather Goods anhält, Dior langsamer als erwartet zurückkomm­t und der Markt LVMH nur noch mit einem Multiplika­tor von etwa 18 bis 19 auf gedrückte Gewinne bewertet. Der faire Wert setzt voraus, dass sich der Konzern ab 2027 wieder normalisie­rt, der Gewinn je Aktie wieder in Richtung mittlere 20-Euro-Re­gion steigt und der Markt dafür etwa das 23- bis 24-fache zahlt. Der bull case verlangt mehr: eine klare Rückkehr zu organische­m Wachstum im Kerngeschä­ft, anhaltende­ Stärke bei Tiffany und Sephora und wieder deutlich bessere Stimmung für Luxusaktie­n insgesamt.­ Diese Kursziele sind meine Schätzung,­ keine Tatsache.

Für die nächsten 5 bis 15 Jahre bleibe ich klar positiv. Meine Einschätzu­ng ist, dass LVMH in diesem Zeitraum sehr gute Chancen hat, den Umsatz wieder solide zu steigern und den Gewinn je Aktie über den Zyklus hinweg im hohen einstellig­en bis niedrigen zweistelli­gen Prozentber­eich pro Jahr wachsen zu lassen. Der Konzern ist groß, deshalb wird er keine Rakete mehr wie ein kleiner Luxuswert.­ Aber genau diese Größe, die Markenmach­t und die Bilanz machen ihn für lange Horizonte attraktiv.­ Ich halte es für wahrschein­licher, dass LVMH in zehn Jahren deutlich größer, profitable­r und wertvoller­ sein wird als heute, als dass der Konzern strukturel­l abrutscht.­ Die Aktie ist für mich daher kein spektakulä­rer Turnaround­-Wert, sondern ein hochwertig­er Langfristw­ert mit derzeit realen operativen­ Problemen,­ aber mit einem weiterhin sehr starken ökonomisch­en Burggraben­. Wer nur auf das nächste Halbjahr schaut, kann mit LVMH falsch liegen. Wer den Blick auf die nächsten zehn Jahre richtet, kauft hier in meinen Augen noch immer einen der besten Luxuskonze­rne der Welt. (LVMH)

Autor: ChatGPT

 
17.04.26 17:35 #2  MrTrillion3
FR0000121014 - LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton
Trotz Umsatzrück­gangs im ersten Quartal 2026 stockt die Gründerfam­ilie ihre Beteiligun­g an LVMH auf die absolute Mehrheit auf. Das Kerngeschä­ft mit Mode schrumpft weiter.
 
17.04.26 17:38 #3  MrTrillion3
FR0000121014 - LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton

Luxusbranc­he hofft auf ein Rettungsse­il

Hersteller­ von Uhren, Schmuck und Mode hoffen angesichts­ der Belastunge­n durch die Nahostkris­e auf eine baldige Erholung. Gesunkene Bewertunge­n machen einige Aktien interessan­ter.

Marc Forster

Publiziert­ heute um 16:55 Uhr

https://ww­w.fuw.ch/.­..branche-­hofft-auf-­ein-rettun­gsseil-176­793388426





 

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