Refugium Weisser Engel in Sicht ??
27.06.01 12:33
#1
ruhrpott
Refugium Weisser Engel in Sicht ??
27.06.2001 12:17
Dussmann-Gruppe will Refugium-Seniorenheime übernehmen
' Düsseldorf, 27. Jun (Reuters) - Die Berliner Dussmann-Gruppe will nach eigenen Angaben die Senioreneinrichtungen der in Schieflage geratenen Refugium Holding AG übernehmen. Das Interesse beschränke sich nicht nur auf die 27 Häuser, die im Besitz der Gold-Zack-Tochter Pako Immobilien AG sind und von der Refugium betrieben werden, sagte ein Sprecher der Dussmann-Gruppe am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Ob alle Seniorenheime in Frage kommen, sei aber noch offen. Das Bonner Amtsgericht hatte am Dienstag das bereits erwartete vorläufige Insolvenzverfahren gegen die Refugium Holding AG eingeleitet. Die Pako als größter Gläubiger hatte den Angaben zufolge den Insolvenzantrag gestellt und macht Ansprüche auf Mietzahlungen von rund 19 Millionen Mark geltend. Die Dussmann-Gruppe betreibt unter dem Markennamen Kursana in fünf europäischen Ländern 48 Einrichtungen für 6600 Senioren. Neben Seniorenheimen gehören Dienstleistungen rund um das Gebäude zum Kerngeschäft. Mit weltweit 54.000 Mitarbeitern setzt die Gruppe den Angaben zufolge 2,3 Milliarden Mark um. Gemeinsam mit der Pako habe man nun die Kursana Managementgesellschaft für Senioreneinrichtungen gegründet, an der die Dussmann-Gruppe 60 Prozent hält und die Gold-Zack-Tochter 40 Prozent, hieß es weiter. Diese Gesellschaft solle kurzfristig als Betreiber der 27 Refugium-Betriebsstätten fungieren. Ein Refugium-Sprecher sagte am Mittwoch, es hätten bereits erste Gespräche zwischen dem Refugium-Vorstand und dem vorläufigen Insolvenzverwalter gegeben. Es werde geprüft, ob es Chancen gebe, das Unternehmen weiter zu führen. 3500 der insgesamt rund 3600 Mitarbeiter hätten im Mai keine Gehälter erhalten, fügte der Sprecher hinzu. Vorstandschef Klaus Küthe hatte im Mai die Verbindlichkeiten der Refugium für Pachten und und Lieferanten mit 60 Millionen Mark beziffert. Das Unternehmen betreibt 57 Heime mit rund 6000 Senioren. Davon sind 27 Häuser im Besitz der Pako. Zehn Altenheime gehörten dem ehemaligen Vorstandschef Paul Kostrewa, über dessen Vermögen nach Angaben des Refugium-Sprechers ein Insolvenzverfahren läuft. Die übrigen Objekte sind im Bestand anderer Immobilieneigentümer. Der Geschäftsbetrieb werde mit Zustimmung des Verwalters bis auf weiteres in vollem Umfang fortgeführt, teilte Refugium weiter mit. Der Sprecher des Bonner Amtsgerichtes wies darauf hin, dass das vorläufige Verfahren noch nicht die einzelnen Betreibergesellschaften der Alten- und Pflegeheime betreffe und damit auch nicht deren Bewohner. Refugium-Chef Klaus Küthe hatte vor einigen Tagen ein Insolvenzverfahren als Chance für einen Neuanfang bezeichnet. Bemühungen, einen Investor für den angeschlagenen Seniorenheimbetreiber zu gewinnen, sind bislang gescheitert. Küthe hatte bereits am Freitag gesagt, falls mit dem Gläubiger, dem Gold-Zack-Chef Dietrich Walther, keine Einigung über die Verrechnung von Schulden in Höhe von 18,5 Millionen Mark erzielt werde, drohe die Insolvenz. Im April hatte Küthe erklärt, das Unternehmen könne noch acht Wochen ohne Schwierigkeiten arbeiten, benötige aber Mittel von 20 bis 30 Millionen Mark, um den Fortbestand zu sichern. Die am Neuen Markt notierte Refugium-Aktie wurde am Mittwoch mit 0,66 Euo gehandelt und lag damit leicht über dem Jahrestiefstand vom Vortag von 0,53 Euro. anp/ban '
Quelle: REUTERS
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Dussmann-Gruppe will Refugium-Seniorenheime übernehmen
' Düsseldorf, 27. Jun (Reuters) - Die Berliner Dussmann-Gruppe will nach eigenen Angaben die Senioreneinrichtungen der in Schieflage geratenen Refugium Holding AG übernehmen. Das Interesse beschränke sich nicht nur auf die 27 Häuser, die im Besitz der Gold-Zack-Tochter Pako Immobilien AG sind und von der Refugium betrieben werden, sagte ein Sprecher der Dussmann-Gruppe am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Ob alle Seniorenheime in Frage kommen, sei aber noch offen. Das Bonner Amtsgericht hatte am Dienstag das bereits erwartete vorläufige Insolvenzverfahren gegen die Refugium Holding AG eingeleitet. Die Pako als größter Gläubiger hatte den Angaben zufolge den Insolvenzantrag gestellt und macht Ansprüche auf Mietzahlungen von rund 19 Millionen Mark geltend. Die Dussmann-Gruppe betreibt unter dem Markennamen Kursana in fünf europäischen Ländern 48 Einrichtungen für 6600 Senioren. Neben Seniorenheimen gehören Dienstleistungen rund um das Gebäude zum Kerngeschäft. Mit weltweit 54.000 Mitarbeitern setzt die Gruppe den Angaben zufolge 2,3 Milliarden Mark um. Gemeinsam mit der Pako habe man nun die Kursana Managementgesellschaft für Senioreneinrichtungen gegründet, an der die Dussmann-Gruppe 60 Prozent hält und die Gold-Zack-Tochter 40 Prozent, hieß es weiter. Diese Gesellschaft solle kurzfristig als Betreiber der 27 Refugium-Betriebsstätten fungieren. Ein Refugium-Sprecher sagte am Mittwoch, es hätten bereits erste Gespräche zwischen dem Refugium-Vorstand und dem vorläufigen Insolvenzverwalter gegeben. Es werde geprüft, ob es Chancen gebe, das Unternehmen weiter zu führen. 3500 der insgesamt rund 3600 Mitarbeiter hätten im Mai keine Gehälter erhalten, fügte der Sprecher hinzu. Vorstandschef Klaus Küthe hatte im Mai die Verbindlichkeiten der Refugium für Pachten und und Lieferanten mit 60 Millionen Mark beziffert. Das Unternehmen betreibt 57 Heime mit rund 6000 Senioren. Davon sind 27 Häuser im Besitz der Pako. Zehn Altenheime gehörten dem ehemaligen Vorstandschef Paul Kostrewa, über dessen Vermögen nach Angaben des Refugium-Sprechers ein Insolvenzverfahren läuft. Die übrigen Objekte sind im Bestand anderer Immobilieneigentümer. Der Geschäftsbetrieb werde mit Zustimmung des Verwalters bis auf weiteres in vollem Umfang fortgeführt, teilte Refugium weiter mit. Der Sprecher des Bonner Amtsgerichtes wies darauf hin, dass das vorläufige Verfahren noch nicht die einzelnen Betreibergesellschaften der Alten- und Pflegeheime betreffe und damit auch nicht deren Bewohner. Refugium-Chef Klaus Küthe hatte vor einigen Tagen ein Insolvenzverfahren als Chance für einen Neuanfang bezeichnet. Bemühungen, einen Investor für den angeschlagenen Seniorenheimbetreiber zu gewinnen, sind bislang gescheitert. Küthe hatte bereits am Freitag gesagt, falls mit dem Gläubiger, dem Gold-Zack-Chef Dietrich Walther, keine Einigung über die Verrechnung von Schulden in Höhe von 18,5 Millionen Mark erzielt werde, drohe die Insolvenz. Im April hatte Küthe erklärt, das Unternehmen könne noch acht Wochen ohne Schwierigkeiten arbeiten, benötige aber Mittel von 20 bis 30 Millionen Mark, um den Fortbestand zu sichern. Die am Neuen Markt notierte Refugium-Aktie wurde am Mittwoch mit 0,66 Euo gehandelt und lag damit leicht über dem Jahrestiefstand vom Vortag von 0,53 Euro. anp/ban '
Quelle: REUTERS
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