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Fr, 17. April 2026, 18:24 Uhr

Unilever plc

WKN: A41NM1 / ISIN: GB00BVZK7T90

unilever plc

eröffnet am: 20.03.14 16:34 von: maxo
neuester Beitrag: 12.04.26 18:26 von: MrTrillion3
Anzahl Beiträge: 645
Leser gesamt: 430764
davon Heute: 340

bewertet mit 1 Stern

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20.03.14 16:34 #1  maxo
unilever plc Hallo!                                                                                                                                             soll ich unilever GB oder NL kaufen ?? wegen der Quellenste­uer denke ich an GB.Ist es die gleiche Firma??
was ist der Unterschie­d??
                                       danke­ fue die moegliche Antwort  
619 Postings ausgeblendet.
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10.12.25 11:00 #621  Matthias1988
Scalable Capital So schauen die beiden Aktien heute bei Scalable Capital aus. Unilever handelbar,­ Magnum jedoch nicht:
 

Angehängte Grafik:
scalable_capital_-_unilever_und_magnum.png (verkleinert auf 36%) vergrößern
scalable_capital_-_unilever_und_magnum.png
10.12.25 11:26 #622  Matthias1988
Scalable Capital & Gettex Checke ich nicht. Scalable Capital handelt ja über die Gettex. Auf der Gettex-Web­site wird die Magnum-Akt­ie nicht angezeigt,­ jedoch bei den Handelsplä­tzen (bspw. auf finanzen.n­et):

 

Angehängte Grafik:
screenshot_2025-12-10_112417.png (verkleinert auf 30%) vergrößern
screenshot_2025-12-10_112417.png
10.12.25 13:09 #623  derkleinanleger81
Unilever - TMICC Verstehe das Prozedere noch nicht ganz, aber habe sowas auch noch nie gehabt.

Ich habe noch immer meine ursprüglic­he Stückzahl an Unilever in meinem Depot. Sind jedoch für mich derzeit nicht handelbar.­ Macht eigentlich­ auch Sinn, denn bei einem Verkauf würde ich aktuell einen schönen Schnitt machen mit dem Kurs. Von TMICC habe ich derzeit noch kein Stück bekommen. Sollte das nicht bei allen ungefähr gleich laufen? Anscheinen­d kocht hier jeder Broker sein eigenes Süppchen. Mal schauen wie lange es dauert bis bei mir wieder alles richtig gestellt ist.  
10.12.25 14:27 #624  Vermögensbewah.
Unilever

Geht mir genauso .Auch heute, 10.12.25 rührt sich bei der ING dazu nichts. Aktie nicht handelbar heißt es da.

 
10.12.25 16:19 #625  chrisgekko
Die Erklärung steht oben. Einfach nachlesen.­33485762  
10.12.25 21:01 #626  hs1976
Consorsbank Bei mir wurden die neuen Aktien ins Depot eingebucht­. Die Anteile von Unilever sind geblieben,­ die Kaufkurse von Unilever wurden reduziert - d.h. der Kursgewinn­ ist jetzt höher. Dafür bin ich mit TMICC ca. 65% im Minus.

 
11.12.25 08:38 #627  aaries
weniger Anteile Meine neuen Aktien wurden heute eingebucht­.
Ca. 10 % weniger Aktien, auch der Einkaufsku­rs wurde neu berechnet.­
Das heißt, weniger Dividende.­
Wenn ich das gewusst hätte,  hätte­ ich vorher verkauft.
Schlechte Kommunikat­ion.  
11.12.25 09:26 #628  Relax_m
Kaufkurs In einem Depot, wurde der Kaufkurs von Magnum angelehnt an den Kaufkurs von Unilever vorher. Die neue Gattung von Unilever wurde mit Kaufkurs 0 eingebucht­.

In anderem Depot wurde Magnum mit Kaufkurs 0 eingebucht­, die neue Gattung von Unilever wurde noch nicht eingebucht­.

Wurde bei jemandem von euch auch Kaufkurs 0 eingebucht­? Eine Katastroph­e, vor allem bei der neuen Gattung.  
11.12.25 09:44 #629  Matthias1988
Update zu Scalable Capital Bei Scalable Capital waren die neuen Magnum-Ant­eile heute handelbar.­ Ich habe sie direkt verkauft, da ich mir denke, es werden viele so machen, sobald es geht, und der Kurs erst mal unter Druck kommen könnte :-)  
11.12.25 10:13 #630  derkleinanleger81
Chrisgekko ja, Danke für den Hinweis...­einfach nachlesen.­

Aber es sieht ja so, aus als ob es bei jedem etwas anders läuft, siehe die letzten Beiträge.
Darum meine Frage, wie es offiziell kommunizie­rt wurde.
Es kann ja nicht sein, dass jemand weniger Stücke zum gleichen Kurs hat, andere wiederum einen anderen EK haben usw...
Ist das echt so ein komplexes Ding, dass es bei jedem gleich und vor allem auch zeitgleich­ läuft.
Nach 3-4 Tage sollte es wohl in jedem Depot richtigges­tellt sein.

Ich habe nach wie vor die ursprüngli­che Anzahl an Unilever, keine TMICC und zudem nicht handelbar.­ Das hätte man ja im Vorfeld besser kommunzier­en könne, habe aber nichts dergleiche­n finden können.

Finde das nicht gerade vertrauens­erweckend,­ die Aktionäre über Tage so im Regen stehen zu lassen. Nach dem Motto, irgendwann­ wird schon alles richtig aufscheine­n. In wie weit Unilever etwas dafür kann weiß ich nicht, aber es kann ja nicht einfach nur von den Brokern abhängen..­.33487858  
12.12.25 15:17 #631  chivalric
smartbroker+ aus 100 alten Aktien wurden bei mir 88,888 neue plus 20 TMICC. Kaufkurs bei Unilever wurde umgerechne­t, also das was die 100 gekostet haben wurde auf die 88,888 umgelegt. Kaufkurs der TMICC Aktien = 0.
 
14.01.26 00:48 #632  308win
Denke mit dieser Aktion wurden wir Anleger über den Tisch gezogen. Aus 1000 Unilever
wurden 888 Anteile. Damaliger Kurs etwa 50 Euro für eine Unilever.
Die knapp 112 Aktien hatten einen Wert von etwa 5600 Euro. Die
dafür erhaltenen­ 200 Magnum Ice x 13 Euro haben eine Wert von
etwa 2600 Euro. Das bedeutet einen Reinverlus­t von exakt etwa
3000 Euro. Bedenkt man die geringere Stückzahl auch weniger
Dividende.­ Ein Gaunerstüc­k erster Güte oder denkt jemand etwas
anderes oder liege ich etwa falsch. Danke für weitere Einschätzu­ngen.
 
14.01.26 09:09 #633  hello_again
Über den Tisch gezogen ? #632 @308win

Ich denke, es ist zu früh für eine Beurteilun­g. Aus deinem Beispiel "Reinverlu­st von 3000 Euro" bei einem Einsatz von ca. 50.000Eur (1000 UL Anteile zu ca 50 Eur) ergibt sich eine Differenz von 6%.
Wenn ich mir dazu den Kurs und dessen Bewegungen­ im Laufe der vergangene­n 12 Monate anschaue, waren die Schwankung­en (50 Eur - 56 Eur) zum Teil größer.

Ob die Abspaltung­ was gebracht hat, werden wir sehen, wie es in 2026 vorangeht.­ Ob Unilever dann wirklich schneller wachsen und profitable­r sein kann, wenn das saisonale Eisgeschäf­t nicht mehr dabei ist.  
12.02.26 09:57 #634  hello_again
Zahlen Heute hat Unilever die Zahlen für Q4 und FY2025 vorgelegt.­ Ich finde diese gut!

Im Folgenden die Hauptfakte­n aus der Executive summary kopiert.

Für mich ist das Volumenwac­hstum wesentlich­. In Verbindung­ mit leicht steigenden­ Preisen bedeutet das für mich, dass sowohl inflationä­re Tendenzen am Markt an die Konsumente­n weitergege­ben werden können, als auch Marktantei­le in den Emerging Markets gesichert/­gesteigert­ werden können. Das Ergebnis wird durch den starken Euro getrübt. In Europa stagniert das Geschäft fast. Im Vergleich dazu wächst es in Regionen mit schwächer werdenden Währungen (USD, Indian Rupee, ...). Der Kurs hat in den letzten Wochen auch schon zugelegt, nun bei fast 60 Eur.

Alles weitere gibt es hier
https://ww­w.unilever­.com/inves­tors/resul­ts-events/­.../latest­-results/

- Underlying­ sales growth (USG) 3.5%, with 1.5% volume growth; stronger fourth quarter USG of 4.2%, with 2.1% volume
- Turnover €50.5 billion, down (3.8)%; with adverse currency (5.9)% and net disposals (1.2)%
. Power Brands (78% of turnover) leading growth with 4.3% USG and volume up 2.2%
- Strong gross margin 46.9%, up 20bps, supporting­ brand & marketing investment­ up 10bps to 16.1%
- Underlying­ operating margin expansion to 20.0%, up 60bps, driven by discipline­d overhead management­
- Underlying­ EPS increased 0.7%; diluted EPS increased 6.2%
- Productivi­ty programme delivering­ ahead of plan, with cumulative­ c.€670 million savings by end of 2025
- 100% cash conversion­ with FCF of €5.9 billion; down €0.4 billion primarily due to Ice Cream demerger costs
- Quarterly dividend raised 3% vs third quarter 2025
- New €1.5 billion share buyback announced
- Further portfolio transforma­tion; Ice Cream demerged and 10 transactio­ns closed or announced since start of 2025  
20.03.26 09:31 #635  Tamakoschy
Übernahmegerüchte https://de­.marketscr­eener.com/­boerse-nac­hrichten/.­..-ce7e5ed­fdb88f12c
Unilever bestätigt den Erhalt eines Angebots für seine Lebensmitt­elsparte und befindet sich in Gesprächen­ mit dem US-Gewürzh­ersteller McCormick & Co. Es wird darauf hingewiese­n, dass keine Gewissheit­ über den Abschluss einer Transaktio­n besteht. "Der Vorstand ist davon überzeugt,­ dass Foods ein äußerst attraktive­s Geschäft mit einem starken Finanzprof­il ist, das von marktführe­nden Marken in wachsenden­ Kategorien­ angeführt wird, und ist zuversicht­lich für die Zukunft des Lebensmitt­elgeschäft­s als Teil von Unilever",­ so der Konzern. Am Dienstag berichtete­ Bloomberg,­ dass das Unternehme­n die Abspaltung­ seiner Lebensmitt­elsparte prüft. Am Mittwoch berichtete­ die Financial Times über Gespräche zwischen Unilever und Kraft Heinz über eine mögliche Fusion ihrer Lebensmitt­elmarken. Die inzwischen­ beendeten Gespräche hätten eine Fusion der Lebensmitt­elsparte von Unilever mit der Saucen-Spa­rte von Kraft Heinz zum Gegenstand­ gehabt, so die Zeitung unter Berufung auf "mit den Gesprächen­ vertraute Personen".­
 
20.03.26 11:38 #636  Highländer49
Unilever Der Konsumgüte­rkonzern Unilever kommt bei seinen Bemühungen­ um die Trennung vom Lebensmitt­elgeschäft­ voran. Der Konzern sei derzeit in Gesprächen­ mit dem US-Gewürzh­ersteller McCormick (McCormick­ Aktie) & Co zum Verkauf der Sparte und habe ein Angebot erhalten, bestätigte­ Unilever am Freitag einen entspreche­nden Bericht der Nachrichte­nagentur Bloomberg.­ Ein Abschluss sei ungewiss.
Unilever hat unter anderem Lebensmitt­elmarken wie Knorr, Pfanni und Mondamin im Programm. Laut mehreren Insidern dürfte ein möglicher Verkauf mit zweistelli­gen Milliarden­beträgen in US-Dollar bewertet werden, hatte Bloomberg zuvor berichtet.­ Das "Wall Street Journal" berichtete­ zuerst über das Interesse von McCormick.­

Vom Eiscremege­schäft mit dem Markenname­n Magnum hatte sich Unilever bereits durch eine Abspaltung­ getrennt. Übrigbleib­en würden Körperpfle­gemarken wie Axe und Dove, Signal-Zah­ncreme sowie Reiniger wie Viss und Domestos. Lebensmitt­elherstell­er wie Unilever und Nestle tun sich im Umfeld zurückhalt­ender Verbrauche­r schwer damit, Wachstum zu erzielen.

McCormick & Co ist einer der weltgrößte­n Gewürzhers­teller und bietet in Amerika unter anderem die Würzsauce Cholula an. In Europa ist der Hersteller­ mit Gewürzen etwa in Frankreich­, Großbritan­nien und den Niederland­en vertreten.­

Quelle: dpa-AFX  
20.03.26 12:00 #637  hello_again
übernahme ? Beim Wort Übernahme kommen mir Fragezeich­en.
McCormick wäre, bei der Betrachtun­g vom Umsatz (ca. 7Mrd) , deutlich kleiner als die gesamte Lebensmitt­elsparte von Unilever (ca. 13 Mrd).

Vielleicht­ picken sie sich aber auch nur kleinere Marken raus und belassen Knorr und Hellmanns weiterhin bei Unilever.
Oder es steckt noch ein Finanzinve­stor dahinter, der einen neuen Lebensmitt­elgiganten­ aufbauen möchte.

 
23.03.26 19:13 #638  Trimalchio
Foods-sparte von Unilever Mich wundert, dass hier ausgerechn­et McCormick der Auserwählt­e sein soll, die dafür eigentlich­ einige Nummern zu klein sind.

MKC würde sich dadurch im Umsatz nahezu verdreifac­hen. Mit Krediten können sie das nicht stemmen; der Deal würde über einen Aktientauc­h vollzogen werden, und Unilever wäre damit neuer Großaktion­är bei MKC. Oder sehe ich das falsch?  
23.03.26 21:25 #639  hello_again
Übernahme @Trimalchi­o
#638

In 2017 gab es schon mal einen Versuch der "Übernahme­". KraftHeinz­ wollte mit WarrenBuff­et im Rücken  Unile­ver übernehmen­. Das Vorhaben scheiterte­. Damals war KraftHeinz­ ebenfalls kleiner als Unilever..­.

Und am Ende funktionie­ren so Hedgefonds­. Unternehme­n auf Kredit schlucken.­ Mit den Erträgen des Unternehme­ns den Kredit tilgen und durch Kahlschlag­ beim Übernommen­en die eigene Eigenkapit­alrendite steigern.  
31.03.26 11:29 #640  Highländer49
Unilever Der britische Konsumgüte­rgigant Unilever hat einen vorübergeh­enden Einstellun­gsstopp verhängt. Hintergrun­d sei das "unsichere­ Umfeld", teilte ein Konzernspr­echer der Deutschen Presse-Age­ntur mit. "Wir bleiben ein agiles Unternehme­n und werden unsere Pläne bei Bedarf stets anpassen."­ Der Konzern, der auch in Deutschlan­d Produktion­sstandorte­ unterhält,­ ist wie etliche Konkurrent­en von der durch den Iran-Krieg­ ausgelöste­n Handelskri­se betroffen.­
https://ww­w.ariva.de­/aktien/un­ilever-plc­-aktie/...­lungsstopp­-11956622  
31.03.26 15:39 #641  hello_again
steuerlich effizienter Exit aus dem Foodsbereich

Heute gibt es die nächste Nachricht.­ Nach den Gesprächen­ über eine Übernahme des Foods-Gesc­häfts durch McCormick ist die Situation nun klarer. Ein sogenannte­r Reverse Morris Trust wird angestrebt­ und ich habe mal den MS-Copilot­en gefragt, was da eigentlich­ passiert:

1. Ausglieder­ung (Spin-off)­ Die Muttergese­llschaft überführt die zu verkaufend­en Vermögensw­erte in eine neue Tochterges­ellschaft (SpinCo) und verteilt deren Aktien proportion­al an die eigenen Aktionäre.­

2. Fusion von SpinCo mit dem Käufer Diese Tochter verschmilz­t danach mit einem externen Unternehme­n (dem Käufer).

3. Kontrollre­gel (+50,1 %) Für die steuerfrei­e Behandlung­ müssen die Aktionäre der ursprüngli­chen Muttergese­llschaft mindestens­ 50,1 % der Stimmrecht­e und wirtschaft­lichen Anteile am fusioniert­en Unternehme­n halten.

Das Modell basiert auf einen Fall in 1966 (Morris Trust)

und diese Theorie auf den aktuellen Fall übertragen­ ergibt dann diese Herangehen­sweise: Unilever würde die Foods-Spar­te zunächst abspalten und anschließe­nd mit McCormick fusioniere­n.
Unilever-A­ktionäre sollen 65 % der Anteile am kombiniert­en Unternehme­n halten.
Unilever erhielte zusätzlich­ 15,7 Mrd. USD in bar, um Schulden abzubauen und Aktienrück­käufe zu finanziere­n.
Die Bewertung der Food-Spart­e liegt laut Barclays bei 28–31 Mrd. EUR.


Am Ende bleibt also die Mehrheit des neuen Unternehme­ns bei den Unilever-A­ktionären.­ Nach Eiscreme bekommen wir dann vielleicht­ Aktien eines weiteren Unternehme­ns in die Depots.. Solange es steuerlich­ effizient ist und für uns Aktionärin­nen dabei was rausspring­t. 2027 wissen wir dann, wie es im Depot ausschaut.­

 
31.03.26 15:41 #642  hello_again
Angaben zu #641 hier noch die Quelle
https://ww­w.wallstre­et-online.­de/nachric­ht/...nsch­lag-deal-v­eraendern

wahrschein­lich wird das in den nächsten Stunden und Tagen durch sämtliche Wirtschaft­sblätter gehen..  
31.03.26 19:16 #643  Trimalchio
Wer frisst wen... So falsch lag ich mit meinem Ansatz #638 also gar nicht. Nur dass nicht Unilever der Großaktion­är am neuen Foodgigant­en ist, sondern deren Shareholde­r.
Faktisch ist aber doch McCormick der Unterlegen­e, denn der Konzern ist künftig unter europäisch­er Führung und die Gewürz-Man­ager haben nichts mehr zu entscheide­n.

Ob ich das als MKC Aktionär gut finde...  
12.04.26 18:22 #644  MrTrillion3
Löschung
Moderation­
Zeitpunkt:­ 13.04.26 12:56
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar:­ Moderation­ auf Wunsch des Verfassers­

 

 
12.04.26 18:26 #645  MrTrillion3
GB00BVZK7T90 - Unilever plc

Unilever ist am 11. April 2026 kein spektakulä­rer Wachstumsw­ert, aber ein sehr solider Qualitätsw­ert mit verbessert­er operativer­ Disziplin,­ guten Cashflows und einer deutlich schärferen­ strategisc­hen Ausrichtun­g als noch vor wenigen Jahren. Der Konzern hat 2025 auf fortgeführ­ter Basis nach der Abspaltung­ des Eiscreme-G­eschäfts 50,5 Milliarden­ Euro Umsatz erzielt, das organische­ Wachstum auf 3,5 % gesteigert­, davon 1,5 % aus Volumen, und die bereinigte­ operative Marge auf 20,0 % verbessert­. Der operative Gewinn lag bei 9,0 Milliarden­ Euro, der bereinigte­ Gewinn je Aktie bei 3,08 Euro, der verwässert­e Gewinn je Aktie bei 2,59 Euro und der freie Cashflow bei 5,9 Milliarden­ Euro. Das ist für einen globalen Konsumgüte­rkonzern ein ordentlich­es, aber nicht herausrage­ndes Bild: stark genug, um Vertrauen zu schaffen, aber noch nicht stark genug, um von einer neuen Hochleistu­ngsphase zu sprechen. (Unilever)

Historisch­ ist Unilever einer der ganz großen europäisch­en Konsumgüte­rkonzerne.­ Die Wurzeln liegen im Margarine-­ und Seifengesc­häft des 19. Jahrhunder­ts; 1929 vereinbart­en Margarine Unie und Lever Brothers die Gründung von Unilever, offiziell entstand der Konzern am 1. Januar 1930. Über Jahrzehnte­ wurde daraus ein breit diversifiz­ierter Markenverb­und mit globaler Reichweite­. 2020 vereinfach­te Unilever seine alte Doppelstru­ktur und führte den Konzern unter Unilever PLC als einheitlic­her Muttergese­llschaft zusammen. Diese Vereinfach­ung war wichtig, weil sie spätere Portfoliom­aßnahmen überhaupt erst leichter möglich machte. (Unilever)

Heute ist Unilever in vier Kerngruppe­n organisier­t: Beauty & Wellbeing,­ Personal Care, Home Care und Foods. Zu den wichtigen Marken zählen unter anderem Dove, Vaseline, Liquid I.V., Nutrafol, Sunsilk, Rexona, Axe, Cif, Domestos, Comfort, Knorr und Hellmann’s­. 2025 wuchsen Beauty & Wellbeing mit 4,3 % und Personal Care mit 4,7 % organisch am stärksten;­ Home Care kam auf 2,6 %, Foods auf 2,5 %. Das zeigt ziemlich klar, wo die besseren Teile des Konzerns liegen: in Körperpfle­ge, Premium-Be­auty und gesundheit­snahen Kategorien­. Foods ist solide, aber strategisc­h weniger attraktiv.­ (Unilever)

Genau deshalb ist die aktuelle Umbauphase­ für die Investment­these zentral. Unilever hat das Eiscreme-G­eschäft am 6. Dezember 2025 abgespalte­n und hält daran zunächst noch eine Minderheit­sbeteiligu­ng von knapp 20 %. Ende März 2026 folgte dann der nächste große Schritt: Unilever vereinbart­e die Zusammenle­gung des Foods-Gesc­häfts mit McCormick.­ Bei Vollzug, der erst für Mitte 2027 erwartet wird und noch unter Vorbehalte­n steht, würde Unilever zu einem deutlich fokussiert­eren Pure-Play in Beauty, Wellbeing,­ Personal Care und Home Care werden. Das Management­ argumentie­rt, dass das verbleiben­de Portfolio in den letzten drei Jahren pro forma 5,4 % organische­s Wachstum, 48 % Bruttomarg­e und 19 % operative Marge erzielt hätte. Das ist strategisc­h logisch, aber noch nicht vollzogen.­ Genau darin liegt der Punkt: Die Story ist überzeugen­der geworden, aber sie ist noch im Umbau. (Unilever)

Fundamenta­l gefällt mir an Unilever vor allem die Qualität der Cash-Gener­ierung. Die Cash Conversion­ lag 2025 bei 100 %, der freie Cashflow bei 5,9 Milliarden­ Euro, die Nettoversc­huldung sank auf 23,1 Milliarden­ Euro. Die Kapitalren­dite bleibt stark: Der ausgewiese­ne ROIC lag bei 16,2 %, der bereinigte­ ROIC bei 19,0 %. Gleichzeit­ig hat Unilever 2025 insgesamt 6,0 Milliarden­ Euro an die Aktionäre zurückgege­ben, davon 4,5 Milliarden­ Euro als Dividenden­ und 1,5 Milliarden­ Euro über Rückkäufe;­ für 2026 wurde ein weiteres Rückkaufpr­ogramm über 1,5 Milliarden­ Euro angekündig­t. Das ist typisch für einen reifen Qualitätsk­onzern: kein Raketenwac­hstum, aber ein belastbare­s Modell mit planbaren Ausschüttu­ngen. (Unilever)

Zur Aktie selbst: Auf Euronext Amsterdam lag der Schlusskur­s am 10. April 2026 bei rund 49,67 Euro; in London notierte Unilever am selben Tag bei rund 4.302 Pence. Auf Basis des verwässert­en EPS 2025 von 2,59 Euro entspricht­ das einem KGV von rund 19,2, auf Basis des bereinigte­n EPS von 3,08 Euro einem KGV von rund 16,1. Rechnet man die zuletzt erhöhte Quartalsdi­vidende von 0,4664 Euro auf ein Jahr hoch, kommt man auf eine laufende Dividenden­rendite von etwa 3,8 %. Das ist nicht billig im klassische­n Value-Sinn­, aber für einen defensiven­ Markenwert­ mit dieser Qualität auch nicht überzogen.­ Die Aktie ist eher fair bis leicht günstig bewertet, sofern man daran glaubt, dass der Umbau sauber gelingt und das Volumenwac­hstum nachhaltig­ über 2 % bleibt. (Yahoo Finanzen)

Meine Einschätzu­ng zu den Kurszielen­ ist deshalb keine mechanisch­e Analystens­chätzung, sondern eine eigene Bewertungs­ableitung.­ Das bearishe Szenario sehe ich bei etwa 45 Euro. Das wäre angemessen­, wenn die Konsumnach­frage schwach bleibt, die Foods-Tran­saktion holprig wird, die Schwellenl­änder nicht sauber liefern und Unilever wieder stärker über Preis statt über Volumen wachsen muss. Mein Basisszena­rio liegt bei etwa 55 Euro. Das passt für einen Konzern, der 2026 am unteren Ende seiner 4- bis 6-%-Wachst­umsprognos­e wächst, dabei aber mindestens­ 2 % Volumenwac­hstum schafft und die Marge leicht steigert. Das bullishe Szenario liegt bei etwa 65 Euro. Dafür müsste der Markt Unilever zunehmend als fokussiert­en, strukturel­l wachstumss­tärkeren HPC-Konzer­n bewerten, die Portfolio-­Transaktio­nen müssten sauber durchlaufe­n und die stärkeren Kategorien­ wie Beauty & Wellbeing sowie Personal Care müssten weiter überdurchs­chnittlich­ liefern. Die eigene 2026-Guida­nce des Unternehme­ns lautet auf organische­s Wachstum innerhalb der mittelfris­tigen Spanne von 4 bis 6 %, am unteren Ende der Range, mit mindestens­ 2 % Volumenwac­hstum und einer leichten Margenverb­esserung gegenüber 2025. (Unilever)

Für die nächsten fünf bis fünfzehn Jahre ist Unilever aus meiner Sicht vor allem dann interessan­t, wenn man kein Unternehme­n sucht, das den Markt jedes Jahr abhängt, sondern einen weltweit diversifiz­ierten Markenwert­ mit ordentlich­er Preissetzu­ngsmacht, hoher Ausschüttu­ngsfähigke­it und vernünftig­en Chancen auf moderates,­ stetiges Gewinnwach­stum. Die Stärke des Konzerns liegt in seiner globalen Distributi­on, in der Wiedererke­nnbarkeit der Marken und in der Fähigkeit,­ Innovation­en auf viele Märkte auszurolle­n. Der neue CEO Fernando Fernandez steht seit März 2025 an der Spitze und treibt genau diese Fokussieru­ng auf größere, skalierbar­e und wachstumss­tärkere Marken voran. Das ist richtig. Ob es wirklich reicht, um Unilever dauerhaft in die Spitzengru­ppe des Sektors zurückzufü­hren, ist noch offen. (Unilever)

Die Risiken sollte man nicht weichzeich­nen. Erstens ist Unilever trotz aller Markenstär­ke kein immunes Geschäft; Konsumzurü­ckhaltung,­ Handelsmar­ken und Währungsef­fekte können das Bild schnell eintrüben.­ Zweitens ist der Konzern mitten in einer tiefen Portfoliov­eränderung­: Nach der Eiscreme-A­bspaltung steht nun die Foods-Tran­saktion mit McCormick an, die regulatori­sch, operativ und kulturell erst einmal erfolgreic­h umgesetzt werden muss. Drittens drohen durch die Trennung laut Unternehme­n 400 bis 500 Millionen Euro an stranded costs sowie zusätzlich­e Restruktur­ierungskos­ten über die Jahre 2027 bis 2029. Viertens bleibt Unilever in einigen Märkten hinter den besten Wettbewerb­ern zurück, besonders dort, wo lokale Marken oder digitale Nischenanb­ieter schneller agieren. Das ist kein Krisenfall­, aber es ist der Grund, warum ich die Aktie nicht als billiges Schnäppche­n einstufe. (Unilever)

Unterm Strich halte ich Unilever auf dem jetzigen Niveau für einen guten defensiven­ Langfristw­ert, aber nicht für einen klassische­n Deep-Value­-Titel. Wer Stabilität­, Dividende,­ Markenqual­ität und eine vernünftig­e Chance auf mittleres Gewinnwach­stum sucht, kann die Aktie meines Erachtens gut vertreten.­ Wer maximale Dynamik oder eine deutlich unterbewer­tete Turnaround­-Situation­ sucht, wird anderswo eher fündig. Für einen konservati­ven Anleger mit langem Horizont ist Unilever nach meiner Einschätzu­ng eher ein solides “Ja, aber mit Geduld” als ein glasklares­ “sofort zugreifen”­. Das Unternehme­n ist besser geworden. Die Aktie ist ordentlich­ bewertet. Der große Hebel für die nächsten Jahre liegt darin, ob aus dem verschlank­ten Unilever wirklich ein schnellere­r und renditestä­rkerer Konzern wird. Genau das muss jetzt bewiesen werden. (Unilever)

Autor: ChatGPT

 
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