Anleger sehen primär Chancen
20.06.25 08:46
Feingold-Research
FR: Herr Walter, die Märkte haben sich zuletzt trotz politischer Unsicherheiten erstaunlich robust gezeigt. Ist dieser Optimismus gerechtfertigt?
Vanyo Walter / Robomarkets: Die jüngste Entwicklung an den Märkten ist durchaus bemerkenswert. Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, wie nachhaltig die aktuelle Stärke ist. Vieles deutet darauf hin, dass Anleger derzeit eher Chancen als Risiken im Blick haben. Gleichzeitig ist es wichtig, auch die makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen im Auge zu behalten. Die Märkte sind momentan recht anfällig für neue Impulse.
FR: In den USA sorgt ein neuer Gesetzentwurf mit potenziellen Steuerfolgen für ausländische Investoren für Diskussionen. Wie ist das einzuordnen?
Vanyo Walter: Das Thema ist komplex und noch nicht abschließend bewertbar. Sollte es tatsächlich zu neuen steuerlichen Regelungen kommen, könnten gewisse Auswirkungen auf den internationalen Kapitalfluss nicht ausgeschlossen werden. Aber wie stark diese Maßnahmen am Ende greifen und ob sie überhaupt umgesetzt werden, bleibt zunächst abzuwarten. Grundsätzlich sind politische Entscheidungen immer ein Faktor, der für Marktteilnehmer von Bedeutung ist.
FR: Europa scheint derzeit etwas stärker im Fokus internationaler Investoren zu stehen. Woran könnte das liegen?
Vanyo Walter: Es gibt durchaus Signale, dass europäische Märkte zuletzt etwas mehr Aufmerksamkeit erhalten haben. Gründe dafür könnten unter anderem fiskalische Impulse, geplante Investitionsprogramme und strukturelle Maßnahmen sein, die zumindest langfristig als unterstützend gelten. Wie stark sich das im Marktgeschehen niederschlägt, hängt aber von vielen Faktoren ab – auch davon, wie sich das globale Umfeld weiterentwickelt.
FR: Gibt es bestimmte Regionen oder Sektoren, auf die Anleger aktuell schauen sollten?
Vanyo Walter: Europa steht vergleichsweise stabil da. Deutschland profitiert vom angekündigten 500-Milliarden-Infrastrukturpaket, das ab 2026 spürbare Impulse liefern kann. Zudem sieht man in Europa momentan eine gesunde Marktbreite – also nicht nur die großen Titel, sondern auch Mid- und Small Caps ziehen mit.
FR: Welche Rolle spielt dabei die Entwicklung des US-Dollars?
Vanyo Walter: Langfristige Faktoren wie das enorme US-Leistungsbilanzdefizit oder die Kaufkraftparität sprechen für einen stärkeren Euro. Auch eine mögliche Wachstumsverlangsamung in den USA sowie fiskalische Risiken könnten Druck auf den Dollar ausüben.
Ob wir vor einer stärkeren Bewegung stehen oder nicht, ist im Moment schwer vorherzusagen – aber das Thema bleibt auf der Agenda vieler Investoren.
FR: Herr Walter, vielen Dank für Ihre Einschätzungen.
Vanyo Walter: Ich danke Ihnen.
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