WTI Rohöl NYMEX Rolling
WKN: COM072 / ISIN: XD0015948363Rohöl bald wieder dreistellig?
08.08.23 11:39
S. Feuerstein
Nach rund einem Jahr Talfahrt zeichnet sich beim Ölpreis eine Trendwende nach oben ab. Neben technischen Signalen zeigen sich auch fundamentale Hintergründe als weitere Preistreiber!
Knappes Angebot
Die OPEC+ Staaten unter Führung Saudi-Arabiens haben die Fördermengen in den letzten Monaten reduziert und damit das Angebot künstlich verknappt. Dies lässt sich auch sehr gut am Kursverlauf erkennen. So hat die Nordseesorte Brent im Juni einen Boden durchlaufen und zeigt seitdem wieder klar nach oben. Der Anstieg über die markante Widerstandszone um 79 US-Dollar kann dabei als Trendwendesignal nach oben interpretiert werden. Einen ähnlichen Verlauf zeigt auch die US-Sorte WTI. So zeigte sich im Juni ebenfalls eine Bodenbildung, auf welche im Anschluss steigende Notierungen zu beobachten waren. Bei WTI zeigt sich nun aber ein Widerstandsbereich in der Region um 84 US-Dollar, bei Brent bei rund 88 US-Dollar.
Nachfrage nimmt zu
Während der Anstieg des „Schwarzen Goldes“ einerseits auf das künstlich verknappte Angebot zurückzuführen ist, sorgt auch eine Zunahme der Nachfrage für steigende Notierungen. Auch wenn die Konjunktur in China noch nicht richtig rund läuft, der Hunger an Rohstoffen bleibt weiter ungebremst. Auch Indien zeigt sich hier neben aufstrebenden Ländern wie Brasilien oder der Bereich des Nahen Ostens auf der Nachfrageseite. Ein Ende dieses Trends ist aktuell nicht zu erkennen, womit der Ölpreis vorerst weiter nach oben klettern sollte.
Rohöl bald wieder dreistellig?
Da der steigende Rohölpreis sowohl auf die zunehmende Nachfrage als auch auf die künstliche Verknappung des Angebots zurückzuführen ist und bei keinem dieser Einflussfaktoren aktuell eine Änderung in Sicht ist, dürfte die Richtung weiter nach oben zeigen. Ein Ausbruch über die aktuellen Widerstände (Brent bei 88 US-Dollar, WTI bei 84 US-Dollar) setzt weiteres Erholungspotenzial frei, womit ein weiterer Anstieg nicht überraschen sollte!
Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche
Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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