Ruhiger Ausklang eines trüben Börsenjahres
27.12.22 11:46
Feingold-Research
Auch wenn sich der Deutsche Aktienindex mit etwas Rückenwind aus China, wo heute zur Abwechslung mal wieder die Öffnungsfantasie der Wirtschaft die grassierende Corona-Welle im Land überlagert, über die 14.000er Marke zurückkämpfen kann, viel dürfte in der letzten Handelswoche des Jahres an der Frankfurter Börse nicht mehr passieren.
Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.
Auch vom sogenannten „Window Dressing“ sollten Anleger am Ende eines trüben Börsenjahres eher keine positiven Impulse für den Gesamtmarkt erwarten. Im Gegenteil, die von steigenden Zinsen überrollten Technologieaktien könnte so manch ein Fondsmanager in den kommenden Tagen noch schnell aus dem Portfolio werfen wollen, um zumindest optisch den Eindruck zu erwecken, rechtzeitig ausgestiegen zu sein. Im Gegenzug gibt es allerdings einige Kandidaten, die man gerne früher im Depot gehabt hätte, wie zum Beispiel eine Deutsche Telekom, die im Jahresverlauf 16 Prozent an Wert gewinnen konnte. Gleiches gilt für die Versorger und andere Energieunternehmen, die von der Krise mehr als profitieren konnten. Vielleicht ist hier noch der eine oder andere Euro Kursgewinn in den nächsten Tagen drin.
Auf der anderen Seite könnte gleich zu Jahresbeginn das frische Geld dafür sorgen, dass Aktien, die in diesem Jahr wie ein Stein gefallen sind, verstärkt gekauft werden, weil Anleger hier auf eine Erholung rein technischer Natur setzen. Dazu könnte auch die Tesla-Aktie gehören, die in diesem Jahr rund 65 Prozent verloren hat, allein in der vergangenen Woche kamen noch einmal 18 Prozent Minus hinzu.
Zwischen 100 und 110 US-Dollar wartet allerdings eine massive Widerstandszone, die es zwar unbedingt zu halten gilt, aber von der es dann im kommenden Jahr wieder nach oben gehen könnte. Immerhin hat Tesla-Chef Elon Musk angekündigt, in den kommenden zwei Jahren keine Aktien seines Unternehmens mehr verkaufen zu wollen. Verlauft werden derzeit allerdings die Fahrzeuge aktuell mit hohen Rabatten, auch hier wahrscheinlich ein Effekt des „Window Dressing“ um vor Jahresende die Verkaufszahlen noch einmal etwas aufzuhübschen.
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