Southern Silver Exploration Corp
WKN: A12BX1 / ISIN: CA8438142033Silber: Läuft gerade ein großer Short Squeeze?
15.09.22 08:56
GoldGeldWelt
Läuft auf dem Silbermarkt gerade ein großer Short
Squeeze ab? Hedgefonds sitzen auf Leerverkaufspositionen in großem
Stil. Der Markt steigt plötzlich dynamisch an und testet eine
wichtige Chartmarke.
Ein Blick auf den Silberkurs zeigt seit einigen Tagen eine
bemerkenswerte Dynamik. Schloss eine Feinunze Silber noch am 06.
September bei 17,98 USD, testete der Markt bereits am 12.
September – also vier Handelstage später – die psychologisch
wichtige Marke von 20 USD. Auch wenn das Überschreiten dieser
Marke im späten Dienstagshandel durch eine Korrektur zunächst
unterbrochen wurde, spricht manches gegen eine gewöhnliche
Kursschwankung.
Starker Dollar schwächt Edelmetalle – aber wie lange noch?
Der Preis für Silber hat sich in den letzten
Monaten schwach entwickelt. Anfang März wurden noch fast 27 USD
pro Feinunze gezahlt. Danach ging es – vor allem vom Frühjahr bis
in den Hochsommer – deutlich abwärts. Ein wesentlicher Grund dafür
ist der starke US-Dollar in Verbindung mit der zunehmend
restriktiven Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve.
Hedgefonds haben deshalb sowohl am Silber- als auch am Goldmarkt
ihre bullishen Positionen zurückgefahren und bearishe Positionen
aufgebaut. Analysten merken nun an: Im Dollar könnte es zu
Gewinnmitnahmen kommen, die Shortseller auf den Edelmetallmärkten
massiv unter Druck setzen könnten.
Besonders deutlich wird dies bei Silber. Der Preis ist binnen
weniger Handelstage in der Spitze um mehr als 11 % gestiegen. Dass
der Markt nun die 20 USD Marke testet, ist möglicherweise auf
einen bereits laufenden Short Squeeze zurückzuführen.
Rohstoffanalysten von TD SECURITIES jedenfalls bemerkten in einem
am Montag veröffentlichten Bericht, dass die Unterbrechung des
US-Dollar Aufschwungs auch den Aufbau von Shortpositionen bei
Marktteilnehmern ins Stolpern gebracht habe. Diese Shortpositionen
waren bei Silber zuletzt auf den höchsten Stand seit 2019
gestiegen. Nun trennen sich viele Marktteilnehmer offenbar von
Shortpositionen auf dem Silbermarkt.
Commitments of Traders-Bericht: Netto-Shortpositionen bei
Silber steigen in einer Woche um 17 %
Wie der Commitments of Traders-Bericht der CFTC
für die Woche zum 6. September – also vor dem jüngsten
Kursaufschwung – zeigt, haben Marktteilnehmer die Zahl der
Longpositionen auf 33.857 erhöht. Dies entspricht einem Anstieg um
2.718 Kontrakte.
Die Zahl der Shortpositionen stieg jedoch noch deutlich schneller
um 6.430 Kontrakte auf 58.600 Comex-Silber-Futures. Daraus ergibt
sich eine Netto-Shortposition bei Silber in der Größenordnung von
24.743 Kontrakten – ein Anstieg von mehr als 17 % gegenüber der
Vorwoche. Zugleich handelte es sich um die dritte Woche in Folge,
in der die Zahl bearisher Nettopositionen stieg.
Jim Wyckoff, Senior Technical Analyst bei Kitco.com etwa, sieht
Hinweise darauf, dass ein Marktboden erreicht sei. Auch Nicky
Shiels, Leiter der Metallstrategie bei MKS sieht für Silber
kurzfristig Spielraum nach oben. Mittel- und langfristig sei
jedoch die Weiterentwicklung des US-Dollar entscheidend für den
Markt.
Aus Sicht von Silberproduzenten und Silberentwicklern wirken
steigende Preise mit Hebel
Steigende Silberpreise könnten auch die Aktien von
Silberproduzenten, Developern und Explorern beflügeln. Diese
Unternehmen profitieren von höheren Rohstoffpreisen häufig mit
einem beträchtlichen Hebel.
Ein Unternehmen, dessen Entwicklung wir aktuell genau verfolgen,
ist Southern Silver Exploration Corp. (TSX-V: SSV, WKN: A12BX1,
ISIN: CA8438142033). Das kanadische Silber-Entwicklungsunternehmen
betreibt in der mexikanischen Provinz Durango ein weit
fortgeschrittenes Silberprojekt von Weltklasse.
Kürzlich veröffentlichte Southern Silver eine vorläufige
wirtschaftliche Bewertung des Projekts "Cerro Las Minitas" und
taxierte den Nettogegenwartswert der Mine auf 349 Millionen USD
nach Steuern und die interne Rendite auf 17,9 %. Diese Annahmen
basieren auf einem sogenannten Basisszenario mit einem Silberpreis
von 21,95 USD pro Feinunze (42 % der errechneten Einnahmen des
Projekts entfallen auf Silber).
Das Unternehmen hat auch Zahlen für Szenarien mit höheren
Silberpreisen veröffentlicht – und offenbart damit eine starke
Hebelwirkung. Ein Preisanstieg um 15 % im Vergleich zum
Basisszenario würde den Nettogegenwartswert der Mine auf 561
Millionen USD und die interne Rendite auf 24,4 % erhöhen. Im Fall
einer nachhaltigen Erholung des Silbermarkt des könnte es dazu
kommen. Insbesondere eine härtere Gangart der anderen großen
Zentralbanken gegen die Inflation könnte den Höhenflug des
Greenback beenden.
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