Stabile Entwicklung erwartet
12.04.23 11:34
Feingold-Research
Zurückhaltung vor den
Feiertagen: Die deutschen Aktienbörsen haben sich zu
Ende der vergangenen, verkürzten Handelswoche nach Schwankungen
leichter präsentiert. Vor dem langen Osterwochenende zeigten sich
etliche Anleger weniger risikobereit. Belastet wurde die Stimmung
zum einen durch spürbar steigende Ölpreise, nachdem die Allianz
der Öl-fördernden Länder Opec+ eine Drosselung der Rohölförderung
angekündigt hatte. Zudem fielen Konjunkturdaten aus den USA
enttäuschend aus. Auf der anderen Seite konnten Wirtschaftszahlen
aus Deutschland überzeugen, zudem nahmen die Sorgen um die Lage im
Bankensektor deutlich ab.Wir stellen den Marktkommentar von Robert
Ertl, Börse München, vor.
Dax erreicht Höchststand seit Januar
Der Deutsche Aktienindex (Dax), der am vergangenen Dienstag noch auf rund 15.736 Zähler und damit seinen höchsten Stand seit Januar 2022 gestiegen war, ging am Gründonnerstag bei 15.597,89 Punkten aus dem Handel. Gegenüber seinem Vorwochenendstand war dies ein Minus von 0,2 Prozent. Der MDax sank um 1,7 Prozent auf 27.198,33 Zähler. Der TecDax reduzierte sich um 0,1 Prozent auf 3.322,21 Punkte. Der m:access All-Share gab 0,3 Prozent ab auf 1.656,25 Zähler.
Eine Berg- und Talfahrt erlebten die Anleger von Rheinmetall. Nachdem der Kurs des Rüstungskonzerns am vergangenen Dienstag nach einer Auftragsmeldung ein Rekordhoch markiert hatte, ging es aufgrund von Gewinnmitnahmen erheblich abwärts. Auf Wochensicht stand ein Abschlag von 6,1 Prozent zu Buche, womit Rheinmetall zu den größten Wochenverlieren im Dax zählte. Im MDax setzte sich die jüngste Abwärtsbewegung von Aroundtown fort, in der vergangenen Woche verloren die Titel des Gewerbeimmobilienunternehmens weitere 11,9 Prozent.
BILD: RHEINMETALL
Nach einem kräftigen Kursanstieg gings auch wieder bergab bei Rheinmetall, der Grund waren wohl insbesondere Gewinnmitnahmen. Im Bild ein SurvivorR
Anleihen: Kurse legten zu
Die Kurse an den deutschen Anleihemärkten haben in der vergangenen Woche zugelegt. Unterstützt wurden die Notierungen der Bundespapiere durch schwächer als prognostiziert ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA. Diese dämpften die Erwartungen weiterer Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed. Wirtschaftsdaten aus Deutschland oberhalb der Prognosen belasteten die Bundespapiere kaum. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe ging im Vergleich zum Vorwochenschlusstand von 2,29 auf 2,18 Prozent zurück. Die Umlaufrendite fiel von 2,39 auf 2,14 Prozent.
USA: Uneinheitliche Reaktionen
Die US-Aktienbörsen haben die vergangene Woche uneinheitlich beendet. Einige unterhalb der Erwartungen ausgefallene Konjunkturdaten sorgten für unterschiedliche Reflexe bei den Anlegern. Denn die wirtschaftlich eher negativen Zahlen könnten für die Fed ein Signal sein, dass ihre Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation wirken. Dies wiederum könnte zu einem weniger straffen geldpolitischen Kurs der Fed führen. Der Dow-Jones-Index verbesserte sich im Vergleich zu seinem Vorwochenstand um 0,6 Prozent auf 33.485,29 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index ging um 0,1 Prozent auf 4.105,02 Zähler zurück. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq-100-Index sank um 0,9 Prozent auf 13.062,60 Punkte. Am Ostermontag, an dem in den USA bereits wieder gehandelt wurde und die Anleger auf den robust ausgefallenen US-Arbeitsmarkbericht von Karfreitag reagieren konnten, haben die US-Börsen anfängliche Verluste überwiegend wieder wettgemacht. Der Dow Jones legte um 0,3 Prozent zu, der S&P-500 um 0,1 Prozent. Der Nasdaq-100 ging mit einem leichten Abschlag von 0,09 Prozent aus dem Handel.
Ausblick: Stimmungsumschwung in den USA
Trotz des überwiegend leichten Rückgangs in der vergangenen Woche rechnen etliche Experten mit steigenden Kursen oder einer mindestens stabilen Entwicklung an den deutschen Aktienbörsen in der erneut verkürzten Handelswoche. Hierbei verweisen sie auch auf den Stimmungsumschwung an den US-Börsen zu Wochenbeginn, als die dortigen Anleger Zinssorgen nach dem robusten US-Arbeitsmarktbericht abschüttelten. Das Thema Geldpolitik dürfte weiterhin das Geschehen bestimmen. Zumindest in der Eurozone gelten weitere Zinssteigerungen als ausgemacht, weswegen Beobachter auch prognostizieren, dass die Lage im Bankensektor die Märkte früher oder später wieder beschäftigen wird.
Inflationszahlen bleiben im Fokus
Zu den wichtigsten Konjunkturveröffentlichungen zählen wenig überraschend Inflationszahlen, solche kommen von dies- wie jenseits des Atlantiks. Vor allem Letztere dürften im Fokus der Anleger stehen, da die Spekulationen zum weiteren Vorgehen der Fed weiter auseinandergehen als die in Bezug auf die Europäische Zentralbank. Daneben veröffentlich die US-Notenbank das Protokoll ihrer vergangenen Ratssitzung, von sich die die Investoren ebenfalls Hinweise auf den Kurs der Fed erhoffen.
Ausgewählte wichtige Termine der Woche
Dienstag, 11.04.: Leistungsbilanz Deutschlands; Einzelhandelsumsätze in der Eurozone; Verbraucherpreise in China
Mittwoch, 12.04.: Verbraucherpreise in den USA; Protokoll der vergangenen Ratssitzung der US-Notenbank; Ergebnis der Ratssitzung der Bank of Canada
Donnerstag, 13.4.: Verbraucherpreise in Deutschland; Zusammenfassung der vergangenen Ratssitzung der Europäischen Zentralbank; Industrieproduktion in der Eurozone; Erzeugerpreise in den USA
Freitag, 14.04.: Großhandelspreise in Deutschland; Einzelhandelsumsätze in den USA; Verbrauchervertrauen der Universität Michigan (USA); Industrieproduktion in den USA, Import- und Exportpreise in den USA
In Frankfurt wird weiterhin die diffuse Nachrichtenlage konsolidiert. Die Amerikaner verlängern den Waffenstillstand ...
Die Deutsche Telekom prüft nach Berichten eine vollständige Kombination mit T-Mobile US. Im Raum steht eine ...
Avis steigt derzeit nicht wegen eines überzeugenden operativen Comebacks – hier zu sehen bei Gettex – , sondern ...
Apple steht vor einem Führungswechsel. Tim Cook will den Vorstandsvorsitz zum 1. September abgeben und als Executive ...
Vor dem Handelsstart am Sonntagabend hat sich das Bild weiter eingetrübt. Iran hat nach Angaben der staatlichen ...
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Der Deutsche Aktienindex (Dax), der am vergangenen Dienstag noch auf rund 15.736 Zähler und damit seinen höchsten Stand seit Januar 2022 gestiegen war, ging am Gründonnerstag bei 15.597,89 Punkten aus dem Handel. Gegenüber seinem Vorwochenendstand war dies ein Minus von 0,2 Prozent. Der MDax sank um 1,7 Prozent auf 27.198,33 Zähler. Der TecDax reduzierte sich um 0,1 Prozent auf 3.322,21 Punkte. Der m:access All-Share gab 0,3 Prozent ab auf 1.656,25 Zähler.
Eine Berg- und Talfahrt erlebten die Anleger von Rheinmetall. Nachdem der Kurs des Rüstungskonzerns am vergangenen Dienstag nach einer Auftragsmeldung ein Rekordhoch markiert hatte, ging es aufgrund von Gewinnmitnahmen erheblich abwärts. Auf Wochensicht stand ein Abschlag von 6,1 Prozent zu Buche, womit Rheinmetall zu den größten Wochenverlieren im Dax zählte. Im MDax setzte sich die jüngste Abwärtsbewegung von Aroundtown fort, in der vergangenen Woche verloren die Titel des Gewerbeimmobilienunternehmens weitere 11,9 Prozent.
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Anleihen: Kurse legten zu
Die Kurse an den deutschen Anleihemärkten haben in der vergangenen Woche zugelegt. Unterstützt wurden die Notierungen der Bundespapiere durch schwächer als prognostiziert ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA. Diese dämpften die Erwartungen weiterer Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed. Wirtschaftsdaten aus Deutschland oberhalb der Prognosen belasteten die Bundespapiere kaum. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe ging im Vergleich zum Vorwochenschlusstand von 2,29 auf 2,18 Prozent zurück. Die Umlaufrendite fiel von 2,39 auf 2,14 Prozent.
USA: Uneinheitliche Reaktionen
Die US-Aktienbörsen haben die vergangene Woche uneinheitlich beendet. Einige unterhalb der Erwartungen ausgefallene Konjunkturdaten sorgten für unterschiedliche Reflexe bei den Anlegern. Denn die wirtschaftlich eher negativen Zahlen könnten für die Fed ein Signal sein, dass ihre Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation wirken. Dies wiederum könnte zu einem weniger straffen geldpolitischen Kurs der Fed führen. Der Dow-Jones-Index verbesserte sich im Vergleich zu seinem Vorwochenstand um 0,6 Prozent auf 33.485,29 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index ging um 0,1 Prozent auf 4.105,02 Zähler zurück. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq-100-Index sank um 0,9 Prozent auf 13.062,60 Punkte. Am Ostermontag, an dem in den USA bereits wieder gehandelt wurde und die Anleger auf den robust ausgefallenen US-Arbeitsmarkbericht von Karfreitag reagieren konnten, haben die US-Börsen anfängliche Verluste überwiegend wieder wettgemacht. Der Dow Jones legte um 0,3 Prozent zu, der S&P-500 um 0,1 Prozent. Der Nasdaq-100 ging mit einem leichten Abschlag von 0,09 Prozent aus dem Handel.
Ausblick: Stimmungsumschwung in den USA
Trotz des überwiegend leichten Rückgangs in der vergangenen Woche rechnen etliche Experten mit steigenden Kursen oder einer mindestens stabilen Entwicklung an den deutschen Aktienbörsen in der erneut verkürzten Handelswoche. Hierbei verweisen sie auch auf den Stimmungsumschwung an den US-Börsen zu Wochenbeginn, als die dortigen Anleger Zinssorgen nach dem robusten US-Arbeitsmarktbericht abschüttelten. Das Thema Geldpolitik dürfte weiterhin das Geschehen bestimmen. Zumindest in der Eurozone gelten weitere Zinssteigerungen als ausgemacht, weswegen Beobachter auch prognostizieren, dass die Lage im Bankensektor die Märkte früher oder später wieder beschäftigen wird.
Inflationszahlen bleiben im Fokus
Zu den wichtigsten Konjunkturveröffentlichungen zählen wenig überraschend Inflationszahlen, solche kommen von dies- wie jenseits des Atlantiks. Vor allem Letztere dürften im Fokus der Anleger stehen, da die Spekulationen zum weiteren Vorgehen der Fed weiter auseinandergehen als die in Bezug auf die Europäische Zentralbank. Daneben veröffentlich die US-Notenbank das Protokoll ihrer vergangenen Ratssitzung, von sich die die Investoren ebenfalls Hinweise auf den Kurs der Fed erhoffen.
Nachrichten gibt es aus den USA auch von Unternehmensseite, dort beginnt die Quartalsberichts-Saison. Dabei legen unter anderem die Großbanken Citigroup und JPMorgan Zahlen und Ausblicke vor, hinzu kommt beispielsweise der Investmentriese Blackrock.
Ausgewählte wichtige Termine der Woche
Dienstag, 11.04.: Leistungsbilanz Deutschlands; Einzelhandelsumsätze in der Eurozone; Verbraucherpreise in China
Mittwoch, 12.04.: Verbraucherpreise in den USA; Protokoll der vergangenen Ratssitzung der US-Notenbank; Ergebnis der Ratssitzung der Bank of Canada
Donnerstag, 13.4.: Verbraucherpreise in Deutschland; Zusammenfassung der vergangenen Ratssitzung der Europäischen Zentralbank; Industrieproduktion in der Eurozone; Erzeugerpreise in den USA
Freitag, 14.04.: Großhandelspreise in Deutschland; Einzelhandelsumsätze in den USA; Verbrauchervertrauen der Universität Michigan (USA); Industrieproduktion in den USA, Import- und Exportpreise in den USA
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