CSL Aktie: Zeichen verschlechtert?
28.10.25 10:10
Börse Global
Biotech-Riese CSL schockte heute die Märkte mit einem Doppelschlag: Der Konzern strich seine Jahresprognose drastisch zusammen und stoppte überraschend die geplante Aufspaltung seiner Impfstofftochter Seqirus. Die Aktie stürzte daraufhin um bis zu 16,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast sieben Jahren.
Prognose-Amputation und Aufspaltung gestoppt
CSL korrigierte seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026 massiv nach unten. Statt bisher 4-5 Prozent rechnet das Unternehmen jetzt nur noch mit 2-3 Prozent Umsatzwachstum. Noch dramatischer fiel die Korrektur beim bereinigten Nettogewinn aus: Aus 7-10 Prozent Wachstum wurden nur noch 4-7 Prozent.
Als Hauptgrund nannte CSL einen "bemerkenswerten" Einbruch der US-Grippeimpfraten. Diese sollen in dieser Saison um 12 Prozent bei der Allgemeinbevölkerung und sogar 14 Prozent bei über 65-Jährigen fallen. Zusätzlich drücken Kostendämpfungsmaßnahmen in China die Nachfrage nach Albumin-Produkten.
Parallel stoppte CSL die geplante Ausgliederung von Seqirus. Die für 2026 geplante Aufspaltung wurde "bis auf weiteres" verschoben. Grund sei die "erhöhte Volatilität" im US-Impfstoffmarkt. Die Aufspaltung soll erst dann erfolgen, wenn die Marktbedingungen "die Maximierung des Aktionärswerts unterstützen".
Aktionärsrevolte und Branchenkrise
Die Hiobsbotschaften bildeten den denkbar ungünstigsten Rahmen für die heutige Hauptversammlung. Zum zweiten Mal in Folge lehnten die Aktionäre den Vergütungsbericht der Konzernführung ab - über 40 Prozent stimmten dagegen. Zwar überstand der Vorstand eine mögliche Abwahl, doch die Abstimmung signalisiert tiefe Unzufriedenheit.
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Die Probleme bei Seqirus spiegeln branchenweite Herausforderungen wider, insbesondere den Stimmungswandel gegenüber Impfungen in den USA. CSL-Aufsichtsratsvorsitzender Brian McNamee bezeichnete den Einbruch der Impfraten als "bemerkenswert", besonders nach einer schweren Grippesaison im Vorjahr.
Der Absturz auf Sieben-Jahres-Tief markiert eine Zäsur für den einstigen australischen Börsenliebling. Die operativen Herausforderungen haben das Anlegervertrauen nachhaltig beschädigt.
Langer Weg zur Erholung
CSL dämpfte auch die Erwartungen für die mittlere Frist. Für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 sei lediglich "hohes einstelliges Wachstum" zu erwarten - vorausgesetzt, der US-Impfstoffmarkt erholt sich. CEO Dr. Paul McKenzie machte klar: Eine Rückkehr zu zweistelligem Gewinnwachstum im FY 2027 erfordert eine deutliche Trendwende bei den US-Impfraten.
Kann der Biotech-Riese das Ruder noch herumreißen? Der nächste Prüfstein wartet bereits: Beim Capital Markets Day vom 4. bis 6. November muss die Konzernführung überzeugende Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. Bis dahin bleibt die Stimmung angespannt.
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