MP Materials Aktie: Politische Unsicherheit
06.02.26 00:01
Börse Global
MP Materials gerät diese Woche kräftig in Bewegung – ausgelöst durch Donald Trumps Ankündigung von „Project Vault“, einem geplanten US-Vorratsprogramm für kritische Rohstoffe. Nach einem starken Kurssprung am Dienstag folgte am Mittwoch die abrupte Gegenbewegung. Dahinter steckt weniger ein plötzlicher Stimmungswechsel zur Rohstoff-Story – sondern vor allem Unsicherheit, wie verlässlich Washington Preisstützen künftig handhabt.
Wichtige Punkte auf einen Blick:
- Trumps „Project Vault“: geplantes Volumen von 12 Mrd. US-Dollar (laut Reuters: 2 Mrd. privat + 10 Mrd. Kredit der Export-Import Bank)
- Kursreaktion: Dienstag +9,3%, Mittwoch -6,3%
- Nächster Termin: Quartalszahlen am 26. Februar nach US-Börsenschluss
Erst Euphorie, dann Rücksetzer
Am Dienstag schloss die Aktie bei 64,61 US-Dollar, ein Plus von rund 9,3% gegenüber 59,11 US-Dollar am Vortag (Yahoo Finance). Der Impuls kam direkt nach Trumps Ankündigung vom Montag: „Project Vault“ soll als strategischer Mineralien-Vorrat dienen und Engpässe für US-Unternehmen in Marktstörungen abfedern.
Am Mittwoch drehte das Papier dann deutlich nach unten. Nach einem Start bei 65,25 US-Dollar fiel die Aktie im Tagesverlauf bis auf 57,24 US-Dollar und schloss bei 60,55 US-Dollar. Das entspricht einem Minus von etwa 6,3% gegenüber dem Dienstagsschluss (Yahoo Finance).
Project Vault: Viel Geld, großer Anspruch
Trump stellte „Project Vault“ im Weißen Haus als neuartige strategische Rohstoffreserve vor, die ausdrücklich auf den Bedarf des privaten Sektors zielt. Laut Reuters setzt sich die Finanzierung aus rund 2 Mrd. US-Dollar privatem Kapital und einem 10-Mrd.-US-Dollar-Kredit der US-Export-Import Bank zusammen.
Trump begründete das Projekt damit, dass US-Unternehmen in Störungen des Marktes wiederholt das Risiko getragen hätten, dass kritische Rohstoffe knapp werden. „Project Vault“ solle verhindern, dass Unternehmen und Beschäftigte durch Engpässe Schaden nehmen (Reuters).
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Preisuntergrenze: Genau hier hakt es
Der Kursrücksetzer am Mittwoch dürfte auch mit einer anderen Baustelle zusammenhängen: der Debatte um staatliche Preisstützen für US-Projekte im Bereich kritischer Mineralien. Reuters berichtete bereits Ende Januar, dass die Trump-Regierung von Plänen abrücke, Mindestpreise über die bestehende Vereinbarung mit MP Materials hinaus zu garantieren.
Laut Reuters erklärten hochrangige Vertreter in einem nicht öffentlichen Treffen mit Branchenmanagern, Projekte müssten ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit ohne staatliche Preisunterstützung nachweisen. Zudem habe der Senatsausschuss für Streitkräfte Treffen mit Pentagon-Mitarbeitern angefragt, um die im Rahmen des Investment-Deals 2025 an MP Materials gewährte Preisuntergrenze zu prüfen.
MP Materials widersprach nach dem Reuters-Bericht öffentlich: Es gebe keine Änderungen am Vertrag oder an staatlichen Verpflichtungen. Jede Andeutung, die US-Regierung sei von Zusagen gegenüber MP Materials zurückgerudert, sei „schlicht falsch“ (Reuters).
Nächster Fixpunkt: Zahlen Ende Februar
Die nächste harte Wegmarke folgt bereits in wenigen Wochen: MP Materials will die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 am 26. Februar nach US-Börsenschluss vorlegen. Im Anschluss sind eine Telefonkonferenz und ein Webcast um 14:00 Uhr Pacific / 17:00 Uhr Eastern angekündigt (Investor-Relations-Website des Unternehmens).
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