Meta Aktie: Metaverse-Aus
09.12.25 02:34
Börse Global
Meta vollzieht eine drastische Kehrtwende. Das Unternehmen streicht rund 30 Prozent seines Metaverse-Budgets und verlagert die Ressourcen auf künstliche Intelligenz und das hochprofitable Werbegeschäft. Damit zieht Mark Zuckerberg nach Jahren der Verluste die Reißleine bei seinem teuersten Experiment.
Reality Labs: 71 Milliarden verbrannt
Die Zahlen der Reality Labs Division offenbaren das Ausmaß des Scheiterns. Seit 2021 hat Meta in diesem Geschäftsbereich kumuliert 71 Milliarden Dollar versenkt. Allein in den ersten neun Monaten 2025 summieren sich die Verluste auf 13,27 Milliarden Dollar – bei mageren 1,3 Milliarden Dollar Umsatz.
Die jährliche Entwicklung zeigt eine beständige Verschlechterung:
- 2021: 10,19 Milliarden Dollar Verlust
- 2022: 13,72 Milliarden Dollar Verlust
- 2023: 16,12 Milliarden Dollar Verlust
- 2024: 17,73 Milliarden Dollar Verlust
Betroffen von den Kürzungen sind die Metaverse-Plattform Horizon Worlds und die Quest-VR-Sparte. Erste Entlassungen werden bereits für Januar 2026 erwartet.
Das Kerngeschäft läuft
Während Reality Labs blutet, demonstriert das Werbegeschäft außergewöhnliche Stärke. Die Family of Apps – Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger – erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2025 einen operativen Gewinn von 71,7 Milliarden Dollar bei 139,8 Milliarden Dollar Umsatz.
Ohne die Metaverse-Verluste liegt die operative Marge des Werbegeschäfts bei 51,3 Prozent. Selbst mit dem Ballast aus Reality Labs erreicht Meta konsolidiert noch 43,3 Prozent – ein Niveau, das nur wenige Tech-Konzerne weltweit halten können.
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EU-Einigung bringt Klarheit
Parallel dazu hat Meta eine Vereinbarung mit der EU-Kommission zu seinen Werbepraktiken getroffen. Ab Januar 2026 erhalten europäische Nutzer die Wahl, wie ihre Daten für personalisierte Werbung verwendet werden. Die Einigung beendet einen Streit über eine 200-Millionen-Euro-Strafe im Rahmen des Digital Markets Act.
KI statt Virtual Reality
Die Budgetverschiebung macht deutlich: Meta setzt auf künstliche Intelligenz als kurzfristig vielversprechendere Technologie. Die Mittel fließen in eigene Rechenzentren, die Entwicklung des Sprachmodells Llama, den Meta AI-Assistenten und algorithmusbasierte Optimierung von Inhalten und Werbung.
Die Gesamtinvestitionen bleiben hoch. Für 2025 plant Meta Ausgaben zwischen 70 und 72 Milliarden Dollar, für 2026 kündigt das Management noch höhere Summen an.
Die Quartalszahlen folgen am 28. Januar 2026. Dann dürfte sich zeigen, wie dauerhaft dieser Strategiewechsel angelegt ist und welche konkreten Pläne für die Restrukturierung von Reality Labs existieren.
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