NiSource: Energiewende mit Rendite?
17.08.25 13:36
Börse Global
Der US-Energieversorger NiSource beweist, dass Nachhaltigkeit und Profitabilität kein Widerspruch sein müssen. Mit überzeugenden Quartalszahlen und ehrgeizigen Investitionen in erneuerbare Energien positioniert sich das Unternehmen als Vorreiter der Branche – doch wie nachhaltig ist der aktuelle Kurs wirklich?
Solide Zahlen trotz Transformation
NiSource überraschte im zweiten Quartal 2025 positiv: Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,22 US-Dollar leicht über den Analystenerwartungen. Die Einnahmen von 1,16 Milliarden US-Dollar übertrafen sogar deutlich die Prognosen.
Das Management zeigt sich zuversichtlich und verengt die Jahresprognose auf die obere Hälfte des bisherigen Korridors von 1,85 bis 1,89 US-Dollar je Aktie. Besonders beeindruckend: Seit 2016 hält NiSource die Betriebskosten stabil – trotz massiver Investitionen in die Energiewende.
Grüne Megaprojekte im Fokus
Die Tochtergesellschaft NIPSCO treibt die Abkehr von der Kohle energisch voran:
- Bereits am Netz: Dunns Bridge I Solar (265 MW) und Cavalry Solar (200 MW plus Batteriespeicher)
- Im Bau: Dunns Bridge II Solar (435 MW mit 75 MW Speicher)
- Geplant: Zwei weitere Solarparks in Indiana mit insgesamt 300 MW Leistung
Bis 2028 will NiSource rund 3 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien pumpen – ein klares Bekenntnis zur Dekarbonisierung.
Dividendenstabilität trifft Wachstum
Traditionell wichtig für Versorger-Aktien: Die zuverlässige Dividende. NiSource bleibt hier seinen Aktionären treu und zahlte erneut 0,28 US-Dollar je Aktie aus.
Doch die eigentliche Überraschung ist das Wachstumspotenzial: Mit einer geplanten jährlichen Gewinnsteigerung von 6-8% bis 2029 und einem KGV von 22,4 (unter dem Branchendurchschnitt) könnte NiSource sowohl für Ertragsorientierte als auch Wachstumsinvestoren interessant sein.
Die Frage bleibt: Schätzt der Markt das Transformationspotenzial des Unternehmens bereits angemessen ein – oder liegt hier noch unentdecktes Potenzial brach?
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