Polestar Automotive UK PLC A ADR
WKN: A41TQY / ISIN: US7311054099Polestar Auto.adr/a Aktie: Komplexe Probleme?
25.09.25 17:12
Börse Global
Der schwedische E-Auto-Hersteller Polestar steckt in der tiefsten Krise seiner Unternehmensgeschichte. Während die Verkaufszahlen eigentlich kräftig wachsen, reißt ein Milliardengraben im zweiten Quartal die gesamte Finanzbasis des Unternehmens ein. Die Frage ist nicht mehr, wann Polestar profitabel wird – sondern ob es diese Durststrecke überhaupt überlebt.
Milliardengrab im zweiten Quartal
Die Zahlen für das zweite Quartal 2025 sind ein Schock: Ein Nettoverlust von satten 1,03 Milliarden US-Dollar lastet auf der Bilanz. Das ist fast viermal so viel wie im Vorjahresquartal. Der Hauptgrund für diesen Absturz ist eine gewaltige Wertberichtigung in Höhe von 739 Millionen Dollar für das Polestar 3 SUV. Höhere US-Zölle auf importierte Autoteile und ein erbarmungsloser Preiskampf im E-Auto-Markt haben den Wert des Modells derart unter Druck gesetzt, dass er bilanziell auf nur noch 25 Millionen Dollar abgeschrieben werden musste.
Wachsende Verkäufe, schrumpfende Margen
Die Ironie der Situation: Eigentlich läuft das operative Geschäft gar nicht so schlecht. Der Umsatz stieg im Quartal um 37 Prozent auf 791 Millionen Dollar, angetrieben von einem Absatzplus von 38 Prozent auf 18.049 Fahrzeuge. Für das erste Halbjahr sogar um 51 Prozent. Doch dieser Erfolg wird von den immensen Sonderbelastungen komplett zunichtegemacht. Die Bruttomarge brach durch die Wertberichtigungen auf katastrophale -49 Prozent ein.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
* Nettoverlust Q2 2025: 1,03 Mrd. USD
* Wertberichtigung Polestar 3: 739 Mio. USD
* Umsatzwachstum: +37% auf 791 Mio. USD
* Absatzwachstum: +38% auf 18.049 Fahrzeuge
Qualitätsprobleme und strategische Wende
Zusätzlich zu den finanziellen Sorgen kämpft Polestar mit operativen Pannen. Rückrufaktionen für tausende Polestar 2 und Polestar 3 Modelle aufgrund technischer Mängel belasten das Image der Premiummarke und verursachen weitere Kosten.
Gleichzeitig vollzieht das Unternehmen eine strategische Kehrtwende. Die Produktion soll näher an die Absatzmärkte verlagert werden, um Zollrisiken zu minimieren. Der Polestar 7 wird ab 2028 in der Slowakei produziert. Eine 200-Millionen-Dollar-Kapitalspritze von Geely-Besitzer Li Shufu im Juni verschafft etwas Luft – doch die Aussetzung der Jahresprognose zeigt, wie unsicher die Lage ist.
Kann Polestar die Kurve noch kriegen? Die ambitionierten Wachstumsziele von 30-35 Prozent bis 2027 wirken vor diesem Hintergrund wie fromme Wünsche. Der Aktie bleibt nach dem jüngsten Absturz nur die Hoffnung auf einen strategischen Retter – oder ein Wunder.
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