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Mo, 27. April 2026, 3:02 Uhr

Rußland und die IWF-Kredite


25.09.98 00:00
Wall Street Journal

Nach einem Bericht des Wall Street Journal von Donnerstag, warnt Rußland, respektive der Chefunterhändler, zuständig für IWF-Verhandlungen, vor einer möglichen Insolvenz bezüglich der IWF-Kredite. Wenn der IWF weitere Kredite nicht genehmige, könnten bisherige Verpflichtungen nicht mehr eingehalten werden. Er bat darum, die früher vereinbarten Hilfskredite nicht zu kündigen. Das Hilfspaket für Rußland beträgt $22,6 Milliarden.
Die Abwertung des Rubels hatte zur Folge, das in den ersten 3 Wochen des September die Preise um 45,4% in die Höhe geschossen seien. Seit 17. August habe der Rubel 60 % seines Wertes verloren, nachdem die Regierung die Wechselkursfreigabe beschlossen hatte. Vor der beginnenden Krise in August lag die Inflation Rußlands unter 1 % und wurde für das gesamte Jahr auf unter 10 % geschätzt. Durch die Abwertung des Rubels sei dies Schnee von gestern. Die Zentralbank warnte, falls der Rubel gegen den Dollar einen Wert von 20 erreiche, könnten die Preise zwischen 240 und 290 % in diesem Jahr steigen. Zur Zeit liege der Rubel bei etwa 16 $.