Teradyne Aktie: Roboter-Deal mit Amazon als Gamechanger?
04.08.25 09:25
Börse Global
Teradyne steht an einem Wendepunkt: Während der Halbleitertester-Spezialist mit sinkenden Umsätzen kämpft, könnte ausgerechnet seine Robotersparte den entscheidenden Impuls liefern. Neue Indizien deuten auf eine lukrative Partnerschaft mit Amazon hin – doch reicht das, um die skeptischen Analysten zu überzeugen?
Überraschende Wende in der Robotik
Die größte Aufmerksamkeit erregt aktuell Teradynes Robotik-Tochter Universal Robots. Medienberichten zufolge soll das Unternehmen die Roboterarme für Amazons neue "Vulcan"-Lagerroboter liefern. Auf Amazon-Werbevideos sind deutlich das Logo von Universal Robots und Robotiq-Greifer zu erkennen.
Diese Kooperation könnte sich als Goldesel entpuppen: Analysten schätzen das Potenzial auf bis zu 400 Millionen Dollar Umsatz, sollte Amazon wie geplant einen Großteil seiner manuellen Lagerprozesse automatisieren. Besonders spannend: Die Roboter nutzen Nvidias KI-Software Isaac Sim für präzisere Bewegungen in komplexen Umgebungen.
Halbleitersparte unter Druck
Während die Robotik Hoffnung macht, zeigt Teradynes Kerngeschäft mit Halbleitertests gemischte Signale:
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Teradyne?
- Q2-Umsatz von 652 Mio. $ übertraf leicht die Erwartungen
- Dennoch: Minus von 10,7% im Jahresvergleich
- Ausblick für Q3 (710-770 Mio. $) lässt auf Erholung hoffen
CEO Greg Smith betont die wachsende Bedeutung von KI-Anwendungen: "Wir erwarten eine positive Wende bei KI-bezogenen Umsätzen in der zweiten Jahreshälfte", so Smith mit Blick auf Compute-, Netzwerk- und Speicherlösungen.
Analysten gespalten – Aktie günstig?
Die Einschätzungen der Experten könnten unterschiedlicher nicht sein:
- UBS erhöht Kursziel auf 130$ (von 120$), bestätigt "Buy"
- Goldman Sachs bleibt bei "Sell" (85$ Ziel)
- Morgan Stanley upgradet auf "Equal Weight" (100$ Ziel)
Interessant: Teradyne selbst scheint von einer Unterbewertung auszugehen – das Unternehmen kündigte im April ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an. Nach einem turbulenten Jahr steht die Aktie trotz jüngster Erholung noch 27% im Minus seit Jahresbeginn.
Fazit: Teradyne balanciert zwischen altem Geschäftsdruck und neuen Wachstumschancen. Sollte sich die Amazon-Partnerschaft bestätigen, könnte das der Robotiksparte den lang ersehnten Schub verleihen. Doch bis die Effekte in den Zahlen sichtbar werden, dürfte die Volatilität bleiben.
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